Große Neustraße 1: Unterschied zwischen den Versionen
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts plante die [[Stadtsparkasse Norden]] ein neues Gebäude. Schon 1904 erwarb sie ein Grundstück in der Nähe der bestehenden Hauptstelle in der [[Große Neustraße|Großneustraße]]. Dazu wurden noch zwei angrenzende Häuser gekauft und nach deren Abriss begann der Bau eines repräsentativen Hauptstellengebäudes, der 1906 vollendet wurde.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S 107</ref> Die örtliche Presse war voll des Lobes für den neuen Sparkassenbau: ''"Der Monumentalbau übt einen trefflich wirkenden Eindruck aus und hebt sich von der nächsten Umgebung um so mehr ab, als durch das Einspringen der Fluchtlinie ein freier Platz geschaffen worden ist, der das Gesamtbild umso wirkungsvoller hervortreten lässt."'' <ref name=":0">[https://www.sparkasse-aurich-norden.de/content/dam/myif/spk-aurich-norden/work/dokumente/pdf/ihre-sparkasse/Chronik.pdf?n=true Chronik der Sparkasse Aurich-Norden], abgerufen am 2. Juni 2021</ref> Das stattliche [[Stadtwappen]] am oberen Giebel zeugt noch heute von der Stadt Norden als Eigentümer. | Zu Beginn des 20. Jahrhunderts plante die [[Stadtsparkasse Norden]] ein neues Gebäude. Schon 1904 erwarb sie ein Grundstück in der Nähe der bestehenden Hauptstelle in der [[Große Neustraße|Großneustraße]]. Dazu wurden noch zwei angrenzende Häuser gekauft und nach deren Abriss begann der Bau eines repräsentativen Hauptstellengebäudes, der 1906 vollendet wurde.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S 107</ref> Die Einweihung erfolgte am 30. Juni des Jahres. Die anwesende, örtliche Presse war voll des Lobes für den neuen Sparkassenbau: ''"Der Monumentalbau übt einen trefflich wirkenden Eindruck aus und hebt sich von der nächsten Umgebung um so mehr ab, als durch das Einspringen der Fluchtlinie ein freier Platz geschaffen worden ist, der das Gesamtbild umso wirkungsvoller hervortreten lässt."'' <ref name=":0">[https://www.sparkasse-aurich-norden.de/content/dam/myif/spk-aurich-norden/work/dokumente/pdf/ihre-sparkasse/Chronik.pdf?n=true Chronik der Sparkasse Aurich-Norden], abgerufen am 2. Juni 2021</ref> Das stattliche [[Stadtwappen]] am oberen Giebel zeugt noch heute von der Stadt Norden als Eigentümer. | ||
[[Datei:Große Neustraße 1 Sparkasse Stadtsparkasse Einweihung 30 06 1906.jpg|mini|Programm der Einweihung am 30. Juni 1906.]] | |||
Trotz großzügiger Planungen wurde das Gebäude bald wieder zu klein. Schon Anfang der 1920er Jahre klagte die Sparkasse über die beengten Verhältnisse für ihr Personal. Als 1924 die Stadtsparkasse zur ''Kreis- und Stadtsparkasse Norden'' wurde, stieß das Institut endgültig an seine räumlichen Grenzen und kaufte die ehemalige Bankfiliale der [[Norder Bank]] am [[Neuer Weg|Neuem Weg]] (damals noch ''Hindenburgstraße''). Ein stattlicher Löwe prangt über dem Eingang, darum taufte der Volksmund das Gebäude schon früh in ''Löwenbank'' um.<ref name=":0" /> Nachnutzer des Gebäudes wurde ab 1927 der ''Verein Ostfriesischer Stammviehzüchter'', der seinen Sitz damals noch in Norden hatte und unter anderem aus dem [[Verein zur Veredlung der Pferde- und Viehzucht]] erwuchs.<ref name=":1">Cremer, Ufke (1938): Die Hausnummern Nordens im Jahre 1812, Norden, S. 1</ref><ref name=":2" /> Der Verein zog erst 1967 nach Leer.<ref name=":2">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 276</ref> Nachfolgend wurde das Gebäude dann kurzzeitig von der [[Polizei Norden]] genutzt, als das [[Engenahof|Dienststellengebäude]] 1970 neu errichtet wurde. Auch das Kirchenrentamt war einige Zeit hier ansässig. | Trotz großzügiger Planungen wurde das Gebäude bald wieder zu klein. Schon Anfang der 1920er Jahre klagte die Sparkasse über die beengten Verhältnisse für ihr Personal. Als 1924 die Stadtsparkasse zur ''Kreis- und Stadtsparkasse Norden'' wurde, stieß das Institut endgültig an seine räumlichen Grenzen und kaufte die ehemalige Bankfiliale der [[Norder Bank]] am [[Neuer Weg|Neuem Weg]] (damals noch ''Hindenburgstraße''). Ein stattlicher Löwe prangt über dem Eingang, darum taufte der Volksmund das Gebäude schon früh in ''Löwenbank'' um.<ref name=":0" /> Nachnutzer des Gebäudes wurde ab 1927 der ''Verein Ostfriesischer Stammviehzüchter'', der seinen Sitz damals noch in Norden hatte und unter anderem aus dem [[Verein zur Veredlung der Pferde- und Viehzucht]] erwuchs.<ref name=":1">Cremer, Ufke (1938): Die Hausnummern Nordens im Jahre 1812, Norden, S. 1</ref><ref name=":2" /> Der Verein zog erst 1967 nach Leer.<ref name=":2">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 276</ref> Nachfolgend wurde das Gebäude dann kurzzeitig von der [[Polizei Norden]] genutzt, als das [[Engenahof|Dienststellengebäude]] 1970 neu errichtet wurde. Auch das Kirchenrentamt war einige Zeit hier ansässig. | ||