Porghamerdrift: Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Porghamerdrift''' ist eine [[Privatstraße]] in [[Ekel]]. Die Straße geht nördlich vom [[Ekeler Weg]] ab und endet als Sackgasse. | Der '''Porghamerdrift''' (auch: ''Pogghamerweg'') ist eine [[Privatstraße]] in [[Ekel]]. Die Straße geht nördlich vom [[Ekeler Weg]] ab und endet als Sackgasse. | ||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
===Herkunft des Namens=== | ===Herkunft des Namens=== | ||
Der Straßenname kommt aus dem | Der Straßenname kommt aus dem Ostfriesischen Platt bzw. der altfriesischen Sprache. In der heute weitgehend etablierten Rechtschreibung der ''Ostfriesischen Landschaft'' würde man ''Pogghammerdrifft'' schreiben. | ||
''Pogg'', gesprochen ''Poach'', daher oft etymologisch falsch als ''Porg'' geschrieben, bedeutet ''Frosch'' (vgl. [[Poggenpoller]]). Ein ''Hammer(k)'' bezeichnet ein niedrig gelegenes Weideland, oft [[Marsch|Marschland]]. Der Begriff ''Drifft'', wörtlich ''Trieb'', kann in der Landwirtschaft sowohl den Weideort bezeichnen, zu dem das Vieh getrieben wurde, als auch die getriebene Viehherde selbst; in diesem Fall bezeichnet Drifft im allgemeineren Sinne den Wegabschnitt, der regelmäßig zum Abtrieb der Herde auf dei Weide genutzt wurde. | |||
Es ist daher davon auszugehen, dass in diesem niedrigen und feuchten Marschland ehemals Vieh beweidet wurde und viele Frösche anzutreffen waren bzw. sind. | |||
===Entwicklung=== | ===Entwicklung=== | ||
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Bereits auf der preußischen Grundkarte aus der Zeit um 1895 ist der Weg eingezeichnet.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Zu dieser Zeit war er jedoch noch nicht befestigt und besteht auch heute überwiegend nur aus Schotterflächen. Ein Schild am Eingang weist explizit darauf hin, dass es sich um einen Privatweg handelt, der nicht für Unbefugte zugänglich sein soll. | Bereits auf der preußischen Grundkarte aus der Zeit um 1895 ist der Weg eingezeichnet.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Zu dieser Zeit war er jedoch noch nicht befestigt und besteht auch heute überwiegend nur aus Schotterflächen. Ein Schild am Eingang weist explizit darauf hin, dass es sich um einen Privatweg handelt, der nicht für Unbefugte zugänglich sein soll. | ||
==Gebäude und Plätze== | ==Gebäude und Plätze== | ||
Bis auf einen alten Kiessee, der nun als privater Fisch- bzw. Angelteich genutzt wird, gibt es hier nur landwirtschaftliche Nutzflächen. Der besagte See entstand 1939, der gewonnene Kies wurde vor allem beim Bau des ehemaligen Militärflugplatzes in Hage (heute Bereich um Zeppelinstraße, Stettiner Straße u.ä.) genutzt | Bis auf einen alten Kiessee, der nun als privater Fisch- bzw. Angelteich genutzt wird, gibt es hier nur landwirtschaftliche Nutzflächen. Der besagte See entstand 1939, der gewonnene Kies wurde vor allem beim Bau des ehemaligen Militärflugplatzes in Hage (heute Bereich um Zeppelinstraße, Stettiner Straße u. ä.) genutzt.<ref>[https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamenkarte Flurnamensammlung der Ostfriesischen Landschaft], abgerufen am 29. Juni 2022</ref> | ||
Ungefähr zu dieser Zeit wurde hier auch ein Bunker errichtet, der in der Nachkriegszeit als provisorische Wohnung einer Familie Kruse genutzt wurde.<ref>Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 44</ref> | |||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||