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Am 30. April 1602 kam es zu einem blutigen Zwischenfall, bei dem der Eigentümer des Hauses, [[Hinrich von Lingen]], sein Haus vor den Söldnern des [[Enno III. Cirksena|Grafen Enno III.]] mit Waffengewalt verteidigte. Ursprünglich zum Tode verurteilt wurde von Lingen schließlich verbannt, kehrte 1605 zurück und verstarb 1608 in Norden.<ref name=":7" /><ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 54</ref> Seine Mutter überlebte den Tod ihrer drei Kinder. Nachdem sie verstarb, wurde das Haus durch die anderen Erben, darunter Frouwas Bruder [[Scipio Crumminga]], am 13. März 1625 für 2.100 Gulden verkauft. Das Gebäude wechselte wohl einige Male den Besitzer, darunter war auch [[Wessel Heren]], Diakon der [[Mennonitenkirche]].<ref name=":7" />
Am 30. April 1602 kam es zu einem blutigen Zwischenfall, bei dem der Eigentümer des Hauses, [[Hinrich von Lingen]], sein Haus vor den Söldnern des [[Enno III. Cirksena|Grafen Enno III.]] mit Waffengewalt verteidigte. Ursprünglich zum Tode verurteilt wurde von Lingen schließlich verbannt, kehrte 1605 zurück und verstarb 1608 in Norden.<ref name=":7" /><ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 54</ref> Seine Mutter überlebte den Tod ihrer drei Kinder. Nachdem sie verstarb, wurde das Haus durch die anderen Erben, darunter Frouwas Bruder [[Scipio Crumminga]], am 13. März 1625 für 2.100 Gulden verkauft. Das Gebäude wechselte wohl einige Male den Besitzer, darunter war auch [[Wessel Heren]], Diakon der [[Mennonitenkirche]].<ref name=":7" />


Am 23. Mai 1746 wurde [[Claas Abraham Decknatel]] Eigentümer des Hauses und nach ihm sein Sohn und Erbe [[Abraham Classen Decknatel]], der auch schon Eigentümer des Hauses [[Am Markt 20]] war. Dessen Sohn wiederum, benannt nach ihrem Großvater, erwarb von seinen beiden Halbschwestern die anteiligen Besitzansprüche am Haus, in dem 1777 der Stiefvater [[Peter Rysdyck|Peter H. Rysdyck]] wohnte. Hier wird ersichtlich, dass sich zu jener Zeit eine Brauerei befand.<ref>Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 77</ref>
Am 23. Mai 1746 wurde [[Claas Abraham Decknatel]] Eigentümer des Hauses und nach ihm sein Sohn und Erbe [[Abraham Classen Decknatel]], der auch schon Eigentümer des Hauses [[Am Markt 20]] war. Dessen Sohn wiederum, benannt nach ihrem Großvater, erwarb von seinen beiden Halbschwestern die anteiligen Besitzansprüche am Haus, in dem 1777 der Stiefvater [[Peter Rysdyck|Peter H. Rysdyck]] wohnte. Hier wird ersichtlich, dass sich zu jener Zeit eine Brauerei befand.<ref name=":8">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 77</ref>


Der Gasthof existierte bereits seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, wobei seine genaue Anfänge noch nicht geklärt sind. Der Gastwirt Willms betrieb hier seinerzeit noch eine Korn-, Kalk- und Sandhandlung. Sein Nachfolger G. König baute 1898 einen Saal an.<ref name=":4">Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 85</ref> Bis in die Zeit nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gehörten auch Stallungen zu dem Gebäude, wo die Bauern aus der Umgebung ihre Pferde zu den Markttagen unterzustellen pflegten.<ref name=":5">Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden (1973): Chronik. 70 Jahre Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden, Norden, S. 51</ref>
Ab 1851 war [[Wilhelm Reemts Wilms]] Inhaber des des Hauses, der hier eine Korn-, Kalk- und Sandhandlung eingerichtet hatte.<ref name=":8" /><ref name=":4">Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 85</ref> In den zum Haus gehörenden Stallungen konnten die Besucher des [[Schweinemarkt|Schweinemarktes]] ihre Pferde unterstellen.<ref name=":8" /><ref name=":4" /><ref name=":5">Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden (1973): Chronik. 70 Jahre Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden, Norden, S. 51</ref> Der Nachfolger Willms', [[Gustav König]], richtete schließlich eine Gastwirtschaft ein und erweiterte sie 1898 baulich um einen Saal, in dem sonntäglich Tanzveranstaltungen wie auch Versammlungen abgehalten wurden.<ref name=":8" /><ref name=":5" />


