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| Title = Aldersnaburg | |||
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26506 Norden | 26506 Norden | ||
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Die '''Aldersnaburg''' (auch: ''Burg Westlintel'') war eine Burg, die sich im Winkel der heutigen Straßenzüge [[Norddeicher Straße]] und [[Parkstraße]] befunden hat. | Die '''Aldersnaburg''' (auch: ''Burg Westlintel'') war eine Burg, die sich im Winkel der heutigen Straßenzüge [[Norddeicher Straße]] und [[Parkstraße]] befunden hat. | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Die | Die Erbauer dieser alten Burg, die nach der [[Olde Borg]] wohl die älteste in den heutigen Grenzen der [[Stadt Norden]] war, waren die [[Aldersna]], ein ehemals mächtiges [[Ostfriesische Häuptlinge|Häuptlingsgeschlecht]] im [[Norderland]]. Erbaut wurde sie vermutlich im späten 13. oder frühen 14. Jahrhundert, in einer Zeit, als der es kaum befestigte [[Liste der Eindeichungen|Seedeiche]] gab.<ref name=":0">Pühl, Eberhard (2007): Flurnamenforschung. Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 37ff.</ref> Aus diesem Grund wurde sie auf einer [[Warft]] errichtet. | ||
Wie bei fast allen [[Liste der Burgen und Wehrhäuser|ostfriesischen Burgen]] darf man sich die Aldersnaburg keinesfalls wie eine mächtige Burg aus der mittelalterlichen Trivialliteratur vorstellen. Vielmehr war es ein größeres Steinhaus, möglicherweise mit einem Turm. ''Richtige Burgen'' waren in Ostfriesland die absolute Ausnahme und wurden nur von den besonders mächtigen Geschlechtern wie den [[Cirksena]] erbaut. Aufgrund des Steinmangels und der fehlenden Kenntnis im Burgenbau hatten die ostfriesischen Häuptlinge nie solche großen Burgen bauen können. Mit ihren Steinhäusern hoben sie sich dennoch deutlich vom Rest der Bevölkerung ab, die sich lediglich erbärmliche Hütten aus Lehm oder vergleichbaren Materialien leisten konnten. | |||
Die | Die Aldersnaburg hatte indes keinen langen Bestand. Kaum erbaut, wurde sie bereits 1353 bei Kämpfen der Aldersna mit anderen [[Ostfriesische Häuptlinge|Häuptlingen]] erobert und anschließend geschliffen.<ref name=":0" /><ref>Möhlmann, Günther (1959): Norder Annalen. Aufzeichnungen aus dem Dominikanerkloster in Norden, Aurich, S. 33</ref> Sie wurde nie wieder aufgebaut, ihre Ruine soll jedoch bis in das 16. Jahrhundert Teil des Landschaftsbildes geblieben sein.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> | ||
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde an der ehemaligen Burgstelle ein [[Liste der Bunker|Luftschutzbunker]] errichtet, bei dessen Bau die zum Teil dicken Kellermauern erhalten blieben.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 29</ref> | Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde an der ehemaligen Burgstelle ein [[Liste der Bunker|Luftschutzbunker]] errichtet, bei dessen Bau die zum Teil dicken Kellermauern erhalten blieben.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 29</ref> Der später hierauf errichtete Bungalow wird Scherzes halber auch ''Villa Hügel'' genannt.<ref>Zeitzeugenbefragung vom 29. Oktober 2021</ref> | ||
==Nebengebäude und Ländereien== | ==Nebengebäude und Ländereien== | ||
Zu ihr gehörten umfangreiche Äcker und Weiden und zahlreiche Nebengebäude, in denen wohl auch das Gesinde wohnte. Das zu Westlintel gehörende Ackerland war der [[Escher]], der Wiesenbesitz die [[Wildbahn]]. | Zu ihr gehörten umfangreiche Äcker und Weiden und zahlreiche Nebengebäude, in denen wohl auch das Gesinde wohnte. Das zu Westlintel gehörende Ackerland war der [[Escher]], der Wiesenbesitz die [[Wildbahn]].<ref>Schreiber, Gretje (1992): Der roßdienstpflichtige bäuerlich-bürgerliche Stand und seine Vertreter im Norderland / Ostfriesland. Heft 9 der Ostfriesischen Familienkunde. Beiträge zur Genealogie und Heraldik, Aurich</ref> | ||
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||
<references /> | <references /> | ||
==Siehe auch== | ==Siehe auch== | ||