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==Idzingaburg==
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26506 Norden
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__NOTOC__
Die '''Idzingaburg''' war eine [[Liste der Burgen und Wehrhäuser|Burg im ostfriesischen Typus]], die sich im Winkel der heutigen Straßenzüge [[Linteler Straße]] und [[Ulmenweg]] befunden hat.
Die '''Idzingaburg''' war eine Burg, die sich im Winkel der heutigen Straßenzüge [[Linteler Straße]] und [[Ulmenweg]] befunden hat.
__TOC__
 
==Geschichte==
== Geschichte ==
Erbaut wurde die Idzingaburg vermutlich im 13. oder 14. Jahrhundert vom Häuptlingsgeschlecht [[Idzinga]], die zu dieser Zeit großen Einfluss in und um Norden hatten und wohl auch die [[Oldeborg]] am südwestlichen [[Marktplatz]] und die [[Osterburg]] an der östlichen Stadtgrenze von [[Norden (Stadtteil) | Norden]] errichtet haben. Spätestens ab 1434 ist die Burg als ''Ore Itzinga Borch'' nachgewiesen. In diesem Jahr sollte offensichtlich das Bollwerk und die Vorburg ''("Ore borch, von der de Noerdersydt und dat boellwerck van de Vorborch"'') eingeebnet werden, das Hauptgebäude jedoch erhalten bleiben (''"fruw Himen borch staende bliven ihn all ore herlicheit, so se dan iss."''). Ursächlich war, dass die letzte Idzinga, [[Hima Idzinga|Hima]], sich hierzu nach dem Tod ihres Mannes [[Udo Focken]] in der [[Schlacht von Bargebur]] dazu durch die siegreichen [[Cirksena|Cirksenas]] gedrängt wurde, um der Burg ihre Wehrhaftigkeit zu entziehen. Die Überreste der Burg wurden später, vermutlich wegen Baufälligkeit, gänzlich eingeebnet. Der restliche Besitz der Idzinga fiel am 12. Juni 1442 an [[Ulrich Cirksena]].<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 28</ref> Auch die mit [[Focko Ukena]] verbündeten [[Kankena]] mussten ihre Rechte an der Idzingaburg abgeben.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Kankena.pdf Salomon, Almuth: Das Häuptlingsgeschlecht der Kankena], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft</ref>
Erbaut wurde die Idzingaburg vermutlich im 13. oder 14. Jahrhundert vom Häuptlingsgeschlecht [[Idzinga]], die zu dieser Zeit großen Einfluss in und um Norden hatten und wohl auch die [[Oldeborg]] am südwestlichen [[Marktplatz]] und die [[Osterburg]] an der östlichen Stadtgrenze von [[Norden (Stadtteil) | Norden]] errichtet haben. Spätestens ab 1434 ist die Burg als ''Ore Itzinga Borch'' nachgewiesen. In diesem Jahr sollte offensichtlich das Bollwerk und die Vorburg ''("Ore borch, von der de Noerdersydt und dat boellwerck van de Vorborch"'') eingeebnet werden, das Hauptgebäude jedoch erhalten bleiben (''"fruw Himen borch staende bliven ihn all ore herlicheit, so se dan iss."''). Ursächlich war, dass die letzte Idzinga, [[Hima Idzinga|Hima]], sich hierzu nach dem Tod ihres Mannes [[Udo Focken]] in der [[Schlacht von Bargebur]] dazu durch die siegreichen [[Cirksena|Cirksenas]] gedrängt wurde, um der Burg ihre Wehrhaftigkeit zu entziehen. Die Überreste der Burg wurden später, vermutlich wegen Baufälligkeit, gänzlich eingeebnet. Der restliche Besitz der Idzinga fiel am 12. Juni 1442 an [[Ulrich Cirksena]].<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 28</ref> Auch die mit [[Focko Ukena]] verbündeten [[Kankena]] mussten ihre Rechte an der Idzingaburg abgeben.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Kankena.pdf Salomon, Almuth: Das Häuptlingsgeschlecht der Kankena], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft</ref>


Die deutlichsten Überreste der Idzingaburg sind die noch heute erkennbaren Wassergräben entlang des Ulmenwegs, die die Burg schützend umgaben und auf dessen nördlicher Seite sich heute ansehnliche Stadtvillen befindet. Auf der unmittelbaren Burgstelle steht heute ein (teilweise) reetgedecktes Wohnhaus. Die erhabene Lage der Burg ist deutlich als Anhöhe im Landschaftsbild zu erkennen.
Die deutlichsten Überreste der Idzingaburg sind die noch heute erkennbaren Wassergräben entlang des Ulmenwegs, die die Burg schützend umgaben und auf dessen nördlicher Seite sich heute ansehnliche Stadtvillen befindet. Auf der unmittelbaren Burgstelle steht heute ein (teilweise) reetgedecktes Wohnhaus. Die erhabene Lage der Burg ist deutlich als Anhöhe im Landschaftsbild zu erkennen.


An der Stelle des Barenbuscher Weg 23 befand sich das bis zum Brand 1892 und dem darauffolgenden Abriss das [[Haus Barenbusch]], bei dem es sich um das Schatthaus (Schatzhaus) der Idzingaburg gehandelt hat. Die hier gefundenen, zu Schmuckstücken umgearbeiteten Goldmünzen weisen darauf hin, dass die Idzingas schon zu Beginn des 13. Jahrhunderts als Adelsfamilie anzusehen waren und offensichtlich auch am Kreuzzug von 1217 teilgenommen hatten.
An der Stelle des Barenbuscher Weg 23 befand sich das bis zum Brand 1892 und dem darauffolgenden Abriss das [[Haus Barenbusch]], bei dem es sich um das Schatthaus (Versorgungshof) der Idzingaburg gehandelt hat. Die hier gefundenen, zu Schmuckstücken umgearbeiteten Goldmünzen weisen darauf hin, dass die Idzingas schon zu Beginn des 13. Jahrhunderts als Adelsfamilie anzusehen waren und offensichtlich auch am Kreuzzug von 1217 teilgenommen hatten.


==Beschreibung==
==Beschreibung==