1903 wurde im Gasthof der [[Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden]] gegründet, aus dem später der ''DEHOGA Kreisverband Norden'' erwuchs.<ref name=":3">WirtA NW WAN K 5</ref> Zum erstem Vorsitzender wurde [[Peter Remmers]], gewählt.<ref name=":3" /><ref>Feuerwehr Norden (1986): 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr der Stadt Norden, Norden, S. 46</ref> Dieser hatte den Gasthof am 1. Oktober des Jahres übernommen.<ref name=":4" /><ref name=":5" /> Remmers ließ die Kornlager noch bis 1927 bestehen.<ref name=":5" />
1903 wurde im Gasthof der [[Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden]] gegründet, aus dem später der ''DEHOGA Kreisverband Norden'' erwuchs.<ref name=":3">WirtA NW WAN K 5</ref> Zum erstem Vorsitzender wurde [[Peter Remmers]], gewählt.<ref name=":3" /><ref>Feuerwehr Norden (1986): 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr der Stadt Norden, Norden, S. 46</ref> Dieser hatte den Gasthof am 1. Oktober des Jahres übernommen.<ref name=":8" /><ref name=":4" /><ref name=":5" /> Remmers ließ den Saal erweitern und die drei darüber befindlichen Kornlager noch bis 1927 bestehen.<ref name=":8" /><ref name=":5" /> Die westliche Wanderung ließ Remmers durch eine hölzerne Dachveranda ersetzen.<ref name=":8" />


Von 1923 bis 1926 war der Gasthof das Stammlokal der Freimaurerloge [[Zu den drei Sternen|''Zu den drei Sternen'']], die nachfolgend in das [[Deutsches Haus|Deutsche Haus]] wechselten.<ref name=":0">[http://www.westdoerp.eu/historie-der-norder-loge/ Geschichte der Norder Freimaurerloge], abgerufen am 17. Juni 2021</ref> Am 15. April 1926 führte die erst etwa fünf Monate zuvor gegründete [[Niederdeutsche Bühne]] hier ihr erstes Theaterstück, die Komödie ''De Vergantschoster'' der deutschen Schriftsteller Alma Rogge auf.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 23</ref> Im gleichen Jahr feierte die [[Feuerwehr Norden]] im Gasthof ihr 40-jähriges Bestehen. Gastwirt Remmers von 1918 bis 1937 der Hauptmann der Norder Wehr.<ref>Feuerwehr Norden (1986): 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr der Stadt Norden, Norden, S. 46</ref>
Von 1923 bis 1926 war der Gasthof das Stammlokal der Freimaurerloge [[Zu den drei Sternen|''Zu den drei Sternen'']], die nachfolgend in das [[Deutsches Haus|Deutsche Haus]] wechselten.<ref name=":0">[http://www.westdoerp.eu/historie-der-norder-loge/ Geschichte der Norder Freimaurerloge], abgerufen am 17. Juni 2021</ref> Am 15. April 1926 führte die erst etwa fünf Monate zuvor gegründete [[Niederdeutsche Bühne]] hier ihr erstes Theaterstück, die Komödie ''De Vergantschoster'' der deutschen Schriftsteller Alma Rogge auf.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 23</ref> Im gleichen Jahr feierte die [[Feuerwehr Norden]] im Gasthof ihr 40-jähriges Bestehen. Gastwirt Remmers war von 1918 bis 1937 der Hauptmann der Norder Wehr.<ref>Feuerwehr Norden (1986): 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr der Stadt Norden, Norden, S. 46</ref>


