Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
(23 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 34: Zeile 34:
Wie der gesamte, ''[[Tidofeld]]'' genannte Ort, gehörte das Gebiet des Vertriebenenlagers bis 1952 zur Gemeinde Lütetsburg und war persönlicher Besitz der Lütetsburger Fürsten bzw. Grafen. Im Zuge der Aufrüstung der Wehrmacht wurde das Gelände beschlagnahmt, da es sich strategisch günstig für Truppenbewegungen zwischen den Kriegshäfen in Emden und Wilhelmshaven befand. Es wurde daher auch als ''Marine-Durchgangslager'' bezeichnet.
Wie der gesamte, ''[[Tidofeld]]'' genannte Ort, gehörte das Gebiet des Vertriebenenlagers bis 1952 zur Gemeinde Lütetsburg und war persönlicher Besitz der Lütetsburger Fürsten bzw. Grafen. Im Zuge der Aufrüstung der Wehrmacht wurde das Gelände beschlagnahmt, da es sich strategisch günstig für Truppenbewegungen zwischen den Kriegshäfen in Emden und Wilhelmshaven befand. Es wurde daher auch als ''Marine-Durchgangslager'' bezeichnet.


Die Bauarbeiten begannen 1938 und endeten mit dem Kriegsausbruch am 1. September 1939. Als Bauarbeiter kamen vor allem auch Wehrmachtssoldaten zum Einsatz.<ref>Foraita, Heinz (1985): Dein sind die Zeiten, Herr. Die Geschichte der Katholischen Gemeinde Norden. Herausgegeben zur 100-Jahr-Feier der St.-Ludgerus-Kirche zu Norden, Norden, S. 23</ref> Neben einer großen Mannschaftsunterkunft (wegen seiner Form auch ''H-Gebäude'' genannt) entstanden mehrere Baracken, ein Sportplatz, Wirtschaftsgebäude und zwei Doppelhäuser ([[Huntestraße]] 4-7) für die kommandierenden Offiziere. Diese sind, ebenso wie das Unterkunftsgebäude, bis heute erhalten. Alle anderen Gebäude existieren nicht mehr. Ein Teil des Unterkunftsgebäudes wurde zudem kriegsbedingt nicht vollständig fertiggestellt.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 146</ref>
Die Bauarbeiten begannen 1938 und endeten mit dem Kriegsausbruch am 1. September 1939. Als Bauarbeiter kamen vor allem auch Wehrmachtssoldaten zum Einsatz.<ref>Foraita, Heinz (1985): Dein sind die Zeiten, Herr. Die Geschichte der Katholischen Gemeinde Norden. Herausgegeben zur 100-Jahr-Feier der St.-Ludgerus-Kirche zu Norden, Norden, S. 23</ref> Neben einem großen Hauptgebäude (wegen seiner Form auch ''H-Gebäude'' genannt), das wohl ursprünglich ein Krankenhaus bzw. Lazarett werden sollte, entstanden mehrere Baracken, ein Sportplatz, Wirtschaftsgebäude und zwei Doppelhäuser ([[Huntestraße]] 4-7) für die kommandierenden Offiziere. Diese sind, ebenso wie das Hauptgebäude, bis heute erhalten. Alle anderen Gebäude existieren nicht mehr. Ein Teil des Hauptgebäudes wurde zudem kriegsbedingt nicht vollständig fertiggestellt.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 146</ref>


