Addinga: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Die '''Addinga''' waren ein altes Norder [[Ostfriesische Häuptlinge|Häuptlingsgeschlecht]], die ihren Machtbereich im heutigen [[Süderneuland]] hatten. Ein wesentlicher Teil von [[Süderneuland I]] trägt auch heute noch den Namen [[Addinggaste]], eine Zusammensetzung aus dem Familiennamen und [[Gaste]]. Ihre [[Addingaburg|Häuptlingsburg]] hatten sie wahrscheinlich östlich der [[Bundesstraße]] bei [[Nadörst]].<ref name=":0">Ramm, Heinz (1991): Addinga-Burg bei Norden vermutlich gefunden, in: Ostfreesland 74, S. 156-158</ref>
Die '''Addinga''' waren ein altes Norder [[Ostfriesische Häuptlinge|Häuptlingsgeschlecht]], die ihren Machtbereich im heutigen [[Süderneuland]] hatten. Ein wesentlicher Teil von [[Süderneuland I]] trägt auch heute noch den Namen [[Addinggaste]], eine Zusammensetzung aus dem Familiennamen und [[Gaste]]. Ihre [[Addingaburg|Häuptlingsburg]] hatten sie wahrscheinlich östlich der [[Bundesstraße]] bei [[Nadörst]].<ref name=":0">Ramm, Heinz (1991): Addinga-Burg bei Norden vermutlich gefunden, in: Ostfreesland 74, S. 156-158</ref>


Als sicher gilt, dass die Addinga Gefolgsmänner der Häuptlingsfamilie [[Idzinga]] und der Name ''Addinga'' auf den Ostfriesischen Namen ''Addo'' zurückgeht. Die Endung -nga bedeutet dabei dann soviel wie ''Sohn des Addo'' bzw. ''Tochter des Addo'' oder allgemein ''aus der Sippe des Addo'' (ostfriesische Endung -nga), der wohl Stammvater dieses Geschlechts ist.<ref name=":0" /> Nach den schweren Landverlusten im 14. Jahrhundert, insbesondere nach der [[Erste Dionysiusflut|Ersten Dionysiusflut]], verloren die Addinga ihren Machtbereich.
Als sicher gilt, dass die Addinga Gefolgsmänner der Häuptlingsfamilie [[Idzinga]] und der Name ''Addinga'' auf den Ostfriesischen Namen ''Addo'' zurückgeht. Die Endung -nga bedeutet dabei dann soviel wie ''Sohn des Addo'' bzw. ''Tochter des Addo'' oder allgemein ''aus der Sippe des Addo'' (ostfriesische Endung -nga), der wohl Stammvater dieses Geschlechts ist.<ref name=":0" /> Nach den schweren Landverlusten im 14. Jahrhundert, insbesondere nach der [[Erste Dionysiusflut|Ersten Dionysiusflut]], verloren die Addinga ihren Machtbereich. Dennoch scheinen sie auch weiterhin eine angesehene, gehobene Stellung innerhalb der Norder Gemeinde innegehabt zu haben, ansonsten hätte [[Ulrich Cirksena]] wohl kaum von ihnen die Gefolgschaft im Jahre 1453 verlangt.<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Ulrich_I_Graf_zu_Ostfr.pdf van Lengen, Hajo ( 1997): Biographie des Ulrich Cirksena], veröffentlicht in der Personendatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref>


Mangels sonstiger Quellenlage ist über die Addinga nur vergleichweise wenig bekannt.
Mangels sonstiger Quellenlage ist über die Addinga leider nur vergleichweise wenig bekannt.


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Aktuelle Version vom 12. August 2021, 01:57 Uhr

Addinga

Basisdaten
Ersterwähnung vor 1374
Einflussbereich Süderneuland
Stammsitz Addingaburg

Die Addinga waren ein altes Norder Häuptlingsgeschlecht, die ihren Machtbereich im heutigen Süderneuland hatten. Ein wesentlicher Teil von Süderneuland I trägt auch heute noch den Namen Addinggaste, eine Zusammensetzung aus dem Familiennamen und Gaste. Ihre Häuptlingsburg hatten sie wahrscheinlich östlich der Bundesstraße bei Nadörst.[1]

Als sicher gilt, dass die Addinga Gefolgsmänner der Häuptlingsfamilie Idzinga und der Name Addinga auf den Ostfriesischen Namen Addo zurückgeht. Die Endung -nga bedeutet dabei dann soviel wie Sohn des Addo bzw. Tochter des Addo oder allgemein aus der Sippe des Addo (ostfriesische Endung -nga), der wohl Stammvater dieses Geschlechts ist.[1] Nach den schweren Landverlusten im 14. Jahrhundert, insbesondere nach der Ersten Dionysiusflut, verloren die Addinga ihren Machtbereich. Dennoch scheinen sie auch weiterhin eine angesehene, gehobene Stellung innerhalb der Norder Gemeinde innegehabt zu haben, ansonsten hätte Ulrich Cirksena wohl kaum von ihnen die Gefolgschaft im Jahre 1453 verlangt.[2]

Mangels sonstiger Quellenlage ist über die Addinga leider nur vergleichweise wenig bekannt.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Ramm, Heinz (1991): Addinga-Burg bei Norden vermutlich gefunden, in: Ostfreesland 74, S. 156-158
  2. van Lengen, Hajo ( 1997): Biographie des Ulrich Cirksena, veröffentlicht in der Personendatenbank der Ostfriesischen Landschaft

Siehe auch