Hinrich Swieter: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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==Leben==
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Swieter besuchte bis 1956 die Volks- und die Handelsschule. Danach absolvierte er eine Ausbildung und war anschließend als Industriekaufmann bei der EWE in Oldenburg beschäftigt. Im Jahr 1964 trat er der [[SPD Norden|SPD]] bei. Fünf Jahre später wurde er in den SPD-Unterbezirksvorstand Norden gewählt und gehörte nach den durch die Kommunalreform bedingten Umstrukturierungen dem Unterbezirksvorstand Aurich an. Im Jahr 1972 wurde im Zuge der Gebietsreform die bis dahin selbstständige Gemeinde Westermarsch Stadtteil von Norden. Swieter gehörte bis zur Gebietsreform dem Gemeinderat an. Durch die Reform wurde Mitglied im [[Stadtrat|Rat der Stadt Norden]], dem er bis zu seinem Tod angehörte. Außerdem wurde er zum Stellvertretenden Bürgermeister und SPD-Fraktionsvorsitzenden gewählt. 1976 wurde Swieter Landrat des Landkreises Norden, nach der Zusammenlegung der Landkreise Norden und Aurich 1978 Landrat des Landkreises Aurich.<ref name=":0">Simon, Barbara (1996): Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch. Hrsg. vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages. Niedersächsischer Landtag, Hannover, S. 376</ref>
Swieter besuchte bis 1956 die Volks- und die Handelsschule. Danach absolvierte er eine Ausbildung und war anschließend als Industriekaufmann bei der EWE in Oldenburg beschäftigt. Im Jahr 1964 trat er der SPD bei. Fünf Jahre später wurde er in den SPD-Unterbezirksvorstand Norden gewählt und gehörte nach den durch die Kommunalreform bedingten Umstrukturierungen dem Unterbezirksvorstand Aurich an.<ref name=":0" />


Swieter zog am 21. Juni 1982 in den Landtag von Niedersachsen ein, dem er von der zehnten bis zum Ende der zwölften Wahlperiode am 20. Juni 1994 angehörte. Von 1990 bis 1996 war er in dieser Zeit niedersächsischer Landesminister für Finanzen. Swieter war außerdem Vorsitzender des Verwaltungsrates der Kreis- und Stadtsparkasse Norden und Mitglied des Aufsichtsrates der Bremer Landesbank.<ref name=":0" />
Swieter gehörte bis zur Gebietsreform dem Gemeinderat von [[Westermarsch I]] oder [[Westermarsch II]] an. Durch die Reform wurde er Mitglied im [[Stadtrat|Rat der Stadt Norden]], dem er bis zu seinem Tod angehörte. Außerdem wurde er zum Stellvertretenden [[Bürgermeister]] und SPD-Fraktionsvorsitzenden gewählt. 1976 wurde Swieter [[Landrat]] des [[Landkreis Norden|Landkreises Norden]], nach der Zusammenlegung der Landkreise Norden und Aurich 1978 schließlich Landrat des ''neuen'' Landkreises Aurich.<ref name=":0">Simon, Barbara (1996): Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch. Hrsg. vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages. Niedersächsischer Landtag, Hannover, S. 376</ref>
 
Swieter zog am 21. Juni 1982 in den Landtag von Niedersachsen ein, dem er von der zehnten bis zum Ende der zwölften Wahlperiode am 20. Juni 1994 angehörte. Von 1990 bis 1996 war er in dieser Zeit niedersächsischer Landesminister für Finanzen. Swieter war außerdem Vorsitzender des Verwaltungsrates der Kreis- und Stadtsparkasse Norden und Mitglied des Aufsichtsrates der Bremer Landesbank.<ref name=":0" /> Insbesondere in seinem Amt als Finanzminister setzte er sich sehr für die Belange seiner Heimat ein, insbesondere durch die Förderung von Projekten wie dem Bau der [[Dr. Becker Klinik]].<ref name=":1">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 101</ref>
 
Am 29. Oktober 1996 trat Swieter überraschend ''"aus Respekt vor dem Amt''" zurück, nachdem eine 59-jährige Norderneyerin der Nötigung bezichtigte. Swieter wies die Vorwürfe als ''"absurd und haltlos"'' zurück, die Staatsanwaltschaft Aurich stellte das Verfahren gegen ihn wenig später ein. Daraufhin wird er am 27. November des Jahres erneut im Amt als Landrat wiedergewählt.<ref name=":1" />


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Aktuelle Version vom 22. August 2021, 18:40 Uhr

Hinrich "Hinni" Swieter (* 28. Juni 1939 in Grimersum; † 19. Juli 2002 in Norden) war ein bedeutender Politiker (SPD). Er war Landrat des Landkreises Aurich und niedersächsischer Finanzminister.

Leben

Swieter besuchte bis 1956 die Volks- und die Handelsschule. Danach absolvierte er eine Ausbildung und war anschließend als Industriekaufmann bei der EWE in Oldenburg beschäftigt. Im Jahr 1964 trat er der SPD bei. Fünf Jahre später wurde er in den SPD-Unterbezirksvorstand Norden gewählt und gehörte nach den durch die Kommunalreform bedingten Umstrukturierungen dem Unterbezirksvorstand Aurich an.[1]

Swieter gehörte bis zur Gebietsreform dem Gemeinderat von Westermarsch I oder Westermarsch II an. Durch die Reform wurde er Mitglied im Rat der Stadt Norden, dem er bis zu seinem Tod angehörte. Außerdem wurde er zum Stellvertretenden Bürgermeister und SPD-Fraktionsvorsitzenden gewählt. 1976 wurde Swieter Landrat des Landkreises Norden, nach der Zusammenlegung der Landkreise Norden und Aurich 1978 schließlich Landrat des neuen Landkreises Aurich.[1]

Swieter zog am 21. Juni 1982 in den Landtag von Niedersachsen ein, dem er von der zehnten bis zum Ende der zwölften Wahlperiode am 20. Juni 1994 angehörte. Von 1990 bis 1996 war er in dieser Zeit niedersächsischer Landesminister für Finanzen. Swieter war außerdem Vorsitzender des Verwaltungsrates der Kreis- und Stadtsparkasse Norden und Mitglied des Aufsichtsrates der Bremer Landesbank.[1] Insbesondere in seinem Amt als Finanzminister setzte er sich sehr für die Belange seiner Heimat ein, insbesondere durch die Förderung von Projekten wie dem Bau der Dr. Becker Klinik.[2]

Am 29. Oktober 1996 trat Swieter überraschend "aus Respekt vor dem Amt" zurück, nachdem eine 59-jährige Norderneyerin der Nötigung bezichtigte. Swieter wies die Vorwürfe als "absurd und haltlos" zurück, die Staatsanwaltschaft Aurich stellte das Verfahren gegen ihn wenig später ein. Daraufhin wird er am 27. November des Jahres erneut im Amt als Landrat wiedergewählt.[2]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Simon, Barbara (1996): Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch. Hrsg. vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages. Niedersächsischer Landtag, Hannover, S. 376
  2. 2,0 2,1 Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 101

Siehe auch