Das Lager unterteilte sich in die Bereiche Lager 1 (2. Schiffsstammabteilung) und Lager 2 (8. Marine-Ersatzabteilung bzw. Marineartillerie).<ref name=":1">Forum der Wehrmacht (Zeitzeugenberichte)</ref> Zeitweise waren letztgenannter Einheit auch Teile der Emder Marineartillerie sowie eine Motorkompanie zugewiesen.<ref name=":2">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 41</ref><ref name=":0" /> Die 2. Schiffsstamm-Abteilung war Friedenstruppenteil mit Standort Wilhelmshaven und wurde im Juni 1937 aufgestellt. Sie unterstand dem 2. Admiral der Nordsee und wurde im April 1941 nach Tidofeld verlegt. Am 1. Januar 1944 wurde die Abteilung zur 8. Marine-Ersatz-Abteilung umgegliedert.<ref>[https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/SchiffsStammAbt/SSA2.htm Lexikon der Wehrmacht], abgerufen am 19. Juni 2022</ref>
Das Lager unterteilte sich in die Bereiche Lager 1 (2. Schiffsstammabteilung) und Lager 2 (8. Marine-Ersatzabteilung bzw. Marineartillerie).<ref name=":1">Forum der Wehrmacht (Zeitzeugenberichte)</ref> Zeitweise waren letztgenannter Einheit auch Teile der Emder Marineartillerie sowie eine Motorkompanie zugewiesen.<ref name=":2">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 41</ref><ref name=":0" /> Die 2. Schiffsstamm-Abteilung war Friedenstruppenteil mit Standort Wilhelmshaven und wurde im Juni 1937 aufgestellt. Sie unterstand dem 2. Admiral der Nordsee und wurde im April 1941 nach Tidofeld verlegt. Am 1. Januar 1944 wurde die Abteilung zur 8. Marine-Ersatz-Abteilung umgegliedert.<ref>[https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/SchiffsStammAbt/SSA2.htm Lexikon der Wehrmacht], abgerufen am 19. Juni 2022</ref>
Zeile 44: Zeile 44:
===Mai 1945 - 1959===
===Mai 1945 - 1959===
Noch vor dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] in Europa wurden Norden und Umgebung zunächst von kanadischen Truppen besetzt und kam letztlich als Teil der Britischen Besatzungszone unter die Kontrolle der britischen Militärregierung. Das Lager selbst wurde zunächst von niederländischen Streitkräften besetzt. Die Briten erklärten das nördliche Ostfriesland nach dem Krieg zum Internierungsgebiet für rund 100.000 Soldaten. Auch auf dem Wehrmachtsgelände in Tidofeld richteten sie ein Internierungs- und Entlassungslager für deutsche Kriegsgefangene ein, vor allem Angehörige der deutschen Hollandarmee wurden hier interniert.<ref name=":7">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 46</ref><ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 78</ref> Die Internierten wurden von den Briten zwischen dem westlichen Raum der Weser und den Niederlanden gefangengenommen. Sie galten formell als Kriegsgefangene, konnten sich jedoch weitestgehend frei bewegen und unterstanden anfangs noch ihren Vorgesetzten aus Kriegszeiten. Viele von ihnen verdingten sich in der Landwirtschaft oder beim Torfabbau ein Zubrot und wurden nach und nach entlassen.<ref name=":3">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 45f.</ref>
Noch vor dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] in Europa wurden Norden und Umgebung zunächst von kanadischen Truppen besetzt und kam letztlich als Teil der Britischen Besatzungszone unter die Kontrolle der britischen Militärregierung. Das Lager selbst wurde zunächst von niederländischen Streitkräften besetzt. Die Briten erklärten das nördliche Ostfriesland nach dem Krieg zum Internierungsgebiet für rund 100.000 Soldaten. Auch auf dem Wehrmachtsgelände in Tidofeld richteten sie ein Internierungs- und Entlassungslager für deutsche Kriegsgefangene ein, vor allem Angehörige der deutschen Hollandarmee wurden hier interniert.<ref name=":7">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 46</ref><ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 78</ref> Die Internierten wurden von den Briten zwischen dem westlichen Raum der Weser und den Niederlanden gefangengenommen. Sie galten formell als Kriegsgefangene, konnten sich jedoch weitestgehend frei bewegen und unterstanden anfangs noch ihren Vorgesetzten aus Kriegszeiten. Viele von ihnen verdingten sich in der Landwirtschaft oder beim Torfabbau ein Zubrot und wurden nach und nach entlassen.<ref name=":3">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 45f.</ref>
Einige, entsprechend ausgebildete Ex-Soldaten fanden eine Anstellung beim [[Bürohaus Janssen]], wo sie Schreibmaschinen reparierten.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 21. Mai 2016, S. 41</ref> In Ermangelung neuer Geräte durch die Wirtschafts- und Währungskrise waren derartige Reparaturen sehr gefragt. Andere (ehemalige) Soldaten, die in sogenannten ''Bäckerei-Kompanien'' der Wehrmacht eingesetzt waren, halfen in der [[Ten Cate|Bäckerei ten Cate]] an der [[Osterstraße]] beim Brot backen für die Lagerinsassen.<ref>Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 65</ref>