Kurz nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden 27 Sozialdemokraten und Kommunisten von diesen am 3. Mai 1933 im Gasthof schwer misshandelt.<ref>Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2001): Norden/Norddeich. Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 46</ref><ref name=":1">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 29</ref> Die NSDAP erklärte den Gasthof kurz zuvor zu ihrem ''Parteilokal''.<ref name=":1" /> Statt einzugreifen stellte der Gastwirt das Radio auf volle Lautstärke, da der durch die Misshandlung entstandene Lärm bis auf die Straße drang.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 32</ref> Die Täter wurden nach dem Krieg zu Freiheitsstrafen zwischen drei Monaten und zwei Jahren verurteilt.<ref>Haddinga, Johann (1988): Stunde Null. Ostfrieslands schwerste Jahre, Norden, S. 210</ref>
Kurz nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden 27 Sozialdemokraten und Kommunisten von diesen am 3. Mai 1933 im Gasthof schwer misshandelt.<ref>Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2001): Norden/Norddeich. Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 46</ref><ref name=":1">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 29</ref> Die NSDAP erklärte den Gasthof kurz zuvor zu ihrem ''Parteilokal''.<ref name=":1" /> Statt einzugreifen stellte der Gastwirt das Radio auf volle Lautstärke, da der durch die Misshandlung entstandene Lärm bis auf die Straße drang.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 32</ref> Die Täter wurden nach dem Krieg zu Freiheitsstrafen zwischen drei Monaten und zwei Jahren verurteilt.<ref>Haddinga, Johann (1988): Stunde Null. Ostfrieslands schwerste Jahre, Norden, S. 210</ref>
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Im November 1934 wird von hier aus das von Marie Ulfers verfasste Hörspiel ''Dat Arfdeel ut Ostindien'' (übersetzt: ''Das Erbteil aus Ostindien'') via Rundfunk übertragen, das von den Schauspielern der Niederdeutschen Bühne eingespielt wurde.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 24</ref>
Im November 1934 wird von hier aus das von Marie Ulfers verfasste Hörspiel ''Dat Arfdeel ut Ostindien'' (übersetzt: ''Das Erbteil aus Ostindien'') via Rundfunk übertragen, das von den Schauspielern der Niederdeutschen Bühne eingespielt wurde.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 24</ref>


Seit dem 31. März 1933 (nach anderen Quellen seit dem 26. April) war die Börse das offizielle ''Sturmlokal'' der [[NSDAP Ortsgruppe Norden|Norder NSDAP]], die hier nicht nur einen Stammtisch, sondern auch ihr ''Aktionskomittee'' zur Planung von Aktionen gegen jüdische Mitbürger einrichtete.<ref name=":2">Ökumenischer Arbeitskreis (2021): Kleiner Rundgang durch Norden, Norden, S. 6</ref><ref>Ostfriesischer Kurier vom 31. März 1933</ref> In dieser Zeit wurde das Gebäude auch braun angestrichen, um die Zugehörigkeit zu den braun gekleideten Nationalsozialisten zu zeigen.<ref>Forster, Hans / Schwickert, Günther (1988): Norden. Eine Kreisstadt unterm Hakenkreuz, Norden, S. 53</ref> Als 1942 und 1943 mehrere Ladungen mit wertvollen Möbeln und anderen Gegenständen im [[Norder Hafen]] ankamen, lagerten die Nationalsozialisten große Teil davon im Gasthof.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 41</ref>
Seit dem 31. März 1933 (nach anderen Quellen seit dem 26. April) war die Börse das offizielle ''Sturmlokal'' der [[NSDAP Ortsgruppe Norden|Norder NSDAP]], die hier nicht nur einen Stammtisch, sondern auch ihr ''Aktionskomittee'' zur Planung von Aktionen gegen jüdische Mitbürger einrichtete.<ref name=":2">Ökumenischer Arbeitskreis (2021): Kleiner Rundgang durch Norden, Norden, S. 6</ref><ref>Ostfriesischer Kurier vom 31. März 1933</ref> In dieser Zeit wurde das Gebäude auch braun angestrichen, um die Zugehörigkeit zu den braun gekleideten Nationalsozialisten zu zeigen.<ref>Forster, Hans / Schwickert, Günther (1988): Norden. Eine Kreisstadt unterm Hakenkreuz, Norden, S. 53</ref> Irgendwann in jener Zeit gab es in der Börse eine große Schlägerei zwischen der SA und Kommunisten, die erst ein Überfallkommando der Polizei aus Wilhelmshaven beenden konnte.<ref name=":03">Unbekannter Autor: Wir wohnten neben euch. Norden zur Zeit des Nationalsozialismus (Online-Publikation als .pdf-Dokument)</ref>
 
Als 1942 und 1943 mehrere Ladungen mit wertvollen Möbeln und anderen Gegenständen im [[Norder Hafen]] ankamen, lagerten die Nationalsozialisten große Teil davon im Gasthof.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 41</ref>


Wenige Stunden nach dem verheerenden Luftangriff auf Emden am 6. September 1944, bei der die ohnehin schon schwer beschädigte Stadt nahezu restlos zerstört wurde, kamen im Gasthof annähernd hundert Norder Frauen zusammen und schmierten gut 10.000 Doppelschnitten für die Emder Bürger. Nahezu 150 Pfund Butter sowie 350 Pfund Wurst wurden dabei in nur wenigen Stunden verarbeitet.<ref>Haddinga, Johann (1995): Kriegsalltag in Ostfriesland, Norden, S. 154</ref>
Wenige Stunden nach dem verheerenden Luftangriff auf Emden am 6. September 1944, bei der die ohnehin schon schwer beschädigte Stadt nahezu restlos zerstört wurde, kamen im Gasthof annähernd hundert Norder Frauen zusammen und schmierten gut 10.000 Doppelschnitten für die Emder Bürger. Nahezu 150 Pfund Butter sowie 350 Pfund Wurst wurden dabei in nur wenigen Stunden verarbeitet.<ref>Haddinga, Johann (1995): Kriegsalltag in Ostfriesland, Norden, S. 154</ref>


