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Das Gebäude tauchte erstmalig 1902 im Brandversicherungskataster auf. Die Erstadresse der Villa in Neurenaissanceformen war ''[[Norddeicher Straße|Norddeicher Chaussee]] 891'', Besitzer [[Harm Davids Hagedohm]].<ref>Kataster der Feuerschaden-Versicherugs-Anstalt für Städte und Flecken des platten Landes 1901-1912, Fol. 36 </ref> Das System der heutigen [[Hausnummerierung|Hausnummerierungen]] wurde erst zwei Jahre später, im Jahre 1904, eingeführt.
Das Gebäude tauchte erstmalig 1902 im Brandversicherungskataster auf. Die Erstadresse der Villa in Neurenaissanceformen war ''[[Norddeicher Straße|Norddeicher Chaussee]] 891'', Besitzer [[Harm Davids Hagedohm]].<ref>Kataster der Feuerschaden-Versicherugs-Anstalt für Städte und Flecken des platten Landes 1901-1912, Fol. 36 </ref> Das System der heutigen [[Hausnummerierung|Hausnummerierungen]] wurde erst zwei Jahre später, im Jahre 1904, eingeführt.


Der Hotelier (''Reichshallen'' Hotel und Restaurant auf Norderney) [[Wilhelm Johann Gerhard Bruns]], geb. am 7. Oktober 1863 in Norden, jüngstes von zehn Kindern des Gastwirtehepaares [[Remmer Janssen Roolfs Bruns]] und [[Maria Bartram Charlotte Schepker]] ("[[Zum weißen Roß|''Zum weißen Roß'']]", [[Fräuleinshof (Straße)|Fräuleinshof]] / [[Am Markt]] 51) und [[Marie Louise Christiane Frederike Iggena]] erwarben das Gebäude um 1906. Die Familie war, wie viele andere Hoteliers der Insel auch, zunächst nur in der Sommersaison auf der Norderney tätig. Sein direkter Nachbar zu dieser Zeit (Norddeicher Straße 142) hieß ebenfalls Wilhelm Bruns, ist aber nicht dieselbe Person.<ref name=":0">Aus der Bruns Chronik von Gerrit Paulick</ref>
Der Hotelier (''Reichshallen'' Hotel und Restaurant auf Norderney) [[Wilhelm Johann Gerhard Bruns]], jüngstes von zehn Kindern des Gastwirtehepaares [[Remmer Janssen Roolfs Bruns]] und [[Maria Bartram Charlotte Schepker]] ("[[Zum weißen Roß|''Zum weißen Roß'']]", [[Fräuleinshof (Straße)|Fräuleinshof]] / [[Am Markt]] 51) und [[Marie Louise Christiane Frederike Iggena]] erwarben das Gebäude um 1906. Die Familie war, wie viele andere Hoteliers der Insel auch, zunächst nur in der Sommersaison auf der Norderney tätig. Sein direkter Nachbar zu dieser Zeit (Norddeicher Straße 142) hieß ebenfalls Wilhelm Bruns, ist aber nicht dieselbe Person.<ref name=":0">Aus der Bruns Chronik von Gerrit Paulick</ref>


Die Kinder wuchsen unter der Obhut einer Kinderfrau im Wohnsitz in der Norddeicher Chaussee auf. Nur die Wintermonaten verbrachten sie zu dieser Zeit auf dem Festland. Zwischen 1921 und 1924 verkaufte die Familie ihren gesamten Besitz und erwarben in Misdroy (seit 1945 zu Polen) zwei Hotels an der dortigen Strandpromenade.<ref name=":0" /> Das Haus in der Norddeicher Straße ist bis heute erhalten und steht unter Denkmalschutz.  
Die Kinder wuchsen unter der Obhut einer Kinderfrau im Wohnsitz in der Norddeicher Chaussee auf. Nur die Wintermonaten verbrachten sie zu dieser Zeit auf dem Festland. Zwischen 1921 und 1924 verkaufte die Familie ihren gesamten Besitz und erwarben in Misdroy (seit 1945 zu Polen) zwei Hotels an der dortigen Strandpromenade.<ref name=":0" /> Das Haus in der Norddeicher Straße ist bis heute erhalten und steht unter Denkmalschutz.