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|1885 - 1977
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Der '''Landkreis Norden''' wurde 1885 als Nachfolger des [[Amt Norden|Amtes Norden]] gegründet und ging im Zuge der niedersächsischen Kreisreform im Jahr 1977 in den Landkreis Aurich auf. Er umfasste neben der Stadt auch die (Samt-)Gemeinden Baltrum, Brookmerland, Dornum, Großheide, Hage, Hinte, Juist, Krummhörn und Norderney. Der Hauptsitz befand sich am [[Fräuleinshof]] in Norden, woran heute noch der Straßenname [[Landratslohne]] erinnert. Die Gebiete des ehemaligen Landkreis Norden werden auch als "Altkreis Norden" bezeichnet.
Der '''Landkreis Norden''' wurde 1885 als Nachfolger des [[Amt Norden|Amtes Norden]] gegründet und ging im Zuge der niedersächsischen Kreisreform im Jahr 1977 in den Landkreis Aurich auf. Er umfasste neben der Stadt auch die (Samt-)Gemeinden Baltrum, Brookmerland, Dornum, Großheide, Hage, Hinte, Juist, Krummhörn und Norderney. Der Hauptsitz befand sich am [[Fräuleinshof]] in Norden, woran heute noch der Straßenname [[Landratslohne]] erinnert. Die Gebiete des ehemaligen Landkreis Norden werden auch als ''Altkreis Norden'' bezeichnet.
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==Geschichte==
==Geschichte==
[[Datei:Siegel Kfz Landkreis Norden 10032021 01.jpg|links|mini|Amtliches Kennzeichensiegel des ehemaligen Landkreis Norden.|260x260px]]
1867 wurde das Königreich Hannover, zu dem Ostfriesland bis dahin gehörte, von Preußen annektiert und zu einer Provinz im Königreich Preußen. 1885 bildeten die Preußen schließlich aus dem [[Amt Norden]] und der [[Stadt Norden]] den Landkreis Norden.<ref>[https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht/?PPN=PPN635969076&PHYSID=PHYS_0050 Kreisordnung für die Provinz Hannover] von 1884, abgerufen am 18. Mai 2021</ref>
Nach der Annexion Hannovers 1867 durch Preußen wurde 1885 in der Provinz Hannover aus dem Amt Norden und der Stadt Norden der Landkreis Norden gebildet.<ref>[https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht/?PPN=PPN635969076&PHYSID=PHYS_0050 Kreisordnung für die Provinz Hannover] von 1884, abgerufen am 18. Mai 2021</ref>


Zum Landkreis Norden gehörten zunächst die Städte Norden (Kreissitz) und Norderney sowie die (Insel-)Gemeinden Juist und Baltrum. Ferner umfasste der Landkreis die Gebiete der heutigen Gemeinden Brookmerland, Hage, Großheide und Dornum. Diese Gemeinden bilden das historische [[Norderland]]. Mit der Auflösung des Landkreis Emden im Jahr 1932 kamen die Gebiete der heutigen Gemeinden Hinte und Krummhörn sowie die Gemeinden Larrelt, Harsweg, Logumer Vorwerk, Twixlum, Uphusen und Wybelsum zum Kreisgebiet. Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 wurden die Gemeinden Larrelt und Harsweg vom Landkreis Norden an die nun kreisfreie Stadt Emden abgegeben, 1946 auch die Gemeinde Uphusen.
Zum Landkreis Norden gehörten zunächst die Städte Norden (Kreissitz) und Norderney sowie die (Insel-)Gemeinden Juist und Baltrum. Ferner umfasste der Landkreis die Gebiete der heutigen Gemeinden Brookmerland, Hage, Großheide und Dornum. Diese Gemeinden bilden das historische [[Norderland]]. Mit der Auflösung des Landkreis Emden im Jahr 1932 kamen die Gebiete der heutigen Gemeinden Hinte und Krummhörn sowie die Gemeinden Larrelt, Harsweg, Logumer Vorwerk, Twixlum, Uphusen und Wybelsum zum Kreisgebiet. Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 wurden die Gemeinden Larrelt und Harsweg vom Landkreis Norden an die nun kreisfreie Stadt Emden abgegeben, 1946 auch die Gemeinde Uphusen.
[[Datei:Fräuleinshof Landratsamt um 1960 01.jpg|mini|Das Landratsamt am [[Fräuleinshof]].]]
[[Datei:Landkreis Norden Landstraßenwärter 1934 01.jpg|mini|Straßenwärter des Landkreises Norden (1934).]]
Die Zeit nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war von großer wirtschaftlicher Not und einem Mangel an Wohnraum geprägt. Das eher dünn besiedelte Kreisgebiet bot durch die vielen Flüchtlingen (8.000) sowie versprengte Soldaten (80.000) plötzlich einer mehr als doppelt so hohen Zahl an Menschen wie eigentlichen Einwohnern (64.000) eine neue (provisorische) Heimat.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 244</ref> In den Folgemonaten kamen abertausende weitere Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten hinzu. Trotz des enormen Umfangs anzustehender Aufgaben entließen die Briten 43 Beamten - und damit einen Großteil des Verwaltungsapparates - wegen ihrer (ehemaligen) Mitgliedschaft in der [[NSDAP Ortsgruppe Norden|NSDAP]].<ref>Haddinga, Johann (1988): Stunde Null. Ostfrieslands schwerste Jahre, Norden, S. 100</ref>


