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===Entwicklung===
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Die Straße ist eine der ältesten und seit jeher wichtigsten Straßen der Stadt. Sie entstand im Zuge der planmäßige Anlage des Marktplatzes, also bereits lange vor der [[Norder Vertrag|ersten urkundlichen Erwähnung]] Nordens im Jahre 1255.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 189</ref> Besonders nach der Zerstörungen durch den Stadtbrand von 1509, der [[Sächsische Fehde|Sächsischen Fehde]] und schließlich der Zerstörung durch [[Balthasar von Esens]] im Jahre 1531 entstanden in den Folgejahren viele prachtvolle Bauten rund um die Straßenzüge, von denen einige - wie etwa das [[Haus Gronewold]] (Nr. 46) oder das [[Haus Vienna]] (Nr. 55) - bis heute erhalten sind.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 7. August 2021, S. 4</ref> Spätestens seit dem 14. Jahrhundert siedelten sich hier jedoch bereits die [[Ostfriesische Häuptlinge|führenden Geschlechter]] des [[Norderland|Norderlandes]] an.
Die Straße ist eine der ältesten und seit jeher wichtigsten Straßen der Stadt. Sie entstand im Zuge der planmäßige Anlage des Marktplatzes, also bereits lange vor der [[Norder Vertrag|ersten urkundlichen Erwähnung]] Nordens im Jahre 1255.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 189</ref> Die ersten acht Wohnhäuser sowie die [[Konrektorat]] und die [[Norderpastorei]] auf der Nordseite des Marktes - zwischen [[Norddeicher Straße]] und [[Klosterstraße]] - erbaut. Angehörige alter ostfriesischer Adelsfamilien gründeten hier ihr Stadthaus, um besser am regen Handeln am Marktplatz teilnehmen zu können. Zugleich hatten die Häuser repräsentative Funktionen.


Ab 1971 wurden die Straßenzüge rund um den [[Marktplatz]] erheblich erweitert und erhielten ihre heutige Breite.<ref>Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 17</ref><ref name=":0" /> Einige Gebäude, so etwa die [[Holzhandlung Frericks]] (ehemals Am Markt 9; abgebrochen um 1978 bzw. 1979) sowie eine Filiale von [[EDEKA Anton Götz|Anton Götz]] ([[Am Markt 53]]) müssen dem Straßenbau weichen und verschwinden aus dem Stadtbild.<ref name=":0">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 80</ref> Auch das [[Bismarckdenkmal]] wird wegen der Bauarbeiten zeitweise beim [[Klärwerk]] zwischengelagert. Der allseits bekannte und beliebte [[Pannkooksboom]] wird 1971 gefällt.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 125</ref>
Besonders nach der Zerstörungen durch den [[Stadtbrand von 1509]], der [[Sächsische Fehde|Sächsischen Fehde]] und schließlich der Zerstörung durch [[Balthasar von Esens]] im Jahre 1531 entstanden in den Folgejahren viele prachtvolle Bauten rund um die Straßenzüge, von denen einige - wie etwa das [[Haus Gronewold]] (Nr. 46) oder das [[Haus Vienna]] (Nr. 55) - bis heute erhalten sind.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 7. August 2021, S. 4</ref> Spätestens seit dem 14. Jahrhundert siedelten sich hier jedoch bereits die [[Ostfriesische Häuptlinge|führenden Geschlechter]] des [[Norderland|Norderlandes]] an.
 
Um 1785 traten die Eigentümer der Häuser Am Markt-Nord einen Großteil ihrer Grundstücke an die Stadt ab. Die Stadt erbaute hier in jener Zeit die bis heute weitgehend erhaltene Promenade. Die privaten Grundstücke reichten bis dahin bis zur Mauer des [[Alter Friedhof|Alten Friedhofs]].<ref>Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 19</ref>
 
Ab 1971 wurden die Straßenzüge rund um den [[Marktplatz]] erheblich erweitert und erhielten ihre heutige Breite.<ref>Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 17</ref><ref name=":0" /> Einige Gebäude, so etwa die [[Holzhandlung Frericks]] (ehemals Am Markt 9; abgebrochen um 1978 bzw. 1979) und eine Filiale von [[EDEKA Anton Götz|Anton Götz]] ([[Am Markt 54]]) müssen dem Straßenbau weichen und verschwinden aus dem Stadtbild.<ref name=":0">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 80</ref> Auch das [[Bismarckdenkmal]] wird wegen der Bauarbeiten zeitweise beim [[Klärwerk]] zwischengelagert. Der allseits bekannte und beliebte [[Pannkooksboom]] wird 1971 gefällt.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 125</ref>


==Gebäude und Plätze==
==Gebäude und Plätze==