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Am 8. August 1794 erwarb [[Heycke Siebens Fischer]] das Haus nebst Garten und den beiden Scheunen sowie ein ganzes Warenlager an Holz, Steinen und Dachpfannen. Hierzu schloss sie zuvor einen Tauschvertrag mit dem Verkäufer Weyers. Fortan blieb das Haus wohl viele Jahrzehnte im Besitz der Familie Fischer und wurde dann am 12. Mai 1846 von [[Sabine Fischer]], Witwe Frerichs zu Norden, versteigert. Neuer Besitzer wurde sodann der Schiffskapitän [[Gerhard Behrend Voss]], der das Haus (vor 1882)<ref name=":3">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Christian_Carl_Kruse Wikipedia-Artikel zu Ernst Christian Carl Kruse], abgerufen am 31. Juli 2024</ref> an [[Sanitätsrat]] [[Ernst Kruse|Dr. med. Ernst Kruse]] weiterverkaufte. Kruse wurde 1882 Badearzt auf Norderney und war von 1875 bis 1900 Reichstagsabgeordneter in Berlin.<ref name=":0" /> 1900 verstarb er in Berlin an plötzlichem Hirnbluten.<ref name=":3" />  
Am 8. August 1794 erwarb [[Heycke Siebens Fischer]] das Haus nebst Garten und den beiden Scheunen sowie ein ganzes Warenlager an Holz, Steinen und Dachpfannen. Hierzu schloss sie zuvor einen Tauschvertrag mit dem Verkäufer Weyers. Fortan blieb das Haus wohl viele Jahrzehnte im Besitz der Familie Fischer und wurde dann am 12. Mai 1846 von [[Sabine Fischer]], Witwe Frerichs zu Norden, versteigert. Neuer Besitzer wurde sodann der Schiffskapitän [[Gerhard Behrend Voss]], der das Haus (vor 1882)<ref name=":3">[https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Christian_Carl_Kruse Wikipedia-Artikel zu Ernst Christian Carl Kruse], abgerufen am 31. Juli 2024</ref> an [[Sanitätsrat]] [[Ernst Kruse|Dr. med. Ernst Kruse]] weiterverkaufte. Kruse wurde 1882 Badearzt auf Norderney und war von 1875 bis 1900 Reichstagsabgeordneter in Berlin.<ref name=":0" /> 1900 verstarb er in Berlin an plötzlichem Hirnbluten.<ref name=":3" />  


1848 errichtet Voss das bis heute erhaltene Gebäude. Der heutige Bau aus dem Jahre 1848 ersetzte zwei zuvor zusammengewachsene.<ref name=":0" /><ref>Cremer, Ufke (1938): Die Hausnummern Nordens im Jahre 1812, Norden, S. 2</ref> Besonders markant war und ist seither das handgeschnitzte Sonnenmotiv am Oberlicht unter dem Giebel, das stark an jenes der [[Schwanen-Apotheke]] erinnert.  
1848 errichtet Voss das bis heute erhaltene Gebäude. Der heutige Bau aus dem Jahre 1848 ersetzte zwei zuvor zusammengewachsene (siehe auch: [[Liste der Häuser nach alter Adressierung (1751-1850)]], Nr. 595 und 596).<ref name=":0" /><ref>Cremer, Ufke (1938): Die Hausnummern Nordens im Jahre 1812, Norden, S. 2</ref> Besonders markant war und ist seither das handgeschnitzte Sonnenmotiv am Oberlicht unter dem Giebel, das stark an jenes der [[Schwanen-Apotheke]] erinnert.  


Um 1875 wurde das Haus dann vom [[Eisenhütte|''Eisenhütten'']]-Direktor [[Ludwig Landmann|Ludwig "Louis" Landmann]] erworben.<ref name=":0" /><ref name=":2">Genealogische Aufzeichnungen, zur Verfügung gestellt von Claus Herlyn (E-Mail vom 29. September 2022)</ref> Dieser wohnte hier bis zu seinem Tode im Jahre 1887. Nach ihm wohnte hier noch seine Frau Charlotte, ehe diese 1901 ebenfalls verstarb.<ref name=":2" /> Vor 1926 erwarb der Zahnarzt [[Paul Scharphuis|Dr. med. Paul Scharphuis]] das Haus.<ref name=":0" /><ref>Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 100</ref> 1928 wurden beim Einbau einer Heizung alte Grabsteine im gewölbten Keller des Hauses gefunden. Diese wurden im Garten als Kanalisationsdeckel verwendet und mit Erde zugedeckt worden.<ref name=":0" /> Es ist zu vermuten, dass die Grabsteine aus [[Kloster Marienthal|Klosterzeiten]] stammten.  
Um 1875 wurde das Haus dann vom [[Eisenhütte|''Eisenhütten'']]-Direktor [[Ludwig Landmann|Ludwig "Louis" Landmann]] erworben.<ref name=":0" /><ref name=":2">Genealogische Aufzeichnungen, zur Verfügung gestellt von Claus Herlyn (E-Mail vom 29. September 2022)</ref> Dieser wohnte hier bis zu seinem Tode im Jahre 1887. Nach ihm wohnte hier noch seine Frau Charlotte, ehe diese 1901 ebenfalls verstarb.<ref name=":2" /> Vor 1926 erwarb der Zahnarzt [[Paul Scharphuis|Dr. med. Paul Scharphuis]] das Haus.<ref name=":0" /><ref>Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 100</ref> 1928 wurden beim Einbau einer Heizung alte Grabsteine im gewölbten Keller des Hauses gefunden. Diese wurden im Garten als Kanalisationsdeckel verwendet und mit Erde zugedeckt worden.<ref name=":0" /> Es ist zu vermuten, dass die Grabsteine aus [[Kloster Marienthal|Klosterzeiten]] stammten.