Im Oktober 1948 - die Eigentümer hatten ihren Besitz altersbedingt verkauft - wurde der Gasthof zu einem Kino umgebaut, das später als [[Metropol-Theater]] bekannt wurde und zuletzt kaum mehr als ein schmuddeliges Pornokino war. 1970 wurde das Gebäude von [[Anton Götz]] erworben, der den hinteren Gebäudeteil abbrechen ließ.<ref name=":02">[http://www.allekinos.com/NORDENMetropol.htm Geschichte des Metropol-Theaters], abgerufen am 17. Juni 2021</ref> Das Vorderhaus mit einer Schankwirtschaft blieb noch bis 1972 stehen und wurde seit 1950 von [[Wilhelm Franke]] betrieben.<ref name=":4" /><ref>Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden (1973): Chronik. 70 Jahre Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden, Norden, S. 39</ref> Seit spätestens 1952 wurde die Gastwirtschaft unter dem Namen ''Ratsstuben'' geführt.<ref name=":5" />  
Im Oktober 1948 - die Eigentümer hatten ihren Besitz altersbedingt verkauft - wurde der Saal des Gasthofs zu einem Kino (genannt: ''Kammerspiele'') umgebaut. Seit 1950<ref name=":4" /><ref name=":9">Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden (1973): Chronik. 70 Jahre Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden, Norden, S. 39</ref> (oder 1952)<ref name=":8" /> wurde die Gastwirtschaft von [[Wilhelm Franke]] übernommen und unter dem Namen ''Ratsstuben'' geführt.<ref name=":8" /><ref name=":5" /> Von da an bis zur Schließung 1970 wurde das Kino von der Familie Remmers unter dem Namen ''[[Metropol-Theater]]'' bekannt, doch war zuletzt kaum mehr als ein schmuddeliges Pornokino. Bereits 1967 wurde das Gebäude von [[Anton Edzard Götz]] erworben, der den hinteren Gebäudeteil abbrechen ließ.<ref name=":02">[http://www.allekinos.com/NORDENMetropol.htm Geschichte des Metropol-Theaters], abgerufen am 17. Juni 2021</ref> Das Vorderhaus mit einer Schankwirtschaft blieb noch bis 1972 stehen.<ref name=":4" /><ref name=":9" />  
 
Später dehnte Götz seinen Supermarkt auf das gesamte ehemalige Kinogelände aus.<ref name=":4" /><ref name=":02" /> Bis zum Abbruch 1972 blieb der Gasthof dann auch der Hauptveranstaltungsort für die Stücke der Niederdeutschen Bühne, seitdem nutzt sie den im selben Jahr errichteten Theatersaal im [[Schulzentrum Ekel]]. Eine kleine Gastwirtschaft verblieb jedoch auch in dem neuen Komplex, die von dem Gastwirt [[Bruno Fiebig]] geführt wurde.<ref>Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden (1973): Chronik. 70 Jahre Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden, Norden, S. 51</ref>
 
==Trivia==
1602 besetzte [[Enno III. Cirksena|Graf Enno III.]] die [[Stadt Norden]], nachdem diese ihm die Huldigung verweigert hatte. Hierbei kam es in dem Vorgängerbau des Gasthofes zu einem Scharmützel zwischen den Söldnern Ennos und [[Hinrich von Lingen]], der die Soldaten nicht bei sich einquartieren lassen wollte.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 54</ref>


Später dehnte Götz seinen Supermarkt auf das gesamte ehemalige Kinogelände aus.<ref name=":4" /><ref name=":02" /> Bis zum Abbruch 1972 blieb der Gasthof dann auch der Hauptveranstaltungsort für die Stücke der Niederdeutschen Bühne, seitdem nutzt sie den im selben Jahr errichteten Theatersaal im [[Schulzentrum Ekel]]. Eine kleine Gastwirtschaft verblieb jedoch auch in dem neuen Komplex, die von dem Gastwirt [[Bruno Fiebig]] geführt wurde.<ref>Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden (1973): Chronik. 70 Jahre Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden, Norden, S. 51</ref><ref>Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 78</ref> Diese ist jedoch längst geschlossen.
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