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26506 Norden
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Das '''(Hoch-)Gräfliche Haus''' wurde ursprünglich als Wohnhaus errichtet. Seinen Namen hat es von [[Edzard Ferdinand Cirksena]] erhalten, der hier als ''Graf von Norden'' residierte. Hauptnutzer seit 1922 ist die Firma [[Otto G. Soltau GmbH]], wobei der Betrieb nur den rechten, ursprünglichen Teil des einst wesentlich größeren Hauses einnimmt. Der linke Teil wurde 1906 für den Bau des [[Postamt|Postamtes]] abgebrochen und beherbergte dieses bis zum Neubau.  
Das '''(Hoch-)Gräfliche Haus''' wurde ursprünglich als Wohnhaus errichtet. Seinen Namen hat es von [[Edzard Ferdinand Cirksena]] erhalten, der hier als ''Graf von Norden'' residierte. Hauptnutzer seit 1922 ist die Firma [[Otto G. Soltau GmbH]], wobei der Betrieb nur den rechten, ursprünglichen Teil des einst wesentlich größeren Hauses einnimmt. Der linke Teil wurde 1906 für den Bau des [[Postamt|Postamtes]] abgebrochen und beherbergte das Norder Postamt von 1859 bis zum Abriss 1906.  


Der linke, nördliche Teil wurde auch als ''Altes Gräfliches Haus'' bezeichnet, der rechte, südliche Teil als ''Neues Gräfliches Haus''.  
Der linke, nördliche Teil wurde auch als ''Altes Gräfliches Haus'' bezeichnet, der rechte, südliche Teil als ''Neues Gräfliches Haus''.  
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Die Töchter verkauften den Besitz am 8. Juli 1782 an Justizrat Hedden für 4.082 Gulden. Am 27. März 1786 erwarb der ehemalige [[Bürgermeister]] Nordens, [[Enno Ludwig Franzius]], den Teil des Hauses. Von diesem wiederum ging es am 14. Mai 1791 an Karl Gustav Freiherr von Inn- und Knyphausen aus Leer zum Preis von 2.300 Reichstalern.<ref name=":5" /><ref name=":2">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 192</ref>
Die Töchter verkauften den Besitz am 8. Juli 1782 an Justizrat Hedden für 4.082 Gulden. Am 27. März 1786 erwarb der ehemalige [[Bürgermeister]] Nordens, [[Enno Ludwig Franzius]], den Teil des Hauses. Von diesem wiederum ging es am 14. Mai 1791 an Karl Gustav Freiherr von Inn- und Knyphausen aus Leer zum Preis von 2.300 Reichstalern.<ref name=":5" /><ref name=":2">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 192</ref>


Der [[Magistrat]] kaufte der Familie Inn- und Knyphausen das Haus am 6. Oktober 1851 ab.<ref name=":6" /> Am 24. Januar 1859 verkaufte der Magistrat das Gebäude sodann dem königlichen Generalpostdirektorium für 3.400 Taler in Gold.<ref name=":6" /> Von da an bis zur Fertigstellung des [[Postamt|Neuen Postamts]] bzw. bis zum Abriss für den Neubau befand sich hier das Kaiserliche Postamt.<ref name=":2" /><ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 9</ref>
Der [[Magistrat]] kaufte der Familie Inn- und Knyphausen das Haus am 6. Oktober 1851 ab.<ref name=":6" /> Am 24. Januar 1859 verkaufte der Magistrat das Gebäude sodann an das königliche Generalpostdirektorium für 3.400 Taler in Gold.<ref name=":6" /> Von da an bis zur Fertigstellung des [[Postamt|Neuen Postamts]] bzw. bis zum Abriss für den Neubau befand sich hier das Kaiserliche Postamt.<ref name=":2" /><ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 9</ref>


===ehem. Nr. 8===
===ehem. Nr. 8===
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Der Familie von Closter gehörte später auch kurzzeitig der benachbarte [[Gasthof Jerusalem]] (seinerzeit Nr. 9).<ref name=":3">Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 44</ref> Sie verkaufte den rechten Teil des Gräflichen Hauses am 6. Oktober 1851 an den Gastwirt [[Ocke Meewes Verwer|Ocke Meewes Verwer (oder Verver)]] für 4.700 Reichstaler in Gold.<ref name=":6">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 35</ref><ref name=":7" /> Auf Antrag Ververs wurde 1872 der östliche Grundstücksteil sowie die Scheune von der Nr. 8 abgetrennt und dem Gasthof Nr. 9 zugeschrieben.<ref name=":3" /><ref name=":7" />
Der Familie von Closter gehörte später auch kurzzeitig der benachbarte [[Gasthof Jerusalem]] (seinerzeit Nr. 9).<ref name=":3">Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 44</ref> Sie verkaufte den rechten Teil des Gräflichen Hauses am 6. Oktober 1851 an den Gastwirt [[Ocke Meewes Verwer|Ocke Meewes Verwer (oder Verver)]] für 4.700 Reichstaler in Gold.<ref name=":6">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 35</ref><ref name=":7" /> Auf Antrag Ververs wurde 1872 der östliche Grundstücksteil sowie die Scheune von der Nr. 8 abgetrennt und dem Gasthof Nr. 9 zugeschrieben.<ref name=":3" /><ref name=":7" />


1861 bis 1922 der [[Soltau Kurier Norden]] und seit der Trennung nur noch die Druckerei von [[Otto G. Soltau GmbH|Otto G. Soltau]] befindet.<ref>[https://ostfriesischer-kurier.de/ Internetseite des Soltau Kurier Norden], abgerufen am 12. März 2021</ref> Soltau hatte den rechten Gebäudeteil seit 1861 gepachtet und wurde 1872 Eigentümer.<ref name=":7" /> Bis heute ist das Gebäude Sitz der Druckerei. Seit dem 30. April 2015 ist hier neben der Druckerei auch der Radiosender [[Radio Nordseewelle]] ansässig.<ref>[https://www.nlm.de/fileadmin/dateien/aktuell/Ausschreibung_UKW_Inselradio_Final_v_24-9-13.pdf Bekanntmachung der Niedersächsischen Landesmedienanstalt], abgerufen am 8. Mai 2021</ref> 2023 wurde das Gebäude zum Verkauf inseriert.
1861 bis 1922 der [[Soltau Kurier Norden]] und seit der Trennung nur noch die Druckerei von [[Otto G. Soltau GmbH|Otto G. Soltau]] befindet.<ref>[https://ostfriesischer-kurier.de/ Internetseite des Soltau Kurier Norden], abgerufen am 12. März 2021</ref> Soltau hatte den rechten Gebäudeteil seit 1861 gepachtet und wurde 1872 Eigentümer.<ref name=":7" /> Bis heute ist das Gebäude Sitz der Druckerei. Seit dem 30. April 2015 ist hier neben der Druckerei auch der Radiosender [[Radio Nordseewelle]] ansässig.<ref>[https://www.nlm.de/fileadmin/dateien/aktuell/Ausschreibung_UKW_Inselradio_Final_v_24-9-13.pdf Bekanntmachung der Niedersächsischen Landesmedienanstalt], abgerufen am 8. Mai 2021</ref> 2023 war das Gebäude einige Monate zum Verkauf inseriert.


==Beschreibung==
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