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	<title>Norder Stadtgeschichte - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-17T12:10:32Z</updated>
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		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Norder_Platt&amp;diff=38971</id>
		<title>Norder Platt</title>
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		<updated>2023-09-17T19:17:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: /* Besondere Merkmale des Norder Platt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als &#039;&#039;&#039;Norder Platt&#039;&#039;&#039; bezeichnet man die Varietät des Ostfriesischen Niederdeutsch, die sich in der [[Stadt Norden]] und den umliegenden Gebieten des [[Norderland|Norderlandes]] seit dem Mittelalter entwickelt hat und bis heute gesprochen wird. Durch die Randlage und verschiedene Einflüsse spricht man im Norderland ein Platt, das sich von demjenigen im restlichen Ostfriesland in einigen charakteristischen Merkmalen unterscheidet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geografische Verbreitung==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baltrum Schild.jpg|mini|Infotafel auf Baltrum mit der fürs Norder Platt charakteristischen Wortvariante &#039;&#039;ne&#039;&#039; statt dem im übrigen Ostfriesland gebräuchlichen &#039;&#039;neet&#039;&#039; oder &#039;&#039;nich&#039;&#039;.]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Norder Platt&#039;&#039; dient naturgemäß zur Bezeichnung der in der Stadt gesprochenen niederdeutschen Sprache (Norder Platt im engeren Sinne).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bezeichnet weiterhin aber auch die Besonderheiten der plattdeutschen Varietäten, in welchen sich die Ortsdialekte im überwiegenden Gebiet des [[Altkreis Norden|Altkreises Norden]] bzw. des historischen Norderlandes (Gegenden um Hage, Berum, Großheide und Arle sowie diejenigen südlich von der Stadt Norden im Brookmerland) allesamt ähneln. Auch die durch die räumliche Nähe zur Stadt Norden hin orientierten Inseln Juist, Norderney und Baltrum teilen viele Besonderheiten des Norder Platt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutliche Unterschiede existieren aber bereits zum Krummhörner Platt, das sich eher zur Emder Variante orientiert, obwohl die Krummhörn ebenfalls Teil des ehemaligen Landkreises Norden (nicht aber des Norderlandes) gewesen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur, Veröffentlichungen, Autoren==&lt;br /&gt;
Das ostfriesische Plattdeutsch ist, im Vergleich zum Niederdeutschen überhaupt, welches seit langer Zeit in vielen norddeutschen (und nordniederländischen) Regionen von der jeweiligen Dachsprache verdrängt wird, noch in einem verhältnismäßig lebendigen Zustand. Es existiert eine reiche Literatur in ostfriesischem Platt. Speziell das Norder Platt ist dabei erkennbar unterrepräsentiert. Dies ist wichtig zu wissen, da ein Großteil der regionalen Literatur von Autoren aus dem Raum Leer stammt und daher möglicherweise ein falsches Bild vermitteln kann. Es existiert bisher keine zusammenhängende Darstellung aller Besonderheiten des Norder Platt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Autoren, die unter anderem im Norder Platt (im weiteren Sinne) schreiben oder geschrieben haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wilfriede Aden-Bakker (* 1943 im Harlingerland, + 2017 in Norden)&lt;br /&gt;
*Rudolf Bielefeld (* 1867, + 1933)&lt;br /&gt;
*Else Bontjes (* um 1950 in Osteel)&lt;br /&gt;
*Edzard Conring (* 1928, + 2012)&lt;br /&gt;
*[[Arend Dreesen]] (* 1883 in Norden, + 1928 in Norden)&lt;br /&gt;
*August Dreesen&lt;br /&gt;
*Willrath Dreesen&lt;br /&gt;
*Gitta Franken&lt;br /&gt;
*Fooke Hoissen Müller (* 1798 in Aurich, + 1856 in Berlin)&lt;br /&gt;
*[[Frerich Hokema]] (* 1897 in Norden, + 1984)&lt;br /&gt;
*Frank Jakobs (Norden), veröffentlicht u. a. Hörbeiträge beim Norddeutschen Rundfunk&lt;br /&gt;
*Ludwig Kimme (* 1907 in Grieth, + 1984 in Norden)&lt;br /&gt;
*Jan (Johann) Meiners (* 1908 in Bant, + 1998 in Visquard)&lt;br /&gt;
*Johann Rabenstein (Großheide)&lt;br /&gt;
*Marieluise Stolper (* 1947 auf Juist)&lt;br /&gt;
*Christof Wehking (* 1924 in Norden, + 2004 in Malente)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Besondere Merkmale des Norder Platt==&lt;br /&gt;
Das Gebiet um Norden lässt sich linguistisch grob der nordöstlichen Hälfte des ostfriesischen Platt zuordnen. Davon zu unterscheiden ist die südwestliche Hälfte (Krummhörn, Emden, Landkreis Leer). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Betrifft die Aussprache====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sprachlich weniger komplexe Realisierung einiger Langvokale (grob: einfacher, weniger Diphthonge oder gar Triphthonge, weniger Überlängen)&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Lücht, S. 38, Tab. 2, „Dollart-Linie“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel: &#039;&#039;School&#039;&#039;, realisiert im Norder Platt als &amp;quot;Schgoul&amp;quot;, im Gegensatz dazu Krummhörn &amp;quot;Schgaul&amp;quot;, Leer &amp;quot;Schgeaul&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel: Norderney, auf platt konventionell und einheitlich geschrieben als &#039;&#039;Nörderneei&#039;&#039; (Bestandteile &#039;&#039;Nörden&#039;&#039; &amp;quot;Norden&amp;quot;, &#039;&#039;neei&#039;&#039; &amp;quot;neu&amp;quot;, letzteres Wort in großen Teilen Ostfrieslands lautlich realisiert als Triphthong wie &#039;&#039;*neeäi&#039;&#039;); wurde nach Protesten aus der Norderneyer Bevölkerung auf dem zweisprachigen Ortsschild allerdings angepasst an die lokale Aussprachevariante, welche auch derjenigen des Norder Platt entspricht: &#039;&#039;Nördernee&#039;&#039; (realisiert mit Diphthong &#039;&#039;-*neei&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Überlänge in der Konjugation tritt nördlich der Leybuchtlinie meist nicht auf.&lt;br /&gt;
*Sonderfall: &#039;&#039;Arvt&#039;&#039; (Erbse), ostfrieslandweit einheitliche Schreibweise, aber im Norder Platt gesprochen wie &#039;&#039;*Aart&#039;&#039;, im Gegensatz dazu im südlichen Ostfriesland realisiert als &#039;&#039;*Aarv&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
*Starke Verschleifung von Verben (A. Dreesen: &amp;quot;Mu&#039;ji&amp;quot; statt &amp;quot;Mutten ji&amp;quot;), Dentalpräteritum ggf. unrealisiert (A. Dreesen: &amp;quot;Denn wickel Oma sück uut höer Däkens&amp;quot;)&lt;br /&gt;
*In- und auslautendes -d- oft unrealisiert (allgemeines Merkmal des Plattdeutschen, im Norder Platt sehr ausgeprägt): A. Dreesen: &amp;quot;boll&amp;quot; statt &amp;quot;bold&amp;quot;; &amp;quot;up Bea&amp;quot; statt &amp;quot;up&#039;t Bedd&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Betrifft Aussprache und Schreibweise====&lt;br /&gt;
(Variante im Norder Platt &#039;&#039;&#039;fett&#039;&#039;&#039;:)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Spree&#039;&#039;&#039; (Star), anstatt wie in anderen Regionen oft: &#039;&#039;Spraa&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Froo&#039;&#039;&#039; (Frau), &#039;&#039;&#039;boen&#039;&#039;&#039; (bauen), &#039;&#039;&#039;troen&#039;&#039;&#039; (heiraten), anstatt sonst oft: &#039;&#039;Frau&#039;&#039;, &#039;&#039;bauen&#039;&#039;, &#039;&#039;trauen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Flass&#039;&#039;&#039; (Flasche), &#039;&#039;&#039;Gras&#039;&#039;&#039; (Gras), anstatt sonst auch: &#039;&#039;Fless&#039;&#039;, &#039;&#039;Gress&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;denn&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;wenn&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;wennehr&#039;&#039;&#039; - sonst oft mit &#039;&#039;-a-&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;dwelen&#039;&#039;&#039; (irren), &#039;&#039;&#039;reren&#039;&#039;&#039; (weinen), sonst auch: &#039;&#039;dwalen&#039;&#039;, &#039;&#039;raren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Budel&#039;&#039;&#039; (Umstand, Zustand), sonst auch &#039;&#039;Bodel&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goos&#039;&#039;&#039; (Gans), sonst vereinzelt auch &#039;&#039;Gaant&#039;&#039; oder &#039;&#039;Gaus&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;bleihen&#039;&#039;&#039; (blühen), &#039;&#039;&#039;breihen&#039;&#039;&#039; (brühen), &#039;&#039;&#039;fleiten&#039;&#039;&#039; (pfeifen), &#039;&#039;&#039;freien&#039;&#039;&#039; (freuen), &#039;&#039;&#039;gleihen&#039;&#039;&#039; (glühen), &#039;&#039;&#039;greien&#039;&#039;&#039; (gedeihen), andernorts realisiert mit &#039;&#039;-eu-&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eilamm&#039;&#039;&#039; (weibliches Lamm), statt sonst &#039;&#039;Öilamm&#039;&#039; oder &#039;&#039;Aulamm&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Köppke&#039;&#039;&#039; (Tasse), &#039;&#039;&#039;löss&#039;&#039;&#039; (lose), &#039;&#039;&#039;över&#039;&#039;&#039; (über, übrig), sonst meistens ohne Umlaut realisiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere besondere Wortvarianten: &#039;&#039;&#039;woll&#039;&#039;&#039; (wohl), sonst oft wall, &#039;&#039;&#039;nee&#039;&#039;&#039; (nicht), (Abfall des &#039;&#039;-t&#039;&#039;, Schriftsprache oft als &#039;&#039;neet,&#039;&#039; gesprochen als &#039;&#039;nee&#039;&#039;), &#039;&#039;&#039;kien&#039;&#039;&#039; (kein), anstatt &#039;&#039;keen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Betrifft Aussprache, Schreibweise und Grammatik====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lautung einiger Formen des Präteritums&#039;&#039;&#039;: freet, geev, kweem (neben keem), leeg, nehm, seeg, seet, weer (neben was) (in anderen Gebieten meist mit kurzem -a- realisiert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(fressen, geben, kommen, legen/liegen, nehmen, sagen, sitzen, sein)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrifft Ablautreihen 7, 8…&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Infinitiv, Imperativ&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Person&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präsens&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präteritum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Partizip II&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|freten (fressen),  freet&lt;br /&gt;
|ik&lt;br /&gt;
|freet&lt;br /&gt;
|freet&lt;br /&gt;
|freten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|du&lt;br /&gt;
|frettst&lt;br /&gt;
|freetst&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|he,se&lt;br /&gt;
|frett&lt;br /&gt;
|freet&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|wi,ji,se&lt;br /&gt;
|freten&lt;br /&gt;
|freten&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Formen von „wesen“ (sein)&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Infinitiv,   Imperativ&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Person&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präsens&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präteritum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Partizip II&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|wesen&lt;br /&gt;
|ik&lt;br /&gt;
|bün&lt;br /&gt;
|weer&lt;br /&gt;
|(heb) west&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|du&lt;br /&gt;
|büst&lt;br /&gt;
|weerst&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|he,se&lt;br /&gt;
|is&lt;br /&gt;
|weer&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|wi,ji,se&lt;br /&gt;
|sünd&lt;br /&gt;
|weren&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müssen: &#039;&#039;&#039;moten&#039;&#039;&#039; (he moot), statt in vielen anderen Varianten möten oder mutten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollen: sölen/sallen/&#039;&#039;&#039;sullen&#039;&#039;&#039;? Bei A. Dreesen: &amp;quot;se sull&amp;quot;, &amp;quot;wat sull&#039; wi&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[Datei:Platt Plural.png|mini|Flugblatt einer Theatergruppe aus Rechtsupweg, ganz unten der Hinweis &amp;quot;Anfangen don&#039;t wi immer...&amp;quot; im charakteristischen Sonderplural auf -nt. Das angehängte -t wird intuitiv als ungewöhnlich empfunden und daher mit Apostroph vom regulär gebeugten Verb abgetrennt.]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einheitsplural auf &#039;&#039;-nt&#039;&#039; bei einigen Verbstämmen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr charakteristisches Merkmal des Norder Platt, das nirgendwo sonst beobachtet wird. Diskutiert wird eine Entstehung aus altem, friesischem Substrat oder durch frühe Handelskontakte mit den Hansestädten&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Janßen, 1937, in Deutsche Dialektgeographie&amp;lt;/ref&amp;gt;. In der Schriftsprache wird dieses Merkmal nicht bei allen Autoren bewusst eingesetzt, da die überwiegende Literatur den Einheitsplural auf &#039;&#039;-en&#039;&#039; verwendet und dies oft als Orientierung dient. In der gesprochenen Sprache ist der Gebrauch von Flexionsformen, wie es für alle ostfriesischen Varianten gilt, selbst bei ein und demselben Sprecher nicht einheitlich und hängt u. a. von der Wortstellung im Satz und vom Grad der &amp;quot;Verschleifung&amp;quot; ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Beispiel: wi stahnt, ji doont, se gahnt; de Ohren doot di sehr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber, in anderer Wortstellung: stahnt wir, doont ji, gahnt se, sprachlich oft verschliffen realisiert als &#039;&#039;*stahwi&#039;&#039;, &#039;&#039;*dooji&#039;&#039;, &#039;&#039;*gahsei&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptsächlich bei Verben mit einsilbigem Infinitiv beobachtet, die sehr häufig verwendet werden (doon, gahn, sehn, slaan, stahn, könen, hebben). Autoren und Sprecher verwenden aber regelmäßig bei allen mehrsilbigen Verben den Einheitsplural auf -en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Faustregel gilt: je weiter östlich sich ein Ort befindet, umso öfter hört man im Plural am Ende ein &#039;&#039;-t.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Begriffserläuterungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Norder_Platt&amp;diff=38970</id>
		<title>Norder Platt</title>
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		<updated>2023-09-17T19:14:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: /* 1. Betrifft die Aussprache */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als &#039;&#039;&#039;Norder Platt&#039;&#039;&#039; bezeichnet man die Varietät des Ostfriesischen Niederdeutsch, die sich in der [[Stadt Norden]] und den umliegenden Gebieten des [[Norderland|Norderlandes]] seit dem Mittelalter entwickelt hat und bis heute gesprochen wird. Durch die Randlage und verschiedene Einflüsse spricht man im Norderland ein Platt, das sich von demjenigen im restlichen Ostfriesland in einigen charakteristischen Merkmalen unterscheidet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geografische Verbreitung==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baltrum Schild.jpg|mini|Infotafel auf Baltrum mit der fürs Norder Platt charakteristischen Wortvariante &#039;&#039;ne&#039;&#039; statt dem im übrigen Ostfriesland gebräuchlichen &#039;&#039;neet&#039;&#039; oder &#039;&#039;nich&#039;&#039;.]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Norder Platt&#039;&#039; dient naturgemäß zur Bezeichnung der in der Stadt gesprochenen niederdeutschen Sprache (Norder Platt im engeren Sinne).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bezeichnet weiterhin aber auch die Besonderheiten der plattdeutschen Varietäten, in welchen sich die Ortsdialekte im überwiegenden Gebiet des [[Altkreis Norden|Altkreises Norden]] bzw. des historischen Norderlandes (Gegenden um Hage, Berum, Großheide und Arle sowie diejenigen südlich von der Stadt Norden im Brookmerland) allesamt ähneln. Auch die durch die räumliche Nähe zur Stadt Norden hin orientierten Inseln Juist, Norderney und Baltrum teilen viele Besonderheiten des Norder Platt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutliche Unterschiede existieren aber bereits zum Krummhörner Platt, das sich eher zur Emder Variante orientiert, obwohl die Krummhörn ebenfalls Teil des ehemaligen Landkreises Norden (nicht aber des Norderlandes) gewesen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur, Veröffentlichungen, Autoren==&lt;br /&gt;
Das ostfriesische Plattdeutsch ist, im Vergleich zum Niederdeutschen überhaupt, welches seit langer Zeit in vielen norddeutschen (und nordniederländischen) Regionen von der jeweiligen Dachsprache verdrängt wird, noch in einem verhältnismäßig lebendigen Zustand. Es existiert eine reiche Literatur in ostfriesischem Platt. Speziell das Norder Platt ist dabei erkennbar unterrepräsentiert. Dies ist wichtig zu wissen, da ein Großteil der regionalen Literatur von Autoren aus dem Raum Leer stammt und daher möglicherweise ein falsches Bild vermitteln kann. Es existiert bisher keine zusammenhängende Darstellung aller Besonderheiten des Norder Platt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Autoren, die unter anderem im Norder Platt (im weiteren Sinne) schreiben oder geschrieben haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wilfriede Aden-Bakker (* 1943 im Harlingerland, + 2017 in Norden)&lt;br /&gt;
*Rudolf Bielefeld (* 1867, + 1933)&lt;br /&gt;
*Else Bontjes (* um 1950 in Osteel)&lt;br /&gt;
*Edzard Conring (* 1928, + 2012)&lt;br /&gt;
*[[Arend Dreesen]] (* 1883 in Norden, + 1928 in Norden)&lt;br /&gt;
*August Dreesen&lt;br /&gt;
*Willrath Dreesen&lt;br /&gt;
*Gitta Franken&lt;br /&gt;
*Fooke Hoissen Müller (* 1798 in Aurich, + 1856 in Berlin)&lt;br /&gt;
*[[Frerich Hokema]] (* 1897 in Norden, + 1984)&lt;br /&gt;
*Frank Jakobs (Norden), veröffentlicht u. a. Hörbeiträge beim Norddeutschen Rundfunk&lt;br /&gt;
*Ludwig Kimme (* 1907 in Grieth, + 1984 in Norden)&lt;br /&gt;
*Jan (Johann) Meiners (* 1908 in Bant, + 1998 in Visquard)&lt;br /&gt;
*Johann Rabenstein (Großheide)&lt;br /&gt;
*Marieluise Stolper (* 1947 auf Juist)&lt;br /&gt;
*Christof Wehking (* 1924 in Norden, + 2004 in Malente)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Besondere Merkmale des Norder Platt==&lt;br /&gt;
Das Gebiet um Norden lässt sich linguistisch grob der nordöstlichen Hälfte des ostfriesischen Platt zuordnen. Davon zu unterscheiden ist die südwestliche Hälfte (Krummhörn, Emden, Landkreis Leer). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Betrifft die Aussprache====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sprachlich weniger komplexe Realisierung einiger Langvokale (grob: einfacher, weniger Diphthonge oder gar Triphthonge, weniger Überlängen)&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Lücht, S. 38, Tab. 2, „Dollart-Linie“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel: &#039;&#039;School&#039;&#039;, realisiert im Norder Platt als &amp;quot;Schgoul&amp;quot;, im Gegensatz dazu Krummhörn &amp;quot;Schgaul&amp;quot;, Leer &amp;quot;Schgeaul&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel: Norderney, auf platt konventionell und einheitlich geschrieben als &#039;&#039;Nörderneei&#039;&#039; (Bestandteile &#039;&#039;Nörden&#039;&#039; &amp;quot;Norden&amp;quot;, &#039;&#039;neei&#039;&#039; &amp;quot;neu&amp;quot;, letzteres Wort in großen Teilen Ostfrieslands lautlich realisiert als Triphthong wie &#039;&#039;*neeäi&#039;&#039;); wurde nach Protesten aus der Norderneyer Bevölkerung auf dem zweisprachigen Ortsschild allerdings angepasst an die lokale Aussprachevariante, welche auch derjenigen des Norder Platt entspricht: &#039;&#039;Nördernee&#039;&#039; (realisiert mit Diphthong &#039;&#039;-*neei&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Überlänge in der Konjugation tritt nördlich der Leybuchtlinie meist nicht auf.&lt;br /&gt;
*Sonderfall: &#039;&#039;Arvt&#039;&#039; (Erbse), ostfrieslandweit einheitliche Schreibweise, aber im Norder Platt gesprochen wie &#039;&#039;*Aart&#039;&#039;, im Gegensatz dazu im südlichen Ostfriesland realisiert als &#039;&#039;*Aarv&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
*Starke Verschleifung von Verben (A. Dreesen: &amp;quot;Mu&#039;ji&amp;quot; statt &amp;quot;Mutten ji&amp;quot;), Dentalpräteritum ggf. unrealisiert (A. Dreesen: &amp;quot;Denn wickel Oma sück uut höer Däkens&amp;quot;)&lt;br /&gt;
*In- und auslautendes -d- oft unrealisiert (allgemeines Merkmal des Plattdeutschen, im Norder Platt sehr ausgeprägt): A. Dreesen: &amp;quot;boll&amp;quot; statt &amp;quot;bold&amp;quot;; &amp;quot;up Bea&amp;quot; statt &amp;quot;up&#039;t Bedd&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Betrifft Aussprache und Schreibweise====&lt;br /&gt;
(Variante im Norder Platt &#039;&#039;&#039;fett&#039;&#039;&#039;:)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Spree&#039;&#039;&#039; (Star), anstatt wie in anderen Regionen oft: &#039;&#039;Spraa&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Froo&#039;&#039;&#039; (Frau), &#039;&#039;&#039;boen&#039;&#039;&#039; (bauen), &#039;&#039;&#039;troen&#039;&#039;&#039; (heiraten), anstatt sonst oft: &#039;&#039;Frau&#039;&#039;, &#039;&#039;bauen&#039;&#039;, &#039;&#039;trauen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Flass&#039;&#039;&#039; (Flasche), &#039;&#039;&#039;Gras&#039;&#039;&#039; (Gras), anstatt sonst auch: &#039;&#039;Fless&#039;&#039;, &#039;&#039;Gress&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;denn&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;wenn&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;wennehr&#039;&#039;&#039; - sonst oft mit &#039;&#039;-a-&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;dwelen&#039;&#039;&#039; (irren), &#039;&#039;&#039;reren&#039;&#039;&#039; (weinen), sonst auch: &#039;&#039;dwalen&#039;&#039;, &#039;&#039;raren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Budel&#039;&#039;&#039; (Umstand, Zustand), sonst auch &#039;&#039;Bodel&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goos&#039;&#039;&#039; (Gans), sonst vereinzelt auch &#039;&#039;Gaant&#039;&#039; oder &#039;&#039;Gaus&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;bleihen&#039;&#039;&#039; (blühen), &#039;&#039;&#039;breihen&#039;&#039;&#039; (brühen), &#039;&#039;&#039;fleiten&#039;&#039;&#039; (pfeifen), &#039;&#039;&#039;freien&#039;&#039;&#039; (freuen), &#039;&#039;&#039;gleihen&#039;&#039;&#039; (glühen), &#039;&#039;&#039;greien&#039;&#039;&#039; (gedeihen), andernorts realisiert mit &#039;&#039;-eu-&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eilamm&#039;&#039;&#039; (weibliches Lamm), statt sonst &#039;&#039;Öilamm&#039;&#039; oder &#039;&#039;Aulamm&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Köppke&#039;&#039;&#039; (Tasse), &#039;&#039;&#039;löss&#039;&#039;&#039; (lose), &#039;&#039;&#039;över&#039;&#039;&#039; (über, übrig), sonst meistens ohne Umlaut realisiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere besondere Wortvarianten: &#039;&#039;&#039;woll&#039;&#039;&#039; (wohl), sonst oft wall, &#039;&#039;&#039;nee&#039;&#039;&#039; (nicht), (Abfall des &#039;&#039;-t&#039;&#039;, Schriftsprache oft als &#039;&#039;neet,&#039;&#039; gesprochen als &#039;&#039;nee&#039;&#039;), &#039;&#039;&#039;kien&#039;&#039;&#039; (kein), anstatt &#039;&#039;keen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Betrifft Aussprache, Schreibweise und Grammatik====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lautung einiger Formen des Präteritums&#039;&#039;&#039;: freet, geev, kweem (neben keem), leeg, nehm, seeg, seet, weer (in anderen Gebieten meist mit kurzem -a- realisiert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(fressen, geben, kommen, legen/liegen, nehmen, sagen, sitzen, sein)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrifft Ablautreihen 7, 8…&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Infinitiv, Imperativ&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Person&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präsens&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präteritum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Partizip II&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|freten (fressen),  freet&lt;br /&gt;
|ik&lt;br /&gt;
|freet&lt;br /&gt;
|freet&lt;br /&gt;
|freten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|du&lt;br /&gt;
|frettst&lt;br /&gt;
|freetst&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|he,se&lt;br /&gt;
|frett&lt;br /&gt;
|freet&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|wi,ji,se&lt;br /&gt;
|freten&lt;br /&gt;