Am 9. Mai des Jahres explodierten im Lager rund 1000 Kilogramm Sprengstoff nach einer offenbar gezielten Sprengung durch kanadische Soldaten.<ref name=":5">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 45</ref><ref name=":6" /> Der Sprengstoff stammt ursprünglich von den Sendestationen von [[Norddeich Radio]] in [[Utlandshörn]] und [[Osterloog]], wo er Anfang April 1945 von der Wehrmacht gelagert wurde, um die Einrichtungen rechtzeitig vor der Einnahme durch die Alliierten sprengen zu können. Aufgrund vermehrter Luftangriffe auf diese Anlagen wurde der Sprengstoff ins Lager Tidofeld umgelagert.<ref name=":6">[http://www.rundfunk-nostalgie.de/sendero.html Geschichte der Sendestation Osterloog auf Rundfunk-Nostalgie.de], abgerufen am 5. April 2021</ref> Unter den größtenteils traumatisierten Einwohnern kam es zu großem Schrecken angesichts der gewaltigen, unangekündigten Explosion.<ref name=":5" /> Die Turnhalle des Lagers wurde durch den Vorfall erheblich beschädigt.
Am 9. Mai des Jahres explodierten im Lager rund 1000 Kilogramm Sprengstoff nach einer offenbar gezielten Sprengung durch kanadische Soldaten.<ref name=":5">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 45</ref><ref name=":6" /> Der Sprengstoff stammt ursprünglich von den Sendestationen von [[Norddeich Radio]] in [[Utlandshörn]] und [[Osterloog]], wo er Anfang April 1945 von der Wehrmacht gelagert wurde, um die Einrichtungen rechtzeitig vor der Einnahme durch die Alliierten sprengen zu können. Aufgrund vermehrter Luftangriffe auf diese Anlagen wurde der Sprengstoff ins Lager Tidofeld umgelagert.<ref name=":6">[http://www.rundfunk-nostalgie.de/sendero.html Geschichte der Sendestation Osterloog auf Rundfunk-Nostalgie.de], abgerufen am 5. April 2021</ref> Unter den größtenteils traumatisierten Einwohnern kam es zu großem Schrecken angesichts der gewaltigen, unangekündigten Explosion.<ref name=":5" /> Die Turnhalle des Lagers wurde durch den Vorfall erheblich beschädigt.
Zeile 55: Zeile 57:
Bereits am 1. August 1946 wurde zudem eine Poststelle im Lager eröffnet, bei der auch die Baracken eigene postalische Erreichbarkeiten erhielten. Die Abschnitte des Lagers wurden in römischen Ziffern unterteilt, die Baracken bekamen arabische Ziffern. So war beispielsweise Tidofeld I/10 im ehemaligen Lager 1 und dort die Baracke 10.
Bereits am 1. August 1946 wurde zudem eine Poststelle im Lager eröffnet, bei der auch die Baracken eigene postalische Erreichbarkeiten erhielten. Die Abschnitte des Lagers wurden in römischen Ziffern unterteilt, die Baracken bekamen arabische Ziffern. So war beispielsweise Tidofeld I/10 im ehemaligen Lager 1 und dort die Baracke 10.


Zum 13. August 1946 wurde im ehemaligen Unterkunftsgebäude der Mannschaften eine Schule eingerichtet, die bis heute gemeinhin als [[Lagerschule Tidofeld]] bekannt ist. Im Februar 1947 eröffnete im gleichen Gebäude eine Blechwarenfabrik ihre Pforten, die von einem Lagerbewohner gegründet worden war und ab 1950 auch Drahtzäune herstellte. Das ständige Hämmern störte den Unterricht ungemein.<ref name=":0" /> Nach der Schließung des Werks nahm am 5. Dezember 1961 die [[Lingener Wäschefabrik]] (''Lincron'') in den Räumlichkeiten ihren Betrieb auf.<ref>[http://neuauwiewitt.de/kluengeltuengels-auf-den-spuren-von-fluechtlingen/ Auf den Spuren von Flüchtlingen], abgerufen am 18. Mai 2021</ref> Spätestens jetzt wurde das ''H-Gebäude'' im Bau vollendet. Seit 1975 wird die Wäscherei von der [[Behindertenhilfe Norden]] betrieben.
Zum 13. August 1946 wurde im ehemaligen Hauptgebäude (''H-Gebäude'') eine Schule eingerichtet, die schlicht auch [[Lagerschule Tidofeld|''Lagerschule Tidofeld'']] genannt wurde. Im Februar 1947 eröffnete im gleichen Gebäude eine Blechwarenfabrik ihre Pforten, die von einem Lagerbewohner gegründet worden war und ab 1950 auch Drahtzäune herstellte. Das ständige Hämmern störte den Unterricht ungemein.<ref name=":0" /> In dieser Zeit, vermutlich bereits 1948, wurde der Bau des ''H-Gebäudes'' vollendet. Nach der Schließung des Werks nahm am 5. Dezember 1961 die [[Lingener Wäschefabrik]] (''Lincron'') in den Räumlichkeiten ihren Betrieb auf.<ref>[http://neuauwiewitt.de/kluengeltuengels-auf-den-spuren-von-fluechtlingen/ Auf den Spuren von Flüchtlingen], abgerufen am 18. Mai 2021</ref> Seit 1975 wird die Wäscherei von der [[Behindertenhilfe Norden]] betrieben.


Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1949 und der weitestgehenden Rückgabe der Souveränität an die Deutschen kam auch das Lager unter die Kontrolle der örtlichen Behörden. Tidofeld, das trotz seiner Verwaltung durch die Stadt noch immer zu Lütetsburg gehörte, kam 1952 zu Norden und wurde 1996 schließlich ein eigenständiger Stadtteil. Rechtliche Unklarheiten in Bezug auf das Eigentum an dem Gebiet wurden zugunsten von Wilhelm Edzard Fürst zu Innhausen und Knyphausen entschieden und die Beschlagnahme des Geländes durch die Wehrmacht damit rückwirkend als rechtswidrig erachtet. Wilhelm Edzard veräußerte das Land jedoch zu sehr günstigen Konditionen an die Bewohner und ermöglichte ihnen dadurch die Ansiedlung.
Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1949 und der weitestgehenden Rückgabe der Souveränität an die Deutschen kam auch das Lager unter die Kontrolle der örtlichen Behörden. Tidofeld, das trotz seiner Verwaltung durch die Stadt noch immer zu Lütetsburg gehörte, kam 1952 zu Norden und wurde 1996 schließlich ein eigenständiger Stadtteil. Rechtliche Unklarheiten in Bezug auf das Eigentum an dem Gebiet wurden zugunsten von Wilhelm Edzard Fürst zu Innhausen und Knyphausen entschieden und die Beschlagnahme des Geländes durch die Wehrmacht damit rückwirkend als rechtswidrig erachtet. Wilhelm Edzard veräußerte das Land jedoch zu sehr günstigen Konditionen an die Bewohner und ermöglichte ihnen dadurch die Ansiedlung.
Zeile 62: Zeile 64:


