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==Hof Breepott==
==Hof Breepott==
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| Title = Hof Breepott
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|Bauweise
|Bauweise
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|Steinhaus bzw. Gulfhof (urspr.)
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|Erhaltungszustand
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__NOTOC__
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'''Hof Breepott''' war ein Gulfhof in [[Ostermarsch]]. Der Name (''Breitopf'') ist möglicherweise als Hinweis auf den einstigen Wohlstand des Hofes zu verstehen.<ref>Scheuermann, Ulrich (1995): Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle, S. 116</ref> Erstmalig wird der Name als "Brey-Pott" in 1659 erwähnt.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Ostermarsch.pdf Beschreibung von Ostermarsch] in der Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> Die Existenz des Hofes selbst ist jedoch bereits seit 1577 nachweisbar. Der historische Hof brannte 1959 ab und wurde darauffolgend wiedererrichtet.<ref name=":1">Pühl, Eberhard (2007): Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 120</ref>
'''Hof Breepott''' ist ein Hof mit sehr alter Geschichte in [[Ostermarsch]]. Der Name (''Breitopf'') ist möglicherweise als Hinweis auf den einstigen Wohlstand des Hofes zu verstehen.<ref>Scheuermann, Ulrich (1995): Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, Melle, S. 116</ref> Erstmalig wird der Name als ''Brey-Pott'' in 1659 erwähnt.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Ostermarsch.pdf Beschreibung von Ostermarsch] in der Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> Die Existenz des Hofes selbst ist jedoch bereits seit 1577 nachweisbar. Der historische Gulfhof brannte 1959 ab und wurde darauffolgend wiedererrichtet, jedoch nicht mehr als Gulfhof.<ref name=":1">Pühl, Eberhard (2007): Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 120</ref>


Das zum Hof gehörende Land wird auch [[Breepotter Land]] und [[Unnert Breepott]] genannt. Die [[Breepotts Trift|Zufahrtsstraße]] und ein [[Breepotter Zugschloot|anliegender Schloot]] haben ihren Namen von diesem Hof erhalten.
Das zum Hof gehörende Land wird auch [[Breepotter Land]] und [[Unnert Breepott]] genannt. Die [[Breepotts Trift|Zufahrtsstraße]] und ein [[Breepotter Zugschloot|anliegender Schloot]] haben ihren Namen von diesem Hof erhalten.
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Über Loringa gelangte der Hof wohl an die Familie [[von Wicht]]. Im Jahre 1611 heißt es in einer Steuerliste: ''Adolf Loringa itzo Dr. Hector Friedrichs von Wicht.<ref name=":0" />'' ''Itzo'' steht veraltet für ''jetzt'', der Satz bedeutet also: [[Adolph Loringa]], jetzt [[Hector Friedrichs von Wicht|Dr. Hector Friedrichs von Wicht]]. Auch dieser war ein früherer Bürgermeister von Norden. Sowieso waren die früheren Norder Bürgermeister weitestgehend miteinander verwandt oder verschwägert.
Über Loringa gelangte der Hof wohl an die Familie [[von Wicht]]. Im Jahre 1611 heißt es in einer Steuerliste: ''Adolf Loringa itzo Dr. Hector Friedrichs von Wicht.<ref name=":0" />'' ''Itzo'' steht veraltet für ''jetzt'', der Satz bedeutet also: [[Adolph Loringa]], jetzt [[Hector Friedrichs von Wicht|Dr. Hector Friedrichs von Wicht]]. Auch dieser war ein früherer Bürgermeister von Norden. Sowieso waren die früheren Norder Bürgermeister weitestgehend miteinander verwandt oder verschwägert.


1650 wurde der Hof von den Erben veräußert und gelangte im 18. Jahrhundert zu 2/3 an die Familie Kettler und zu 1/3 an die Familie Brawe. Im Jahre 1820 werden [[Edzard Ferdinand Kettler]] und die Erbengemeinschaft Brawe als Eigentümer genannt.<ref name=":1" /> Doch noch 1657 sollen die [[Mennonitengemeinde Norden|Norder Mennoniten]] diesem Hof [[Enno Ludwig Cirksena|Graf Enno Ludwig]] aus Dankbarkeit für seinen Schutz vermacht haben.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 70</ref>
1650 wurde der Hof von den Erben veräußert und gelangte im 18. Jahrhundert zu 2/3 an die Familie Kettler und zu 1/3 an die Familie Brawe. Im Jahre 1820 werden [[Edzard Ferdinand Kettler]] und die Erbengemeinschaft Brawe als Eigentümer genannt.<ref name=":1" /> Doch noch 1657 sollen die [[Mennonitengemeinde Norden|Norder Mennoniten]] diesen Hof [[Enno Ludwig Cirksena|Graf Enno Ludwig]] aus Dankbarkeit für seinen Schutz vermacht haben.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 70</ref>


Um 1900 gelangt der Hof mit seinen 54 Hektar Grund in den Besitz von [[Karl Vissering]]. Dieser gerät jedoch schon früh in finanzielle Schwierigkeiten und musste den Hof 1929 zwangsweise veräußern.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Vissering.pdf Mahmens, Sven (2007): Biographie des Karl Vissering], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft</ref> 1942 wurde das Gebäude von Historikern umfangreich dokumentiert. 1959 brannte es ab und wurde anschließend mit einem von der Gulfscheune getrennten Wohnhaus wieder aufgebaut.<ref name=":1" />
Um 1900 gelangt der Hof mit seinen 54 Hektar Grund in den Besitz von [[Karl Vissering]]. Dieser gerät jedoch schon früh in finanzielle Schwierigkeiten und musste den Hof 1929 zwangsweise veräußern.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Vissering.pdf Mahmens, Sven (2007): Biographie des Karl Vissering], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft</ref> 1942 wurde das Gebäude von Historikern umfangreich dokumentiert. 1959 brannte es ab und wurde anschließend mit einem von der Gulfscheune getrennten Wohnhaus wieder aufgebaut.<ref name=":1" />