Brückstraße 8: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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An der '''Brückstraße 8''' wurden, wie bei den meisten Häusern an der [[Brückstraße]], erstmals im Jahre 1722 Haus und Besitzer erwähnt. Die Familie Wunder, seinerzeit Besitzer, werden noch bis 1751 (oder später) genannt. Ihnen folgt offenbar [[Rüttger Tillmann]], der das Haus am 21. November 1763 verkauft. Aus dem Kaufvertrag jener Zeit wird ersichtlich, dass sich hier damals ein Kaufmannsladen befand. In den Folgejahren wechselte das Haus mehrfach den Besitzer und kam 1848 schließlich in den Besitz der [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen]] Familie Wolff. Während [[Samuel Wolff]] in dem Nachbarhaus ([[Brückstraße 7]]) wohnte, ließ sich hier sein Bruder [[Jacob Wolff]] nieder.<ref name=":0">Schreiber, Gretje (1994): Die Bewohner der Brück- und Dammstraße</ref> Die Gebrüder Wolff blieben noch bis in die Zeit des Nationalsozialismus hier wohnhaft.
An der '''Brückstraße 8''' wurden, wie bei den meisten Häusern an der [[Brückstraße]], erstmals im Jahre 1722 Haus und Besitzer erwähnt. Die Familie Wunder, seinerzeit Besitzer, werden noch bis 1751 (oder später) genannt. Ihnen folgt offenbar [[Rüttger Tillmann]], der das Haus am 21. November 1763 verkauft. Aus dem Kaufvertrag jener Zeit wird ersichtlich, dass sich hier damals ein Kaufmannsladen befand. In den Folgejahren wechselte das Haus mehrfach den Besitzer und kam 1848 schließlich in den Besitz der [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen]] Familie Wolff. Während [[Samuel Wolff]] in dem Nachbarhaus ([[Brückstraße 7]]) wohnte, ließ sich hier sein Bruder [[Jacob Wolff]] nieder.<ref name=":0">Schreiber, Gretje (1994): Die Bewohner der Brück- und Dammstraße</ref> Die Gebrüder Wolff blieben noch bis in die Zeit des Nationalsozialismus hier wohnhaft.


Ab 1950 befand sich hier dann, wie auch an der Nummer 7, die ''Getränkehandlung Christians'', die hier (und auch an der [[Brückstraße 21]]) noch bis mindestens 1974 ansässig war. In den Folgejahren, bis spätestens 1990, wurde das Gebäude dann abgebrochen, sodass das Grundstück lange Zeit unbebaut war.<ref name=":0" /> 2015 wurde dann das Haus an der Brückstraße 7 abgebrochen und durch ein Mehrparteienhaus ersetzt, das sich über das Grundstück der Brückstraße 8 bis zur [[Brückstraße 9]] erstreckt.
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==Galerie==
==Galerie==
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Datei:Brückstraße - 23092017.jpg|Brückstraße 7-9 - Aufnahme vom 23. September 2017.
Datei:Brückstraße - 23092017.jpg|Brückstraße 7-8 - Aufnahme vom 23. September 2017.
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Aktuelle Version vom 16. Oktober 2022, 14:29 Uhr

Brückstraße 8

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Basisdaten
Entstehungszeit vor 1722
Erbauer unbekannt
Bauweise unbekannt
Erhaltungszustand vor 1990 abgebrochen
Genaue Lage Brückstraße 8

26506 Norden

An der Brückstraße 8 wurden, wie bei den meisten Häusern an der Brückstraße, erstmals im Jahre 1722 Haus und Besitzer erwähnt. Die Familie Wunder, seinerzeit Besitzer, werden noch bis 1751 (oder später) genannt. Ihnen folgt offenbar Rüttger Tillmann, der das Haus am 21. November 1763 verkauft. Aus dem Kaufvertrag jener Zeit wird ersichtlich, dass sich hier damals ein Kaufmannsladen befand. In den Folgejahren wechselte das Haus mehrfach den Besitzer und kam 1848 schließlich in den Besitz der jüdischen Familie Wolff. Während Samuel Wolff in dem Nachbarhaus (Brückstraße 7) wohnte, ließ sich hier sein Bruder Jacob Wolff nieder.[1] Die Gebrüder Wolff blieben noch bis in die Zeit des Nationalsozialismus hier wohnhaft.

Ab 1950 befand sich hier dann, wie auch an der Nummer 7, die Getränkehandlung Christians, die hier (und auch an der Brückstraße 21) noch bis mindestens 1974 ansässig war. In den Folgejahren, bis spätestens 1990, wurde das Gebäude dann abgebrochen, sodass das Grundstück lange Zeit unbebaut war.[1] 2015 wurde dann das Haus an der Brückstraße 7 abgebrochen und durch ein Mehrparteienhaus ersetzt, das sich auch über das Grundstück der Brückstraße 8 erstreckt.

Galerie

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Schreiber, Gretje (1994): Die Bewohner der Brück- und Dammstraße

Siehe auch