Stadtchronik: Unterschied zwischen den Versionen
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'''1509:''' | '''1509:''' | ||
Der [[Neuer Weg|Neue Weg]] (bis dahin: Lange Lohne bzw. Langer Weg) wird nach | Der [[Neuer Weg|Neue Weg]] (bis dahin: Lange Lohne bzw. Langer Weg) wird nach großen [[Stadtbrand von 1509]] wiederaufgebaut und erhält dadurch seinen Namen. Als Ursprung des Brandes wird das Haus eines Barbiers nahe des Kirchhofes des [[Dominikanerkloster|Dominikanerklosters]] angenommen. | ||
Am 27. September kommt es zu einer schweren [[Sturmflut 1509|Sturmflut]]. | Am 27. September kommt es zu einer schweren [[Sturmflut 1509|Sturmflut]]. | ||
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Der letzte Cirksena, Carl Edzard, stirbt kinderlos in Aurich. Das Fürstentum Ostfriesland fällt an Preußen unter Friedrich dem Großen. Es beginnt eine Zeit der wirtschaftlichen Festigung. | Der letzte Cirksena, Carl Edzard, stirbt kinderlos in Aurich. Das Fürstentum Ostfriesland fällt an Preußen unter Friedrich dem Großen. Es beginnt eine Zeit der wirtschaftlichen Festigung. | ||
'''1751:''' | |||
Friedrich der Große verordnet die Einführung von Grund- und Hypothekenbüchern zum 26. April 1751. Erstmals erhalten alle [[Hausnummerierung|Häuser eine feste Hausnummer]]. | |||
'''1755:''' | '''1755:''' | ||
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Bei einem Großbrand in der [[Brückstraße]] fallen sechs Häuser den Flammen zum Opfer. | Bei einem Großbrand in der [[Brückstraße]] fallen sechs Häuser den Flammen zum Opfer. | ||
Norden wird an das Telegrafennetz angeschlossen. | |||
'''1861:''' | '''1861:''' | ||
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Der anhaltende Krieg führt zu Nahrungsmittelengpässen. Wöchentlich werden zwei fleischlose Tage (Dienstag und Mittwoch) eingeführt. Den örtlichen Schlachtern war es bei Strafe verboten, ihre Ware an diesen Tagen anzubieten. Ebenso waren die Gastwirte gehalten, keinen Braten an den Tagen zu verkaufen. Weitere Einschränkungen gab es durch die Ausgabe von Lebensmittelberechtigungsscheinen, der Untersagung des Verkaufs von Weizenmehl und die Ausgabe von Petroleumkarten (damals als Leuchtmittel verwendet). | Der anhaltende Krieg führt zu Nahrungsmittelengpässen. Wöchentlich werden zwei fleischlose Tage (Dienstag und Mittwoch) eingeführt. Den örtlichen Schlachtern war es bei Strafe verboten, ihre Ware an diesen Tagen anzubieten. Ebenso waren die Gastwirte gehalten, keinen Braten an den Tagen zu verkaufen. Weitere Einschränkungen gab es durch die Ausgabe von Lebensmittelberechtigungsscheinen, der Untersagung des Verkaufs von Weizenmehl und die Ausgabe von Petroleumkarten (damals als Leuchtmittel verwendet). | ||
Im November werden die Volksschulen in Norden und in der [[Gemeinde Sandbauerschaft]] wegen grassierender Diphterie vorübergehend geschlossen. | |||
'''1918:''' | '''1918:''' | ||
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Am 20. April hält NSDAP-Kreisleiter [[Lenhard Everwien]] seine vorletzte Rede im [[Hotel Deutsches Haus|Deutschen Haus]], in dem er die Zuhörer des vollbesetzten Saals auf Adolf Hitler und auf einen Kampf bis zum Tode einschwört. Zu diesem Zeitpunkt stehen die alliierten Streitkräfte bereits vor Leer. | Am 20. April hält NSDAP-Kreisleiter [[Lenhard Everwien]] seine vorletzte Rede im [[Hotel Deutsches Haus|Deutschen Haus]], in dem er die Zuhörer des vollbesetzten Saals auf Adolf Hitler und auf einen Kampf bis zum Tode einschwört. Zu diesem Zeitpunkt stehen die alliierten Streitkräfte bereits vor Leer. | ||
Am 4. Mai erreichen kanadische Truppen die Stadt und nehmen diese kampflos ein. Fortan übernimmt die britische Militärregierung die Macht. | Am 4. Mai erklären die Stadtoberen Norden zur ''offenen Stadt'', die nicht mehr verteidigt wird. Vorhandene Panzersperren u.ä. werden wieder abgebaut. | ||
Am 6. Mai erreichen kanadische Truppen die Stadt und nehmen diese kampflos ein. Fortan übernimmt die britische Militärregierung die Macht. | |||
Norden und Umland nehmen zahlreiche Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und der Sowjetischen Besatzungszone auf. Das notleidende Norden erhält u.a. Spenden aus Schweden. | Norden und Umland nehmen zahlreiche Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und der Sowjetischen Besatzungszone auf. Das notleidende Norden erhält u.a. Spenden aus Schweden. | ||