Die Zeit nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war von großer wirtschaftlicher Not und einem Mangel an Wohnraum geprägt. Das eher dünn besiedelte Kreisgebiet bot durch die vielen Flüchtlingen (8.000) sowie versprengte Soldaten (80.000) plötzlich einer mehr als doppelt so hohen Zahl an Menschen wie eigentlichen Einwohnern (64.000) eine neue (provisorische) Heimat.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 244</ref> In den Folgemonaten kamen abertausende weitere Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten hinzu.
Die britische Militärregierung wurde im Kreis Norden durch Oberstleutnant (''Lieutenant Colonel'') W. G. Mackay vertreten. Die Briten hatten fortan die faktische Befehlsgewalt über die gesamte Verwaltung und die Bevölkerung. Der neue, von den Briten mit 46 (deutschen) Mitgliedern ihrer Wahl besetzte Kreistag kam erstmalig im Februar 1946 zusammen. Er bestand aus vier Hausfrauen, fünf Beamten, acht Arbeitnehmern, acht Landwirten, fünf Kaufmännern und Gewerbetreibenden, sieben Angehörigen geistiger Berufe sowie 17 Arbeitnehmern.<ref>Haddinga, Johann (1988): Stunde Null. Ostfrieslands schwerste Jahre, Norden, S. 101</ref> Wegen der von ihnen verordneten Besetzung des Kreistags hatten die Briten natürlich deutlichen Einfluss auf die Wahl von Reedereibesitzer [[Carl Stegmann (1881)|Carl Stegmann]] zum [[Landrat]]. Da die ersten freien Kreistagswahlen im Oktober 1946 jedoch zugunsten der SPD ausfielen. blieb Stegmann nur kurzfristig im Amt und musste seinen Posten daraufhin für [[Georg Peters]] räumen.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 54</ref> Im Juni 1947 übergaben die Briten den Großteil der politischen Kontrolle und Verantwortung zurück an die ostfriesischen Stellen, behielten sich jedoch weiterhin ein nicht unerhebliches Veto-Recht in wichtigen Angelegenheiten vor.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 45</ref>


