Conerusspeicher: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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==Conerusspeicher==
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26506 Norden
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Der '''Conerusspeicher''' ist ein denkmalgeschütztes, ehemaliges Lagerhaus (Speicher) an der [[Heringstraße]] 4. Er wurde vom damaligen Norder Bürgermeister [[Peter Conerus|Peter Friedrich Conerus]] erbaut und nach ihm benannt.
Der '''Conerusspeicher''' ist ein denkmalgeschütztes, ehemaliges Lagerhaus (Speicher bzw. Packhaus) an der [[Heringstraße]] 4.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmale_in_Norden Liste der Baudenkmale in Norden], abgerufen am 11. November 2021</ref>
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==Geschichte==
Der Speicher wurde 1808 errichtet und lange Jahre als solcher genutzt. Er wurde vom damaligen Norder Bürgermeister [[Peter Conerus|Peter Friedrich Conerus]] erbaut und nach ihm benannt.
 
Spätestens seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Packhaus vom [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdischen]] Kaufmann [[Mayer Aschendorff]] zu Lagerzwecken genutzt. Dieser handelte seinerzeit mit Altwaren, Eisenwaren und Rohprodukten.<ref>[https://www.alemannia-judaica.de/norden_synagoge.htm Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Norden] auf Alemannia Judaica, abgerufen am 30. April 2022</ref> Wie alle Juden in Norden wurde wohl auch Aschendorff bis 1938 von den Nationalsozialisten enteignet.


==Geschichte==
In den 1970er Jahren befand sich in dem Speicher die Möbelhandlung ''Möbel Aissen''.<ref>Kommentar von Inka Aissen-Reddingius unter dem [https://www.facebook.com/photo/?fbid=8752570034767949&set=g.403157474761079 facebook]-Beitrag vom 26. November 2022</ref>
Der Speicher wurde 1808 errichtet und lange Jahre als solcher genutzt. Wie viele alte Bauten Nordens verfiel auch der Conerusspeicher in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sodass sich der 1981 gegründete [[Arbeitskreis für Stadterneuerung]], ein sich dem Denkmalschutz verschriebener Verein, für den Erhalt des Speichers einsetzte.


Der Verein schloss noch im gleichen Jahr einen Pachtvertrag für das Gebäude ab. Anschließend renovierte der Arbeitskreis das Gebäude und wandelte es in ein Werkstatt- und Atelierhaus für Künstler um.
In den Folgejahren verfiel das historische Gebäude, sodass sich der 1981 gegründete [[Arbeitskreis für Stadterneuerung]], ein sich dem Denkmalschutz verschriebener Verein, für den Erhalt des Speichers einsetzte. Der Verein schloss noch im gleichen Jahr einen Pachtvertrag für das Gebäude ab. Anschließend renovierte der Arbeitskreis das Gebäude und wandelte es in ein Werkstatt- und Atelierhaus für Künstler um.


Das Gebäude ist in der Regel zweimal im Jahr öffentlich zugänglich: Während der in jedem Jahr unter einem anderen Motto stehenden "Packhaustage" zeigen die Künstler, die in dem Haus arbeiten oder Mitglied des Trägervereins sind, ihre Werke.<ref>[https://www.oz-online.de/-news/artikel/34433/Im-Mittelpunkt-steht-dieses-Mal-Spielzeug Online-Bericht der Ostfriesen-Zeitung vom 17. November 2010</ref> Die zweite Gelegenheit, das Gebäude zu besichtigen, besteht alljährlich im September beim Tag des offenen Denkmals.
Das Gebäude ist in der Regel zweimal im Jahr öffentlich zugänglich: Während der in jedem Jahr unter einem anderen Motto stehenden ''Packhaustage'' zeigen die Künstler, die in dem Haus arbeiten oder Mitglied des Trägervereins sind, ihre Werke.<ref>[https://www.oz-online.de/-news/artikel/34433/Im-Mittelpunkt-steht-dieses-Mal-Spielzeug Online-Bericht der Ostfriesen-Zeitung vom 17. November 2010], abgerufen am 9. April 2021</ref> Die zweite Gelegenheit, das Gebäude zu besichtigen, besteht alljährlich im September beim ''Tag des offenen Denkmals''.
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==Beschreibung==
==Beschreibung==
Der Speicher wurde als schmaler, langgestreckter, dreigeschossiger Backsteinbau erbaut. Die originalen Holzbalkendecken und die mittige Stützenreihe sind bis heute erhalten.<ref>[https://web.archive.org/web/20150908233329/https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/laender/ni/259/11085/ Baubeschreibung zum "Tag des offenen Denkmals"] abgerufen am 9. April 2021</ref>
Der Speicher wurde als schmaler, langgestreckter, dreigeschossiger Backsteinbau erbaut. Die originalen Holzbalkendecken und die mittige Stützenreihe sind bis heute erhalten.<ref>[https://web.archive.org/web/20150908233329/https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/laender/ni/259/11085/ Baubeschreibung zum "Tag des offenen Denkmals"] abgerufen am 9. April 2021</ref>
==Galerie==
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Datei:Steenbalgen im Hintergrund Conerusspeicher unbekanntes Datum (1101191) MZ.jpg|Die alte Lohne ''[[Steenbalgen]]'' mit Blick zum Conerusspeicher (undatierte Aufnahme).
Datei:Heringstraße Packhaus Conerusspeicher um 1985 01.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1985.
Datei:Heringstrasse Conerusspeicher 11052003.jpg|Aufnahme vom 11. Mai 2003.
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==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==
<references />
<references/>