|freten&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Formen von „wesen“ (sein)&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Infinitiv,   Imperativ&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Person&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präsens&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präteritum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Partizip II&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|wesen&lt;br /&gt;
|ik&lt;br /&gt;
|bün&lt;br /&gt;
|weer&lt;br /&gt;
|(heb) west&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|du&lt;br /&gt;
|büst&lt;br /&gt;
|weerst&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|he,se&lt;br /&gt;
|is&lt;br /&gt;
|weer&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|wi,ji,se&lt;br /&gt;
|sünd&lt;br /&gt;
|weren&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müssen: &#039;&#039;&#039;moten&#039;&#039;&#039; (he moot), statt in vielen anderen Varianten möten oder mutten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollen: sölen/sallen/&#039;&#039;&#039;sullen&#039;&#039;&#039;? Bei A. Dreesen: &amp;quot;se sull&amp;quot;, &amp;quot;wat sull&#039; wi&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[Datei:Platt Plural.png|mini|Flugblatt einer Theatergruppe aus Rechtsupweg, ganz unten der Hinweis &amp;quot;Anfangen don&#039;t wi immer...&amp;quot; im charakteristischen Sonderplural auf -nt. Das angehängte -t wird intuitiv als ungewöhnlich empfunden und daher mit Apostroph vom regulär gebeugten Verb abgetrennt.]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einheitsplural auf &#039;&#039;-nt&#039;&#039; bei einigen Verbstämmen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr charakteristisches Merkmal des Norder Platt, das nirgendwo sonst beobachtet wird. Diskutiert wird eine Entstehung aus altem, friesischem Substrat oder durch frühe Handelskontakte mit den Hansestädten&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Janßen, 1937, in Deutsche Dialektgeographie&amp;lt;/ref&amp;gt;. In der Schriftsprache wird dieses Merkmal nicht bei allen Autoren bewusst eingesetzt, da die überwiegende Literatur den Einheitsplural auf &#039;&#039;-en&#039;&#039; verwendet und dies oft als Orientierung dient. In der gesprochenen Sprache ist der Gebrauch von Flexionsformen, wie es für alle ostfriesischen Varianten gilt, selbst bei ein und demselben Sprecher nicht einheitlich und hängt u. a. von der Wortstellung im Satz und vom Grad der &amp;quot;Verschleifung&amp;quot; ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Beispiel: wi stahnt, ji doont, se gahnt; de Ohren doot di sehr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber, in anderer Wortstellung: stahnt wir, doont ji, gahnt se, sprachlich oft verschliffen realisiert als &#039;&#039;*stahwi&#039;&#039;, &#039;&#039;*dooji&#039;&#039;, &#039;&#039;*gahsei&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptsächlich bei Verben mit einsilbigem Infinitiv beobachtet, die sehr häufig verwendet werden (doon, gahn, sehn, slaan, stahn, könen, hebben). Autoren und Sprecher verwenden aber regelmäßig bei allen mehrsilbigen Verben den Einheitsplural auf -en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Faustregel gilt: je weiter östlich sich ein Ort befindet, umso öfter hört man im Plural am Ende ein &#039;&#039;-t.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Begriffserläuterungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Norder_Platt&amp;diff=38969</id>
		<title>Norder Platt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Norder_Platt&amp;diff=38969"/>
		<updated>2023-09-17T19:04:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: /* Besondere Merkmale des Norder Platt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als &#039;&#039;&#039;Norder Platt&#039;&#039;&#039; bezeichnet man die Varietät des Ostfriesischen Niederdeutsch, die sich in der [[Stadt Norden]] und den umliegenden Gebieten des [[Norderland|Norderlandes]] seit dem Mittelalter entwickelt hat und bis heute gesprochen wird. Durch die Randlage und verschiedene Einflüsse spricht man im Norderland ein Platt, das sich von demjenigen im restlichen Ostfriesland in einigen charakteristischen Merkmalen unterscheidet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geografische Verbreitung==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baltrum Schild.jpg|mini|Infotafel auf Baltrum mit der fürs Norder Platt charakteristischen Wortvariante &#039;&#039;ne&#039;&#039; statt dem im übrigen Ostfriesland gebräuchlichen &#039;&#039;neet&#039;&#039; oder &#039;&#039;nich&#039;&#039;.]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Norder Platt&#039;&#039; dient naturgemäß zur Bezeichnung der in der Stadt gesprochenen niederdeutschen Sprache (Norder Platt im engeren Sinne).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bezeichnet weiterhin aber auch die Besonderheiten der plattdeutschen Varietäten, in welchen sich die Ortsdialekte im überwiegenden Gebiet des [[Altkreis Norden|Altkreises Norden]] bzw. des historischen Norderlandes (Gegenden um Hage, Berum, Großheide und Arle sowie diejenigen südlich von der Stadt Norden im Brookmerland) allesamt ähneln. Auch die durch die räumliche Nähe zur Stadt Norden hin orientierten Inseln Juist, Norderney und Baltrum teilen viele Besonderheiten des Norder Platt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutliche Unterschiede existieren aber bereits zum Krummhörner Platt, das sich eher zur Emder Variante orientiert, obwohl die Krummhörn ebenfalls Teil des ehemaligen Landkreises Norden (nicht aber des Norderlandes) gewesen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur, Veröffentlichungen, Autoren==&lt;br /&gt;
Das ostfriesische Plattdeutsch ist, im Vergleich zum Niederdeutschen überhaupt, welches seit langer Zeit in vielen norddeutschen (und nordniederländischen) Regionen von der jeweiligen Dachsprache verdrängt wird, noch in einem verhältnismäßig lebendigen Zustand. Es existiert eine reiche Literatur in ostfriesischem Platt. Speziell das Norder Platt ist dabei erkennbar unterrepräsentiert. Dies ist wichtig zu wissen, da ein Großteil der regionalen Literatur von Autoren aus dem Raum Leer stammt und daher möglicherweise ein falsches Bild vermitteln kann. Es existiert bisher keine zusammenhängende Darstellung aller Besonderheiten des Norder Platt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Autoren, die unter anderem im Norder Platt (im weiteren Sinne) schreiben oder geschrieben haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wilfriede Aden-Bakker (* 1943 im Harlingerland, + 2017 in Norden)&lt;br /&gt;
*Rudolf Bielefeld (* 1867, + 1933)&lt;br /&gt;
*Else Bontjes (* um 1950 in Osteel)&lt;br /&gt;
*Edzard Conring (* 1928, + 2012)&lt;br /&gt;
*[[Arend Dreesen]] (* 1883 in Norden, + 1928 in Norden)&lt;br /&gt;
*August Dreesen&lt;br /&gt;
*Willrath Dreesen&lt;br /&gt;
*Gitta Franken&lt;br /&gt;
*Fooke Hoissen Müller (* 1798 in Aurich, + 1856 in Berlin)&lt;br /&gt;
*[[Frerich Hokema]] (* 1897 in Norden, + 1984)&lt;br /&gt;
*Frank Jakobs (Norden), veröffentlicht u. a. Hörbeiträge beim Norddeutschen Rundfunk&lt;br /&gt;
*Ludwig Kimme (* 1907 in Grieth, + 1984 in Norden)&lt;br /&gt;
*Jan (Johann) Meiners (* 1908 in Bant, + 1998 in Visquard)&lt;br /&gt;
*Johann Rabenstein (Großheide)&lt;br /&gt;
*Marieluise Stolper (* 1947 auf Juist)&lt;br /&gt;
*Christof Wehking (* 1924 in Norden, + 2004 in Malente)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Besondere Merkmale des Norder Platt==&lt;br /&gt;
Das Gebiet um Norden lässt sich linguistisch grob der nordöstlichen Hälfte des ostfriesischen Platt zuordnen. Davon zu unterscheiden ist die südwestliche Hälfte (Krummhörn, Emden, Landkreis Leer). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Betrifft die Aussprache====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sprachlich weniger komplexe Realisierung einiger Langvokale (grob: einfacher, weniger Diphthonge oder gar Triphthonge, weniger Überlängen)&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Lücht, S. 38, Tab. 2, „Dollart-Linie“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel: &#039;&#039;School&#039;&#039;, realisiert im Norder Platt als &amp;quot;Schgoul&amp;quot;, im Gegensatz dazu Krummhörn &amp;quot;Schgaul&amp;quot;, Leer &amp;quot;Schgeaul&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel: Norderney, auf platt konventionell und einheitlich geschrieben als &#039;&#039;Nörderneei&#039;&#039; (Bestandteile &#039;&#039;Nörden&#039;&#039; &amp;quot;Norden&amp;quot;, &#039;&#039;neei&#039;&#039; &amp;quot;neu&amp;quot;, letzteres Wort in großen Teilen Ostfrieslands lautlich realisiert als Triphthong wie &#039;&#039;*neeäi&#039;&#039;); wurde nach Protesten aus der Norderneyer Bevölkerung auf dem zweisprachigen Ortsschild allerdings angepasst an die lokale Aussprachevariante, welche auch derjenigen des Norder Platt entspricht: &#039;&#039;Nördernee&#039;&#039; (realisiert mit Diphthong &#039;&#039;-*neei&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Überlänge in der Konjugation tritt nördlich der Leybuchtlinie meist nicht auf.&lt;br /&gt;
