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An der Welle ist eine [[Gemeindestraße]] in | '''An der Welle''' ist eine [[Gemeindestraße]] in [[Norden (Stadtteil) |Norden]]. Die Straße grenzt nordwestlich an die [[Alleestraße]] und [[Martensdorf]] und führt nach einem kurzen südlichen Verlauf in Richtung Osten, wo sie an die [[Knyphausenstraße]] und die [[Mackeriege]] grenzt. Südwestlich grenzt die Straße [[Selden Rüst]] an. | ||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
===Herkunft des Namens=== | ===Herkunft des Namens=== | ||
In dieser Straße | In dieser Straße gab es ein Grundstück (vermutlich dort, wo heute die Hausnummer 13 und 14 stehen) auf welchem das Wasser aus der Erde hervorsprudelte, sich sammelte und einer unterirdischen Wasserader entstammt, nach der letztlich die ganze Straße benannt wurde. ''Well(e)'' ist ein niederdeutsches Wort für ''Quelle''. Korrekt müsste die Straße eigentlich ''An der Quelle'' oder ''An t'Well'' heißen.<ref>[https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamenkarte Historische Flurnamensammlung] der Ostfriesischen Landschaft</ref> | ||
===Entwicklung=== | ===Entwicklung=== | ||
Die Straße existierte bereits vor 1870, wie Daten der preußischen Grundsteuervermessung aus dieser Zeit darlegen.<ref>Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)</ref> Der Straßenverlauf hat sich seit mindestens 1895 nicht geändert.<ref>Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> | Die Straße existierte bereits vor 1870, wie Daten der preußischen Grundsteuervermessung aus dieser Zeit darlegen.<ref>Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)</ref> Der Straßenverlauf hat sich seit mindestens 1895 nicht geändert.<ref name=":0">Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)</ref> Wahrscheinlich gehört sie jedoch zu den ältesten Straßen der Stadt, wenn man an die Wichtigkeit einer Wasserversorgung für einen jeden Ort denkt. | ||
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Wie aus dem Adressbuch der [[Sandbauerschaft]] von 1912 hervorgeht, trug die Straße bereits in dieser Zeit ihren bis heute erhaltenen Namen.<ref>Lottmann, Elfriede (1998): ''Fast vergessen: Die Sandbauerschaft.'' In: ''Heim und Herd'' im Ostfriesischen Kurier (April 1998)</ref> | |||
Im [[Eingemeindungsvertrag]] von 1919 zwischen der [[Stadt Norden]] und der [[Sandbauerschaft]] wurde festgehalten, dass die Straße zeitnah befestigt werden soll.<ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 60</ref> | |||
In früheren Zeiten war An der Welle auch Teil des sogenannten [[Dodentwenter]], einem Leichenweg, über den die Verstorbenen aus der [[Westermarsch]] zum [[Alter Friedhof|Alten Friedhof]] überführt wurden. Bis 1925 diente ein Nebenraum im [[Lentzhof]] als ''Übergangsleichenhalle''. Die Verstorbenen wurden zunächst hierher transportiert und dann im Lentzhof auf den städtischen Leichenwagen umgebettet. Von da an erfolgte dann die Verbringung auf den [[Neuer Friedhof|städtischen Friedhof]].<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 204</ref> | |||
==Gebäude und Plätze== | ==Gebäude und Plätze== | ||
Die Straße besteht ausschließlich aus Wohnhäusern. | Die Straße besteht ausschließlich aus Wohnhäusern. Noch 1895 gab es hier nur ein Haus.<ref name=":0" /> | ||
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Datei:An der Welle - 08112008.jpg|Blick in die Straße - Aufnahme vom 8. November 2008. | |||
Datei:An der Welle - 19042009.jpg|Blick in die Straße in Richtung [[Mackeriege]] - Aufnahme vom 19. April 2009. | |||
Datei:An der Welle 1 - 10072016.jpg|Vor Fertigstellung Gebäude Nr. 1 - Aufnahme vom 10. Juli 2010. | |||
Datei:An der Welle 2 - 24022018.jpg|An der Welle 2 - Aufnahme vom 24. Februar 2018. | |||
Datei:An der Welle 6 - 21032010.jpg|An der Welle 6 - vor Abriss - Aufnahme vom 21. März 2010. | |||
Datei:An der Welle - 17072010.jpg|Nach Abriss von Gebäude Nr. 6 - Aufnahme vom 17. Juli 2010. | |||
Datei:An der Welle 6 - 21112010.jpg|Fertigstellung Gebäude Nr. 6 - Aufnahme vom 21. November 2010. | |||
Datei:An der Welle - 03042005.jpg|Neubau Gebäude Nr. 9 - Aufnahme vom 3. April 2005. | |||
Datei:An der Welle - 28072003.jpg|Neubau Gebäude Nr. 10 - Aufnahme vom 28. Juli 2003. | |||
Datei:Westgaste An der Welle 13 um 1950 01.jpg|An der Welle 13 (ehem. Familie Lührs) - Aufnahme um 1950. | |||
Datei:An der Welle - 17072005.jpg|Blick in die Straße in Richtung [[Alleestraße]] - Aufnahme vom 17. Juli 2005. | |||
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==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||
Aktuelle Version vom 4. Dezember 2025, 10:46 Uhr
An der Welle | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Stadtteil/-viertel | Norden |
| Erschließungsjahr | vor 1255 |
| Namensgebung | um oder vor 1912 |
| Historische Namen | An t'Well |
An der Welle ist eine Gemeindestraße in Norden. Die Straße grenzt nordwestlich an die Alleestraße und Martensdorf und führt nach einem kurzen südlichen Verlauf in Richtung Osten, wo sie an die Knyphausenstraße und die Mackeriege grenzt. Südwestlich grenzt die Straße Selden Rüst an.
