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Die letzte Tote, die zweieinhalbjährige [[Anna Rose|Anna Maria Foline Rose]], wurde am 30. April 1879 um 18:00 Uhr auf dem Alten Friedhof bestattet. Insgesamt sollen hier rund 9.000 Menschen begraben worden sein.<ref name=":1" /> Alle späteren Begräbnisse fanden auf dem Neuen Friedhof statt. Noch heute sind jedoch viele der alten Grabmäler erhalten. 2012 belief sich ihre Zahl noch auf 42. Das älteste Grab ist das eines ''T. Bermann'' und stammt aus dem Mai 1867.<ref>[https://www.grabsteine-ostfriesland.de/friedhof/Norden-alter+Friedhof/ Grabsteine Ostfriesland], abgerufen am 1. März 2021</ref>
Die letzte Tote, die zweieinhalbjährige [[Anna Rose|Anna Maria Foline Rose]], wurde am 30. April 1879 um 18:00 Uhr auf dem Alten Friedhof bestattet. Insgesamt sollen hier rund 9.000 Menschen begraben worden sein.<ref name=":1" /> Alle späteren Begräbnisse fanden auf dem Neuen Friedhof statt. Noch heute sind jedoch viele der alten Grabmäler erhalten. 2012 belief sich ihre Zahl noch auf 42. Das älteste Grab ist das eines ''T. Bermann'' und stammt aus dem Mai 1867.<ref>[https://www.grabsteine-ostfriesland.de/friedhof/Norden-alter+Friedhof/ Grabsteine Ostfriesland], abgerufen am 1. März 2021</ref>
Seit 1955 steht der Alte Friedhof aufgrund seines alten Baumbestandes als erstes Naturdenkmal im [[Altkreis Norden]] unter Denkmalschutz. 1957 schlossen Kirche und Stadtverwaltung einen Vertrag, in dem festgehalten wurde, dass sich die Stadt um die Pflege und Sauberkeit des Alten Friedhofs zu kümmern habe.<ref name=":0">Ostfriesischer Kurier vom 30. September 2023, S. 44</ref>


Seit 2013 setzt sich der [[Förderkreis Kulturschatz Ludgeri]] für den Erhalt des Alten Friedhofs ein. Eigens hierfür wurde in 2019 erstmals Steinmetz Sven Thater aus Friedeburg engagiert, der in mühsamer Einzelarbeit die Grabsteine restaurierte. Die Arbeiten brachten viele verborgene Details zurück ans Tageslicht: Die nach unten zeigenden Fackeln für das verlöschende Leben, der Schmetterling als Symbol für die aufsteigende Seele, die sich in den Schwanz beißende Schlange als Symbol der Ewigkeit. Inschriften erzählen Geschichte und Geschichten. Nicht nur Geburts- und Todesdatum sind vermerkt, auch Wichtiges aus dem Leben des verstorbenen Menschen ist hier in Stein gemeißelt.<ref name=":1" />
Seit 2013 setzt sich der [[Förderkreis Kulturschatz Ludgeri]] für den Erhalt des Alten Friedhofs ein. Eigens hierfür wurde in 2019 erstmals Steinmetz Sven Thater aus Friedeburg engagiert, der in mühsamer Einzelarbeit die Grabsteine restaurierte. Die Arbeiten brachten viele verborgene Details zurück ans Tageslicht: Die nach unten zeigenden Fackeln für das verlöschende Leben, der Schmetterling als Symbol für die aufsteigende Seele, die sich in den Schwanz beißende Schlange als Symbol der Ewigkeit. Inschriften erzählen Geschichte und Geschichten. Nicht nur Geburts- und Todesdatum sind vermerkt, auch Wichtiges aus dem Leben des verstorbenen Menschen ist hier in Stein gemeißelt.<ref name=":1" />


Im Herbst 2020 wurde die letzte noch vorhandene Gruft des Friedhofs erneuert. Die Restaurierung fiel sehr umfassend aus und umfassten den Abbruch des alten Mauerwerks, das Aufmauern des neuen Mauerwerks und die Sanierung der fünf Gruftplatten. Die Kosten dafür beliefen sich auf etwa 17.000 Euro. Die Reinigung der restlichen 14 stehenden Grabsteine schlug mit weiteren 8.000 Euro zu Buche kosten. Die Kosten hierfür wurden größtenteils durch Spenden getragen, das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege (Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege, Regionalreferat Oldenburg) bewilligte auf Antrag eine Förderung in Höhe von 5.000 Euro.<ref>[https://www.norden-ludgeri.de/Ludgerikirche/Foerderkreis-Kulturschatz-Ludgeri/Reinigungsaktion-Grabsteine-Alter-Friedhof Bericht über Erneuerung der Gruft], abgerufen am 1. März 2021</ref>
Unklar ist, wie viele gemauerte Grabkammern noch unterhalb des Alten Friedhofs existieren.<ref name=":0" /> Im Herbst 2020 wurde die letzte noch bekannte, größere Gruft des Friedhofs erneuert. Die Restaurierung fiel sehr umfassend aus und umfassten den Abbruch des alten Mauerwerks, das Aufmauern des neuen Mauerwerks und die Sanierung der fünf Gruftplatten. Die Kosten dafür beliefen sich auf etwa 17.000 Euro. Die Reinigung der restlichen 14 stehenden Grabsteine schlug mit weiteren 8.000 Euro zu Buche kosten. Die Kosten hierfür wurden größtenteils durch Spenden getragen, das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege (Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege, Regionalreferat Oldenburg) bewilligte auf Antrag eine Förderung in Höhe von 5.000 Euro.<ref>[https://www.norden-ludgeri.de/Ludgerikirche/Foerderkreis-Kulturschatz-Ludgeri/Reinigungsaktion-Grabsteine-Alter-Friedhof Bericht über Erneuerung der Gruft], abgerufen am 1. März 2021</ref> Leider wird diese Gruft nach wie vor von allerlei Nichtsnutzen als Treffpunkt des gemeinsamen Alkohol- und Drogenkonsums missbraucht.


==Trivia==
==Trivia==