===ab 1960===
===ab 1960===
[[Datei:Ausweis für Vertriebene 1955 01.jpg|mini|Ein ''Vertriebenenausweis'' von 1955.]]
Ursprünglich plante die [[Stadt Norden]], die Siedlung in Tidofeld vollends aufzugeben. Die Bewohner sollten in dem - hauptsächlich für sie errichteten - Stadtteil [[Neustadt]] unterkommen. Doch für viele war der Ort so wichtig, dass sie nach zähen Verhandlungen erwirken konnten, dass eine neue Siedlung an der bisherigen Stelle errichtet wurde.<ref name=":3" />  Am 28. Februar 1958 wurde die erste Baracke (Nummer 27 oder 28) abgerissen. Im gleichen Jahr waren dann schon die ersten 111 Siedlungshäuser errichtet, bei denen es sich zunächst um kleinere Wohnhäuser handelte. Ab 1961 wurden dann auch auch Wohnblocks erbaut.<ref name=":7" /> Die neuen Straßen verliefen weitestgehend entlang der bisherigen Lagerwege und wurden allesamt nach Flüssen benannt. Die letzte Baracke wurde 1964 abgebrochen.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 147</ref> Bis 1960/1961 hatten mehr als 6.000 Personen das Lager durchlaufen. Die Unterhaltskosten beliefen sich bis dahin auf 621.533,18 DM.  
Ursprünglich plante die [[Stadt Norden]], die Siedlung in Tidofeld vollends aufzugeben. Die Bewohner sollten in dem - hauptsächlich für sie errichteten - Stadtteil [[Neustadt]] unterkommen. Doch für viele war der Ort so wichtig, dass sie nach zähen Verhandlungen erwirken konnten, dass eine neue Siedlung an der bisherigen Stelle errichtet wurde.<ref name=":3" />  Am 28. Februar 1958 wurde die erste Baracke (Nummer 27 oder 28) abgerissen. Im gleichen Jahr waren dann schon die ersten 111 Siedlungshäuser errichtet, bei denen es sich zunächst um kleinere Wohnhäuser handelte. Ab 1961 wurden dann auch auch Wohnblocks erbaut.<ref name=":7" /> Die neuen Straßen verliefen weitestgehend entlang der bisherigen Lagerwege und wurden allesamt nach Flüssen benannt. Die letzte Baracke wurde 1964 abgebrochen.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 147</ref> Bis 1960/1961 hatten mehr als 6.000 Personen das Lager durchlaufen. Die Unterhaltskosten beliefen sich bis dahin auf 621.533,18 DM.  


Zeile 71: Zeile 74:


==Struktur und Organisation==
==Struktur und Organisation==
===Marinelager===
====Aufbau und Unterteilung====
[[Datei:Tidofeld Vertriebenenlager Wehrmacht Kaserne Übersicht Baracken 01.JPG|mini|Übersichtsplan des Lagers.]]
[[Datei:Tidofeld Vertriebenenlager Wehrmacht Kaserne Übersicht Baracken 01.JPG|mini|Übersichtsplan des Lagers.]]
[[Datei:Tidofeld Vertriebenenlager alte Gebäude unbekanntes Datum (1101355) MZ.jpg|mini|Blick vom ''H-Gebäude'' in Richtung Turnhalle (undatierte Aufnahme).]]
Das Lager unterteilte sich in die Bereiche Lager 1 (ehemals Schiffsstammabteilung) und Lager 2 (ehemals Marine-Ersatzabteilung). Insgesamt gab es 28 Wohnbaracken, 10 Wirtschaftsbaracken, eine Turnhalle mit Sportplatz, ein Exerzierplatz sowie ein großes, aber erst nach dem Krieg fertiggestelltes Hauptgebäude in Massivbauweise, das wegen seiner Form auch ''H-Gebäude'' genannt wurde. Letzteres Gebäude weist im östlichen, fertiggestellten Flügel ein massives Dach auf, bei dem die Dachbalken auf eine mehrere Dezimeter dicke Betonschicht aufliegen.