Die britische Militärregierung wurde im Kreis Norden durch Oberstleutnant (''Lieutenant Colonel'') W. G. Mackay vertreten. Im Juni 1947 übergaben die Briten den Großteil der politischen Kontrolle und Verantwortung zurück an die ostfriesischen Stellen, behielten sich jedoch weiterhin ein nicht unerhebliches Veto-Recht in wichtigen Angelegenheiten vor.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 45</ref>
Im Zuge der niedersächsischen Kommunalreform 1972 kamen auch Twixlum, Wybelsum und Logumer Vorwerk zu Emden, dafür aber die bis dahin zum Landkreis Wittmund gehörenden Gemeinden Roggenstede, Westeraccum, Westeraccumersiel und Westerbur zum Landkreis Norden. Die genannten Orte wurden in die Gemeinden Dornum und Dornumersiel eingegliedert. Insgesamt wurde durch die Kommunalreform die Zahl der Gemeinden des Kreises von 70 im Jahre 1971 auf zuletzt 21 verringert.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Raum Emden – Norden – Aurich – Wittmund</ref> Die Kommunalreform und bevorstehende Kreisreform wurden zu damaliger Zeit lange debattiert, und insbesondere im Altkreis Norden gab es heftigen Widerstand gegen die drohende Abgabe des eigenen Kreissitzes nach Aurich im Zuge der geplanten Fusion. Der Kreisauflösung gingen jahrelange Verhandlungen und Proteste voran, die sich letztlich als wirkungslos zeigten.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 77</ref>


Im Zuge der niedersächsischen Kommunalreform 1972 kamen auch Twixlum, Wybelsum und Logumer Vorwerk zu Emden, dafür aber die bis dahin zum Landkreis Wittmund gehörenden Gemeinden Roggenstede, Westeraccum, Westeraccumersiel und Westerbur zum Landkreis Norden. Die genannten Orte wurden in die Gemeinden Dornum und Dornumersiel eingegliedert. Insgesamt wurde durch die Kommunalreform die Zahl der Gemeinden des Kreises von 70 im Jahre 1971 auf zuletzt 21 verringert.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden im Raum Emden – Norden – Aurich – Wittmund</ref>
Durch die Kreisreform wurde der Landkreis Norden allen Widerständen zum Trotz jedoch durch Beschluss aus Hannover zum 1. August 1977 in den Landkreis Aurich eingegliedert. Aurich war auch in früheren Zeiten für das ostfriesische politische Geschehen bedeutender als Norden (Standort des Upstalsboom, Sitz der späteren ostfriesischen Grafen bzw. Fürsten, Sitz der Bezirksregierung, Sitz zahlreicher Behörden und Ämter) und zudem nicht in den 1970er in derart schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen wie Norden, was sicherlich bei den Fusionsüberlegungen eine Rolle gespielt haben mag.


Mit Wirkung vom 1. August 1977 wurde der Landkreis Norden in den Landkreis Aurich eingegliedert.<ref>Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982</ref> Norden verlor dadurch seinen Kreissitz. Heute befinden sich nur noch Teile der Kreisverwaltung des Landkreises Aurich in Norden, darunter Außenstellen des Gesundheitsamtes, des Jugendamtes und des Sozialamtes.
Aufgrund der großen Entfernung zum Kreissitz Aurich befinden sich bis heute noch Teile der Kreisverwaltung des (neuen) Landkreis Aurich in Norden, darunter Außenstellen des Gesundheitsamtes, des Jugendamtes, des Straßenverkehrsamtes und des Sozialamtes.  