*Sonderfall: &#039;&#039;Arvt&#039;&#039; (Erbse), ostfrieslandweit einheitliche Schreibweise, aber im Norder Platt gesprochen wie &#039;&#039;*Aart&#039;&#039;, im Gegensatz dazu im südlichen Ostfriesland realisiert als &#039;&#039;*Aarv&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Betrifft Aussprache und Schreibweise====&lt;br /&gt;
(Variante im Norder Platt &#039;&#039;&#039;fett&#039;&#039;&#039;:)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Spree&#039;&#039;&#039; (Star), anstatt wie in anderen Regionen oft: &#039;&#039;Spraa&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Froo&#039;&#039;&#039; (Frau), &#039;&#039;&#039;boen&#039;&#039;&#039; (bauen), &#039;&#039;&#039;troen&#039;&#039;&#039; (heiraten), anstatt sonst oft: &#039;&#039;Frau&#039;&#039;, &#039;&#039;bauen&#039;&#039;, &#039;&#039;trauen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Flass&#039;&#039;&#039; (Flasche), &#039;&#039;&#039;Gras&#039;&#039;&#039; (Gras), anstatt sonst auch: &#039;&#039;Fless&#039;&#039;, &#039;&#039;Gress&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;denn&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;wenn&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;wennehr&#039;&#039;&#039; - sonst oft mit &#039;&#039;-a-&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;dwelen&#039;&#039;&#039; (irren), &#039;&#039;&#039;reren&#039;&#039;&#039; (weinen), sonst auch: &#039;&#039;dwalen&#039;&#039;, &#039;&#039;raren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Budel&#039;&#039;&#039; (Umstand, Zustand), sonst auch &#039;&#039;Bodel&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goos&#039;&#039;&#039; (Gans), sonst vereinzelt auch &#039;&#039;Gaant&#039;&#039; oder &#039;&#039;Gaus&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;bleihen&#039;&#039;&#039; (blühen), &#039;&#039;&#039;breihen&#039;&#039;&#039; (brühen), &#039;&#039;&#039;fleiten&#039;&#039;&#039; (pfeifen), &#039;&#039;&#039;freien&#039;&#039;&#039; (freuen), &#039;&#039;&#039;gleihen&#039;&#039;&#039; (glühen), &#039;&#039;&#039;greien&#039;&#039;&#039; (gedeihen), andernorts realisiert mit &#039;&#039;-eu-&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eilamm&#039;&#039;&#039; (weibliches Lamm), statt sonst &#039;&#039;Öilamm&#039;&#039; oder &#039;&#039;Aulamm&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Köppke&#039;&#039;&#039; (Tasse), &#039;&#039;&#039;löss&#039;&#039;&#039; (lose), &#039;&#039;&#039;över&#039;&#039;&#039; (über, übrig), sonst meistens ohne Umlaut realisiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere besondere Wortvarianten: &#039;&#039;&#039;woll&#039;&#039;&#039; (wohl), sonst oft wall, &#039;&#039;&#039;nee&#039;&#039;&#039; (nicht), (Abfall des &#039;&#039;-t&#039;&#039;, Schriftsprache oft als &#039;&#039;neet,&#039;&#039; gesprochen als &#039;&#039;nee&#039;&#039;), &#039;&#039;&#039;kien&#039;&#039;&#039; (kein), anstatt &#039;&#039;keen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Betrifft Aussprache, Schreibweise und Grammatik====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lautung einiger Formen des Präteritums&#039;&#039;&#039;: freet, geev, kweem (neben keem), leeg, nehm, seeg, seet, weer (in anderen Gebieten meist mit kurzem -a- realisiert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(fressen, geben, kommen, legen/liegen, nehmen, sagen, sitzen, sein)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrifft Ablautreihen 7, 8…&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Infinitiv, Imperativ&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Person&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präsens&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präteritum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Partizip II&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|freten (fressen),  freet&lt;br /&gt;
|ik&lt;br /&gt;
|freet&lt;br /&gt;
|freet&lt;br /&gt;
|freten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|du&lt;br /&gt;
|frettst&lt;br /&gt;
|freetst&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|he,se&lt;br /&gt;
|frett&lt;br /&gt;
|freet&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|wi,ji,se&lt;br /&gt;
|freten&lt;br /&gt;
|freten&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Formen von „wesen“ (sein)&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Infinitiv,   Imperativ&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Person&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präsens&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präteritum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Partizip II&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|wesen&lt;br /&gt;
|ik&lt;br /&gt;
|bün&lt;br /&gt;
|weer&lt;br /&gt;
|(heb) west&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|du&lt;br /&gt;
|büst&lt;br /&gt;
|weerst&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|he,se&lt;br /&gt;
|is&lt;br /&gt;
|weer&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|wi,ji,se&lt;br /&gt;
|sünd&lt;br /&gt;
|weren&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müssen: &#039;&#039;&#039;moten&#039;&#039;&#039; (he moot), statt in vielen anderen Varianten möten oder mutten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollen: sölen/sallen/&#039;&#039;&#039;sullen&#039;&#039;&#039;? Bei A. Dreesen: &amp;quot;se sull&amp;quot;, &amp;quot;wat sull&#039; wi&amp;quot;&lt;br /&gt;
[[Datei:Platt Plural.png|mini|Flugblatt einer Theatergruppe aus Rechtsupweg, ganz unten der Hinweis &amp;quot;Anfangen don&#039;t wi immer...&amp;quot; im charakteristischen Sonderplural auf -nt. Das angehängte -t wird intuitiv als ungewöhnlich empfunden und daher mit Apostroph vom regulär gebeugten Verb abgetrennt.]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einheitsplural auf &#039;&#039;-nt&#039;&#039; bei einigen Verbstämmen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr charakteristisches Merkmal des Norder Platt, das nirgendwo sonst beobachtet wird. Diskutiert wird eine Entstehung aus altem, friesischem Substrat oder durch frühe Handelskontakte mit den Hansestädten&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Janßen, 1937, in Deutsche Dialektgeographie&amp;lt;/ref&amp;gt;. In der Schriftsprache wird dieses Merkmal nicht bei allen Autoren bewusst eingesetzt, da die überwiegende Literatur den Einheitsplural auf &#039;&#039;-en&#039;&#039; verwendet und dies oft als Orientierung dient. In der gesprochenen Sprache ist der Gebrauch von Flexionsformen, wie es für alle ostfriesischen Varianten gilt, selbst bei ein und demselben Sprecher nicht einheitlich und hängt u. a. von der Wortstellung im Satz und vom Grad der &amp;quot;Verschleifung&amp;quot; ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Beispiel: wi stahnt, ji doont, se gahnt; de Ohren doot di sehr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber, in anderer Wortstellung: stahnt wir, doont ji, gahnt se, sprachlich oft verschliffen realisiert als &#039;&#039;*stahwi&#039;&#039;, &#039;&#039;*dooji&#039;&#039;, &#039;&#039;*gahsei&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptsächlich bei Verben mit einsilbigem Infinitiv beobachtet, die sehr häufig verwendet werden (doon, gahn, sehn, slaan, stahn, könen, hebben). Autoren und Sprecher verwenden aber regelmäßig bei allen mehrsilbigen Verben den Einheitsplural auf -en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Faustregel gilt: je weiter östlich sich ein Ort befindet, umso öfter hört man im Plural am Ende ein &#039;&#039;-t.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Begriffserläuterungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Helmut_Markus&amp;diff=38857</id>