Geschichte
Herkunft des Namens
In dieser Straße gab es ein Grundstück (vermutlich dort, wo heute die Hausnummer 13 und 14 stehen) auf welchem das Wasser aus der Erde hervorsprudelte, sich sammelte und einer unterirdischen Wasserader entstammt, nach der letztlich die ganze Straße benannt wurde. Well(e) ist ein niederdeutsches Wort für Quelle. Korrekt müsste die Straße eigentlich An der Quelle oder An t'Well heißen.[1]
Entwicklung
Die Straße existierte bereits vor 1870, wie Daten der preußischen Grundsteuervermessung aus dieser Zeit darlegen.[2] Der Straßenverlauf hat sich seit mindestens 1895 nicht geändert.[3] Wahrscheinlich gehört sie jedoch zu den ältesten Straßen der Stadt, wenn man an die Wichtigkeit einer Wasserversorgung für einen jeden Ort denkt.
Wie aus dem Adressbuch der Sandbauerschaft von 1912 hervorgeht, trug die Straße bereits in dieser Zeit ihren bis heute erhaltenen Namen.[4]
Im Eingemeindungsvertrag von 1919 zwischen der Stadt Norden und der Sandbauerschaft wurde festgehalten, dass die Straße zeitnah befestigt werden soll.[5]
In früheren Zeiten war An der Welle auch Teil des sogenannten Dodentwenter, einem Leichenweg, über den die Verstorbenen aus der Westermarsch zum Alten Friedhof überführt wurden. Bis 1925 diente ein Nebenraum im Lentzhof als Übergangsleichenhalle. Die Verstorbenen wurden zunächst hierher transportiert und dann im Lentzhof auf den städtischen Leichenwagen umgebettet. Von da an erfolgte dann die Verbringung auf den städtischen Friedhof.[6]
Gebäude und Plätze
Die Straße besteht ausschließlich aus Wohnhäusern. Noch 1895 gab es hier nur ein Haus.[3]
Galerie
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Blick in die Straße - Aufnahme vom 8. November 2008.
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Blick in die Straße in Richtung Mackeriege - Aufnahme vom 19. April 2009.
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Vor Fertigstellung Gebäude Nr. 1 - Aufnahme vom 10. Juli 2010.
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An der Welle 2 - Aufnahme vom 24. Februar 2018.
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An der Welle 6 - vor Abriss - Aufnahme vom 21. März 2010.
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Nach Abriss von Gebäude Nr. 6 - Aufnahme vom 17. Juli 2010.
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Fertigstellung Gebäude Nr. 6 - Aufnahme vom 21. November 2010.
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Neubau Gebäude Nr. 9 - Aufnahme vom 3. April 2005.
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Neubau Gebäude Nr. 10 - Aufnahme vom 28. Juli 2003.
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An der Welle 13 (ehem. Familie Lührs) - Aufnahme um 1950.
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Blick in die Straße in Richtung Alleestraße - Aufnahme vom 17. Juli 2005.
Einzelnachweise
- ↑ Historische Flurnamensammlung der Ostfriesischen Landschaft
- ↑ Preußische Grundsteuervermessung (ca. 1870)
- ↑ 3,0 3,1 Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)
- ↑ Lottmann, Elfriede (1998): Fast vergessen: Die Sandbauerschaft. In: Heim und Herd im Ostfriesischen Kurier (April 1998)
- ↑ Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 60
- ↑ Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 204