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|Fläche
|Fläche
|14,252 km²
|ca. 0,9 km² (Altstadt)
14,252 km² (Kernstadt)
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|Einwohner
|Einwohner
|17.561 <small>(31.12.2020)</small>
|17.593 <small>(31.12.2021)</small>
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|Gründung
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===bis 1919===
===bis 1919===
Die Größe der Stadt war bis in das 20. Jahrhundert sehr gering und wuchs erst durch Eingemeindung der [[Norder Umlandgemeinden]] beträchtlich. Die Altstadt wurde durch das [[Dominikanerkloster]], das [[Benediktinerkloster]], die [[Osterburg]], das [[Altes Siel|Alte Siel]] und den [[Burggraben]] begrenzt. Eine geschlossene Bebauung fand anfangs gar nur [[Am Markt]] und an der [[Osterstraße|Oster]]- und [[Westerstraße]] statt.<ref name=":0">Rack, Eberhard (1967): Besiedlung und Siedlung des Altkreises Norden, Münster, S. 39</ref> Noch bis zur Eingemeindung der [[Sandbauerschaft]] zum 1. April 1919 umfasste das Stadtgebiet daher kaum mehr als 90 Hektar (0,9 Quadratkilometer). Zwar kaufte die Stadt zu ihrer eigenen Erweiterung schon vorher immer wieder Land von der Sandbauerschaft, etwa im Bereich des späteren [[Gaswerk|Gaswerks]] und des [[Neuer Friedhof|Neuen Friedhofs]] doch waren diese Landkäufe sehr gering.
Die Größe der Stadt war bis in das 20. Jahrhundert mit gerade einmal 90 Hektar (= 0,9 km²) sehr gering und wuchs erst durch Eingemeindung der [[Norder Umlandgemeinden]] beträchtlich. Die Altstadt wurde durch das [[Dominikanerkloster]], das [[Benediktinerkloster]], die [[Osterburg]], das [[Altes Siel|Alte Siel]] und den [[Burggraben]] begrenzt. Eine geschlossene Bebauung fand anfangs gar nur [[Am Markt]] und an der [[Osterstraße|Oster]]- und [[Westerstraße]] statt.<ref name=":0">Rack, Eberhard (1967): Besiedlung und Siedlung des Altkreises Norden, Münster, S. 39</ref> Zwar erwarb die Stadt zu ihrer eigenen Erweiterung schon vorher immer wieder Land von der [[Sandbauerschaft]], etwa im Bereich des späteren [[Gaswerk|Gaswerks]] und des [[Neuer Friedhof|Neuen Friedhofs]] doch waren diese Landkäufe sehr gering.
 
Die umliegenden Gebiete im Norden, Osten und Westen wurden von der Sandbauerschaft begrenzt, im Süden schloss sich das [[Süderneuland]] an und in einem kleinen Teil im Südwesten auch [[Westermarsch I]] mit dem heute noch so genannten Landstück [[Vierzig Diemat]]. Es wird also ersichtlich, dass die Kernstadt sich auf die höchsten Bereiche der [[Norder Geestinsel]] beschränkte, in dessen Umkreis sich die Geestbauern der Sandbauerschaft ansiedelten. Die Marschgebiete wurden von den Bauerschaften von [[Westermarsch I]], [[Westermarsch II]], [[Ostermarsch]] und [[Lintelermarsch]] eingenommen, die neuen Gebiete südlich des Stadtgebiets von den Bauern von [[Süderneuland I]]. In kleinerem Umfang betrieben wohl auch die Menschen in [[Süderneuland II]] Landwirtschaft, doch entstand dieser Ortsteil vor allem aus kleinen Siedlungen entlang des [[Udo-Focken-Deich|Udo-Focken-Deichs]].