		<title>Helmut Markus</title>
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		<updated>2023-09-07T19:01:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helmut Markus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Norder Persönlichkeit.  Er war Vorsitzender des Heimatvereins Norderland.  Er war als Mitglied der Norder SPD stellvertretender Bürgermeister von Norden.  Heute ist er Landschaftsrat bei der Ostfriesischen Landschaft.“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Helmut Markus&#039;&#039;&#039; ist eine Norder Persönlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Vorsitzender des [[Heimatverein Norderland|Heimatvereins Norderland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war als Mitglied der [[SPD Norden|Norder SPD]] stellvertretender [[Bürgermeister]] von Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist er [[Landschaftsrat]] bei der [[Ostfriesische Landschaft|Ostfriesischen Landschaft]].&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Heimatverein_Norderland&amp;diff=38856</id>
		<title>Heimatverein Norderland</title>
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		<updated>2023-09-07T18:54:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
==Heimatverein Norderland==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Basisdaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gründung&lt;br /&gt;
|13. Oktober 1919&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Auflösung&lt;br /&gt;
| -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rechtsform&lt;br /&gt;
|eingetragener Verein (e. V.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Hauptsitz&lt;br /&gt;
|[[Am Markt 36]]&lt;br /&gt;
26506 Norden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
__NOTOC__&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Heimatverein Norderland e. V.&#039;&#039;&#039; (früher: &#039;&#039;Verein für Heimatkunde für den [[Landkreis Norden|Kreis Norden]]&#039;&#039;) setzt sich seit 1919 für die Bewahrung und Dokumentation der Geschichte des [[Norderland|Norderlandes]] ein. Der Verein ist dabei vor allem für das von ihm seit 1922 im [[Altes Rathaus|Alten Rathaus]] betriebene [[Heimat- und Teemuseum]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Unter Führung des Norder Fabrikanten [[Fiepko Jans ten Doornkaat Koolman]] gründen Norder Bürger am 13. Oktober 1919 im [[Weinhaus]] den &#039;&#039;Verein für Heimatkunde für den [[Landkreis Norden|Kreis Norden]]&#039;&#039;, um die Geschichte des [[Norderland|Norderlandes]] zu dokumentieren und damit zu bewahren.&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Ursächlich war vor allem die als &#039;&#039;Auflösungstendenzen&#039;&#039; verstandenen Neuerungen im Alltag durch die &#039;&#039;Goldenen Zwanzigern&#039;&#039;. Anders als in den Großstädten verwahrte sich das ländliche Norden weitestgehend der Moderne und besann sich bodenständig auf die Bewahrung und Pflege der ostfriesischen Kultur sowie der niederdeutschen Sprache.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den genauen Aufbau des Vereins beratschlagte man sich am 21. Januar 1920 bei einer Versammlung. Es wurde festgelegt, fünf Arbeitsgruppen mit verschiedenen Themenschwerpunkten (Bibliothek und Sammlungen, Geschichte, plattdeutsche Sprache und Flurnamen, heimische Natur- und Pflanzenwelt, Landschaftsbild und heimische Bauweise) einzurichten. Primäres Ziel war es anfangs, Informationen zur Erforschung der Heimatgeschichte zusammenzutragen und erhaltenswerte historische Objekte ausfindig zu machen. So sollten beispielsweise Grabplatte vom [[Alter Friedhof]] zum Schutz vor weiterem Verfall in den Chorumgang der [[Ludgerikirche]] verbracht werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 9&amp;lt;/ref&amp;gt; Relativ früh konnte man beim [[Magistrat]] dann auch schon die Überlassung von Räumlichkeiten im [[Altes Rathaus|Alten Rathaus]] erwirken, wo am 20. August 1920 erstmalig eine Versammlung abgehalten werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 10&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1937 gab es Pläne, einen Neubau für das Museum zu errichten, die sich jedoch aus finanziellen Gründen nicht realisieren ließen.&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt; Der aufkommende [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] tat sein Übriges. 1940 musste der Verein das Heimatmuseum kriegsbedingt schließen und nahm seine Arbeit erst im Sommer 1946 wieder auf. Im Dezember 1950 öffnete auch das Museum mit einer Sonderausstellung &#039;&#039;Ostfriesische Städtebilder&#039;&#039; wieder seine Pforten. Ein Teil der Gebäudes wurde jedoch während der großen Wohnungsknappheit der Nachkriegszeit noch als Wohnraum genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 60&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Mai 1989 eröffnete der Heimatverein das Ostfriesische Teemuseum. Zu den prominenten Gästen der Einweihungsfeier gehörte auch der damalige Bundespräsident Roman Herzog, der hier mit dem Norder Bundestagsabgeordneten [[Jann-Peter Janssen]] einer ostfriesischen Teezeremonie im &#039;&#039;[[Rummel]]&#039;&#039; beiwohnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 97f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude des Teemuseums an der [[Westerstraße 1]] hatte der Verein 1986 erworben, später folgten die Häuser an der [[Westerstraße 2]], der [[Westerstraße 3]] sowie der [[Westerstraße 4]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis heute setzt sich der Verein gemäß Satzung für die &amp;quot;&#039;&#039;Förderung der Heimatpflege und Erforschung der Heimatgeschichte&#039;&#039; sowie der &#039;&#039;zukunftsorientierten Förderung von Kultur und Volksbildung, durch Forschung und Vermittlung der Forschungsergebnisse im Bereich der Teekultur und der Volkskunde sowie der Pflege, Bewahrung und Präsentation zu diesen Kulturbereichen&amp;quot;&#039;&#039; ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.teemuseum.de/fileadmin/user_upload/Satzung_Heimatverein_Norderland.pdf Satzung des Heimatvereins Norderland], abgerufen am 29. Juli 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Theelacht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://teemuseum.de/wp-content/uploads/2021/05/Satzung_Heimatverein_Norderland.pdf Vereinssatzung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Körperschaften im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Jan_Fastenau&amp;diff=38855</id>
		<title>Jan Fastenau</title>
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		<updated>2023-09-07T18:30:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jan Fastenau &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* 17. Januar 1880 in Norden; † 29. Oktober 1945 in Brake) war ein deutscher Kunsthistoriker in Ostfriesland. ==Leben== Fastenau wurde als Sohn des Bankiers Anton B. D. C. Fastenau geboren. In Norden besuchte er das Gymnasium. Nach dem Umzug seiner Eltern nach Blankenburg legte Fastenau dort sein Abitur ab. Er studierte Kunstgeschichte an den Universitäten München, Berlin und Tübingen. Von 1910 bis 1914 arbeit…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Jan Fastenau &#039;&#039;&#039; (* 17. Januar 1880 in Norden; † 29. Oktober 1945 in Brake) war ein deutscher Kunsthistoriker in Ostfriesland.&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Fastenau wurde als Sohn des Bankiers Anton B. D. C. Fastenau geboren. In Norden besuchte er das [[Ulrichsgymnasium|Gymnasium]]. Nach dem Umzug seiner Eltern nach Blankenburg legte Fastenau dort sein Abitur ab. Er studierte Kunstgeschichte an den Universitäten München, Berlin und Tübingen. Von 1910 bis 1914 arbeitete Fastenau als Privatdozent in München und Berlin. Im Jahr 1914 wechselte er als Assistent des Provinzialkonservators von Pommern in den Staatsdienst. 1920 bis 1922 arbeitete Fastenau am Denkmalsarchiv des Provinzialkonservators für Stilkunde an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau. Aus gesundheitlichen Gründen gab er 1927 diese Tätigkeit auf. Von 1928 bis 1933 war er Konservator der Sammlungen der [[Gesellschaft für bildende Kunst und vaterländische Altertümer zu Emden]] und damit hauptamtlicher Leiter des heutigen [[Ostfriesisches Landesmuseum Emden|Ostfriesischen Landesmuseums]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fastenaus selbst gestellte Aufgabe bestand in den kommenden Jahren in einer vollständigen Aufnahme der Erfassung und Darstellung der Kunst in Ostfriesland. Hierzu unternahm er umfangreiche Reisen in alle Städte und Gemeinden Ostfrieslands. 1933 schied Fastenau aus den Diensten aus uns siedelte sich in Marburg an. Dort vollendete er sein Inventar der Bau- und Kunstdenkmäler Ostfrieslands. Das Werk wurde nie veröffentlicht und befindet sich heute im Besitz der [[Landschaftsbibliothek|Landschaftsbibliothek Aurich]].&lt;br /&gt;