Der Landkreis Norden galt früher als vergleichsweise wohlhabend, vor allem dank einiger Industriebetriebe in der Stadt Norden wie etwa dem Spirituosenhersteller [[Doornkaat]], der [[Eisenhütte|Norder Eisenhütte]] und der Tabakmanufaktur [[Steinbömer & Lubinus]] sowie aufgrund der Tatsache, dass hierzulande viel fruchtbares [[Marsch|Marschland]] mit guten Ernteerträgen vorliegt. Die Landwirtschaft allerdings beschäftigt heute nur eine deutlich geringere Zahl an Menschen, und auch manche Norder Betriebe sind inzwischen nicht mehr existent. "Doornkaat" etwa wird seit der Übernahme durch den Spirituosenherstellers Berentzen im emsländischen Haselünne hergestellt. Somit gilt das Gebiet des ehemaligen Landkreises Norden heute als strukturschwach mit überdurchschnittlicher Arbeitslosenquote.
== Sonstiges ==
Der Landkreis Norden galt früher als vergleichsweise wohlhabend, vor allem dank einiger Industriebetriebe in der Stadt Norden wie etwa dem Spirituosenhersteller [[Doornkaat]], der [[Eisenhütte|Norder Eisenhütte]] und der Tabakmanufaktur [[Steinbömer & Lubinus]] sowie aufgrund der Tatsache, dass hierzulande viel fruchtbares [[Marsch|Marschland]] mit guten Ernteerträgen vorliegt. Die Landwirtschaft allerdings beschäftigt heute nur eine deutlich geringere Zahl an Menschen, und auch manche Norder Betriebe sind inzwischen nicht mehr existent. Der ''Doornkaat'' etwa wird seit der Übernahme durch den Spirituosenherstellers Berentzen im emsländischen Haselünne hergestellt. Somit gilt das Gebiet des ehemaligen Landkreises Norden heute als strukturschwach mit überdurchschnittlicher Arbeitslosenquote.


Durch die Kreisreform wurde der Landkreis Norden zum 1. August 1977 in den Landkreis Aurich eingegliedert. Aurich war seit jeher für das politische Geschehen bedeutender als Norden (Sitz der ostfriesischen Grafen bzw. Fürsten, Sitz der Bezirksregierung, Sitz zahlreicher Behörden und Ämter, ...) und zudem nicht in den 1970er in derart schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen wie Norden. Dennoch befinden sich auch heute noch Teile der Kreisverwaltung des Landkreis Aurich in Norden, darunter Außenstellen des Gesundheitsamtes, des Jugendamtes, des Straßenverkehrsamtes und des Sozialamtes.
Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen ''NOR'' zugewiesen. Es wurde bis zum 4. April 1978 ausgegeben. Seit dem 15. November 2012 steht es im Zuge der Kennzeichenliberalisierung im Landkreis Aurich zur Verfügung.
[[Datei:Am Markt Marktplatz Polizei Polizist Landkreis Norden Auflösung Demo 1977 01.jpg|mini|Ein [[Polizei Norden|Polizeibeamter]] beobachtet eine Demonstration auf dem [[Marktplatz]] gegen die Auflösung des Landkreises Norden (1977).]]
[[Datei:Sticker.jpg|mini|171x171px|Aufkleber aus der Zeit der Kommunalreform Anfang der 1970er Jahre]]
==Wappen==
Das Wappen wurde am 3. November 1948, also etwa zwei Jahre nach Gründung des Landes Niedersachsen, eingeführt.<ref>[https://www.heraldry-wiki.com/heraldrywiki/wiki/Norden_(kreis) Beschreibung des Kreiswappens auf Heraldywiki], abgerufen am 18. Februar 2021</ref> Es zeigt eine Windmühle (Galerieholländer) wie sie in Ostfriesland und auch in Norden vielfach zu finden war (z.B. die [[Deichmühle]]). Diese Mühle hält ein kleineres Wapper, um die einstige Bedeutung der Mühlen für die Lebensmittelversorgung zu verdeutlichen.


Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen "NOR" zugewiesen. Es wurde bis zum 4. April 1978 ausgegeben. Seit dem 15. November 2012 steht es im Zuge der Kennzeichenliberalisierung im Landkreis Aurich zur Verfügung.
Der Adler im kleinen Wappen entstammt der in Norden einst einflussreichen Häuptlingsfamilie [[Beninga]]. Die um diesen Adler zu sehenden, goldenen Sporenräder entstammen dem Stadtwappen von Norden und sind dem Familienwappen der ebenfalls einst einflussreichen Häuptlingsfamilie [[Idzinga]] entnommen.


