Kronenburg: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Kronenburg''' war ein Gehöft oder zumindest ein steinernes Gebäude | Die '''Kronenburg''' war ein Gehöft oder zumindest ein steinernes Gebäude an der [[Kleine Hinterlohne|Kleinen Hinterlohne]] 9. Die genaue Bedeutung des Namens ist ungewiss, bezieht sich jedoch möglicherweise auf früher hier siedelnde Kraniche (mittelniederdeutsch: ''kraane, kraan, krôn, kraaneke''; neuniederdeutsch: ''Kroon, Kraneke'').<ref>[https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamenkarte#7.211905111961577/53.594923068332974/18 Schreiber, Gretje (2012): Flurnamensammlung der Ostfriesichen Landschaft], abgerufen am 21. März 2022</ref> Als ''Burg'' bezeichnete man früher nicht nur Burgen im eigentlichen Sinne, sondern auch ganz allgemein befestigte bzw. steinerne Gebäude, die sich von den zumeist ärmlichen Behausungen durch ihre Bauart abhoben. | ||
Die Bezeichnung ''Kronenburg'' taucht erstmalig im Jahre 1686 als [[Flurstück|Flurname]] auf.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeit, Norden, S. 101</ref> 1722 wird ein [[Dirck Harems]] als Steuerpflichtiger genannt.<ref>StAA, Rep. 6, Nr. 602</ref> | Die Bezeichnung ''Kronenburg'' taucht erstmalig im Jahre 1686 als [[Flurstück|Flurname]] auf.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeit, Norden, S. 101</ref> 1722 wird ein [[Dirck Harems]] als Steuerpflichtiger genannt.<ref>StAA, Rep. 6, Nr. 602</ref> Am 17. November 1827 wurde der südliche Teil des Gartens des Anwesens, seinerzeit im Besitz von [[Hinrich Huenerssen]], von der Firma [[Doornkaat]] erworben. Das Grundstück umfasste eine Fläche von 34 x 34 Metern und bereitete die Expansion der seinerzeit noch ausschließlich am [[Neuer Weg|Neuen Weg]] ansässigen Brennerei vor.<ref>Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 25</ref> | ||
Zwischen 1827 und 1835 wurde dann auch der Rest des Grundstücks sowie das Gebäude selbst an Doornkaat veräußert. Im letztgenannten Jahr wurde die Kronenburg abgebrochen, auf ihrem Grund sowie in dem südlichen und nördlichen Garten entstanden für 360 Goldtaler eine Arbeiterwohnung, mehrere Lagerräume sowie Viehstallungen, in denen die beim Brennen anfallende Schlempe verfüttert werden konnte.<ref>Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 26</ref> Im Herbst 1879 wurden die restlichen Ländereien der alten Kronenburg, die seinerzeit einem [[Sebastian Müller]] gehört haben sollen, von [[Jan ten Doornkaat Koolman (1850)|Jan ten Doornkaat Koolman III.]] und [[Hildebrand ten Doornkaat Koolman]] erworben. Jan bekam die nördliche Hälfte, Hildebrand die südliche. Letzterer errichtete neben der alten Kronenburg einen stattlichen Pavillon.<ref>Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 51</ref> | |||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||