==Publikationen==&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Romanische Bauornamentik in Süddeutschland&#039;&#039;, Strassburg : Heitz, 1916&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Märkische Grabmalkunst aus sieben Jahrhunderten&#039;&#039;, Berlin : Denkmalpflege u. Heimatschutz, 1926&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Ostfriesische Kunstgeschichte in Umrissen&#039;&#039;, 1930&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Führer durch die Gemäldesammlung der Gesellschaft für bildende Kunst und vaterländische Altertümer in Emden&#039;&#039;, 1930&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Ostfriesland und seine Inselbäder&#039;&#039;, Berlin : Triasdruck, 1934&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[[Ufke Cremer]],  „Jan Fastenau (Nachruf)“, in: Ostfriesland. Kalender für jedermann 31, 1948, S. 91–92.&lt;br /&gt;
*Wolfgang Schöningh:  &#039;&#039;Jan Fastenau – ein ostfriesischer Kunsthistoriker&#039;&#039;, in: &#039;&#039;[[Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands|Jahrbuch der Gesellschaft für bildende Kunst und vaterländische Altertümer zu Emden]].&#039;&#039; 32, 1952, S, 106–111.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Willrath_Dreesen&amp;diff=38853</id>
		<title>Willrath Dreesen</title>
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		<updated>2023-09-04T17:37:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Willrath Dreesen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* 14. Mai 1878 in Norden; † 14. August 1950 auf Langeoog) war ein ostfriesischer Redakteur, Kurdirektor und Schriftsteller. ==Leben== Willrath Dreesen war der Sohn eines Kolonialwarenhändlers. Er wuchs in Norden auf, wo er das Gymnasium besuchte und 1898 die Reifeprüfung ablegte. Anschließend studierte er Theologie an den Universitäten in Göttingen, Marburg und Basel. Während seines Studiums in Göttingen wurde…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Willrath Dreesen&#039;&#039;&#039; (* 14. Mai 1878 in Norden; † 14. August 1950 auf Langeoog) war ein ostfriesischer Redakteur, [[Kurdirektor]] und [[Schriftsteller]].&lt;br /&gt;
==Leben==&lt;br /&gt;
Willrath Dreesen war der Sohn eines Kolonialwarenhändlers. Er wuchs in Norden auf, wo er das [[Gymnasium]] besuchte und 1898 die Reifeprüfung ablegte. Anschließend studierte er Theologie an den Universitäten in Göttingen, Marburg und Basel. Während seines Studiums in Göttingen wurde er 1898 Mitglied der &#039;&#039;Burschenschaft Brunsviga&#039;&#039;. 1902 setzte er sein Studium an der Universität Bonn fort, wo er zu den Fächern Germanistik und Philosophie wechselte. 1905 promovierte er mit einer Arbeit über Theodor Storm zum Doktor der Philosophie. Nachdem Dreesen während seiner Studienzeit als Lehrer und Vortragsreisender tätig gewesen war, hatte er ab 1913 die Stelle eines Lektors für Sprechkunst und Ästhetik an der Universität Frankfurt inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ersten Weltkrieg war Willrath Dreesen von 1919 bis 1924 als Redakteur und Mitglied der Geschäftsleitung im Leipziger Reclam-Verlag tätig. Von 1924 bis 1928 war er als Nachfolger Jakob Pauls’ Gemeindevorsteher auf der Insel Langeoog. Ebenfalls hatte er 1927/28 die Position des Schiffahrtsdirektors auf der Insel inne. Während seiner Zeit als Gemeindevorsteher war er auch [[Kurdirektor]] der Insel; ab 1930 reorganisierte er erfolgreich das sächsische Kurbad Lausick, dessen Direktor er ein Jahrzehnt lang war. Nachdem die Besitzer dieses Kurbades 1946 von den sowjetischen Besatzungsbehörden enteignet worden waren, ernannte das Land Sachsen Dreesen zum Treuhänder. Nach seiner Pensionierung im Jahre 1948 kehrte er nach Langeoog zurück, wo er bis zu seinem Tode erneut als Kurdirektor wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willrath Dreesen veröffentlichte vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] Romane, Gedichte (teilweise in [[Norder Platt]]) und Theaterstücke; sein Werk ist stark von seiner ostfriesischen Heimat geprägt. Spätere, neben seiner beruflichen Tätigkeit entstandene Gedichte erschienen 1953 posthum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihm wurde mit der &#039;&#039;Willrath-Dreesen-Straße&#039;&#039; eine Straße auf Langeoog benannt. Sein Wohnhaus wird heute als Pension genutzt. Auch sein Grab befindet sich auf dem Dünenfriedhof von Langeoog&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.grabsteine-ostfriesland.de/grabstein/95194/Willrath-Dreesen--Langeoog-D%C3%BCnenfriedhof&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
==Werke==&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Meer, Marsch und Leben&#039;&#039;, Stuttgart [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1904&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Romantische Elemente bei Theodor Storm&#039;&#039;, Dortmund 1905&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Eala freya Fresena!&#039;&#039;, Oldenburg [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1906&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;[[Ebba Hüsing (Roman)|Ebba Hüsing]]&#039;&#039;, Leipzig 1910&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Gedichte&#039;&#039;, Leipzig 1910&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Sturmflut&#039;&#039;, Leipzig 1910&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Neudeutsche Kulturpolitik und Reclam&#039;&#039;, Leipzig 1919&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Der Eisvogel und andere Gedichte&#039;&#039;, Leer (Ostfriesl.) 1953&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*Helge Dvorak: &#039;&#039;Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft.&#039;&#039; Band II: &#039;&#039;Künstler.&#039;&#039; Winter, Heidelberg 2018, ISBN 978-3-8253-6813-5, S. 147–148.&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
*[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Dreesen.pdf Biografie auf www.ostfriesischelandschaft.de]&lt;br /&gt;
*https://bibliothek.ostfriesischelandschaft.de/wp-content/uploads/sites/3/dateiarchiv/1965/Dreesen-Willrath.pdf&lt;br /&gt;
*https://ostfrhist.hypotheses.org/1294&lt;br /&gt;
*https://ostfrieslandreloaded.com/2022/11/24/revival-fur-willrath-dreesen-manager-und-dichter/&lt;br /&gt;
*https://langeoog.wordpress.com/2008/12/26/willrath-dreesen-kurdirektor-und-schriftsteller/&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Kolkland&amp;diff=38829</id>
		<title>Kolkland</title>
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		<updated>2023-06-28T14:27:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
==Kolkland==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |{{#display_map:&lt;br /&gt;
| Title = Kolkland&lt;br /&gt;
| Text = Ort in Süderneuland II&lt;br /&gt;
| center = 53.58913719649553, 7.221638872786579&lt;br /&gt;
| circles = 53.58913719649553, 7.221638872786579 : 200&lt;br /&gt;
| zoom = 15&lt;br /&gt;
| width = 300px&lt;br /&gt;
| height = 300px&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Basisdaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stadtteil/-viertel&lt;br /&gt;
|[[Süderneuland II]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Genaue Lage&lt;br /&gt;
|[[Kolklandstraße]]&lt;br /&gt;
