Mühlenlohne: Unterschied zwischen den Versionen
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Historisch galt die Mühlenlohne als eine Ortschaft der ehemaligen Norder Umlandgemeinde [[Sandbauerschaft]]. Ihre Bewohner waren bis ins 19. Jahrhundert hinein dem [[Dominikanerkloster]] und nach dessen Säkularisation dem [[Amtsverwalter]] als Rechtsnachfolger gegen das Privileg der Steuerfreiheit zum Handdienst (Naturaldienste wie z.B. handwerkliche Arbeiten) verpflichtet. Ferner gehörten die Bewohner unter die Gerichtsbarkeit des [[Amt Norden|Amtes Norden]] und wurden entsprechend vor dem [[Amtsgericht Norden|Amtsgericht]] und nicht dem [[Stadtgericht Norden|Stadtgericht]] verurteilt, sollten sie dem Gesetze zuwider handeln.<ref>Schreiber, Gretje (1994): Frohn- und Hofdienste in Norden, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier 19. Februar 1994, S. 1 ff</ref> | Historisch galt die Mühlenlohne als eine Ortschaft der ehemaligen Norder Umlandgemeinde [[Sandbauerschaft]]. Ihre Bewohner waren bis ins 19. Jahrhundert hinein dem [[Dominikanerkloster]] und nach dessen Säkularisation dem [[Amtsverwalter]] als Rechtsnachfolger gegen das Privileg der Steuerfreiheit zum Handdienst (Naturaldienste wie z.B. handwerkliche Arbeiten) verpflichtet. Ferner gehörten die Bewohner unter die Gerichtsbarkeit des [[Amt Norden|Amtes Norden]] und wurden entsprechend vor dem [[Amtsgericht Norden|Amtsgericht]] und nicht dem [[Stadtgericht Norden|Stadtgericht]] verurteilt, sollten sie dem Gesetze zuwider handeln.<ref>Schreiber, Gretje (1994): Frohn- und Hofdienste in Norden, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier 19. Februar 1994, S. 1 ff</ref> | ||
Mindestens seit etwa 1895 hat sich der Straßenverlauf nicht geändert.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Für das Jahr 1848 sind 74 Einwohner belegt, die in 12 Wohnhäusern wohnten. Ein durchschnittlicher Haushalt umfasste folglich sechs bis sieben Personen.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref> | Mindestens seit etwa 1895 hat sich der Straßenverlauf nicht geändert.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Für das Jahr 1848 sind 74 Einwohner belegt, die in 12 Wohnhäusern wohnten. Ein durchschnittlicher Haushalt umfasste folglich sechs bis sieben Personen.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref> Wie aus dem Adressbuch der [[Sandbauerschaft]] von 1912 hervorgeht, trug die Straße bereits in dieser Zeit ihren bis heute erhaltenen Namen.<ref>Lottmann, Elfriede (1998): ''Fast vergessen: Die Sandbauerschaft.'' In: ''Heim und Herd'' im Ostfriesischen Kurier (April 1998)</ref> | ||
==Gebäude und Plätze== | ==Gebäude und Plätze== | ||