Gräfliches Haus: Unterschied zwischen den Versionen
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Das '''(Hoch-)Gräfliche Haus''' wurde ursprünglich als Wohnhaus errichtet. Seinen Namen hat es von [[Edzard Ferdinand Cirksena]] erhalten, der hier als ''Graf von Norden'' residierte. Hauptnutzer seit 1922 ist die Firma [[Otto G. Soltau GmbH]], wobei der Betrieb nur den rechten, ursprünglichen Teil des einst wesentlich größeren Hauses einnimmt. Der linke Teil wurde 1906 für den Bau des [[Postamt|Postamtes]] abgebrochen und beherbergte | Das '''(Hoch-)Gräfliche Haus''' wurde ursprünglich als Wohnhaus errichtet. Seinen Namen hat es von [[Edzard Ferdinand Cirksena]] erhalten, der hier als ''Graf von Norden'' residierte. Hauptnutzer seit 1922 ist die Firma [[Otto G. Soltau GmbH]], wobei der Betrieb nur den rechten, ursprünglichen Teil des einst wesentlich größeren Hauses einnimmt. Der linke Teil wurde 1906 für den Bau des [[Postamt|Postamtes]] abgebrochen und beherbergte das Norder Postamt von 1859 bis zum Abriss 1906. | ||
Der linke, nördliche Teil wurde auch als ''Altes Gräfliches Haus'' bezeichnet, der rechte, südliche Teil als ''Neues Gräfliches Haus''. | Der linke, nördliche Teil wurde auch als ''Altes Gräfliches Haus'' bezeichnet, der rechte, südliche Teil als ''Neues Gräfliches Haus''. | ||
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Die Töchter verkauften den Besitz am 8. Juli 1782 an Justizrat Hedden für 4.082 Gulden. Am 27. März 1786 erwarb der ehemalige [[Bürgermeister]] Nordens, [[Enno Ludwig Franzius]], den Teil des Hauses. Von diesem wiederum ging es am 14. Mai 1791 an Karl Gustav Freiherr von Inn- und Knyphausen aus Leer zum Preis von 2.300 Reichstalern.<ref name=":5" /><ref name=":2">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 192</ref> | Die Töchter verkauften den Besitz am 8. Juli 1782 an Justizrat Hedden für 4.082 Gulden. Am 27. März 1786 erwarb der ehemalige [[Bürgermeister]] Nordens, [[Enno Ludwig Franzius]], den Teil des Hauses. Von diesem wiederum ging es am 14. Mai 1791 an Karl Gustav Freiherr von Inn- und Knyphausen aus Leer zum Preis von 2.300 Reichstalern.<ref name=":5" /><ref name=":2">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 192</ref> | ||
Der [[Magistrat]] kaufte der Familie Inn- und Knyphausen das Haus am 6. Oktober 1851 ab.<ref name=":6" /> Am 24. Januar 1859 verkaufte der Magistrat das Gebäude sodann | Der [[Magistrat]] kaufte der Familie Inn- und Knyphausen das Haus am 6. Oktober 1851 ab.<ref name=":6" /> Am 24. Januar 1859 verkaufte der Magistrat das Gebäude sodann an das königliche Generalpostdirektorium für 3.400 Taler in Gold.<ref name=":6" /> Von da an bis zur Fertigstellung des [[Postamt|Neuen Postamts]] bzw. bis zum Abriss für den Neubau befand sich hier das Kaiserliche Postamt.<ref name=":2" /><ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 9</ref> | ||
===ehem. Nr. 8=== | ===ehem. Nr. 8=== | ||
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Der Familie von Closter gehörte später auch kurzzeitig der benachbarte [[Gasthof Jerusalem]] (seinerzeit Nr. 9).<ref name=":3">Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 44</ref> Sie verkaufte den rechten Teil des Gräflichen Hauses am 6. Oktober 1851 an den Gastwirt [[Ocke Meewes Verwer|Ocke Meewes Verwer (oder Verver)]] für 4.700 Reichstaler in Gold.<ref name=":6">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 35</ref><ref name=":7" /> Auf Antrag Ververs wurde 1872 der östliche Grundstücksteil sowie die Scheune von der Nr. 8 abgetrennt und dem Gasthof Nr. 9 zugeschrieben.<ref name=":3" /><ref name=":7" /> | Der Familie von Closter gehörte später auch kurzzeitig der benachbarte [[Gasthof Jerusalem]] (seinerzeit Nr. 9).<ref name=":3">Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 44</ref> Sie verkaufte den rechten Teil des Gräflichen Hauses am 6. Oktober 1851 an den Gastwirt [[Ocke Meewes Verwer|Ocke Meewes Verwer (oder Verver)]] für 4.700 Reichstaler in Gold.<ref name=":6">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 35</ref><ref name=":7" /> Auf Antrag Ververs wurde 1872 der östliche Grundstücksteil sowie die Scheune von der Nr. 8 abgetrennt und dem Gasthof Nr. 9 zugeschrieben.<ref name=":3" /><ref name=":7" /> | ||
1861 bis 1922 der [[Soltau Kurier Norden]] und seit der Trennung nur noch die Druckerei von [[Otto G. Soltau GmbH|Otto G. Soltau]] befindet.<ref>[https://ostfriesischer-kurier.de/ Internetseite des Soltau Kurier Norden], abgerufen am 12. März 2021</ref> Soltau hatte den rechten Gebäudeteil seit 1861 gepachtet und wurde 1872 Eigentümer.<ref name=":7" /> Bis heute ist das Gebäude Sitz der Druckerei. Seit dem 30. April 2015 ist hier neben der Druckerei auch der Radiosender [[Radio Nordseewelle]] ansässig.<ref>[https://www.nlm.de/fileadmin/dateien/aktuell/Ausschreibung_UKW_Inselradio_Final_v_24-9-13.pdf Bekanntmachung der Niedersächsischen Landesmedienanstalt], abgerufen am 8. Mai 2021</ref> 2023 | 1861 bis 1922 der [[Soltau Kurier Norden]] und seit der Trennung nur noch die Druckerei von [[Otto G. Soltau GmbH|Otto G. Soltau]] befindet.<ref>[https://ostfriesischer-kurier.de/ Internetseite des Soltau Kurier Norden], abgerufen am 12. März 2021</ref> Soltau hatte den rechten Gebäudeteil seit 1861 gepachtet und wurde 1872 Eigentümer.<ref name=":7" /> Bis heute ist das Gebäude Sitz der Druckerei. Seit dem 30. April 2015 ist hier neben der Druckerei auch der Radiosender [[Radio Nordseewelle]] ansässig.<ref>[https://www.nlm.de/fileadmin/dateien/aktuell/Ausschreibung_UKW_Inselradio_Final_v_24-9-13.pdf Bekanntmachung der Niedersächsischen Landesmedienanstalt], abgerufen am 8. Mai 2021</ref> 2023 war das Gebäude einige Monate zum Verkauf inseriert. | ||
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