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==Behrendssche Villa==
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|Entstehungszeit
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|[[Steinbömer & Lubinus]]
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|westlich [[Neuer Weg]] 119
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26506 Norden
26506 Norden
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Die '''Behrendssche Villa''' gehörte ursprünglich zum Betriebskomplex der Tabakmanufaktur [[Steinbömer & Lubinus]]. Seinen Namen hat das Gebäude von der Firma [[Onno Behrends Tee]], die das vorgenannte Unternehmen 1917 erwarb.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 58</ref> Heute befindet sich hier ein Seminarhaus der [[Kreisvolkshochschule Norden]].<ref>[https://kvhs-norden.de/ueberuns/seminarhaus/ Internetseite der KVHS Norden], abgerufen am 4. Juni 2021</ref>
Die '''Behrendssche Villa''' war ursprünglich ein Häuptlingssitz und gehörte fast 150 Jahre zum Betriebskomplex der Tabakmanufaktur ''[[Steinbömer & Lubinus]].'' Seinen bis heute gängigen Namen hat das Gebäude von der Firma [[Onno Behrends Tee]], die Tabakmanufaktur und die dazugehörigen Gebäude 1917 erwarb.
 
Die ''Behrendssche Villa'' darf nicht mit der ''[[Villa Wadi Kisan]]'' vertauscht werden, die [[Onno Behrends]] an der [[Bahnhofstraße]] erbaute.
__TOC__
==Geschichte==
Ursprünglich war das Gebäude eine Nebenresidenz des [[Ostfriesische Häuptlinge|Häuptlingsgeschlechts]] ''von Werdum und Gödens''. [[Almut Elisabeth von Diepenbrock]] als Witwe des letzten lebenden Angehörigen dieses Geschlechts, hinterließ es ihrer Tochter [[Katharina Elisabeth Gisbertha von Diepenbrock|Katharina Elisabeth Gisbertha]]. Diese heiratete in das Adelsgeschlecht derer von Botlenburg-Kessel, blieb jedoch kinderlos und vermachte das Anwesen deshalb ihrer Kammerzofe. Diese wiederum veräußerte es weiter und auch in der Folgezeit wechselte es innerhalb kürzester Zeit mehrfach den Besitzer, ehe es 1751 schließlich in den Besitz der Familie Grems kam.''<ref name=":0">Behrends, Berend-Heiko (1969): Zwei Jahrhunderte Steinbömer Tabak, Norden, S. 8</ref>''
 
Am 21. Januar 1771 erwarb die junge Tabakmanufaktur ''[[Steinbömer & Lubinus]]'' ein Nebengebäude des Anwesens bei einer Auktion im [[Weinhaus]] aus dem Nachlass der Witwe des Bürgermeisters [[Thomas Hermann Wichmann Grems|Hermann Wichmann Grems.]]<ref name=":0" /><ref>Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 59</ref> Die Villa, die zu dieser Zeit noch die Anschrift ''[[Süderkluft]], 5. [[Rott]], Nr. 226'' trug, wurde jedoch von dem Müller [[Reentje Janssen]] erworben, der die Tabakfabrikanten überbot. Diese nahmen daher Verhandlungen mit Janssen auf, da sie großes Interesse an er strategisch günstigen Lage des Hauses hatten. Am 11. Februar 1771 kaufen sie es ihm schließlich für die beträchtliche Summe von 5.279 Goldgulden ab, wobei Janssen selbst ihnen ein großzügiges Darlehen von 10.000 Goldgulden gewährt.''<ref name=":0" />'' Das Anwesen wurde fortan zur Keimzelle des Unternehmens, sowohl dazugehörige Gebäude als auch ein neugebautes Packhaus rundeten das Fabrikgelände bald ab.
 
Seinen bis heute gängigen Namen hat das Gebäude von der Firma [[Onno Behrends Tee]], die Tabakmanufaktur und die dazugehörigen Gebäude 1917 erwarb.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 58</ref> Von 1975 bis zur Übernahme durch die [[Kreisvolkshochschule Norden]] (spätestens 1981)<ref>Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 62</ref>, welche das Gebäude heute für Seminare nutzt, war es im Besitz des Kaufmanns [[Ewald Arends]].<ref>[https://kvhs-norden.de/ueberuns/seminarhaus/ Internetseite der KVHS Norden], abgerufen am 4. Juni 2021</ref><ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 98</ref>
 
==Beschreibung==
Der zweigeschössige, traufständige Backsteinbau mit Sandsteingesims unter Halbwalmdach weist deutliche Eigenschaften der Häuser des 16. Jahrhunderts auf. An der Rücktraufe finden sich Reste der ursprünglichen Fenster. Mit dem Bau des Packhauses 1786 durch [[Steinbömer & Lubinus]] wird das Haus umgebaut und erweitert. Die Steintafel über einer Eingangstür trägt die lateinische Inschrift: ''Per Dei Gratiam nostrosque labores extruxismus.'' Übersetzt bedeutet dies: ''Durch Gottes Güte und unsere Mühe haben wir dieses hier errichtet.''<ref>Behrends, Berend-Heiko (1969): Zwei Jahrhunderte Steinbömer Tabak, Norden, S. 12</ref>
 
==Galerie==
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Datei:Behrendssche Villa Behrends WBZ 1982 (0313087) MZ.jpg|Aufnahme von 1982.
Datei:Neuer Weg 120 01062013 1.jpg|Aufnahme vom 1. Juni 2013.
Datei:Neuer Weg 120 01062013 2.jpg|Aufnahme vom 1. Juni 2013. Mittig über der Tür die Steintafel mit der unter ''Beschreibung'' erläuterten Inschrift.
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==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==
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==Siehe auch==
==Siehe auch==
*[[Kettler'sches Haus]]
*[[Villa Wilken]]
*[[Villa Wadi Kisan]]


[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]