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==Drei Schwestern==
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| Title = Drei Schwestern
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Die '''Drei Schwestern''' (niederdeutsch: ''Dree Süsters'') sind ein denkmalgeschütztes Gebäudeensemble an der Südseite des [[Marktplatz|Norder Marktplatzes]]. Der Name ergibt sich aus der baulichen Ähnlichkeit der drei Gebäude, die eng aneinander gereiht das Ortsbild des südlichen Marktes wesentlich prägen.
Die '''Drei Schwestern''' (niederdeutsch: ''Dree Süsters'') sind ein denkmalgeschütztes Gebäudeensemble an der Südseite des [[Marktplatz|Norder Marktplatzes]]. Der Name ergibt sich aus der baulichen Ähnlichkeit der drei Gebäude, die eng aneinander gereiht das Ortsbild des südlichen Marktes wesentlich prägen.


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Die Bewohner der drei Schwestern waren vor allem Kaufleute und Handwerker. Anhand alter Verkaufsunterlagen lässt sich schließen, dass hier im Laufe der Jahre vor allem Schmiede, Klempner, Buchbinder, Tischer, Hutfabrikanten und ein Bäcker mitsamt seiner Bäckerei ansässig waren.<ref name=":2" /><ref name=":3">Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 77</ref>
Die Bewohner der drei Schwestern waren vor allem Kaufleute und Handwerker. Anhand alter Verkaufsunterlagen lässt sich schließen, dass hier im Laufe der Jahre vor allem Schmiede, Klempner, Buchbinder, Tischer, Hutfabrikanten und ein Bäcker mitsamt seiner Bäckerei ansässig waren.<ref name=":2" /><ref name=":3">Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 77</ref>


Namentlich lassen sich die Bewohner der Dritten Schwester seit 1662 zurückverfolgen. 1815 erwarb [[Sicco Doden Cremer]] das Gebäude, dessen Vater [[Doede Lübberts Cremer]] bereits 1783 den benachbarten Bau erworben hatte, auf dessen Grund sein Schwiegersohn [[Laurenz van Hülst]] um 1855 jene Stadtvilla errichten ließ, in der sich bis heute das [[Rathaus]] befindet.<ref name=":2" /><ref name=":12">[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Huelst.pdf Haddinga, Johann (2007): Biographie des Sicco Theodor van Hülst], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft</ref> Die Dritte Schwester diente dem Kutscher der Familie als Wohnsitz.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 50</ref>
Die Dritte Schwester wurde 1963 für den Bau eines Parkplatzes abgebrochen, was leider dem [[Altstadtsanierung|damaligen Zeitgeist]] geschuldet war. Sein Giebel wurde im Jahre 1991 anhand von alten Fotografien rekonstruiert.<ref name=":4" /> Die beiden anderen Schwestern sind originalgetreu erhalten, was in erster Linie seinen früheren Besitzer, dem [[Henry Campen|Schlachtermeister Campen]], zu verdanken ist.<ref name=":3" />
 
Die linke und mittlere Schwester werden heute für gewerbliche Zwecke genutzt. Die rechte Schwester beherbergte nach ihrem Wiederaufbau ursprünglich das städtische Fremdenverkehrsbüro, heute eine Hospizgruppe sowie eine Außenstelle der ''Ostfriesen Zeitung''.
 
==== Erste Schwester (Nr. 12) ====
Erstmals erwähnt wird die Erste Schwester am 27. Februar 1615, als [[Johan Luetkens]] und seine Ehefrau [[Rendelich Agena]] ein Darlehen bei Meister [[Heinrich Kemerling]] und dessen Ehefrau [[Marieken Kemerling]] aufnahmen. Als Sicherheit für dieses Darlehen nannten sie ihr hier in Rede stehendes Haus. Am 4. Mai 1615 wird die Lage des Hauses konkretisiert, sodass gesichert ist, dass das Haus zu jener Zeit Luetkens und Agena gehörte. Ihnen war das Haus aus der Erbschaft des [[Ulpherten Jemminga]] (Ulfert von Jemgum) zugefallen.<ref name=":5">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 55</ref>
 
Die nächsten bekannten Eigentümer waren die Erben des [[Alberti Steinfeld]].<ref name=":5" /> Dieser Name fällt auch im Zusammenhang mit einer Erbschaft des Hauses an der nahegelegenen [[Sielstraße 2]].<ref name=":03">Schreiber, Gretje (1998): Norder Häuser, Die Bewohner der Sielstraße (I), in: Ostfriesischer Kurier, 13./14. Juni 1998</ref> Am 26. Juli 1773 verkauften seine Töchter das Haus mitsamt Zubehör. Die Töchter werden namentlich lediglich als ''Frau Capitaininn de Groot'' und ''Jungfer Steinfelds'' genannt.<ref name=":5" /> Aus dem Verkaufsinserat bzw. der Hausbeschreibung lässt sich erkennen, dass an das Hauseigentum die Pflicht gebunden war, die [[Sielstraße]] halbseitig bis zum Grenzpfahl des Hauses von [[Hero Folkerts]] zu unterhalten.<ref name=":6">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 56</ref>
 
