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Zu Beginn des 20. Jahrhunderts unterstützte Sundermann Pfarrer Naumann und dessen National-Soziale Partei, indem er z.B. Naumanns National-Sozialen Katechismus an eine große Zahl von Interessenten versandte. Deshalb wurde er im November 1901 beim Regierungspräsidenten denunziert. Er verderbe "in seiner einflußreichen Stellung als Redakteur des Ostfriesischen Schulblattes" die jüngeren Lehrer des Regierungsbezirks. Man beantragte, ihm die Fortführung der Redaktion des Schulblattes zu untersagen. Sundermann wandte sich politisch gegen den Einfluss des ostelbischen Junkertums und setzte sich für das Recht zu politischer Betätigung für Lehrer ein, forderte die Reform des Religionsunterrichts und die Abschaffung des Alten Testaments im Unterricht.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts unterstützte Sundermann Pfarrer Naumann und dessen National-Soziale Partei, indem er z.B. Naumanns National-Sozialen Katechismus an eine große Zahl von Interessenten versandte. Deshalb wurde er im November 1901 beim Regierungspräsidenten denunziert. Er verderbe "in seiner einflußreichen Stellung als Redakteur des Ostfriesischen Schulblattes" die jüngeren Lehrer des Regierungsbezirks. Man beantragte, ihm die Fortführung der Redaktion des Schulblattes zu untersagen. Sundermann wandte sich politisch gegen den Einfluss des ostelbischen Junkertums und setzte sich für das Recht zu politischer Betätigung für Lehrer ein, forderte die Reform des Religionsunterrichts und die Abschaffung des Alten Testaments im Unterricht.


Als Geschichtsforscher neigte Sundermann zur "Friesentümelei" und arbeitete insbesondere auf dem Gebiet der „Gelehrtengeschichte“, der Geschichte der Stadt Norden, der Orgel- und Glockenkunde. Ihm wird zugeschrieben, er habe Enno Hektor neu entdeckt und herausgegeben. Als niederdeutscher Autor und Sammler niederdeutscher Lyrik ist er durch das 1911 erschienene Ostfriesisch-plattdeutsche Dichterbuch Adolf Dunkmanns daran gehindert worden, eine eigene Sammlung herauszubringen. Er war zudem Mitarbeiter an Wanders großem Deutschen Sprichwörter-Lexikon und an [[Jan ten Doornkaat Koolman (1815)|Jan ten Doornkaat Koolmans II.]] Ostfriesischen Wörterbüchern.
Als Geschichtsforscher neigte Sundermann zur "Friesentümelei" und arbeitete insbesondere auf dem Gebiet der „Gelehrtengeschichte“, der Geschichte der Stadt Norden, der Orgel- und Glockenkunde. Ihm wird zugeschrieben, er habe [[Enno Hektor]] neu entdeckt und herausgegeben. Als niederdeutscher Autor und Sammler niederdeutscher Lyrik ist er durch das 1911 erschienene Ostfriesisch-plattdeutsche Dichterbuch Adolf Dunkmanns daran gehindert worden, eine eigene Sammlung herauszubringen. Er war zudem Mitarbeiter an Wanders großem Deutschen Sprichwörter-Lexikon und an [[Jan ten Doornkaat Koolman (1815)|Jan ten Doornkaat Koolmans II.]] Ostfriesischen Wörterbüchern.


Ab dem 60. Lebensjahr bekam Sundermann zunehmend gesundheitliche Probleme. Nach einer Kur im Juli 1903 wurde sein Gesuch um Pensionierung im Januar 1904 durch den Kreisschulinspektor Thomsen befürwortet und am 31. März 1904 die Versetzung in den Ruhestand angeordnet. In den nachfolgenden Jahren war es wirtschaftlich nicht besonders gut um den Pensionär bestellt. Seine schriftstellerischen Arbeiten hatten Sundermann zwar viel Anerkennung, aber keine finanzielle Entlastung eingebracht. Dennoch setzte er seine Schriftstellerei fort. Als seine älteste Tochter 1919 starb, litt er schon lange an einer Magen- und Darmerkrankung; hinzu kam seine fast völlige Erblindung. Er war auf Hilfe angewiesen und entschied sich zu einer zweiten Heirat mit der mittellosen Emilie Lottmann aus Norden. Trotz aller Gebrechen blieben dem Pensionär bis in das hohe Alter hinein Arbeitsdrang und -fähigkeit erhalten. Seine Frau musste ihm vorlesen und schriftliche Arbeiten für ihn erledigen. So gelang es dem 80-jährigen, den Band "Upstalsboom – Ostfrieslands Volksüberlieferungen" herauszugeben. Drei weitere angekündigte Bände wurden aber nicht mehr verwirklicht.
Ab dem 60. Lebensjahr bekam Sundermann zunehmend gesundheitliche Probleme. Nach einer Kur im Juli 1903 wurde sein Gesuch um Pensionierung im Januar 1904 durch den Kreisschulinspektor Thomsen befürwortet und am 31. März 1904 die Versetzung in den Ruhestand angeordnet. In den nachfolgenden Jahren war es wirtschaftlich nicht besonders gut um den Pensionär bestellt. Seine schriftstellerischen Arbeiten hatten Sundermann zwar viel Anerkennung, aber keine finanzielle Entlastung eingebracht. Dennoch setzte er seine Schriftstellerei fort. Als seine älteste Tochter 1919 starb, litt er schon lange an einer Magen- und Darmerkrankung; hinzu kam seine fast völlige Erblindung. Er war auf Hilfe angewiesen und entschied sich zu einer zweiten Heirat mit der mittellosen Emilie Lottmann aus Norden. Trotz aller Gebrechen blieben dem Pensionär bis in das hohe Alter hinein Arbeitsdrang und -fähigkeit erhalten. Seine Frau musste ihm vorlesen und schriftliche Arbeiten für ihn erledigen. So gelang es dem 80-jährigen, den Band "Upstalsboom – Ostfrieslands Volksüberlieferungen" herauszugeben. Drei weitere angekündigte Bände wurden aber nicht mehr verwirklicht.