==Wappen==
Rechts neben dem Adler ist ein Siel, wahrscheinlich das [[Fridericussiel]] oder das [[Großes Norder Siel|Große Norder Siel]] zu erkennen. Die Wellen und das Siel veranschaulichen die Lage des Landkreises Norden am Meer und die durch die tiefe Lage erforderliche Entwässerung. Die Farben blau und gelb sind die Stadtfarben Nordens und finden sich ebenfalls in dessen Wappen.
Das Wappen wurde am 3. November 1948, also etwa zwei Jahre nach Gründung des Landes Niedersachsen, eingeführt.<ref>[https://www.heraldry-wiki.com/heraldrywiki/wiki/Norden_(kreis) Beschreibung des Kreiswappens auf Heraldywiki], abgerufen am 18. Februar 2021</ref> Es zeigt eine Windmühle (Galerieholländer) wie sie in Ostfriesland und auch in Norden vielfach zu finden war (z.B. die [[Deichmühle]]). Der Adler entstammt dem Wappen der in Norden einst einflussreichen Häuptlingsfamilie [[Beninga]]. Die um den Adler zu sehenden Sporenräder entstammen dem Stadtwappen von Norden und sind dem Familienwappen der ebenfalls einst einflussreichen Häuptlingsfamilie [[Idzinga]] entnommen.


Neben dem Adler ist ein Siel, wahrscheinlich das [[Fridericussiel]] zu erkennen, welches sich auch im Wappen von [[Süderneuland I]] wiederfindet. Die Wellen und das Siel veranschaulichen die Lage des Landkreises Norden am Meer und die durch die tiefe Lage erforderliche Entwässerung. Die Farben blau und gelb sind die Stadtfarben Nordens und finden sich ebenfalls in dessen Wappen.
==Landräte==
*siehe auch: [[Landrat|Landrat (Begriffserläuterung)]]
*siehe auch: [[Amt Norden#Amthauptmänner|Liste der Amtshauptmänner im Amt Norden]]


== Landräte ==
{| class="wikitable"
{| class="wikitable"
|+
|+
!Amtszeit
!Amtszeit
!Vollständiger Name
!Vollständiger Name
!Anmerkung
|-
|-
|1885 - 1891
|1885-1891
|[[Georg Hermann Julius Bodo Friedrich von Borries]]
|[[Georg Hermann Julius Bodo Friedrich von Borries|Georg von Borries]]
|
|-
|-
|1891 - 1894
|1891-1894
|[[Heinrich Karl Schulze-Pelkum]]
|[[Heinrich Karl Schulze-Pelkum|Heinrich Schulze-Pelkum]]
|
|-
|-
|1894 - 1919
|1894-1919
|[[Hermann Friedrich Bayer]]
|[[Hermann Friedrich Bayer|Hermann Bayer]]
|
|-
|-
|1919 - 1921
|1919-1921
|[[Max Wilhelm Ludwig Schede]] (kommissarisch)
|[[Max Wilhelm Ludwig Schede|Max Schede]]
|Kommissarisch.
|-
|-
|1921 - 1941
|1921-1941
|[[Max Wilhelm Ludwig Schede]]
|[[Max Wilhelm Ludwig Schede|Max Schede]]
|
|-
|-
|1941 - 1942
|1941-1942
|[[Ulrich Hühn]]
|[[Ulrich Hühn]]
|
|-
|1942-1943
|[[Henry Picker|Dr. Henry Picker]]
|Zuvor im Führerhauptquartier tätig. Wurde 1943 zum Kriegsdienst einberufen.
|-
|1943-1945
|vakant
|Das Landratsamt wurde vom Leeraner Landrat Windels mitverwaltet.
|-
|1945-1945
|[[Friedrich-Wilhelm Fleischer]]
|Ehemaliger Admiral. Letzter von den Nationalsozialisten eingesetzter Landrat.
|-
|1945-1945
|[[Meint Janssen]]
|Kommissarisch. Wurde nachfolgend [[Oberkreisdirektor]].
|-
|-
|1942 - 1945
|1945-1945
|[[Henry Picker]]
|[[Wessel Georg Nordbeck|Dr. Wessel Nordbeck]]
|Erster (irregulärer) Landrat der Nachkriegszeit.
|-
|-
|1945 - 1946
|1946-1946
|[[Carl Stegmann (1881)|Carl Stegmann]]
|[[Carl Stegmann (1881)|Carl Stegmann]]
|Erster regulärer Landrat der Nachkriegszeit.
|-
|-
|1946 - 1949
|1946-1949
|[[Georg Peters]]
|[[Georg Peters]]
|
|-
|-
|1949 - 1952
|1949-1952
|[[Johann Fischer]]
|[[Johann Fischer]]
|
|-
|-
|1952 - 1956
| 1952-1956
|???
|[[Kuno Behrends]]
|
|-
|-
|1956 - 1964
|1956-1964
|[[Georg Peters]]
|[[Georg Peters]]
|
|-
|-
|1964 - 1972
|1964-1972
|[[Carl Ewen]]
|[[Carl Ewen]]
|
|-
|-
|1972 - 1976
|1972-1976
|[[Georg Peters]]
|[[Georg Peters]]
|
|-
|-
|1976 - 1977
|1976-1977
|[[Hinrich Swieter]]
|[[Hinrich Swieter]]
|Letzter Landrat des Landkreises Norden.
|}
==Oberkreisdirektoren==
*siehe auch: [[Oberkreisdirektor|Oberkreisdirektor (Begriffserläuterung)]]
{| class="wikitable"
!Amtszeit
!Vollständiger Name
!Anmerkung
|-
|1945-1960
|[[Meint Janssen]]
|Erkrankte 1958 schwer und wurde seit 1959 von seinem Nachfolger vertreten.
|-
|1960-1977
|[[Ihno Alberts]]
|War bereits zuvor als Stellvertreter tätig und übernahm bereits ab 1959 die kommissarischen Amtsgeschäfte.
|}
|}


