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'''Carl Stegmann''' (* 26. Oktober 1881 in Geestemünde; † 9. Januar 1967 in Norden)<ref>[https://www.grabsteine-ostfriesland.de/grabstein/29069/Carl-Stegmann--Norden-neuer+Friedhof Grab von Carl Stegmann] auf Grabsteine Ostfriesland, abgerufen am 19. April 2021</ref> war ein bekannter Norder Unternehmer, [[Stadtrat|Senator]], Mäzen sowie erster [[Landrat]] im [[Landkreis Norden]] nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]. Zu seinen bekanntesten wirtschaftlichen Aktivitäten gehört die Position des Vorstandsvorsitzenden der [[Reederei Frisia]].
'''Carl Stegmann''' (* 26. Oktober 1881 in Geestemünde; † 9. Januar 1967 in Norden)<ref>[https://www.grabsteine-ostfriesland.de/grabstein/29069/Carl-Stegmann--Norden-neuer+Friedhof Grab von Carl Stegmann] auf Grabsteine Ostfriesland, abgerufen am 19. April 2021</ref> war ein bekannter Norder Unternehmer, [[Stadtrat|Senator]], Mäzen sowie erster [[Landrat]] im [[Landkreis Norden]] nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]. Zu seinen bekanntesten wirtschaftlichen Aktivitäten gehört die Position des Vorstandsvorsitzenden der [[Reederei Frisia]].


Nach ihm ist die Carl-Stegmann-Straße auf Juist benannt.
Nach ihm ist die Carl-Stegmann-Straße auf Juist benannt. Zudem ist ihm der 1959 erschienene Nachdruck der [[Norder Annalen]] gewidmet.


== Leben ==
== Leben ==
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Als Reedereidirektor prägte er einen Zeitraum, in dem auch Ostfriesland Teil eines ausgedehnten Bäder- und Massentourismus wurde und seine wirtschaftlichen Strukturen so allmählich veränderte. Unter seiner Leitung schuf die Firma in schwierigen Zeiten eine moderne Infrastruktur, um den gewandelten Anforderungen gewachsen zu sein. Neue, moderne Schiffe zur Personen- und Frachtbeförderung, eine Anpassung an die veränderten Verkehrsgewohnheiten mit der Schaffung von Parkmöglichkeiten für Touristen in Norddeich, die Modernisierung der Inselanlagen bis hin zum Bau eines neuen Inselanlegers auf Juist nach der Zerstörung der alten Holzlandungsbrücke in einem Wintersturm 1947 gingen im Wesentlichen auf Stegmanns Konto.
Als Reedereidirektor prägte er einen Zeitraum, in dem auch Ostfriesland Teil eines ausgedehnten Bäder- und Massentourismus wurde und seine wirtschaftlichen Strukturen so allmählich veränderte. Unter seiner Leitung schuf die Firma in schwierigen Zeiten eine moderne Infrastruktur, um den gewandelten Anforderungen gewachsen zu sein. Neue, moderne Schiffe zur Personen- und Frachtbeförderung, eine Anpassung an die veränderten Verkehrsgewohnheiten mit der Schaffung von Parkmöglichkeiten für Touristen in Norddeich, die Modernisierung der Inselanlagen bis hin zum Bau eines neuen Inselanlegers auf Juist nach der Zerstörung der alten Holzlandungsbrücke in einem Wintersturm 1947 gingen im Wesentlichen auf Stegmanns Konto.


Die Region erkannte schon früh Stegmanns Fähigkeiten. Bereits 1923 wurde er Mitglied der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg und gehörte ihr für fünfunddreißig Jahre an. 1945 wurde er zu ihrem Vizepräsidenten ernannt und nach der demokratischen Neustrukturierung auch gewählt. 1950 wählte ihn die Kammer schließlich auch zu ihrem Präsidenten und 1958 nach seinem Rückzug zum Ehrenpräsidenten.
Die Region erkannte schon früh Stegmanns Fähigkeiten. Bereits 1923 wurde er Mitglied der Vollversammlung der Industrie- und [[Handelskammer Norden|Handelskammer]] für Ostfriesland und Papenburg und gehörte ihr für fünfunddreißig Jahre an. 1945 wurde er zu ihrem Vizepräsidenten ernannt und nach der demokratischen Neustrukturierung auch gewählt. 1950 wählte ihn die Kammer schließlich auch zu ihrem Präsidenten und 1958 nach seinem Rückzug zum Ehrenpräsidenten.


Das zweite wichtige verbandspolitische Arbeitsfeld Stegmanns war der Landesfremdenverkehrsverband Ostfriesland. Seine Gründung in den 1920er Jahren geschah auf Stegmanns Anregung, und er gehörte mehr als vier Jahrzehnte lang zu seinen führenden Mitgliedern. 1945 übernahm er für mehrere Jahre den Vorsitz und engagierte sich dann auch auf Bundesebene in der Fremdenverkehrsorganisation.
Das zweite wichtige verbandspolitische Arbeitsfeld Stegmanns war der Landesfremdenverkehrsverband Ostfriesland. Seine Gründung in den 1920er Jahren geschah auf Stegmanns Anregung, und er gehörte mehr als vier Jahrzehnte lang zu seinen führenden Mitgliedern. 1945 übernahm er für mehrere Jahre den Vorsitz und engagierte sich dann auch auf Bundesebene in der Fremdenverkehrsorganisation.