Das Haus wurde sodann für 1.080 Gulden vom Notar [[Bruno Heilmann]] erworben. Bereits vier Jahre später, am 4. Oktober 1777, wurde das Haus erneut verkauft. [[Evert Zacharias Rugge]], wie sein Vater Hutmacher von Beruf, erwarb es gemeinsam mit seiner Ehefrau [[Jefste Johanna Edzarts]] für 500 Reichstaler in Gold. Ihre Kinder erbten das Haus gemeinsam, der Sohn [[Zacharias Evert Rugge]] und die Tochter [[Geerdje Johanna Rugge]] erwarben es am 4. Oktober 1815 für 3.700 Gulden in Gold von den anderen Geschwistern. Seit dem 25. März 1817 war Zacharias alleiniger Eigentümer des Hauses, der dafür seiner Schwester die Hälfte des vorgenannten Betrags auszahlte, doch schon einen Tag später verkaufte er es wieder für 4.000 Gulden an den Kaufmann [[Heinrich Oldendorf]].<ref name=":6" />
 
Ab 1862 war [[Hajo Block|Hajo J. Block]] und ab 1868 [[Harm Wilgrubs|Harm J. Wilgrubs]].<ref name=":6" /> Wilgrubs erwarb um 1885 das Haus an der [[Brückstraße 11]].<ref>Schreiber, Gretje (1994): Die Bewohner der Brück- und Dammstraße</ref> Ihm folgte [[Gerhard Jäger|Gerhard F. Jäger]] und dem wiederum [[Hermann Extra]].<ref name=":6" />
 
Erkenntnissen des [[Diedrich Soltau]] zufolge soll sich in der Ersten Schwester nachfolgend das erste Café in Norden befunden haben. Betreiber waren demnach [[Albrecht Barth]] und seine Frau [[Swantje Coordes]]. Zuvor war Barth Konditorwerkmeister in der [[Schokoladenmanufaktur Heddinga]] gewesen. Lange soll es leider nicht Bestand haben, da Barth als dem ''bayerischen Bier zugeneigt'' beschrieben wird. Bereits im Brandkataster von 1882 wurde das Café bereits nicht mehr erwähnt.<ref name=":6" />
 
Spätestens seit 1897 war das Haus dann im Besitz des Klempnermeisters [[Reinhard Ihmels]] und des Kupferschmieds [[Kempo Ihmels]]. In den Adressbüchern von 1926 sowie 1950/1951 wurde Klempnermeister [[Heinrich Ihmels]] erwähnt. Seit spätestens 1974 gehörte das Haus [[Henry Campen|Schlachtermeister Henry Campen]], dem auch der (Wieder-)Erhalt maßgeblich zu verdanken ist.<ref name=":3" />
 
Seit 2003 befand sich in der Ersten Schwester der Fahrradhandel ''De Fietsenmoaker'' (niederdeutsch für: ''Der Fahrradmacher''), der im Januar 2022 in das Haus [[Neuer Weg 73]] umzog.
 
===== Zweite Schwester (Nr. 13) =====
Relativ spät, erst 1730, findet sich die erste Erwähnung der Zweiten Schwester im Zusammenhang mit dem Verkauf des Hauses durch [[Samuel Nellner]]. Diese veräußerte es am 30. Dezember 1730 im Namen der Erben seines Schwiegervaters. Neue Eigentümer wurden der Bäcker [[Reiner Behrends]] und dessen Ehefrau [[Addeke Jacobs]]. Nach seinem Tode heiratete Jacobs erneut, diesmal [[Hans Ferdinand Pichler]] und wurde dadurch mit diesem und ihrem Sohn aus erster Ehe neue Eigentümerin des Hauses.<ref name=":7">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 57</ref>
 
Am 17. Oktober 1785 erwarben [[Ewe Janssen Bäcker]] und seine Ehefrau [[Antje Janssen]] das Haus für 1.520 Gulden in Gold.<ref name=":7" /> Der Bäckergeselle [[Thade Ryken Manoth]] setzte die Bäckertradition im Hause fort und erwarb es am 6. April 1790 für 1.700 Gulden in Gold, musste Ewe Janssen Bäcker jedoch einiges an Inventar überlassen.<ref name=":7" /><ref name=":8">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 58</ref> Am 17. Oktober 1796 wurde [[Aaltje Joosten]], Witwe des [[Ihmel Wilken]], Besitzer des Hauses und veräußerte es wiederum am 9. September 1805 an [[Jann Aits Backer]] für 3.550 Gulden in Gold.<ref name=":8" />
 
