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|Bauweise
|Ziegelsteinbau u.a.
|Stadtvilla (Jugendstil)
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26506 Norden
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Das '''Café ten Cate''' befindet sich in einem von 1908 bis 1909 errichteten, denkmalgeschützten Gebäude gleichen Namens an der [[Osterstraße]] 153.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 11. November 2021</ref> Der Ursprung der ältesten, noch bestehenden Bäckerei und Konditorei der Stadt geht auf das Jahr 1878 zurück.
Das '''Café ten Cate''' befindet sich in einem von 1908 bis 1909 errichteten, denkmalgeschützten Gebäude gleichen Namens an der [[Osterstraße]] 153.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 11. November 2021</ref> Das zweigeschossige, giebelständige Gebäude mit Ecktürmchen wurde als verputzter Ziegelsteinbau im Jugendstil errichtet.
 
Der Ursprung der ältesten, noch bestehenden Bäckerei und Konditorei der Stadt geht auf das Jahr 1878 zurück. Bislang haben alle Inhaber dieses Traditionsunternehmen der ostfriesischen Bäcker- und Konditorinnung als ''Obermeister'' vorgestanden.


Bislang haben alle Inhaber dieses Traditionsunternehmen der ostfriesischen Bäcker- und Konditorinnung als ''Obermeister'' vorgestanden.
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==Geschichte==
==Geschichte==
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Doch schon der aufkommende [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] führte erneut zu schweren Einbußen. Überleben konnte der Betrieb aber wohl vor allem deshalb, weil er einen Dauerauftrag zur Belieferung der in Hage stationierten Wehrmachtskompanie (nahe Stettiner Straße; ehemaliger Luftschiffhafen, später Krankenhaus) bekam.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 183</ref> Unmittelbar nach Kriegsende erhielt die Bäckerei dann den Auftrag, die von der britisch-kanadischen Besatzungsmacht im ehemaligen [[Vertriebenenlager Tidofeld|Marinelager Tidofeld]] internierten deutschen Kriegsgefangenen mit Brot zu versorgen. Zur Unterstützung erhielt die Bäckerei mehrere ehemalige Soldaten zur Seite gestellt, die in der seinerzeit geschlossenen [[Gaststätte Stürenburg]] an der [[Dammstraße]] untergebracht waren und ten Cate noch bis mindestens 1946 unterstützten. Es handelte sich um entsprechend geschulte Soldaten, die in ''Bäckerei-Kompanien'' für die Versorgung im Feld zuständig waren.<ref>Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 65</ref>
Doch schon der aufkommende [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] führte erneut zu schweren Einbußen. Überleben konnte der Betrieb aber wohl vor allem deshalb, weil er einen Dauerauftrag zur Belieferung der in Hage stationierten Wehrmachtskompanie (nahe Stettiner Straße; ehemaliger Luftschiffhafen, später Krankenhaus) bekam.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 183</ref> Unmittelbar nach Kriegsende erhielt die Bäckerei dann den Auftrag, die von der britisch-kanadischen Besatzungsmacht im ehemaligen [[Vertriebenenlager Tidofeld|Marinelager Tidofeld]] internierten deutschen Kriegsgefangenen mit Brot zu versorgen. Zur Unterstützung erhielt die Bäckerei mehrere ehemalige Soldaten zur Seite gestellt, die in der seinerzeit geschlossenen [[Gaststätte Stürenburg]] an der [[Dammstraße]] untergebracht waren und ten Cate noch bis mindestens 1946 unterstützten. Es handelte sich um entsprechend geschulte Soldaten, die in ''Bäckerei-Kompanien'' für die Versorgung im Feld zuständig waren.<ref>Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 65</ref>


