Joseph Hermann Altgenug: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Joseph Hermann Altgenug''' (* 6. Januar 1889 in Norden; † 28. Juni 1942 im Ghetto Minsk)<ref>[https://www.geni.com/people/Joseph-Altgenug/6000000093045861966 Genealogische Aufzeichnung zu Joseph Hermann Altgenug], abgerufen am 15. Oktober 2022</ref> war ein Norder Viehhändler. Er wohnte an der [[Dammstraße 4]].<ref>Schreiber, Gretje (1994): Die Bewohner der Brück- und Dammstraße</ref> Später zog er | '''Joseph Hermann Altgenug''' (* 6. Januar 1889 in Norden; † 28. Juni 1942 im Ghetto Minsk)<ref>[https://www.geni.com/people/Joseph-Altgenug/6000000093045861966 Genealogische Aufzeichnung zu Joseph Hermann Altgenug], abgerufen am 15. Oktober 2022</ref> war ein Norder Viehhändler. Er wohnte an der [[Dammstraße 4]].<ref>Schreiber, Gretje (1994): Die Bewohner der Brück- und Dammstraße</ref> Später zog er an die [[Heringstraße 49]], wo er auch bis zu seiner Verhaftung wohnte.<ref>[https://www.norden.de/output/download.php?fid=3170.826.1.PDF Übersicht über die Stolpersteine in der Stadt Norden], abgerufen am 15. Oktober 2022</ref><ref name=":1">Unbekannter Autor: Wir wohnten neben euch. Norden zur Zeit des Nationalsozialismus (Online-Publikation als .pdf-Dokument)</ref> | ||
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==Leben== | ==Leben== | ||
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==Familie== | ==Familie== | ||
Joseph, der älteste Sohn der Familie Altgenug, war mit Sophie Weinberg (* 14. Februar 1896 in Esens) verheiratet. Ihr Sohn Fritz verstarb am 10. | Joseph, der älteste Sohn der Familie Altgenug, war mit Sophie Weinberg (* 14. Februar 1896 in Esens) verheiratet. | ||
Ihr Sohn Fritz verstarb am 10. Juli 1930 (oder 1936) im Alter von acht Jahren, als er von einem beladenen Heuwagen überrollt wurde.<ref name=":1" /><ref name=":0" /> Ihrem jüngsten Sohn Rolf (* 3. Februar 1930) gelang noch 1939 die Flucht nach Schweden.<ref name=":0" /> | |||
Der erstgeborene Sohn Hugo (* 15. März 1925), der mit nach Bremen gekommen war, verließ die Stadt nach kurzem Aufenthalt und war vom 23. April bis 9. Juli 1940 in Ahlem bei Hannover gemeldet. Dort gab es eine ''Israelitische Gartenbauschule''. Heute befindet sich dort eine Gedenkstätte: Ein Lern- und Erinnerungsort von jüdischer Kultur und Hoffnung, aber auch von Verbrechen und Vernichtung. Vermutlich wollte Hugo dort eine ''Hachschara''-Ausbildung absolvieren zur Vorbereitung der Auswanderung nach Palästina. Warum er nach kurzer Zeit die Ausbildungsstätte wieder verließ und nach Bremen zu seinen Eltern zurückging, ist nicht bekannt.<ref name=":0" /> Am 16. Juli 1940, also wenige Tage später, nahm er sich das Leben; offenbar, um sich der weiteren Verfolgung zu entziehen.<ref name=":1" /><ref name=":0" /> Seine Leiche wurde in der Weser gefunden.<ref name=":0" /> | |||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||
<references /> | <references/> | ||
==Siehe auch== | ==Siehe auch== | ||
*[[Jüdische Gemeinde Norden]] | *[[Jüdische Gemeinde Norden]] | ||
*[[Levy Altgenug]] | |||
[[Kategorie:Bürger der Stadt Norden]] | [[Kategorie:Bürger der Stadt Norden]] | ||