Amtsgericht Norden: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| (8 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 3: | Zeile 3: | ||
==Amtsgericht Norden== | ==Amtsgericht Norden== | ||
|- | |- | ||
| colspan="2" |{{# | | colspan="2" |{{#display_map: | ||
| Title = Amtsgericht Norden | | Title = Amtsgericht Norden | ||
| Text = Gebäude in Norden | | Text = Gebäude in Norden | ||
| center = 53.59608581709794, 7.200710015305086 | | center = 53.59608581709794, 7.200710015305086 | ||
| | | circles = 53.59608581709794, 7.200710015305086 :30 | ||
| zoom = 17 | | zoom = 17 | ||
| width = 300px | | width = 300px | ||
| Zeile 34: | Zeile 34: | ||
__TOC__ | __TOC__ | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
1817 bekamen die Ämter eine eigene Ämterverfassung. Im Zuge weiterer Reformen wurde den [[Bürgermeister|Bürgermeistern]] zum 1. März 1827 die Gerichtsbarkeit ab- und den Ämtern zuerkannt.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 84</ref> Nun waren die Amtsgerichte allein für die (niedere) Gerichtsbarkeit zuständig. Ihnen bis heute übergeordnet sind die Landgerichte, die Oberlandesgerichte und letztendlich die Bundesgerichte. Die bisher parallel existierenden [[Stadtgericht Norden|Stadtgerichte]], die im Falle Nordens nur in der Stadt zuständig waren und grundsätzlich den Bürgermeistern unterstanden, während das Amtsgericht im übrigen [[Amt Norden|Amt]] (daher der Name) die Gerichtsbarkeit innehatte, wurden in Folge der Reform aufgelöst. Bis zum 4. Dezember 1827 war die Vereinigung abgeschlossen.<ref name=":2">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 41</ref> | 1817 bekamen die Ämter eine eigene Ämterverfassung. Im Zuge weiterer Reformen wurde den [[Bürgermeister|Bürgermeistern]] zum 1. März 1827 die Gerichtsbarkeit ab- und den Ämtern zuerkannt.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 84</ref> Nun waren die Amtsgerichte allein für die (niedere) Gerichtsbarkeit zuständig. Ihnen bis heute übergeordnet sind die Landgerichte, die Oberlandesgerichte und letztendlich die Bundesgerichte. Die bisher parallel existierenden [[Stadtgericht Norden|Stadtgerichte]], die im Falle Nordens nur in der Stadt zuständig waren und grundsätzlich den Bürgermeistern unterstanden, während das Amtsgericht im übrigen [[Amt Norden|Amt]] (daher der Name) die Gerichtsbarkeit innehatte, wurden in Folge der Reform aufgelöst. Bis zum 4. Dezember 1827 war die Vereinigung abgeschlossen.<ref name=":2">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 41</ref> Bis heute hat sich die Bezeichnung ''Amtsgericht'' im Sprachgebrauch erhalten, obwohl die Struktur der Ämter lange verschwunden ist. Nach den heutigen Gebietsstrukturen wäre die Bezeichnung ''Kreisgericht'' passender. | ||
1836 bekam das Amtsgericht seinen eigenen Sitz am [[Fräuleinshof]], wo bereits das [[Amt Norden]] bzw. später der [[Landkreis Norden]] ansässig waren.<ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 1102070.jpg)</ref><ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 26</ref> | 1836 bekam das Amtsgericht seinen eigenen Sitz am [[Fräuleinshof]], wo bereits das [[Amt Norden]] bzw. später der [[Landkreis Norden]] ansässig waren.<ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 1102070.jpg)</ref><ref>Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 26</ref> Ursprünglich war geplant, das Gericht im [[Hochgräfliches Haus|Hochgräflichen Haus]] unterzubringen, doch verlangten die Eigentümer eine zu hohe Summe von 6.000 Reichstalern, sodass diese Planungen rasch verworfen wurden.<ref>Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 39</ref> | ||
Um 1975 wurde das Gebäude erheblich umgebaut und um einen großen Büroturm erweitert.<ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0267797.jpg)</ref><ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 71</ref><ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 91</ref> | |||
== Sonstiges == | == Sonstiges == | ||
| Zeile 44: | Zeile 44: | ||
== Trivia == | == Trivia == | ||
In der Zeit um 1812 hatte das Gebäude die [[Hausnummerierung|Hausnummer]] 551.<ref>Cremer, Ufke (1938): Die Hausnummern Nordens im Jahre 1812, Norden, S. 2</ref> | In der Zeit um 1812 hatte das Gebäude die [[Hausnummerierung|Hausnummer]] 551.<ref>Cremer, Ufke (1938): Die Hausnummern Nordens im Jahre 1812, Norden, S. 2</ref> Da sich der Haupteingang noch bis zur Erweiterung am Fräuleinshof befand, war hier auch die Adressierung verortet. Das Amtsgericht hatte damals die Anschrift ''Fräuleinshof 13''.<ref>Adressbuch von 1950/1951, S. 20</ref> | ||
==Galerie== | ==Galerie== | ||