Als Norden durch die Sturmfluten des 14. Jahrhunderts ein Seeort wurde, erfolgte eine Ausdehnung der geschlossenen Bebauung in den Raum zwischen Marktplatz und Altem Siel, wo sich damals noch der [[Norder Hafen]] befand. Vier eng bebaute Straßen ([[Burggraben]], [[Kirchstraße]], [[Sielstraße]] und [[Uffenstraße]]) führen vom [[Marktplatz]] dorthin. Im Gegensatz zu der großzügigen Anlage des Marktplatzes drängt sich hier ein Haus an das andere. Die geringe Tiefe der Grundstücke bot nur in wenigen Fällen Raum für Garten und Hof. Diese Nachteile wurden jedoch durch die günstige Geschäftslage für Handwerker und Händler aufgehoben.<ref name=":0" />
Als Norden durch die Sturmfluten des 14. Jahrhunderts ein Seeort wurde, erfolgte eine Ausdehnung der geschlossenen Bebauung in den Raum zwischen Marktplatz und Altem Siel, wo sich damals noch der [[Norder Hafen]] befand. Vier eng bebaute Straßen ([[Burggraben]], [[Kirchstraße]], [[Sielstraße]] und [[Uffenstraße]]) führen vom [[Marktplatz]] dorthin. Im Gegensatz zu der großzügigen Anlage des Marktplatzes drängt sich hier ein Haus an das andere. Die geringe Tiefe der Grundstücke bot nur in wenigen Fällen Raum für Garten und Hof. Diese Nachteile wurden jedoch durch die günstige Geschäftslage für Handwerker und Händler aufgehoben.<ref name=":0" />
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===1919 bis 1972===
===1919 bis 1972===
1952 kam [[Tidofeld]], bedingt durch Aufnahme zahlreicher Flüchtlinge und Vertriebene im [[Vertriebenenlager Tidofeld]] und der damit einhergehenden Überlastung der Gemeindeverwaltung von Lütetsburg, zu Norden. Ein eigenständiger Stadtteil wurde der Ort jedoch erst 1996, als das Baugebiet nördlich der [[Heerstraße]] erschlossen wurde. Bis dahin wurde er unmittelbar zur Kernstadt gezählt. In diese Zeit fällt auch der Beginn einer massiven Ausweitung des Stadtgebiets. Viele Neubürger zogen fort, insbesondere in das Ruhrgebiet, aber nicht wenige blieben, sodass die Bevölkerungszahl exponentiell stieg. Insbesondere zwischen 1950 und 1980 entstanden zahlreiche neue Straßen in alle Himmelsrichtungen und die Stadt wuchs mit den [[Norder Umlandgemeinden]] immer weiter zusammen.
1952 kam [[Tidofeld]], bedingt durch Aufnahme zahlreicher Flüchtlinge und Vertriebene im [[Vertriebenenlager Tidofeld]] und der damit einhergehenden Überlastung der Gemeindeverwaltung von Lütetsburg, zu Norden. Ein eigenständiger Stadtteil wurde der Ort jedoch erst 1996, als das Baugebiet nördlich der [[Heerstraße]] erschlossen wurde. Bis dahin wurde Tidofeld unmittelbar zur Kernstadt gezählt. In diese Zeit fällt auch der Beginn einer massiven Ausweitung des Stadtgebiets. Viele Neubürger zogen fort, insbesondere in das Ruhrgebiet, aber nicht wenige blieben, sodass die Bevölkerungszahl exponentiell stieg. Insbesondere zwischen 1950 und 1980 entstanden zahlreiche neue Straßen in alle Himmelsrichtungen und die Stadt wuchs mit den [[Norder Umlandgemeinden]] immer weiter zusammen.


Seine heutige Größe erreichte die Stadt schließlich mit der Eingemeindung der heutigen Stadtteile zum 1. Juli 1972. Lütetsburg trat [[Bargebur]] an die Stadt ab, die bis dahin eigenständigen Gemeinden [[Süderneuland I]] und [[Süderneuland II]] sowie die [[Samtgemeinde Leybuchtpolder]] mit [[Leybuchtpolder]], [[Neuwesteel]], [[Westermarsch I]] und [[Westermarsch II]] wurden ebenfalls eingemeindet. Dies geschah allerdings nur im Falle von Süderneuland II freiwillig, die Samtgemeinde Leybuchtpolder und Süderneuland I mussten per Gesetzeskraft zwangseingemeindet werden, da die [[Gemeindevorsteher]] die Unterschrift zu leisten verweigerten.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 77</ref>
Seine heutige Größe erreichte die Stadt schließlich mit der Eingemeindung der heutigen Stadtteile zum 1. Juli 1972. Lütetsburg trat [[Bargebur]] an die Stadt ab, die bis dahin eigenständigen Gemeinden [[Süderneuland I]] und [[Süderneuland II]] sowie die [[Samtgemeinde Leybuchtpolder]] mit [[Leybuchtpolder]], [[Neuwesteel]], [[Westermarsch I]] und [[Westermarsch II]] wurden ebenfalls eingemeindet. Dies geschah allerdings nur im Falle von Süderneuland II freiwillig, die Samtgemeinde Leybuchtpolder und Süderneuland I mussten per Gesetzeskraft zwangseingemeindet werden, da die [[Gemeindevorsteher]] die Unterschrift zu leisten verweigerten.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 77</ref>