=== Aufbau und Unterteilung des Lagers ===
Für die kommandierenden Offiziere des Lagers wurden zwei große Doppelhäuser (Baujahr 1939) an der heutigen [[Huntestraße]] 4-7 errichtet. Diese sind, ebenso wie das Hauptgebäude , bis heute erhalten. Alle anderen Gebäude und auch der Sportplatz existieren nicht mehr bzw. sind überbaut.
Das Lager unterteilte sich in die Bereiche Lager 1 (ehemals Schiffsstammabteilung) und Lager 2 (ehemals Marine-Ersatzabteilung). Insgesamt gab es 28 Wohnbaracken, 10 Wirtschaftsbaracken, eine Turnhalle mit Sportplatz, ein Exerzierplatz sowie ein großes, aber erst nach dem Krieg fertiggestelltes Unterkunftsgebäude in Massivbauweise, das wegen seiner Form auch ''H-Gebäude'' genannt wurde. Für die kommandierenden Offiziere des Lagers wurden zwei große Doppelhäuser (Baujahr 1939) an der heutigen [[Huntestraße]] 4-7 errichtet. Diese sind, ebenso wie das Unterkunftsgebäude, bis heute erhalten. Alle anderen Gebäude und auch der Sportplatz existieren nicht mehr bzw. sind überbaut.


Alle Gebäude innerhalb der einzelnen Lager wurden aufsteigend nummeriert. Diese waren dadurch nach der Entmilitarisierung postalisch zu erreichen. Die [[Lagerkirche Tidofeld|Lagerkirche]] hatte beispielsweise die Anschrift ''Tidofeld I/2,'' befand sich also im Lager 1, Baracke 2. Dort befand sich auch der Hauptzugang zum Lager.
Sämtliche Gebäude innerhalb der einzelnen Lager wurden aufsteigend nummeriert. Diese waren dadurch nach der Entmilitarisierung postalisch zu erreichen. Die [[Lagerkirche Tidofeld|Lagerkirche]] hatte beispielsweise die Anschrift ''Tidofeld I/2,'' befand sich also im Lager 1, Baracke 2. Dort befand sich auch der Hauptzugang zum Lager.


Ebenfalls zum Lager gehörte ein großer Sportplatz, der sich östlich der Turnhalle befand und auf der heute ebenfalls bebaut ist. Auf dem Grund der Turnhalle wurde später das [[Telematikzentrum]] errichtet. Das Unterkunftsgebäude beherbergt heute eine Wäscherei der [[Behindertenhilfe Norden]] sowie bis 2013 auch ein Kindergarten, der sich seitdem in mittelbarer Nähe an der [[Emsstraße]] befindet.
Ebenfalls zum Lager gehörte ein großer Sportplatz, der sich östlich der Turnhalle befand und auf der heute ebenfalls bebaut ist. Auf dem Grund der Turnhalle wurde später das [[Telematikzentrum]] errichtet. Das Hauptgebäude beherbergt heute eine Wäscherei der [[Behindertenhilfe Norden]] sowie bis 2013 auch ein Kindergarten, der sich seitdem in mittelbarer Nähe an der [[Emsstraße]] befindet.


=== Lagerkommandanten ===
====Kommandanten====
Das Lager wurde zu Kriegszeiten von einem Stabsoffizier geleitet, der mindestens den Rang eines Korvettenkapitäns hatte.<ref name=":8" /> Ihm unterstanden mindestens drei weitere Offiziere.
Das Lager wurde zu Kriegszeiten von einem Stabsoffizier geleitet, der mindestens den Rang eines Korvettenkapitäns hatte.<ref name=":8" /> Ihm unterstanden mindestens drei weitere Offiziere.
{| class="wikitable"
{| class="wikitable"
|+
!Dienstantritt
!Dienstantritt
!Dienstgrad und Name
!Dienstgrad und Name
Zeile 115: Zeile 120:
|}
|}
<nowiki>*</nowiki> Das Lager Tidofeld wurde erst ab 1938 eingerichtet. Korvettenkapitän Glaser wird somit seinen Dienst noch in Wilhelmshaven begonnen haben.
<nowiki>*</nowiki> Das Lager Tidofeld wurde erst ab 1938 eingerichtet. Korvettenkapitän Glaser wird somit seinen Dienst noch in Wilhelmshaven begonnen haben.
===Vertriebenenlager===
====Aufbau und Unterteilung====
{| class="wikitable"
!Anschrift
!Nutzung
!Anschrift
!Nutzung
!Anschrift
!Nutzung
|-
|Baracke 1
|Wohnbaracke
|Steinhaus 11
|Wohnhaus
|Baracke 21
|Wohnbaracke
|-
|Baracke 2
|Wohnbaracke
|Turnhalle 12
|[[Lagerschule Tidofeld|Lagerschule]]
|Baracke 22
|Wohnbaracke
|-
|Baracke 3
|Wohnbaracke
|Baracke 13
|Wohnbaracke
|Baracke 22a
|Wohnbaracke
|-
|Baracke 4
|Wohnbaracke
|Baracke 14
|Wohnbaracke
|Steinhaus 24
|Wohnhaus und Bäckerei
|-
|Baracke 5
|Wohnbaracke
|Baracke 15
|Wohnbaracke
|Baracke 25
|Wohnbaracke
|-
|Baracke 6
|Wohnbaracke
|Baracke 16
|Wohnbaracke
|Baracke 26
|Wohnbaracke
|-
|Baracke 7
|Wohnbaracke
|Steinhaus 16a
|Wohnhaus
|Baracke 27
|Wohnbaracke
|-
|Baracke 7b
|Wohnbaracke
|Baracke 16b
|Wohnbaracke
|Baracke 28
|Wohnbaracke
|-
|Baracke 8
|Wohnbaracke
|Baracke 17
|Wohnbaracke
|Baracke 29
|Wohnbaracke
|-
|Baracke 9
|Wohnbaracke
|Baracke 18
|Wohnbaracke
|Baracke 30
|Wohnbaracke
|-
|Baracke 9a
|Wohnbaracke
|Baracke 19
|Wohnbaracke
|Steinhaus 31
|Wohnhaus
|-
|Baracke 10
|Wohnbaracke
|Baracke 20
|Wohnbaracke
|Steinhaus 32
|Wohnhaus
|}
====Verwaltung====
Die Verwaltung oblag der [[Stadt Norden]]. Diese war damit auch Eigentümer sämtlicher Häuser und Baracken im Lager.


