Die Seite wurde neu angelegt: „{| class="wikitable" style="float:right; margin-left: 10px;" ! colspan="2" | ==Oldeborg== |- ! colspan="2" |Datei:Tidofeld Schloss.jpg|alternativtext=Histori…“
 
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
(37 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
{| class="wikitable" style="float:right; margin-left: 10px;"
{{Infobox Gebäude
! colspan="2" |
|center=53.593269919856155, 7.203720259734498
==Oldeborg==
|circles=53.593269919856155, 7.203720259734498 :50
|-
|zoom=16
! colspan="2" |[[Datei:Tidofeld Schloss.jpg|alternativtext=Historische Zeichnung des Schlosses Tidofeld.|zentriert|mini]]Basisdaten
|Entstehungszeit=um 1285
|-
|Erbauer=unbekannt
|Entstehungszeit
|Bauweise=Großes Steinhaus (vermutlich)
|1285
|Erhaltungszustand=um oder vor 1744 abgebrochen
|-
|Genaue Lage=im Winkel der [[Hooge Riege]]
|Erbauer
und des [[Burggraben|Burggrabens]]
|Tido von Inn- und Knyphausen
|-
|Burgentyp
|unbekannt
|-
|Erhaltungszustand
|geschliffen
|-
| colspan="2" |{{#multimaps:
| Title = Oldeborg
| Text = Vermuteter Standort
| center = 53.593101609906824, 7.203974930803303
| circle = 53.593101609906824, 7.203974930803303 : 100
| zoom = 16
| width = 300px
| height = 300px
}}
}}
|}
Die '''Olde Borg''' (niederdeutsch für ''Alte Burg''; auch: ''Oldeborg'') war eine Burg, die sich im Winkel der heutigen Straßenzüge [[Burggraben]] und [[Hooge Riege]] befunden haben soll. Die Burg wurde zu Verteidigungszwecken errichtet, da Norden zu keiner Zeit eine Befestigung durch Wallanlagen bzw. eine Stadtmauer hatte und befand sich in unmittelbarer Nähe zur damaligen Uferkante des [[Norder Hafen|Norder Hafens]].
__NOTOC__
Hier kommt der Text


==Quellenverzeichnis==
Die Olde Borg steht in keiner Verbindung zum gleichnamigen Ort (''Oldeborg'') in der Gemeinde Südbrookmerland, wenngleich die beiden Bezeichnungen die selbe Bedeutung haben.
*
__TOC__
==Geschichte==
Es ist zu vermuten, dass diese Burg im Stil typisch ostfriesischer Burgen als größeres Steinhaus, möglicherweise mit Wehrturm errichtet wurde. Erbauer war vermutlich das Häuptlingsgeschlecht der [[Idzinga]], die zu dieser Zeit großen Einfluss in und um Norden hatten und wohl auch die [[Idzingaburg]] in [[Ostlintel]] und die [[Osterburg]] an der östlichen Stadtgrenze von [[Norden (Stadtteil) |Norden]] errichtet haben. Andere Quellen gehen davon aus, dass die Burg hingegen nicht von einer speziellen Familie, sondern den drei sogenannten ''Vreedmannen'' (= Friedensrichtern) mit ihrem Sprecher (''orator'') erbaut wurden.<ref>Pühl, Eberhard (2007): Flurnamenforschung. Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 37</ref> Diese bildeten ab 1277 neben den ''consules'' ([[Ostfriesische Häuptlinge|Häuptlinge]]) den [[Magistrat]] und damit die Verwaltungsspitze des [[Norderland|Norderlandes]]. Die Burg sollte der Sicherung der Stadt dienen, da anhaltende Konflikte zwischen den einflussreichen Geschlechtern dies notwendig erschienen ließ.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 25</ref> Als Baujahr wird das Jahr 1285 angenommen.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 195</ref> In einigen Quellen kommt die Vermutung auf, dass es sich bei der Olde Borg um die [[Ennenburg]] (Attenaburg) handelt. Diese ist jedoch wahrscheinlich ein Nachfolgebau der [[Osterburg]] und befand sich damit weiter abseits des Hafens.


Der Burgherr knüpfte die Baugenehmigung für die erste Bebauung entlang des heutigen Straßenzuges [[Burggraben]] an die Bedingung, dass die Bewohner ihm fortan entgeltlos für Botengänge zur Verfügung stehen mussten.<ref name=":0" /> Dieses Privileg resultierte später darin, dass die Bewohner des Burggrabens als einzige keiner [[Kluft]] zugeordnet waren.
Nach Ostern 1430 wurde entweder die Oldeborg oder die [[Kenenburg]] von den Brookmerländern belagert, konnte jedoch standhalten. Stattdessen hielten sich die Angreifer schadlos am nahegelegenen [[Dominikanerkloster]], wo sie die Kirche plünderten und nachfolgend niederbrannten.<ref>Möhlmann, Günther (1959): Norder Annalen. Aufzeichnungen aus dem Dominikanerkloster in Norden, Aurich, S. 43</ref><ref>Möhlmann, Günther (1959): Norder Annalen. Aufzeichnungen aus dem Dominikanerkloster in Norden, Aurich, S. 70</ref>
Als sich die [[Cirksena]] 1464 durch kaiserliche Erhebung in den Reichsgrafenstand die Grafschaft Ostfriesland als Lehen und damit einen von der höchsten Machtinstanz genehmigten Herrschaftsbereich sichern konnte, wird auch die Oldeborg in ihren Besitz gekommen sein. Für die Versorgung diente ab etwa 1583 die Ländereien von [[Vierzig Diemat]], die im genannten Jahr eingedeicht wurden und fortan als ''Küchenland'' der Burg fungierten.
Wann genau die Burg abgebrochen wurde, ist nicht genau bekannt. Denkbar ist, dass dies kurz nach der preußischen Machtübernahme über Ostfriesland ab 1744 geschah. Die Preußen ließen viele ostfriesische Burgen aus Kostengründen und um befestigte Rückzugsorte bei eventuellen Aufständen zu verhindern, abreißen.
Im Mai 1954 fand ein Schüler am Südabhang der [[Mennonitenlohne]] einen bearbeiteten Stein aus der Zeit der ersten nachweisbaren Besiedlung des Gebietes, sprich etwa 2.500 bis 1.800 vor Christus.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 7</ref> Neuere Deutungen weisen jedoch daraufhin, dass dieser Stein vermutlich ''nur'' aus dem Mittelalter bzw. der frühen Neuzeit stammt.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 7 (Nachdruck 2001 von Gerhard Canzler, Fußnote)</ref> Der Fundort und die jüngeren Erkenntnisse lassen die Vermutung zu, dass dieser Stein dem Umfeld der Olde Borg oder gar dieser selbst entstammt.
==Einzelnachweise==
<references/>
==Siehe auch==
*[[Liste der Burgen und Wehrhäuser]]
[[Kategorie:Wehrhäuser im Stadtgebiet]]
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]