Bargebur: Unterschied zwischen den Versionen
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| colspan="2" |[[Datei:Karte Bargebur.png|zentriert|358x358px|alternativtext=]] | | colspan="2" |[[Datei:Karte Bargebur.png|zentriert|358x358px|alternativtext=]] | ||
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'''Bargebur''' ist ein Stadtteil von Norden und hat | '''Bargebur''' ist ein Stadtteil von Norden und hat 468 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2022), die sich auf einer Fläche von rund 0,65 km² verteilen. Der bis zum 30. Juni 1972 zur Gemeinde Lütetsburg gehörende Ort ist nur etwas größer als das etwa doppelt soviele Einwohner fassende [[Tidofeld]]. | ||
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===Neuzeit=== | ===Neuzeit=== | ||
Als das Schloss Lütetsburg, benannt nach Lütet [[Manninga]], 1534 durch Erbteilung an die Herren von Innhausen und Knyphausen fiel, gelangte Bargebur in den Besitz des in Pewsum sesshaften Zweiges der Familie Manninga. Erst durch einen Vertrag, datiert auf den 5. Januar 1584 gehörte die ''Herrlichkeit Westekelbur in Bergum'' wieder zu Lütetsburg. In diesem Vertrag wurde auch die Gebietsgröße von 76 [[Diemat]] festgehalten, was etwa 50 Hektar entspricht.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 133</ref> Anhand der Bezeichnung ''Herrlichkeit'' wird ersichtlich, dass der Lütetsburger Landesherr in dieser Zeit volle Befehlsgewalt über das Land und die hier siedelnden Menschen hatten. Hierzu zählte auch die Verhängung der Todesstrafe, weshalb vermutet wird, dass der [[Galgenberg]] und der [[Hexenkolk]] ihren Ursprung als Richtstätte in dieser Zeit haben.<ref name=":0" /><ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 134</ref> | Als das Schloss Lütetsburg, benannt nach Lütet [[Manninga]], 1534 durch Erbteilung an die Herren von Innhausen und Knyphausen fiel, gelangte Bargebur in den Besitz des in Pewsum sesshaften Zweiges der Familie Manninga. Erst durch einen Vertrag, datiert auf den 5. Januar 1584 gehörte die ''Herrlichkeit Westekelbur in Bergum'' wieder zu Lütetsburg. In diesem Vertrag wurde auch die Gebietsgröße von 76 [[Diemat]] festgehalten, was etwa 50 Hektar entspricht.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 133</ref> Anhand der Bezeichnung ''Herrlichkeit'' wird ersichtlich, dass der Lütetsburger Landesherr in dieser Zeit volle Befehlsgewalt über das Land und die hier siedelnden Menschen hatten. Hierzu zählte auch die Verhängung der Todesstrafe, weshalb vermutet wird, dass der [[Galgenberg]] und der [[Hexenkolk]] ihren Ursprung als Richtstätte in dieser Zeit haben.<ref name=":0" /><ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 134</ref> | ||
[[Datei:Heerstraße Bargebur Geburtshaus Vater von Focko Rose 19 10 1965.JPG|mini|Das Geburtshaus des [[Focko Rose]] an der [[Heerstraße]].]] | |||
1612 vergrößerte sich der Besitz weiter. Seit 1581 gehörten große Teile Bargeburs dem wenig angesehenen [[Albrecht Schwinge]], Spross einer wohlhabenden Familie. Dieser gelangte im genannten Jahr durch Erbteilung aus dem Nachlass des Siptet Remtsna zu Siegelsum in den Besitz eines großen Guts - vermutlich dem später so genannten [[Tidofelder Burgen- und Schlickplaats]] - sowie Ländereien in Bargebur. Da Schwinge trotz seines Reichtums umfangreiche Schulden anhäufte, musste er diese verkaufen. Neue Eigentümer wurden die Herren von Lütetsburg, die das Land gemäß Kaufvertrag vom 12. April 1612 erwarben.<ref>Schreiber, Gretje (2020): Die Bewohner des Bürgerhauses in Norden. Haus der Bürgerstiftung Norden, Norden, S. 35</ref> | 1612 vergrößerte sich der Besitz weiter. Seit 1581 gehörten große Teile Bargeburs dem wenig angesehenen [[Albrecht Schwinge]], Spross einer wohlhabenden Familie. Dieser gelangte im genannten Jahr durch Erbteilung aus dem Nachlass des Siptet Remtsna zu Siegelsum in den Besitz eines großen Guts - vermutlich dem später so genannten [[Tidofelder Burgen- und Schlickplaats]] - sowie Ländereien in Bargebur. Da Schwinge trotz seines Reichtums umfangreiche Schulden anhäufte, musste er diese verkaufen. Neue Eigentümer wurden die Herren von Lütetsburg, die das Land gemäß Kaufvertrag vom 12. April 1612 erwarben.<ref>Schreiber, Gretje (2020): Die Bewohner des Bürgerhauses in Norden. Haus der Bürgerstiftung Norden, Norden, S. 35</ref> | ||
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Im Zuge der Eingemeindung erhielt der Ort dann auch eine reguläre [[Hausnummerierung]]. Bis dahin hatten die Häuser lediglich Nummerierungen, die Adresse wurde aus dem Ortsnamen und dieser Hausnummer gebildet (zum Beispiel ''Bargebur 91''). In der Mitte der 1950er Jahre entstand das Baugebiet im Umfeld der [[Bergumer Straße]]. Einen weiteren, bedeutenden Zuwachs verzeichnete der Ort, als 1995 nördlich der [[Heerstraße]] ein weiteres, wesentlich größeres Neubaugebiet entstand, das ebenfalls eng mit [[Tidofeld]] verwuchs. Seitdem hat es keine wesentlichen Bauprojekte mehr gegeben. | Im Zuge der Eingemeindung erhielt der Ort dann auch eine reguläre [[Hausnummerierung]]. Bis dahin hatten die Häuser lediglich Nummerierungen, die Adresse wurde aus dem Ortsnamen und dieser Hausnummer gebildet (zum Beispiel ''Bargebur 91''). In der Mitte der 1950er Jahre entstand das Baugebiet im Umfeld der [[Bergumer Straße]]. Einen weiteren, bedeutenden Zuwachs verzeichnete der Ort, als 1995 nördlich der [[Heerstraße]] ein weiteres, wesentlich größeres Neubaugebiet entstand, das ebenfalls eng mit [[Tidofeld]] verwuchs. Seitdem hat es keine wesentlichen Bauprojekte mehr gegeben. | ||
Mit dem Bau des neuen Schöpfwerks am [[Leybuchtsiel]] im Jahre 1962 verbesserte sich die Entwässerung in Bargebur deutlich. Der Ort stand bis dahin regelmäßig bei größeren Regenfällen unter Wasser. | |||
==Erwähnenswerte Gebäude== | ==Erwähnenswerte Gebäude== | ||
* siehe auch: [[:Kategorie:Gebäude in Bargebur|Kategorie:Gebäude in Bargebur]] | |||
===Erhaltene Gebäude=== | ===Erhaltene Gebäude=== | ||
*[[Bargeburer Kirche]] | *[[Bargeburer Kirche]] | ||
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===Abgebrochene Gebäude=== | ===Abgebrochene Gebäude=== | ||
*[[Bargeburer Mühle]] | *[[Bargeburer Mühle]] | ||
*[[Behelfsheime Bargebur|Behelfsheime]] | |||
*[[Olyschlag]] | *[[Olyschlag]] | ||
*[[Westerroggenmühle]] | *[[Westerroggenmühle]] | ||