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==Gut Lintel==
==Gut Lintel==
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| Title = Gut Lintel
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Weiterhin wurde eine Allee mit Kastanienbäumen errichtet, die von der [[Linteler Straße]] direkt auf das Haupthaus zuführt.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Heute trägt diese Allee den Namen [[Kastanienallee]]. Das Holztor, welches das Befahren von hier mit Kraftfahrzeugen verhindert, ist jedoch erst nach 1980 errichtet worden.<ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0267688.jpg)</ref> An dieser Allee steht eine Baracke, die noch bis in die Zeit nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] als Lazarett der britischen Besatzungsmacht und heute als [[Vereinsheim (Kastanienallee)|Vereinsheim]] für drei Norder Vereine dient.
Weiterhin wurde eine Allee mit Kastanienbäumen errichtet, die von der [[Linteler Straße]] direkt auf das Haupthaus zuführt.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Heute trägt diese Allee den Namen [[Kastanienallee]]. Das Holztor, welches das Befahren von hier mit Kraftfahrzeugen verhindert, ist jedoch erst nach 1980 errichtet worden.<ref>Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0267688.jpg)</ref> An dieser Allee steht eine Baracke, die noch bis in die Zeit nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] als Lazarett der britischen Besatzungsmacht und heute als [[Vereinsheim (Kastanienallee)|Vereinsheim]] für drei Norder Vereine dient.


Das Linteler Wäldchen ist heute städtischer Besitz und frei zugänglich. Die Anhöhen und der Teich sind noch vorhanden, jedoch ist das Gebiet über die Jahrzehnte verwildert und kaum mehr als Park zu erkennen.<ref name=":1" /> Mit dem Bau des [[Jahnplatz|Jahnplatzes]] hat es zudem einen Teil seiner Fläche einbüßen müssen. Bereits seit mindestens 1800 verlief hier ein wichtiger Verbindungsweg der Bewohner von [[Ostlintel]] zur [[Linteler Mühle]] und zur [[Ludgerikirche]], weshalb der Weg auch amtlich als ''Kirchweg'' verzeichnet war. Als [[Wilhelm Vissering]] diesen Weg 1851 absperrte, kam es zu einem Rechtsstreit zwischen ihm und der [[Sandbauerschaft|Gemeinde Sandbauerschaft]], zu der Ostlintel seinerzeit noch gehörte. Visserung unterlag und musste den Weg wieder frei geben.<ref name=":2" />
Das Linteler Wäldchen ist heute städtischer Besitz und frei zugänglich. Die Anhöhen und der Teich sind noch vorhanden, jedoch ist das Gebiet über die Jahrzehnte verwildert und kaum mehr als Park zu erkennen.<ref name=":1" /> Mit dem Bau des [[Jahnplatz|Jahnplatzes]] hat es zudem einen Teil seiner Fläche einbüßen müssen. Bereits seit mindestens 1800 verlief hier ein wichtiger Verbindungsweg der Bewohner von [[Ostlintel]] zur [[Linteler Mühle]] und zur [[Ludgerikirche]], weshalb der Weg auch amtlich als ''Kirchweg'' verzeichnet war. Als [[Wilhelm Vissering]] diesen Weg 1851 absperrte, kam es zu einem Rechtsstreit zwischen ihm und der [[Sandbauerschaft|Gemeinde Sandbauerschaft]], zu der Ostlintel seinerzeit noch gehörte. Vissering unterlag und musste den Weg wieder freigeben.<ref name=":2" />


Nach dem Tod von [[Wilhelm Vissering]] (er starb 1860) ging das Gut in den Besitzs eines Sohnes [[Friedrich Bodewin Vissering]] über. Später erbt sein Sohn [[Karl Vissering]] das Gut. Bereits vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] ging es mit seinen Besitztümern jedoch abwärts. Auch eine Konsolidierung durch die Währungsreform nach der Inflationszeit gelang nicht. 1919 wurde Vissering wegen überhöhter Preisforderungen für Gemüse angezeigt und zur Rechenschaft gezogen. Der wirtschaftliche Ruin Visserings vollzog sich immer weiter, obwohl zu dieser Zeit noch der [[Hof Flökershausen]] mit 61 Hektar, der [[Hof Breepott]] mit 50 Hektar und der [[Hof Uhlenwarf]] mit 5 Hektar zu seinem Besitz zählten. Weiterhin war er Pächter der [[Petersbörg]], des [[Zuckerpolder|Zuckerpolders]] sowie von Ländereien und [[Heller|Hellern]] in der Größe von 150 Hektar auf Norderney.<ref name=":2" />
Nach dem Tod von [[Wilhelm Vissering]] (er starb 1860) ging das Gut in den Besitzs eines Sohnes [[Friedrich Bodewin Vissering]] über. Später erbt sein Sohn [[Karl Vissering]] das Gut. Bereits vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] ging es mit seinen Besitztümern jedoch abwärts. Auch eine Konsolidierung durch die Währungsreform nach der Inflationszeit gelang nicht. 1919 wurde Vissering wegen überhöhter Preisforderungen für Gemüse angezeigt und zur Rechenschaft gezogen. Der wirtschaftliche Ruin Visserings vollzog sich immer weiter, obwohl zu dieser Zeit noch der [[Hof Flökershausen]] mit 61 Hektar, der [[Hof Breepott]] mit 50 Hektar und der [[Hof Uhlenwarf]] mit 5 Hektar zu seinem Besitz zählten. Weiterhin war er Pächter der [[Petersbörg]], des [[Zuckerpolder|Zuckerpolders]] sowie von Ländereien und [[Heller|Hellern]] in der Größe von 150 Hektar auf Norderney.<ref name=":2" />