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|Namensgebung
|Namensgebung
|zw. 1774-1850
|17. Jhdt.
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|Historische Namen
|Historische Namen
|unbekannt
|Uffenlohne
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Die '''Uffenstraße''' ist eine [[Gemeindestraße]] in [[Norden (Stadtteil) |Norden]]. Sie grenzt nordwestlich an [[Am Markt]] und geht in ihrem südöstlichen Verlauf über in die [[Heringstraße]], wo sie auch westlich an die [[Kleine Neustraße]] angrenzt. Eine weitere, östliche Nebenstraße ist der [[Synagogenweg]].
Die '''Uffenstraße''' ist eine [[Gemeindestraße]] in [[Norden (Stadtteil) |Norden]]. Sie grenzt nordwestlich an [[Am Markt]] und geht in ihrem südöstlichen Verlauf über in die [[Heringstraße]], wo sie auch westlich an die [[Kleine Neustraße]] angrenzt. Eine weitere, östliche Nebenstraße ist der [[Synagogenweg]].
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Die Namensherkunft ist nicht ganz eindeutig. Am wahrscheinlichsten ist, dass die Straße nach einer Person die den Vor- oder Familiennamen ''Uffen'' oder den Nachnamen ''Uffen'' trug. Es dürfte sich um eine besonders einflussreiche Person gehandelt haben, da man ansonsten keine wichtige innerstädtische Straße nach ihm benannt hätte.
Die Namensherkunft ist nicht ganz eindeutig. Am wahrscheinlichsten ist, dass die Straße nach einer Person die den Vor- oder Familiennamen ''Uffen'' oder den Nachnamen ''Uffen'' trug. Es dürfte sich um eine besonders einflussreiche Person gehandelt haben, da man ansonsten keine wichtige innerstädtische Straße nach ihm benannt hätte.


In Betracht käme eine Benennung nach [[Ado Ufen]] und [[Jacob Uven|Jacob Willms Uven]], die der der [[Norder Fehngesellschaft]] angehörten und den Erbpachtsvertrag über den Torfabbau im damaligen [[Norderfehn]] (heute Berumerfehn) im Jahre 1774 schlossen. Die Familie Ufen bzw. Uven (die Schreibweise änderte sich im Laufe der Zeit) waren eine seit Jahrhunderte in Norden ansässige Kaufmanns- und Handwerkerfamilie, die besonders durch ihre [[Zinngießerzunft|Zinngießerwerkstatt]] bekannt waren. Einen Großteil ihrer alten Handwerkszeuge stellten sie nach Aufgabe ihres Geschäfts in der Zeit um 1935 dem [[Heimat- und Teemuseum]] zur Verfügung stellten.
In Betracht käme die Familie Ufen bzw. Uven. Sie war eine seit Jahrhunderte in Norden ansässige Kaufmanns- und Handwerkerfamilie, die besonders durch ihre [[Zinngießerzunft|Zinngießerwerkstatt]] bekannt waren. Einen Großteil ihrer alten Handwerkszeuge stellten sie nach Aufgabe ihres Geschäfts in der Zeit um 1935 dem [[Heimat- und Teemuseum]] zur Verfügung stellten.


===Entwicklung===
===Entwicklung===
Die Straße dürfte bereits vor 1255 existiert und damit zu den ältesten Nordens gehören. Nach einem Stadtplan von 1882 befanden sich hier zu dieser Zeit (gemeinsam mit der [[Heringstraße]]) 100, überwiegend eingeschossige Häuser.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 233</ref> Der heutige Name ist spätestens seit 1850 belegbar.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 14</ref>
Die Straße dürfte bereits vor 1255 existiert und damit zu den ältesten Nordens gehören. Nach einem Stadtplan von 1882 befanden sich hier zu dieser Zeit (gemeinsam mit der [[Heringstraße]]) 100, überwiegend eingeschossige Häuser.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 233</ref> Der heutige Name ist spätestens seit 1850 belegbar.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 14</ref> [[Gretje Schreiber]] datiert eine Benennung auf das 17. Jahrhundert und gibt an, dass die Straße vorher ''Uffenlohne'' hieß.<ref>Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 3</ref>


Ab 1971 (bis 1979) wurde die Straße erheblich verbreitert. Unter anderem die bekannte [[Holzhandlung Frericks]] (links bzw. östlich der [[Engenahof|Polizeiwache]]) fiel dabei dem Abriss zum Opfer.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 76</ref> Auch die Verkehrsführung wurde massiv geändert und deutlich weiter gen Westen verlagert.
Ab 1971 (bis 1979) wurde die Straße erheblich verbreitert. Unter anderem die bekannte [[Holzhandlung Frericks]] (links bzw. östlich der [[Engenahof|Polizeiwache]]) fiel dabei dem Abriss zum Opfer.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 76</ref> Auch die Verkehrsführung wurde massiv geändert und deutlich weiter gen Westen verlagert.