==Herkunft der Bewohner==
==Herkunft der Bewohner==
Zeile 121: Zeile 224:
Ein weiterer bekannter Bewohner war Werner Klemke, ein Grafiker, Trickfilmzeichner und Illustrator, der hier als (ehemaliger) Soldat der Wehrmacht nach Kriegsende von den Briten interniert wurde und Verfasser des wohl ersten deutschen Kinderbuchs der Nachkriegszeit ist.<ref>Haddinga, Johann (2020): Ehrenplatz: Erstes Kinderbuch nach Kriegsende, in: Ostfriesischer Kurier vom 24. Dezember 2020, Nr. 300, S. 4</ref>
Ein weiterer bekannter Bewohner war Werner Klemke, ein Grafiker, Trickfilmzeichner und Illustrator, der hier als (ehemaliger) Soldat der Wehrmacht nach Kriegsende von den Briten interniert wurde und Verfasser des wohl ersten deutschen Kinderbuchs der Nachkriegszeit ist.<ref>Haddinga, Johann (2020): Ehrenplatz: Erstes Kinderbuch nach Kriegsende, in: Ostfriesischer Kurier vom 24. Dezember 2020, Nr. 300, S. 4</ref>


== Vereinsleben ==
==Vereinsleben==
Nach Kriegsende gründete ehemalige Wehrmachtssoldaten aus Österreich mit anderen Bewohnern des Vertriebenenlagers eine Fußballmannschaft, die sich nach den Nationalfarben Österreichs ''Rot-Weiß-Rot'' nannte. Die Mannschaft gehörte seinerzeit zu den besten und ihre Spiele zogen stets große Massen von Zuschauern an.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 4</ref> Als ''Heimstadion'' diente der Sportplatz des Lagers.
Nach Kriegsende gründete ehemalige Wehrmachtssoldaten aus Österreich mit anderen Bewohnern des Vertriebenenlagers eine Fußballmannschaft, die sich nach den Nationalfarben Österreichs ''Rot-Weiß-Rot'' nannte. Die Mannschaft gehörte seinerzeit zu den besten und ihre Spiele zogen stets große Massen von Zuschauern an.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 4</ref> Als ''Heimstadion'' diente der Sportplatz des Lagers.


