Mädchenpensionat Reins: Unterschied zwischen den Versionen

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26506 Norden
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Das '''Mädchenpensionat Reins''' war eine Herberge und Erziehungsanstalt (Pensionat) für junge Mädchen. Zu den Bewohnerinnen gehörten vor allem auswärts wohnende Schülerinnen der [[Gräfin-Theda-Schule]], die hier von Fräulein Reins beherbergt und erzogen wurden.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 107</ref>
Das '''Mädchenpensionat Reins''' war eine von [[Marie Reins]] betriebene Herberge und Erziehungsanstalt (Pensionat) für junge Mädchen.<ref name=":0">Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 119</ref>


Nachdem die Gräfin-Theda-Schule ab 1928 keine reine Mädchenschule mehr war und nun auch das [[Ulrichsgymnasium]] für Mädchen offen stand, verlor sich der Trend zu einer geschlechterspezifischen Trennung und Beherbergung. Das Gebäude wurde schließlich vom Juni 1937 bis zum 30. April 1956 vom [[Bürohaus Janssen]] genutzt.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 171</ref> Wenig später wurde es abgerissen und durch ein Wohnhaus ersetzt.
==Geschichte==
Am Standort des späteren Pensionats wird eine Bebauung erstmals für das Jahr 1618 beschrieben.<ref name=":1" /> Am 10. März 1652 verkaufte der Eigentümer [[Eilard Loringa]] das adelig freie Haus, welches sich auch über die [[Westerstraße 73]] erstreckte, an [[Albertus Gnapheus]].<ref>Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 43</ref> Ab 1719 wohnte hier ein wohlhabender Kaufmann. Beschrieben wird auch, dass zu dem Haus auch eine Scheune und ein Garten gehörte.<ref name=":1">Schreiber, Gretje (1995): Die Bewohner der Westerstraße</ref>
 
Zwischen 1887 und und 1897 wird hier schließlich erstmals ein Pensionat im Besitz der Fräulein M. Reins erwähnt.<ref name=":1"/> Zu den Bewohnerinnen gehörten vor allem auswärts wohnende Schülerinnen der [[Gräfin-Theda-Schule]], die hier von Fräulein Reins beherbergt und erzogen wurden.<ref name=":0" /><ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 107</ref>
 
Nachdem die Gräfin-Theda-Schule ab 1928 keine reine Mädchenschule mehr war und nun auch das [[Ulrichsgymnasium]] für Mädchen offen stand, verlor sich der Trend zu einer geschlechterspezifischen Trennung und Beherbergung. Das Gebäude wurde spätestens 1926 an die Familie Kretzer verkauft und vom Juni 1937 bis zum 30. April 1956 vom [[Bürohaus Janssen]] genutzt.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 171</ref> Wenig später wurde es abgerissen und durch ein Wohnhaus ersetzt. Auf einer Luftaufnahme von 1957 ist es noch zu erkennen. Der Abriss datiert somit vermutlich auf 1957 oder 1958.
 
==Trivia==
Nach früherer [[Hausnummerierung]] trug das Gebäude die Anschrift ''[[Norderkluft]], 2. [[Rott]], Nr. 506'' (später Nr. 666a).<ref name=":1"/>
 
==Galerie==
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Datei:Westerstraße Mädchenpensionat Pension Reins um 1910 01.jpg|Das Gebäude an der [[Westerstraße]], vermutlich um 1910.
Datei:Westerstraße Mädchenpensionat Reins unbekanntes Datum (0642054) MZ.jpg|Undatierte Aufnahme.
Molkereilohne Westerstraße Gartenfeld Conrad Lentz 1957 01.jpg|Luftaufnahme von 1957 mit dem noch vorhandenen Pensionat (Ziffer 5).
Datei:Westerstraße 74 16 06 2006 01.JPG|Aufnahme vom 16. Juni 2006.
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==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==
<references />
<references/>


==Siehe auch==
==Siehe auch==
*[[Westerstraße]]
*[[Höhere Töchterschule]]


[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]

Aktuelle Version vom 1. Dezember 2025, 15:59 Uhr

Mädchenpensionat Reins

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Basisdaten
Entstehungszeit vor 1618
Erbauer unbekannt
Bauweise Ziegelsteinbau
Erhaltungszustand um 1957 abgebrochen
Genaue Lage Westerstraße 74

26506 Norden

Das Mädchenpensionat Reins war eine von Marie Reins betriebene Herberge und Erziehungsanstalt (Pensionat) für junge Mädchen.[1]

Geschichte

Am Standort des späteren Pensionats wird eine Bebauung erstmals für das Jahr 1618 beschrieben.[2] Am 10. März 1652 verkaufte der Eigentümer Eilard Loringa das adelig freie Haus, welches sich auch über die Westerstraße 73 erstreckte, an Albertus Gnapheus.[3] Ab 1719 wohnte hier ein wohlhabender Kaufmann. Beschrieben wird auch, dass zu dem Haus auch eine Scheune und ein Garten gehörte.[2]

Zwischen 1887 und und 1897 wird hier schließlich erstmals ein Pensionat im Besitz der Fräulein M. Reins erwähnt.[2] Zu den Bewohnerinnen gehörten vor allem auswärts wohnende Schülerinnen der Gräfin-Theda-Schule, die hier von Fräulein Reins beherbergt und erzogen wurden.[1][4]

Nachdem die Gräfin-Theda-Schule ab 1928 keine reine Mädchenschule mehr war und nun auch das Ulrichsgymnasium für Mädchen offen stand, verlor sich der Trend zu einer geschlechterspezifischen Trennung und Beherbergung. Das Gebäude wurde spätestens 1926 an die Familie Kretzer verkauft und vom Juni 1937 bis zum 30. April 1956 vom Bürohaus Janssen genutzt.[5] Wenig später wurde es abgerissen und durch ein Wohnhaus ersetzt. Auf einer Luftaufnahme von 1957 ist es noch zu erkennen. Der Abriss datiert somit vermutlich auf 1957 oder 1958.

Trivia

Nach früherer Hausnummerierung trug das Gebäude die Anschrift Norderkluft, 2. Rott, Nr. 506 (später Nr. 666a).[2]

Galerie

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 119
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Schreiber, Gretje (1995): Die Bewohner der Westerstraße
  3. Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 43
  4. Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 107
  5. Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 171

Siehe auch