Hinrich Donner: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| (Eine dazwischenliegende Version desselben Benutzers wird nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
'''Hinrich Donner''' (* 21. Dezember 1895 in Norden; † 2. Februar 1972 ebenda) war von 1959 bis 1961 [[Liste der Bürgermeister der Stadt Norden|Bürgermeister der Stadt Norden]].<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden - Handel und Wandel, Norden</ref> Nach ihm ist die [[Bürgermeister-Donner-Straße]] in [[Vierzig Diemat]] benannt | |||
'''Hinrich Donner''' (* 1895 | |||
== Leben == | |||
Donner erlernte ursprünglich den Beruf des Schriftsetzers und blieb diesem Handwerk bis zu seiner Rente treu. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde er zum Kriegsdienst einberufen, aus dem er jedoch körperlich unversehrt zurückkehrte. Noch im letzten Kriegsjahr wurde er politisch aktiv und 1930 erstmals für die [[SPD Norden|Sozialdemokraten]] in den [[Stadtrat]] gewählt.<ref name=":1" /><ref name=":0" /> Hier setzte er sich insbesondere für die Verbesserung der Bildungsmöglichkeiten für junge Menschen ein.<ref name=":0">Zeitzeugenbefragung vom 15. September 2021</ref> | |||
Nach der Machtergreifung musste er wegen seiner Zugehörigkeit zur SPD von seinen politischen Ämtern zurücktreten. Seine Ablehnung gegenüber den neuen Machthabern zeigte er mehr oder weniger offen, sodass er nach dem gescheiterten Stauffenberg-Attentat im Juli 1944 mit weiteren seiner Genossen verhaftet und in das KZ Neuengamme deportiert wurde.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 117</ref> Auch dieses einschneidende Erlebnis überlebte er. | |||
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde er einer der ersten Mitglieder des neuen Norder Stadtrats und arbeitete zunächst für die ''Ostfriesische Rundschau'' und - nachdem diese ihren Betrieb einstellte - für den [[Ostfriesischer Kurier|Ostfriesischen Kurier]]. 1946 war er auch Gründungsmitglied der neu gegründeten Norder SPD. Darüber hinaus gehörte er von 1945 bis 1956 dem Kreistag des [[Landkreis Norden|Landkreises Norden]] an.<ref name=":0" /> | |||
1956 wurde er zunächst stellvertretender und 1959 schließlich regulärer [[Bürgermeister]] von Norden. Die Eingemeindungen des Jahres 1972 erlebte er nicht mehr, er verstarb am 2. Februar des Jahres und wurde auf dem [[Parkfriedhof]] in [[Ostlintel]] beigesetzt.<ref>[https://www.grabsteine-ostfriesland.de/grabstein/27850/Hinrich-Donner--Norden-neuer+Friedhof Grabsteine Ostfriesland], abgerufen am 9. März 2021</ref> | |||
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == | ||