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==Vorsängers Haus==
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26506 Norden
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'''Vorsängers Haus''' ist der Name eines Gebäudes im [[Synagogenweg]]. Hier wohnte bis zur Reichspogromnacht 1938 der Vorsänger, eine Art Chorleiter bzw. Musikverantwortlicher, der [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen Gemeinde]]. Weiterhin war hier das Sekretariat der Gemeinde und ein Versammlungsraum eingerichtet.<ref>Fraenkel, Daniel (2005): Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen. Wallstein, Göttingen, S. 1122–1139</ref> Im Keller des Hauses befand sich ein Frauenbad. Im Hinterhaus wurde Holz zum Sargbau sowie die Totenbahren aufbewahrt. 1891 wurde das 1804 erbaute Gebäude durch einen Neubau ersetzt.<ref>Schreiber, Gretje (2006): Norder Häuser (XIX): Die Bewohner des Neuen Weges, in: Ostfriesischer Kurier, 17./18. August 2006, S. 12</ref>
'''Vorsängers Haus''' ist der Name eines Gebäudes im [[Synagogenweg]]. Hier wohnte bis zur Reichspogromnacht 1938 der Vorsänger (zuletzt Moritz oder Erwin Klaber), eine Art Chorleiter bzw. Musikverantwortlicher, der [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen Gemeinde]]. Weiterhin war hier das Sekretariat der Gemeinde und ein Versammlungsraum eingerichtet.<ref>Fraenkel, Daniel (2005): Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen. Wallstein, Göttingen, S. 1122–1139</ref> Im Keller des Hauses befand sich ein Frauenbad. Im Hinterhaus wurde Holz zum Sargbau sowie die Totenbahren aufbewahrt. 1891 wurde das 1804 erbaute Gebäude durch einen Neubau ersetzt.<ref>Schreiber, Gretje (2006): Norder Häuser (XIX): Die Bewohner des Neuen Weges, in: Ostfriesischer Kurier, 17./18. August 2006, S. 12</ref> An die letzten Bewohner, die jüdische Familie Klaber, erinnern heute noch ''Stolpersteine'' im Gehweg vor dem Haus.<ref>[https://www.norden.de/output/download.php?fid=3170.826.1.PDF Übersicht über die Stolpersteine in der Stadt Norden], abgerufen am 15. Oktober 2022</ref>


Das Gebäude steht heute wegen seiner geschichtlichen Bedeutung aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes für Kultur- und Geistesgeschichte als Einzeldenkmal unter Denkmalschutz und wird als Restaurant benutzt.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 12. November 2021</ref> Lange Zeit befand sich hier das ''Restaurant Klütje'', seit 1993 ist es eine Pizzeria (''Pizzeria Italia'').
Das Gebäude steht heute wegen seiner geschichtlichen Bedeutung aufgrund des Zeugnis- und Schauwertes für Kultur- und Geistesgeschichte als Einzeldenkmal unter Denkmalschutz und wird als Restaurant benutzt.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 12. November 2021</ref> Lange Zeit (seit ungefähr Mitte der 1980er Jahre) befand sich hier das ''Restaurant Klütje'', seit 1993 ist es eine Pizzeria (''Pizzeria Italia'').
 
== Trivia ==
In der Zeit um 1891 hatte das Gebäude die [[Hausnummerierung|alte Hausnummer]] 235.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 132</ref>


==Galerie==
==Galerie==