== Einwohnerzahlen ==
==Bevölkerungsentwicklung==
 
* siehe auch: [[Amt Norden#Bevölkerungsentwicklung|Bevölkerungsentwicklung im Amt Norden]]
 
{|
| valign="top" |
{| class="wikitable"
{| class="wikitable"
!Jahr
!Jahr
!Einwohner
!Einwohner
|-
|1885
| align="right" |43.756
|-
|-
|1890
|1890
|33.002
| align="right" |33.002
|-
|-
|1900
|1900
|35.333
| align="right" |35.333
|-
|1905
| align="right" |47.991
|-
|1906
|align="right" |35.271
|-
|-
|1910
|1910
|36.600
| align="right" |36.600
|-
|-
|1925
|1925
|40.527
| align="right" |54.361
|-
|1933
| align="right" |57.465
|-
|-
|1939
|1939
|62.226
| align="right" |60.286
|-
|1946
| align="right" |79.548
|-
|-
|1950
|1950
|83.060
| align="right" |83.069
|-
|1955
| align="right" |76.411
|-
|-
|1960
|1961
|75.000
| align="right" |75.872
|-
|-
|1970
|1970
|82.900
| align="right" |82.871
|-
|-
|1977
|1977
|86.500
| align="right" |86.500
|-
|}
|}
|}