1953 übernahm [[Jan Tjarks ten Cate (1925)|Jan Tjarks ten Cate II.]] den Familienbetrieb in der nunmehr dritten Generation. Gemeinsam mit seiner Frau gelang es ihm, die Umsätze und die Bekanntheit weiter zu steigern.<ref name=":1" /> Als eines der herausragenden Neuerungen war das ab August 1956 angebotene öffentliche Fernsehangebot.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 63</ref> Auch wurde das Café um das benachbarte Grundstück (Nr. 154) erweitert und dort ein Neubau errichtet.<ref>Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 14</ref>
1953 übernahm [[Jan Tjarks ten Cate (1925)|Jan Tjarks ten Cate II.]] den Familienbetrieb in der nunmehr dritten Generation. Gemeinsam mit seiner Frau gelang es ihm, die Umsätze und die Bekanntheit weiter zu steigern.<ref name=":1" /> Als eines der herausragenden Neuerungen war das ab August 1956 angebotene öffentliche Fernsehangebot.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 63</ref> Auch wurde das Café um das benachbarte Haus (ehemalige [[Zinngießerei Ufen]]) erweitert bzw. dort ein angeschlossener Neubau errichtet.<ref>Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 14</ref>


Zum 1. Januar 1983 ging der Betrieb an den Adoptivsohn ten Cates, [[Jürgen ten Cate-Tapper]] über.<ref name=":1" /> Die Familie Tapper führt das Traditionsgeschäft bis heute fort.
Zum 1. Januar 1983 ging der Betrieb an [[Jürgen ten Cate-Tapper]].<ref name=":1" /> Die Familie führt das Traditionsgeschäft bis heute fort.


==Filialen==
==Filialen==
Neben dem Hauptsitz hatte ten Cate noch einen Sitz an der [[Westerstraße 15]] und belieferte jahrelang den ''Brötchenshop'' der [[Realschule]], bei der die Schüler für geringes Entgelt Waren (teilweise vom Vortag) erwerben konnten.<ref>Weege, Jans: Eigene Erinnerungen, verschriftlicht am 5. Juli 2021</ref>
Neben dem Hauptsitz hatte die Bäckerei zeitweise auch einen Sitz an der [[Westerstraße 15]] sowie [[Am Markt 69]] und belieferte jahrelang den ''Brötchenshop'' der [[Realschule]], bei der die Schüler für geringes Entgelt Waren (teilweise vom Vortag) erwerben konnten.
 
==Beschreibung==
Das zweigeschossiges, giebelständige Gebäude mit Ecktürmchen wurde als verputzter Ziegelsteinbau im Jugendstil errichtet.


==Galerie==
==Galerie==
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Datei:Osterstraße um 1900 01.jpg|Der Vorgängerbau (linke Seite, 2. Haus von links) in der Zeit um 1905.
Datei:Osterstraße um 1900 01.jpg|Der Vorgängerbau (linke Seite, 2. Haus von links) in der Zeit um 1905.
Datei:Osterstraße Cafe ten Cate um 1910 01.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1910.
Datei:Osterstraße Cafe ten Cate um 1910 01.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1910.
Datei:Osterstraße bei Nacht 1912 01.jpg|Ansicht aus dem Jahre 1912.
Datei:Osterstraße Cafe ten Cate 1920er Jahre.jpg|Aufnahme aus den 1920er Jahren.
Datei:Sängerfest 1927 Café ten Cate.jpg|Das geschmückte Café beim ''Sängerfest'' im Jahre 1927.
Datei:Osterstraße um 1930 02.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1930.
Datei:Osterstraße um 1930 02.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1930.
Datei:Osterstraße um 1930 03.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1930.
Datei:Osterstraße ten Cate Werbung um 1960 01.jpg|Werbung aus der Zeit um 1960.
Datei:Osterstraße ten Cate Werbung um 1960 01.jpg|Werbung aus der Zeit um 1960.
Datei:Osterstraße 153 - 30032003.jpg|Aufnahme vom 30. März 2003.
Datei:Osterstraße 153 - 30032003.jpg|Aufnahme vom 30. März 2003.