Verein für freiwillige Armenpflege: Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Verein für freiwillige Armenpflege''' war ein von Norder Privatpersonen finanzierter und betriebener Verein, der sich der Armenpflege verschrieben hatte. Er kann als privatrechtliches Pendant zum [[Armenverband Norden|städtischen Armenverband]] betrachtet werden. | Der '''Verein für freiwillige Armenpflege''' war ein von Norder Privatpersonen finanzierter und betriebener Verein, der sich der Armenpflege verschrieben hatte. Er kann als privatrechtliches Pendant zum [[Armenverband Norden|städtischen Armenverband]] betrachtet werden. | ||
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== Geschichte == | ==Geschichte== | ||
Ausschlaggebend für die Gründung war die große wirtschaftliche Not in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die viele Ostfriesen zur Auswanderung, insbesondere in die Vereinigten Staaten von Amerika, bewegte. Einer der Initiatoren und Hauptunterstützung war der Verleger [[Diedrich Gerhard Soltau]], welcher neben finanzieller Unterstützung auch die Reichweite des von ihm herausgegebenen [[Ostfriesischer Kurier|Ostfriesischen Kuriers]] nutzte, um um Spenden zu werben sowie Erfolge des Vereins zu präsentieren.<ref name=":0">[[Diedrich Gerhard Soltau]]</ref> Zudem richtete er eine Suppenküche ein, die noch bis 1933 existierte und hauptsächlich im ''[[Vereinshaus]]'' ([[Am Markt]] 10) ansässig war.<ref name=":0" /><ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Soltau.pdf Basse-Soltau, Ursula (2007): Biographie des Diedrich Gerhard Soltau], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft</ref> Unterstützt wurden jedoch grundsätzlich nur Arme, die unverschuldet in die Armut gerieten sowie Wandergesellen und ''Vagabunden''.<ref name=":0" /> | Ausschlaggebend für die Gründung war die große wirtschaftliche Not in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die viele Ostfriesen zur Auswanderung, insbesondere in die Vereinigten Staaten von Amerika, bewegte. Einer der Initiatoren und Hauptunterstützung war der Verleger [[Diedrich Gerhard Soltau]], welcher neben finanzieller Unterstützung auch die Reichweite des von ihm herausgegebenen [[Ostfriesischer Kurier|Ostfriesischen Kuriers]] nutzte, um um Spenden zu werben sowie Erfolge des Vereins zu präsentieren.<ref name=":0">[[Diedrich Gerhard Soltau]]</ref> Zudem richtete er eine Suppenküche ein, die noch bis 1933 existierte und hauptsächlich im ''[[Vereinshaus]]'' ([[Am Markt]] 10) ansässig war.<ref name=":0" /><ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Soltau.pdf Basse-Soltau, Ursula (2007): Biographie des Diedrich Gerhard Soltau], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft</ref> Unterstützt wurden jedoch grundsätzlich nur Arme, die unverschuldet in die Armut gerieten sowie Wandergesellen und ''Vagabunden''.<ref name=":0" /> | ||