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{| class="wikitable sortable"
{| class="wikitable sortable"
|-
|-
! Gemeinde
!Gemeinde
! eingemeindet<br />nach
! eingemeindet<br />nach
! Datum der<br />Eingemeindung
! Datum der<br />Eingemeindung
|-
|-
| Arle || Großheide || 1. Juli 1972
|Arle||Großheide||1. Juli 1972
|-
|-
| Baltrum || ||
|Baltrum || ||
|-
|-
| Berum || Hage || 1. Juli 1972
|Berum|| Hage||1. Juli 1972
|-
|-
| Berumbur || ||
|Berumbur || ||
|-
|-
| Berumerfehn || Großheide || 1. Juli 1972
|Berumerfehn || Großheide||1. Juli 1972
|-
|-
| Blandorf-Wichte || Hage || 1. Juli 1972
|Blandorf-Wichte||Hage||1. Juli 1972
|-
|-
| Campen || Krummhörn || 1. Juli 1972
|Campen ||Krummhörn||1. Juli 1972
|-
|-
| Canhusen || Hinte || 1. Juli 1972
| Canhusen||Hinte|| 1. Juli 1972
|-
|-
| Canum || Krummhörn || 1. Juli 1972
|Canum||Krummhörn|| 1. Juli 1972
|-
|-
| Cirkwehrum || Hinte || 1. Juli 1972
|Cirkwehrum||Hinte||1. Juli 1972
|-
|-
| Dornum || ||
|Dornum|| ||
|-
|-
| Dornumergrode || Dornumersiel || 1. Juli 1972
|Dornumergrode|| Dornumersiel||1. Juli 1972
|-
|-
| Dornumersiel || ||
|Dornumersiel|| ||
|-
|-
| Eilsum || Krummhörn || 1. Juli 1972
|Eilsum||Krummhörn||1. Juli 1972
|-
|-
| Freepsum || Krummhörn || 1. Juli 1972
|Freepsum || Krummhörn||1. Juli 1972
|-
|-
| Greetsiel || Krummhörn || 1. Juli 1972
|Greetsiel || Krummhörn||1. Juli 1972
|-
|-
| Grimersum || Krummhörn || 1. Juli 1972
| Grimersum||Krummhörn||1. Juli 1972
|-
|-
| Groothusen || Krummhörn || 1. Juli 1972
| Groothusen||Krummhörn||1. Juli 1972
|-
|-
| Groß Midlum || Hinte || 1. Juli 1972
|Groß Midlum|| Hinte||1. Juli 1972
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|-
| Großheide || ||
|Großheide|| ||
|-
|-
| Hage || ||
|Hage|| ||
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|-
| Hagermarsch ||  ||
|Hagermarsch ||  ||
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|-
| Halbemond || ||
|Halbemond|| ||
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|-
| Hamswehrum || Krummhörn || 1. Juli 1972
|Hamswehrum||Krummhörn|| 1. Juli 1972
|-
|-
| Harsweg || Emden || 1. Oktober 1945
| Harsweg || Emden||1. Oktober 1945
|-
|-
| Hinte || ||
|Hinte|| ||
|-
|-
| Jennelt || Krummhörn || 1. Juli 1972
|Jennelt||Krummhörn||1. Juli 1972
|-
|-
| Juist || ||
|Juist|| ||
|-
|-
| Junkersrott || Hagermarsch || 1. Juli 1972
| Junkersrott ||Hagermarsch||1. Juli 1972
|-
|-
| Krummhörn ||  ||
|Krummhörn||  ||
|-
|-
| Larrelt || Emden || 1. Oktober 1945
|Larrelt||Emden||1. Oktober 1945
|-
|-
| Leezdorf ||  ||
|Leezdorf||  ||
|-
|-
| [[Leybuchtpolder]] || Norden || 1. Juli 1972
|[[Leybuchtpolder]]||Norden||1. Juli 1972
|-
|-
| [[Lintelermarsch]] || Norden || 1. Juli 1972
|[[Lintelermarsch]]|| Norden||1. Juli 1972
|-
|-
| Logumer Vorwerk || Emden || 1. Juli 1972
| Logumer Vorwerk||Emden||1. Juli 1972
|-
|-
| Loppersum || Hinte || 1. Juli 1972
|Loppersum||Hinte||1. Juli 1972
|-
|-
| Loquard || Krummhörn || 1. Juli 1972
| Loquard ||Krummhörn||1. Juli 1972
|-
|-
| Lütetsburg || ||
|Lütetsburg|| ||
|-
|-
| Manslagt || Krummhörn || 1. Juli 1972
| Manslagt||Krummhörn|| 1. Juli 1972
|-
|-
| Marienhafe || ||
|Marienhafe|| ||
|-
|-
| Menstede-Coldinne || Großheide || 1. Juli 1972
| Menstede-Coldinne||Großheide||1. Juli 1972
|-
|-
| Nesse || ||
|Nesse|| ||
|-
|-
| Neßmersiel || Nesse || 1. Juli 1972
|Neßmersiel||Nesse||1. Juli 1972
|-
|-
| [[Neuwesteel]] || Norden || 1. Juli 1972
|[[Neuwesteel]]||Norden|| 1. Juli 1972
|-
|-
| Norden || ||
|Norden|| ||
|-
|-
| Norderney ||  ||
|Norderney||  ||
|-
|-
| Osteel || ||
|Osteel|| ||
|-
|-
| Osterhusen || Hinte || 1. Juli 1972
|Osterhusen || Hinte||1. Juli 1972
|-
|-
