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'''Leybuchtpolder''' ist ein Stadtteil von Norden und hat 438 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2021), die sich auf einer Fläche von rund 10,52 km² verteilen. Es ist der jüngste Ort Deutschlands und war in seiner Anfangszeit eine eigenständige Gemeinde, später eine Samtgemeinde mit den bis dahin ebenfalls eigenständigen Gemeinden [[Westermarsch I]], [[Westermarsch II]] sowie [[Neuwesteel]] und wurde im Zuge der niedersächsischen Gebietsreform zum 1. Juli 1972 ein Stadtteil der [[Stadt Norden]].
'''Leybuchtpolder''' ist ein Stadtteil von Norden und hat 424 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2022), die sich auf einer Fläche von rund 10,52 km² verteilen. Es ist der jüngste Ort Deutschlands und war in seiner Anfangszeit eine eigenständige Gemeinde, später eine Samtgemeinde mit den bis dahin ebenfalls eigenständigen Gemeinden [[Westermarsch I]], [[Westermarsch II]] sowie [[Neuwesteel]] und wurde im Zuge der niedersächsischen Gebietsreform zum 1. Juli 1972 ein Stadtteil der [[Stadt Norden]].


Nordöstlich grenzt Leybuchtpolder an [[Neuwesteel]], südöstlich an Osteel, südwestlich an Greetsiel und nordwestlich an die Nordsee, von der sie durch den [[Störtebekerdeich]] getrennt bzw. geschützt ist.
Nordöstlich grenzt Leybuchtpolder an [[Neuwesteel]], südöstlich an Osteel, südwestlich an Greetsiel und nordwestlich an die Nordsee, von der sie durch den [[Störtebekerdeich]] getrennt bzw. geschützt ist.
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Offiziell gegründet wurde die zunächst eigenstände Gemeinde schließlich am 1. Juli 1954. Wesentliche Teile des Ortes bestanden aus neu eingedeichtem Land, jedoch wurden auch Teile benachbarter Gemeinde in das Gebiet integriert. Hierbei wurden die Grenzen neu gezogen und vorwiegend alte Deichlinien und Flüsse bzw. Entwässerungsgräben als solche herangezogen. Zu diesem Zeitpunkt gab es Pläne, weitere Eindeichungen vorzunehmen. Die Überlegungen gingen so weit, die gesamte Leybucht dem Meer abzuringen. Aus Naturschutzgründen wurde davon nichts mehr umgesetzt. Die Leybucht und ihre Peripherie ist seit jeher ein Vogelrastgebiet von internationaler Bedeutung. Lediglich kleinere Arbeiten, wie der Bau des [[Leysiel|Leysiels]] im Jahre 1991 oder Maßnahmen zur Deichverstärkung wurden vorgenommen.
Offiziell gegründet wurde die zunächst eigenstände Gemeinde schließlich am 1. Juli 1954. Wesentliche Teile des Ortes bestanden aus neu eingedeichtem Land, jedoch wurden auch Teile benachbarter Gemeinde in das Gebiet integriert. Hierbei wurden die Grenzen neu gezogen und vorwiegend alte Deichlinien und Flüsse bzw. Entwässerungsgräben als solche herangezogen. Zu diesem Zeitpunkt gab es Pläne, weitere Eindeichungen vorzunehmen. Die Überlegungen gingen so weit, die gesamte Leybucht dem Meer abzuringen. Aus Naturschutzgründen wurde davon nichts mehr umgesetzt. Die Leybucht und ihre Peripherie ist seit jeher ein Vogelrastgebiet von internationaler Bedeutung. Lediglich kleinere Arbeiten, wie der Bau des [[Leysiel|Leysiels]] im Jahre 1991 oder Maßnahmen zur Deichverstärkung wurden vorgenommen.


Mit dem Bau der [[Leybuchtpolder Schule]] im Jahr 1955 sowie der Errichtung [[Evangelisch-lutherische Kirche Leybuchtpolder|einer Kirche]] am [[Marktstraße|Dorfkern]] wurde Leybuchtpolder schließlich von einer Streusiedlung zu einem Ort mit Dorfcharakter.<ref name=":0" /> Am [[Alter Sielweg|Alten Sielweg]] entstand ein [[Altes Feuerwehrhaus (Leybuchtpolder)|Feuerwehrhaus]] und eine Freiwillige Feuerwehr. Ab dem 1. Dezember 1965 wurde Leybuchtpolder zum Hauptort und einer Teilgemeinde innerhalb der neu gegründeten ''Samtgemeinde Leybucht'', zu der auch die bis bis dahin ebenfalls eigenständigen Gemeinden [[Westermarsch I]], [[Westermarsch II]] und [[Neuwesteel]] gehörten. Ein Jahr zuvor, am 6. Juni 1964, wurde der [[SV Leybucht]] gegründet. Die Samtgemeinde wurde zum 1. Juli 1972 in die [[Stadt Norden]] integriert.
Mit dem Bau der [[Leybuchtpolder Schule]] im Jahr 1955 sowie der Errichtung [[Evangelisch-lutherische Kirche Leybuchtpolder|einer Kirche]] am [[Marktstraße|Dorfkern]] wurde Leybuchtpolder schließlich von einer Streusiedlung zu einem Ort mit Dorfcharakter.<ref name=":0" /> Am [[Alter Sielweg|Alten Sielweg]] entstand ein [[Altes Feuerwehrhaus (Leybuchtpolder)|Feuerwehrhaus]] und eine Freiwillige Feuerwehr. Ab dem 1. Dezember 1965 wurde Leybuchtpolder zum Hauptort und einer Teilgemeinde innerhalb der neu gegründeten ''Samtgemeinde Leybucht'', zu der auch die bis bis dahin ebenfalls eigenständigen Gemeinden [[Westermarsch I]], [[Westermarsch II]] und [[Neuwesteel]] gehörten. Ein Jahr zuvor, am 6. Juni 1964, wurde der [[SV Leybucht]] gegründet. Die Samtgemeinde wurde am 1. Juli 1972 in die [[Stadt Norden]] integriert.


Die anfangs spärliche Infrastruktur wurde ab den 1960er Jahren immer weiter verbessert bzw. aufgebaut. Anfangs gab es hingegen noch nicht einmal eine öffentliche Wasserversorgung, die nach altertümlicher Art über Regenwasserzisternen erfolgte. Um bei Bränden dennoch mit ausreichend Wasser versorgt zu sein, legte man den [[Dorfteich]] als künstliche Wasserentnahmestelle für die Pumpen der Feuerwehr an.
Die anfangs spärliche Infrastruktur wurde ab den 1960er Jahren immer weiter verbessert bzw. aufgebaut. Anfangs gab es hingegen noch nicht einmal eine öffentliche Wasserversorgung, die nach altertümlicher Art über Regenwasserzisternen erfolgte. Um bei Bränden dennoch mit ausreichend Wasser versorgt zu sein, legte man den [[Dorfteich]] als künstliche Wasserentnahmestelle für die Pumpen der Feuerwehr an.