==Siehe auch==
==Siehe auch==
*[[Coneruslohne]]
*[[Coneruslohne]]
*[[Osterstraße 11 A]]


[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]

Aktuelle Version vom 8. Dezember 2025, 08:17 Uhr

Conerusspeicher

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Basisdaten
Entstehungszeit 1808
Erbauer Peter Friedrich Conerus
Bauweise Ziegelsteinbau
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Heringstraße 4

26506 Norden

Der Conerusspeicher ist ein denkmalgeschütztes, ehemaliges Lagerhaus (Speicher bzw. Packhaus) an der Heringstraße 4.[1]

Geschichte

Der Speicher wurde 1808 errichtet und lange Jahre als solcher genutzt. Er wurde vom damaligen Norder Bürgermeister Peter Friedrich Conerus erbaut und nach ihm benannt.

Spätestens seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Packhaus vom jüdischen Kaufmann Mayer Aschendorff zu Lagerzwecken genutzt. Dieser handelte seinerzeit mit Altwaren, Eisenwaren und Rohprodukten.[2] Wie alle Juden in Norden wurde wohl auch Aschendorff bis 1938 von den Nationalsozialisten enteignet.

In den 1970er Jahren befand sich in dem Speicher die Möbelhandlung Möbel Aissen.[3]

In den Folgejahren verfiel das historische Gebäude, sodass sich der 1981 gegründete Arbeitskreis für Stadterneuerung, ein sich dem Denkmalschutz verschriebener Verein, für den Erhalt des Speichers einsetzte. Der Verein schloss noch im gleichen Jahr einen Pachtvertrag für das Gebäude ab. Anschließend renovierte der Arbeitskreis das Gebäude und wandelte es in ein Werkstatt- und Atelierhaus für Künstler um.

Das Gebäude ist in der Regel zweimal im Jahr öffentlich zugänglich: Während der in jedem Jahr unter einem anderen Motto stehenden Packhaustage zeigen die Künstler, die in dem Haus arbeiten oder Mitglied des Trägervereins sind, ihre Werke.[4] Die zweite Gelegenheit, das Gebäude zu besichtigen, besteht alljährlich im September beim Tag des offenen Denkmals.

Beschreibung

Der Speicher wurde als schmaler, langgestreckter, dreigeschossiger Backsteinbau erbaut. Die originalen Holzbalkendecken und die mittige Stützenreihe sind bis heute erhalten.[5]

Galerie

Einzelnachweise

  1. Liste der Baudenkmale in Norden, abgerufen am 11. November 2021
  2. Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Norden auf Alemannia Judaica, abgerufen am 30. April 2022
  3. Kommentar von Inka Aissen-Reddingius unter dem facebook-Beitrag vom 26. November 2022
  4. Online-Bericht der Ostfriesen-Zeitung vom 17. November 2010, abgerufen am 9. April 2021
  5. Baubeschreibung zum "Tag des offenen Denkmals" abgerufen am 9. April 2021

Siehe auch