Ennenburg: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Die '''Ennenburg''' (auch: ''Attenaburg'') war eine Burg, die sich im Winkel der heutigen Straßenzüge [[Osterstraße]] und [[Im Horst]] befunden hat. Die Burg wurde zu Verteidigungszwecken errichtet, da Norden zu keiner Zeit eine Befestigung durch Wallanlagen bzw. eine Stadtmauer hatte. Es sicherte die Stadtgrenze nach Osten und befand sich unmittelbar an der Grenze zur Norder Umlandgemeinde [[Sandbauerschaft]].
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Erbaut wurde die Ennenburg vermutlich im späten 13. Jahrhundert, da der Burgenbau in Norden wohl erst mit dem Bau der [[Oldeborg]] um 1285 begann. Die Quellenlage ist leider äußerst dürftig, doch stammt ihr Name offenbar von [[Enne Edzardesna]] (auch Enno Edzardisna und Enno [[Attena]] genannt), der wahrscheinlich der Erbauer war.<ref>Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 35</ref>
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Die '''Ennenburg''' (auch "Attenaburg" genannt) war eine Burg, die sich im Winkel der heutigen Straßenzüge [[Osterstraße]] und [[Im Horst]] befunden hat. Die Burg wurde zu Verteidigungszwecken errichtet, da Norden zu keiner Zeit eine Befestigung durch Wallanlagen bzw. eine Stadtmauer hatte. Es sicherte die Stadtgrenze nach Osten und befand sich unmittelbar an der Grenze zur Norder Umlandgemeinde [[Sandbauerschaft]]. Ihren Namen hat sie vermutlich von Enno Edzardisna erhalten, einem ihrer ehemaligen Besitzer.


Erbaut wurde die Ennenburg vermutlich im 12., spätestens jedoch im 13. Jahrhundert. Die Quellenlage ist leider äußerst dürftig. Als gesichert gilt hingegen, dass die Burg im Sommer 1408 von Streitkräften der Hansestadt Hamburg mit Unterstützung des regional einflussreichen Keno II. [[tom Brook]] zerstört wurde, da die ostfriesischen Häuptlinge immer wieder die als Feinde der Hanse geltenden Seeräuber wie den berüchtigten Klaus Störtebeker unterstützten. Als letzte Eigentümer der Burg wird das Häuptlingsgeschlecht der [[Attena]] betrachtet, die wahrscheinlich auch die Erbauer der Ennenburg gewesen sind und nach der Zerstörung der Burg aus der Stadt vertrieben wurden.
Als gesichert gilt auch, dass die Burg im Sommer 1408 von Streitkräften der Hansestadt Hamburg mit Unterstützung des regional einflussreichen [[tom Brook|Keno II. tom Brook]] zerstört wurde, da die ostfriesischen Häuptlinge immer wieder die als Feinde der Hanse geltenden Seeräuber wie den berüchtigten Klaus Störtebeker unterstützten. Die Attena wurden nach der Zerstörung der Burg aus der Stadt vertrieben, der Wiederaufbau der Burg verboten.<ref name=":0">Pühl, Eberhard (2007): Flurnamenforschung. Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 37</ref><ref name=":1">Verein für hansische Geschichte (1884): Hansische Geschichtsblätter, Leipzig, S. 51</ref>


Das Gebäude bestand aus zwei Geschossen und wurde wohl aus weitestgehend grob behauenen Steinen errichtet, die vermutlich auch beim Bau der [[Osterburg]] eine neue Verwendung fanden. Es wird angenommen, dass die Osterburg als Nachfolgebau auf dem Platz der Ennenburg errichtet wurde.
== Beschreibung ==
Das Gebäude bestand aus zwei Geschossen und wurde wohl aus weitestgehend grob behauenen Steinen errichtet, die vermutlich auch beim Bau der [[Osterburg]] eine neue Verwendung fanden. Es wird angenommen, dass die Osterburg als Nachfolgebau auf dem Platz der Ennenburg errichtet wurde. Es bestehen jedoch auch Vermutungen, dass es sich bei der Ennenburg um die Oldeborg gehandelt hat.<ref name=":0" /><ref name=":1" />


==Quellenverzeichnis==
==Einzelnachweise==
* Pühl, Eberhard (2007): Flurnamenforschung. Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 37
<references />
* Verein für hansische Geschichte (1884): Hansische Geschichtsblätter, Leipzig, S. 51


==Siehe auch==
==Siehe auch==

Aktuelle Version vom 22. Mai 2022, 10:19 Uhr

Ennenburg

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Basisdaten
Entstehungszeit spätes 13. Jahrhundert
Erbauer Enne Edzardesna
Burgentyp Steinhaus
Erhaltungszustand 1408 geschliffen

Die Ennenburg (auch: Attenaburg) war eine Burg, die sich im Winkel der heutigen Straßenzüge Osterstraße und Im Horst befunden hat. Die Burg wurde zu Verteidigungszwecken errichtet, da Norden zu keiner Zeit eine Befestigung durch Wallanlagen bzw. eine Stadtmauer hatte. Es sicherte die Stadtgrenze nach Osten und befand sich unmittelbar an der Grenze zur Norder Umlandgemeinde Sandbauerschaft.

Geschichte

Erbaut wurde die Ennenburg vermutlich im späten 13. Jahrhundert, da der Burgenbau in Norden wohl erst mit dem Bau der Oldeborg um 1285 begann. Die Quellenlage ist leider äußerst dürftig, doch stammt ihr Name offenbar von Enne Edzardesna (auch Enno Edzardisna und Enno Attena genannt), der wahrscheinlich der Erbauer war.[1]

Als gesichert gilt auch, dass die Burg im Sommer 1408 von Streitkräften der Hansestadt Hamburg mit Unterstützung des regional einflussreichen Keno II. tom Brook zerstört wurde, da die ostfriesischen Häuptlinge immer wieder die als Feinde der Hanse geltenden Seeräuber wie den berüchtigten Klaus Störtebeker unterstützten. Die Attena wurden nach der Zerstörung der Burg aus der Stadt vertrieben, der Wiederaufbau der Burg verboten.[2][3]

Beschreibung

Das Gebäude bestand aus zwei Geschossen und wurde wohl aus weitestgehend grob behauenen Steinen errichtet, die vermutlich auch beim Bau der Osterburg eine neue Verwendung fanden. Es wird angenommen, dass die Osterburg als Nachfolgebau auf dem Platz der Ennenburg errichtet wurde. Es bestehen jedoch auch Vermutungen, dass es sich bei der Ennenburg um die Oldeborg gehandelt hat.[2][3]

Einzelnachweise

  1. Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 35
  2. 2,0 2,1 Pühl, Eberhard (2007): Flurnamenforschung. Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 37
  3. 3,0 3,1 Verein für hansische Geschichte (1884): Hansische Geschichtsblätter, Leipzig, S. 51

Siehe auch