| [[Ostermarsch]] || Norden || 1. Juli 1972
|[[Ostermarsch]]||Norden||1. Juli 1972
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|-
| Pewsum || Krummhörn || 1. Juli 1972
|Pewsum || Krummhörn||1. Juli 1972
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|-
| Pilsum || Krummhörn || 1. Juli 1972
|Pilsum ||Krummhörn||1. Juli 1972
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|-
| Rechtsupweg || ||
|Rechtsupweg|| ||
|-
|-
| Rysum || Krummhörn || 1. Juli 1972
|Rysum||Krummhörn||1. Juli 1972
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|-
| [[Sandbauerschaft]] || Norden || 1. April 1919
|[[Sandbauerschaft]]||Norden||1. April 1919
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| Schwittersum || Dornum || 1. Juli 1972
|Schwittersum||Dornum ||1. Juli 1972
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| Siegelsum || Upgant-Schott || 1. Juli 1972
|Siegelsum||Upgant-Schott|| 1. Juli 1972
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| [[Süderneuland I]] || Norden || 1. Juli 1972
|[[Süderneuland I]]|| Norden||1. Juli 1972
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| [[Süderneuland II]] || Norden || 1. Juli 1972
|[[Süderneuland II]]||Norden || 1. Juli 1972
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| [[Süderpolder]] || [[Neuwesteel]] || 1. Oktober 1939
| [[Süderpolder]]||[[Neuwesteel]]||1. Oktober 1939
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| Suurhusen || Hinte || 1. Juli 1972
|Suurhusen||Hinte||1. Juli 1972
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| Tjüche || Marienhafe || 1. Juli 1972
|Tjüche||Marienhafe ||1. Juli 1972
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| Twixlum || Emden || 1. Juli 1972
|Twixlum||Emden||1. Juli 1972
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| Upgant-Schott || ||
|Upgant-Schott|| ||
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| Uphusen || Emden || 1. April 1946
|Uphusen||Emden||1. April 1946
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| Upleward || Krummhörn || 1. Juli 1972
|Upleward||Krummhörn|| 1. Juli 1972
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| Uttum || Krummhörn || 1. Juli 1972
|Uttum||Krummhörn||1. Juli 1972
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| Visquard || Krummhörn || 1. Juli 1972
|Visquard ||Krummhörn||1. Juli 1972
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| Westdorf || Nesse || 1. Juli 1972
|Westdorf||Nesse||1. Juli 1972
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| Westerende || Großheide || 1. Juli 1972
|Westerende || Großheide||1. Juli 1972
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| Westerhusen || Hinte || 1. Juli 1972
|Westerhusen || Hinte||1. Juli 1972
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| [[Westermarsch I]] || Norden || 1. Juli 1972
|[[Westermarsch I]]||Norden|| 1. Juli 1972
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| [[Westermarsch II]] || Norden || 1. Juli 1972
|[[Westermarsch II]]||Norden||1. Juli 1972
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| Wirdum || ||
|Wirdum|| ||
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| Woltzeten || Krummhörn || 1. Juli 1972
|Woltzeten||Krummhörn||1. Juli 1972
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| Woquard || Krummhörn || 1. Juli 1972
|Woquard ||Krummhörn||1. Juli 1972
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| Wybelsum || Emden || 1. Juli 1972
|Wybelsum||Emden||1. Juli 1972
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==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==
<references/>
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==Siehe auch==
==Siehe auch==