Ab 1844 waren Backers Erben als Eigentümer verzeichnet. Ab 1858 gehörte das Haus [[Levy de Klein]] und [[Jacob de Klein]]. 1860 war [[Levy Simon Stahl]] Besitzer. Spätestens seit 1897 gehörte es dann dem Tischler [[Gerd Itzen]], der das Haus in den 1870er Jahren erworben hatte. Spätestens 1926 war hier dann die Produktenhandlung von [[Wilhelm Hevemeyer]] sowie seit spätestens 1950 der Fleischermeister [[Jacob Campen]] ansässig. Seit spätestens 1992 und bis heute gehört das Haus der Familie Wöltjen (Boutique Wöltjen).<ref name=":8" />
 
==== Dritte Schwester (Nr. 14) ====
Namentlich lassen sich die Bewohner der Dritten Schwester seit 1662 zurückverfolgen. Am 18. März 1662 war [[Tönjes Peters]] Eigentümer des Hauses. Erneut findet das Haus mitsamt Eigentümer 1732 Erwähnung, als die Erben der Witwe Straalmann, [[Aaltje Straalmann]] und [[Margarethe Straalmann]] genannt werden. Sie verkauften das Haus dem [[Ratsherr|Ratsherrn]] [[Gerhard Thodens Thoden]] (Mitglied der [[Theelacht]]) und seiner Ehefrau [[Christine Charlotte Juliane von Schacht]] für 900 Gulden. Am 10. September 1755 wurde das Haus dann von [[Hero Folkerts Stroman]] und [[Gretje Jacobs Silomon]] erworben. Nach dem Tode seiner Ehefrau wurde Stroman alleiniger Besitzer, nach seinem Tode wiederum erbte sein Bruder [[Jacob Stroman]] den Besitz gemäß Testament vom 2. Januar 1806.<ref name=":9">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 59</ref>


Mit dem Umzug der Stadtverwaltung in das neue, bis heute als solches genutzte [[Rathaus]] im Herbst 1883 erwarb die Stadt auch die Dritte Schwester. Der hintere, untere Teile wurde der [[Polizei Norden|Polizei]] als Dienstsitz zur Verfügung gestellt, deren Umzug vom [[Wachthaus (Norden)|Wachthaus am Marktplatz]] zeitnah erfolgte.<ref name=":0">Haddinga, Johann (2010): Die Polizei und ihre Geschichte(n), in: Heim und Herd vom 20. Oktober 2018, Beilage Ostfriesischer Kurier Nr. 10, S. 37-40</ref> Räumlichkeiten hinter der Dritten Schwester wurden ab etwa 1886 auch als [[Spritzenhaus (Am Markt)|Spritzenhaus]] für die [[Feuerwehr Norden|Norder Feuerwehr]] genutzt. Die übrigen Räume wurden vermietet. In einer dieser vermieteten Wohnungen lebte der Polizeisergeant Hinrich Bohlken mit seiner Familie, sein mittelbarer Nachbar war der Polizeisergeant Frank oder Fritz Leopold. Seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts war die Bezeichnung ''Sergeant'' der zweitunterste Dienstgrad. Er war Vorgesetzter der [[Polizeidiener|''Polizeidiener'']], stand jedoch noch unter den ''Wachtmeistern''.<ref name=":0" /> Bis zu ihrem Umzug im Oktober 1945 in den [[Engenahof]] blieb die Norder Polizei hier ansässig.
Zwar verfügte Jacob Stroman in seinem Testament, dass das Haus nach seinem Ableben seinen Kindern und Enkeln zufallen solle, doch erwarb am 16. Oktober 1815 der wohlhabende Kaufmann [[Sicco Doden Cremer]] die Dritte Schwester von der Stroman'schen Erbengemeinschaft für insgesamt 6.900 Gulden in Gold.<ref name=":2" /><ref name=":9" /> Die hinter dem Haus befindliche Scheune veräußerte Cremer am 2. Mai 1816 für 300 Gulden an den Hutfabrikanten [[Zacharias Evert Rugge]], dem auch die Erste Schwester zeitweilig gehörte (siehe oben).<ref name=":9" />