Zeile 191: Zeile 294:
|}
|}


== Unterhaltskosten ==
==Unterhaltskosten==
{|
{|
| valign="top" |
| valign="top" |
Zeile 258: Zeile 361:
==Galerie==
==Galerie==
<gallery>
<gallery>
Datei:Heerstraße Vertriebenlager Tidofeld 1940 01 - Kopie.JPG|Die [[Heerstraße]] mit dem Lager im Jahre 1940.
Datei:Heerstraße Vertriebenlager Tidofeld 1940 01 - Kopie.JPG|Die [[Heerstraße]] mit dem Lager (Baracke 14 und 13) im Jahre 1940.
Datei:Tidofeld Wehrmacht Apell um 1940 01.jpg|Apell von Soldaten im Lager (um 1940).
Datei:Tidofeld Wehrmacht Apell um 1940 01.jpg|Apell von Soldaten im Lager (um 1940).
Datei:Tidofeld Wehrmacht Apell um 1940 02.jpg|Apell von Soldaten im Lager (um 1940).
Datei:Tidofeld Wehrmacht Apell um 1940 02.jpg|Apell von Soldaten im Lager (um 1940).
Datei:Lager Tidofeld Wehrmacht um 1940 01.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1940.
Datei:Lager Tidofeld Wehrmacht um 1940 02.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1940.
Datei:Lager Tidofeld Wehrmacht um 1940 03.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1940.
Datei:Lager Tidofeld Wehrmacht um 1940 04.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1940.
Datei:Lager Tidofeld Wehrmacht um 1940 05.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1940.
Datei:Tidofeld Lager Wehrmacht Soldaten Vereidigung um 1940.jpg|Appell junger Rekruten im Lager am 25. Juni 1941.
Datei:Tidofeld Wehrmacht Vereidigung Rekruten 07 09 1941.jpg|Vereidigung junger Rekruten am 7. September 1941.
Datei:Tidofeld Wehrmacht Vereidigung Rekruten 07 09 1941.jpg|Vereidigung junger Rekruten am 7. September 1941.
Datei:Am Markt Marktplatz Ludgerikirche Wehrmacht Marine Heldengedenktag 15 03 1942 01.jpg|Marinesoldaten des Lagers marschieren [[Am Markt]] anlässlich des ''Heldengedenktags'' am 15. März 1942.
Datei:Am Markt Marktplatz Ludgerikirche Wehrmacht Marine Heldengedenktag 15 03 1942 01.jpg|Marinesoldaten des Lagers marschieren [[Am Markt]] anlässlich des ''Heldengedenktags'' am 15. März 1942.
Datei:Am Markt Marktplatz Ludgerikirche Wehrmacht Marine Heldengedenktag 15 03 1942 02.jpg|Marinesoldaten des Lagers marschieren [[Am Markt]] anlässlich des ''Heldengedenktags'' am 15. März 1942.
Datei:Am Markt Marktplatz Ludgerikirche Wehrmacht Marine Heldengedenktag 15 03 1942 02.jpg|Marinesoldaten des Lagers marschieren [[Am Markt]] anlässlich des ''Heldengedenktags'' am 15. März 1942.
Datei:Am Markt Marktplatz Aufmarsch Marinesoldaten Tidofeld um 1940 01.jpg|Marinesoldaten des Lagers marschieren [[Am Markt]] anlässlich des ''Heldengedenktags'' am 15. März 1942.
Datei:Am Markt Marktplatz Aufmarsch Marinesoldaten Tidofeld um 1940 02.jpg|Marinesoldaten des Lagers marschieren [[Am Markt]] anlässlich des ''Heldengedenktags'' am 15. März 1942.
Datei:Appellplatz Marinedurchgangslager Tidofeld 05 1943.jpg|Der Appellplatz des Lagers im Mai 1943.
Datei:Appellplatz Marinedurchgangslager Tidofeld 05 1943.jpg|Der Appellplatz des Lagers im Mai 1943.
Datei:Tidofeld Lager Wehrmacht Soldaten Vereidigung um 1940.jpg|Appell junger Rekruten im Lager (um 1943).
Datei:Tidofeld Lager Wehrmacht Soldaten niederländische Rekruten Vereidigung 08 1943.jpg|Vereidigung niederländischer Rekruten für die Wehrmacht (August 1943).
Datei:Tidofeld Lager Wehrmacht Soldaten niederländische Rekruten Vereidigung 08 1943.jpg|Vereidigung niederländischer Rekruten für die Wehrmacht (August 1943).
Datei:Tidofeld Lager Wehrmacht Soldaten niederländische Rekruten Vereidigung 08 1943 03.jpg|Vereidigung niederländischer Rekruten für die Wehrmacht (August 1943).
Datei:Tidofeld Lager Wehrmacht Soldaten niederländische Rekruten Vereidigung 08 1943 03.jpg|Vereidigung niederländischer Rekruten für die Wehrmacht (August 1943).
Zeile 271: Zeile 381:
Datei:Tidofeld Lager Wehrmacht Soldaten Tag der Wehrmacht 1942 oder 1943.jpg|Tag der Wehrmacht (1942 oder 1943).
Datei:Tidofeld Lager Wehrmacht Soldaten Tag der Wehrmacht 1942 oder 1943.jpg|Tag der Wehrmacht (1942 oder 1943).
Datei:Tidofeld Lager Tag der Wehrmacht Volkswohlfahrt 1942 oder 1943.jpg|Tag der Wehrmacht (1942 oder 1943). Der Spendensammler verspottet den britischen Premierminister Winston Churchill und die britische Kriegsmarine.
Datei:Tidofeld Lager Tag der Wehrmacht Volkswohlfahrt 1942 oder 1943.jpg|Tag der Wehrmacht (1942 oder 1943). Der Spendensammler verspottet den britischen Premierminister Winston Churchill und die britische Kriegsmarine.
Datei:Tidofeld Marinelager Tag der Wehrmacht um 1940 01.jpg|Ausgabe von Eintöpfen an die Bevölkerung zum Tag der Wehrmacht (1942 oder 1943).
Datei:Vertriebenlager Tidofeld Eingang 1948 01 - Kopie.JPG|Der Eingang zum Lager an der heutigen [[Rheinstraße]] (1948).
Datei:Vertriebenlager Tidofeld Eingang 1948 01 - Kopie.JPG|Der Eingang zum Lager an der heutigen [[Rheinstraße]] (1948).
Datei:Vertriebenlager Tidofeld Baracken 1948 01.jpg|Blick auf Baracken (1948).
Datei:Vertriebenlager Tidofeld Baracken 1948 01.jpg|Blick auf Baracken (1948).
Datei:Vertriebenlager Tidofeld H Gebäude unbekanntes Datum 01 - Kopie.JPG|Das unfertige ''H-Gebäude'' (um 1950).
Datei:Vertriebenlager Tidofeld H Gebäude unbekanntes Datum 01 - Kopie.JPG|Das unfertige ''H-Gebäude'' (Steinhaus 11; um 1948).
Datei:Vertriebenlager Tidofeld Onkel Pitt unbekanntes Datum 01 - Kopie.JPG|[[August Breinlinger|August "Pitt" Breinlinger]] veranstaltet einen Wettbewerb für die Kinder des Lagers (um 1950).
Datei:Vertriebenlager Tidofeld Onkel Pitt unbekanntes Datum 01 - Kopie.JPG|[[August Breinlinger|August "Pitt" Breinlinger]] veranstaltet einen Wettbewerb für die Kinder des Lagers (um 1950).
Datei:Vertriebenenlager Tidofeld um 1950 (1101470) MZ.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1950.
Datei:Vertriebenenlager Tidofeld um 1950 (1101471) MZ.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1950.
Datei:Vertriebenenlager Tidofeld um 1953 (0118057) MZ.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1950.
Datei:Vertriebenlager Tidofeld Glockenweihe 21 10 1951 01 - Kopie.JPG|Glockenweihe bei der [[Barackenkirche]] am 21. Oktober 1951.
Datei:Vertriebenlager Tidofeld Glockenweihe 21 10 1951 01 - Kopie.JPG|Glockenweihe bei der [[Barackenkirche]] am 21. Oktober 1951.
Datei:Vertriebenenlager Tidofeld Baracken 1953 01.jpg|Baracken im Lager (1953).
Datei:Vertriebenenlager Tidofeld Baracken 1953 01.jpg|Baracken im Lager (1953).
Zeile 281: Zeile 395:
Datei:Vertriebenlager Tidofeld unbekanntes Datum 03 - Kopie.JPG|Baracken im Lager (um 1960).
Datei:Vertriebenlager Tidofeld unbekanntes Datum 03 - Kopie.JPG|Baracken im Lager (um 1960).
Datei:Vertriebenlager Tidofeld unbekanntes Datum 02 - Kopie.JPG|Ein kleiner Verkaufsladen (um 1960).
Datei:Vertriebenlager Tidofeld unbekanntes Datum 02 - Kopie.JPG|Ein kleiner Verkaufsladen (um 1960).
Datei:Vertriebenlager Tidofeld unbekanntes Datum 01 - Kopie.JPG|Menschen schauen neugierig in die Kamera (unbekanntes Datum).
Datei:Vertriebenlager Tidofeld unbekanntes Datum 01 - Kopie.JPG|Menschen schauen neugierig in die Kamera (Steinhaus 11; unbekanntes Datum).
Datei:Vertriebenlager Tidofeld Lager II unbekanntes Datum 02 - Kopie.JPG|Das ehemalige Lager II auf einer Luftaufnahme (um 1960).
Datei:Vertriebenlager Tidofeld Lager II unbekanntes Datum 02 - Kopie.JPG|Das ehemalige Lager II auf einer Luftaufnahme (um 1960).
Datei:Tidofeld Pfingstrennen MC Norden 1959 04.JPG|Pfingstrennen des [[MC Norden]] (1959).
Datei:Tidofeld Pfingstrennen MC Norden 1959 04.JPG|Pfingstrennen des [[MC Norden]] (1959).
Datei:Tidofeld Pfingstrennen MC Norden 1959 06.JPG|Menschen sitzen auf dem Dach der alten [[Lagerschule Tidofeld|Turnhalle]], um das Pfingstrennen zu sehen (1959).
Datei:Tidofeld Pfingstrennen MC Norden 1959 06.JPG|Menschen sitzen auf dem Dach der alten [[Lagerschule Tidofeld|Turnhalle]], um das Pfingstrennen zu sehen (1959).
Datei:Tidofeld Lager Vertriebenenlager Baracke Abriss Rheinstraße Donaustraße 1960.jpg|Abriss einer Baracke und Neubauten im Winkel der [[Rheinstraße|Rhein-]] und [[Donaustraße]] (um 1960).
Datei:Tidofeld Lager Vertriebenenlager Baracke Abriss Rheinstraße Donaustraße 1960.jpg|Abriss einer Baracke und Neubauten im Winkel der [[Rheinstraße|Rhein-]] und [[Donaustraße]] (um 1960).
Datei:Tidofeld Rheinstraße 37 Baracken Abbruch Vertriebenenlager um 1961.jpg|Abbruch der letzten Baracken (1961).
Datei:Vertriebenlager Tidofeld Baracke Abbruch 1961 01.jpg|Abbruch der letzten Baracken (1961).
Datei:Vertriebenlager Tidofeld Baracke Abbruch 1961 01.jpg|Abbruch der letzten Baracken (1961).
Datei:Vertriebenlager Tidofeld Baracke Abbruch 1961 02.jpg|Abbruch der letzten Baracken (1961).
Datei:Vertriebenlager Tidofeld Baracke Abbruch 1961 02.jpg|Abbruch der letzten Baracken (1961).