Ab 1948/1949 beherbergte die Dritte Schwester das ''[[Volksbildungswerk]]'' und wurde 1963 für den Bau eines Parkplatzes abgebrochen, was leider dem [[Altstadtsanierung|damaligen Zeitgeist]] geschuldet war. Sein Giebel wurde im Jahre 1991 anhand von alten Fotografien rekonstruiert.<ref>Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2001): Norden/Norddeich – Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 74</ref> Die Arbeiten wurden im September des Jahres abgeschlossen.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 48</ref>
Sicco Cremers Vater [[Doede Lübberts Cremer]] bereits 1783 den benachbarten Bau ([[Am Markt 15]]) erworben, auf dessen Grund sein Schwiegersohn [[Laurenz van Hülst]] um 1855 jene Stadtvilla errichten ließ, in der sich bis heute das [[Rathaus]] befindet.<ref name=":2" /><ref name=":12">[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Huelst.pdf Haddinga, Johann (2007): Biographie des Sicco Theodor van Hülst], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft</ref> Die Dritte Schwester diente fortan dem Kutscher der Familie als Wohnsitz.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 50</ref> Spätestens 1864 gehörte van Hülst auch die Dritte Schwester.<ref name=":9" />


Die beiden anderen Schwestern sind originalgetreu erhalten, was in erster Linie seinen früheren Besitzer, dem [[Henry Campen|Schlachtermeister Campen]], zu verdanken ist.<ref name=":3" /> Die Familie Campen hatte ihre Schlachterei ursprünglich (ab 1914) an der [[Westerstraße]], danach am [[Neuer Weg|Neuen Weg]] sowie in [[Ruthörn]] und seit 1932 schließlich [[Am Markt 13]].<ref name=":32">Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 77</ref><ref name=":02">Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 32</ref> 1958 übernahm Henry den Betrieb von seinem Vater Jakob und führte ihn bis zur Schließung im Jahre 1981 fort.<ref name=":02" /><ref>Adressbuch von 1950/1951, S. 102</ref>
Mit dem Umzug der Stadtverwaltung in das neue, bis heute als solches genutzte [[Rathaus]] im Herbst 1883 erwarb die Stadt 1885 auch die Dritte Schwester.<ref name=":9" /><ref name=":0" /> Der hintere, untere Teil (Parterre) wurde der [[Polizei Norden|Polizei]] als Dienstsitz zur Verfügung gestellt, deren Umzug vom [[Wachthaus (Norden)|Wachthaus am Marktplatz]] zeitnah erfolgte.<ref name=":0">Haddinga, Johann (2010): Die Polizei und ihre Geschichte(n), in: Heim und Herd vom 20. Oktober 2018, Beilage Ostfriesischer Kurier Nr. 10, S. 37-40</ref> Räumlichkeiten hinter der Dritten Schwester wurden ab etwa 1886 auch als [[Spritzenhaus (Am Markt)|Spritzenhaus]] für die [[Feuerwehr Norden|Norder Feuerwehr]] genutzt. Die übrigen Räume wurden vermietet. In einer dieser vermieteten Wohnungen lebte der Polizeisergeant Hinrich Bohlken mit seiner Familie, sein mittelbarer Nachbar war der Polizeisergeant Frank oder Fritz Leopold. Seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts war die Bezeichnung ''Sergeant'' der zweitunterste Dienstgrad. Er war Vorgesetzter der ''[[Polizeidiener]]'', stand jedoch noch unter den ''Wachtmeistern''.<ref name=":0" /> Bis zu ihrem Umzug im Oktober 1945 in den [[Engenahof]] blieb die Norder Polizei hier ansässig.


Heute werden die linke und mittlere Schwester für gewerbliche Zwecke genutzt. So befand sich in der linken beispielsweise seit 2003 der Fahradhandel ''De Fietsenmoaker'' (niederdeutsch für: ''Der Fahrradmacher''), der im Januar 2022 in das Haus [[Neuer Weg 73]] umzog. Die rechte Schwester beherbergte nach ihrem Wiederaufbau ursprünglich das städtische Fremdenverkehrsbüro, heute eine Hospizgruppe sowie eine Außenstelle der ''Ostfriesen Zeitung''.
Ab 1948/1949 beherbergte die Dritte Schwester das ''[[Volksbildungswerk]]'' und wurde 1963 für den Bau eines Parkplatzes abgebrochen, was leider dem [[Altstadtsanierung|damaligen Zeitgeist]] geschuldet war. Sein Giebel wurde im Jahre 1991 anhand von alten Fotografien rekonstruiert.<ref name=":4">Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2001): Norden/Norddeich – Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 74</ref> Die Arbeiten wurden im September des Jahres abgeschlossen.<ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 48</ref> Nachfolgend zog hier das Fremdenverkehrsbüro der Stadt ein.


==Beschreibung==
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