und Umgebung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Kolkland&#039;&#039;&#039; liegt nordöstlich des [[Bahnhof Norden|Norder Bahnhofs]] in [[Süderneuland II]]. Die Gegend hat ihren Namen bekommen, da hier infolge der Sturmfluten im 13. und 14. Jahrhundert mehrere [[Kolk|Kolke]] entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamensammlung?state=item:58875 Schreiber, Gretje (2014): Historische Flurnamensammlung] der Ostfriesischen Landschaft, Nr. 58875&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Kolklandstraße]] hat ihren Namen durch die Lage im Kolkland erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 20023 flammte eine Diskussion in Norden auf, nachdem aus der Stadtverwaltung und Politik Stimmen laut geworden waren, die eine Bebauung des letzten verbliebenen Grünbereichs im Kolkland für geboten halten, um der Wohnungsnot Herr werden zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Süderneuland|Geschichte von Süderneuland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orte im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orte in Süderneuland II]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Süderneuland II]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Arend_Dreesen&amp;diff=38786</id>
		<title>Arend Dreesen</title>
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		<updated>2023-04-14T14:38:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Arend Dreesen&#039;&#039;&#039; (* 8. März 1883 in Norden; † 17. November 1928 ebenda)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.grabsteine-ostfriesland.de/grabstein/27877/Arend-Dreesen--Norden-neuer+Friedhof Grabstein des Arend Dreesen] auf Grabsteine Ostfriesland, abgerufen am 11. Oktober 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein bekannter Autor niederdeutscher Bücher und Schriften, die er zum Teil in seiner Muttersprache, dem [[Norder Platt]], veröffentlichte. Nach ihm wurde die [[Arend-Dreesen-Straße]] in [[Vierzig Diemat]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Über Dreesens frühe Jahre ist wenig bekannt. Sicher ist, dass er nach seiner Heimkehr aus dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] zurück in das von seinem bereits 1911 verstorbenen Vater betriebene Lebensmittelgeschäft kehrte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; 1917 wurde er Vater eines Sohnes (Rolf), der später nach Darmstadt verzog.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 erwarb Arend zusammen mit seinem Bruder [[Heyko Dreesen]] die [[Müntinga&#039;sche Mühle]]. Die beiden betrieben in dem Mühlenstumpf bis 1925 eine Lebensmittelgroßhandlung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch beschäftigten sie sich mit der Produktion von Ojefar-Puddingpulver.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1920er Jahren bewohnte Dreesen den von ihm gepachteten [[Hof Selden Rüst]] in [[Westgaste]], wo er 1928 einem langjährigen Herzleiden erlag.&amp;lt;ref&amp;gt;Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 122&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 31&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vierzig Diemat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürger der Stadt Norden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Arend_Dreesen&amp;diff=38785</id>
		<title>Arend Dreesen</title>
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		<updated>2023-04-14T14:36:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: /* Leben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Arend Dreesen&#039;&#039;&#039; (* 8. März 1883 in Norden; † 17. November 1928 ebenda)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.grabsteine-ostfriesland.de/grabstein/27877/Arend-Dreesen--Norden-neuer+Friedhof Grabstein des Arend Dreesen] auf Grabsteine Ostfriesland, abgerufen am 11. Oktober 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein bekannter Autor niederdeutscher Bücher und Schriften. Nach ihm wurde die [[Arend-Dreesen-Straße]] in [[Vierzig Diemat]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Über Dreesens frühe Jahre ist wenig bekannt. Sicher ist, dass er nach seiner Heimkehr aus dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] zurück in das von seinem bereits 1911 verstorbenen Vater betriebene Lebensmittelgeschäft kehrte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; 1917 wurde er Vater eines Sohnes (Rolf), der später nach Darmstadt verzog.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 erwarb Arend zusammen mit seinem Bruder [[Heyko Dreesen]] die [[Müntinga&#039;sche Mühle]]. Die beiden betrieben in dem Mühlenstumpf bis 1925 eine Lebensmittelgroßhandlung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch beschäftigten sie sich mit der Produktion von Ojefar-Puddingpulver.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1920er Jahren bewohnte Dreesen den von ihm gepachteten [[Hof Selden Rüst]] in [[Westgaste]], wo er 1928 einem langjährigen Herzleiden erlag.&amp;lt;ref&amp;gt;Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 122&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 31&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vierzig Diemat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürger der Stadt Norden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Norder_Platt&amp;diff=38784</id>
		<title>Norder Platt</title>
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		<updated>2023-04-14T14:34:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: /* Literatur, Veröffentlichungen, Autoren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als &#039;&#039;&#039;Norder Platt&#039;&#039;&#039; bezeichnet man die Varietät des Ostfriesischen Niederdeutsch, die sich in der [[Stadt Norden]] und den umliegenden Gebieten des [[Norderland|Norderlandes]] seit dem Mittelalter entwickelt hat und bis heute gesprochen wird. Durch die Randlage und verschiedene Einflüsse spricht man im Norderland ein Platt, das sich von demjenigen im restlichen Ostfriesland in einigen charakteristischen Merkmalen unterscheidet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geografische Verbreitung==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baltrum Schild.jpg|mini|Infotafel auf Baltrum mit der fürs Norder Platt charakteristischen Wortvariante &#039;&#039;ne&#039;&#039; statt dem im übrigen Ostfriesland gebräuchlichen &#039;&#039;neet&#039;&#039; oder &#039;&#039;nich&#039;&#039;.]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Norder Platt&#039;&#039; dient naturgemäß zur Bezeichnung der in der Stadt gesprochenen niederdeutschen Sprache (Norder Platt im engeren Sinne).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bezeichnet weiterhin aber auch die Besonderheiten der plattdeutschen Varietäten, in welchen sich die Ortsdialekte im überwiegenden Gebiet des [[Altkreis Norden|Altkreises Norden]] bzw. des historischen Norderlandes (Gegenden um Hage, Berum, Großheide und Arle sowie diejenigen südlich von der Stadt Norden im Brookmerland) allesamt ähneln. Auch die durch die räumliche Nähe zur Stadt Norden hin orientierten Inseln Juist, Norderney und Baltrum teilen viele Besonderheiten des Norder Platt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutliche Unterschiede existieren aber bereits zum Krummhörner Platt, das sich eher zur Emder Variante orientiert, obwohl die Krummhörn ebenfalls Teil des ehemaligen Landkreises Norden (nicht aber des Norderlandes) gewesen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur, Veröffentlichungen, Autoren==&lt;br /&gt;
Das ostfriesische Plattdeutsch ist, im Vergleich zum Niederdeutschen überhaupt, welches seit langer Zeit in vielen norddeutschen (und nordniederländischen) Regionen von der jeweiligen Dachsprache verdrängt wird, noch in einem verhältnismäßig lebendigen Zustand. Es existiert eine reiche Literatur in ostfriesischem Platt. Speziell das Norder Platt ist dabei erkennbar unterrepräsentiert. Dies ist wichtig zu wissen, da ein Großteil der regionalen Literatur von Autoren aus dem Raum Leer stammt und daher möglicherweise ein falsches Bild vermitteln kann. Es existiert bisher keine zusammenhängende Darstellung aller Besonderheiten des Norder Platt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Autoren, die unter anderem im Norder Platt (im weiteren Sinne) schreiben oder geschrieben haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Wilfriede Aden-Bakker (* 1943 im Harlingerland, + 2017 in Norden)&lt;br /&gt;
*Rudolf Bielefeld (* 1867, + 1933)&lt;br /&gt;
*Else Bontjes (* um 1950 in Osteel)&lt;br /&gt;
*Edzard Conring (* 1928, + 2012)&lt;br /&gt;
*[[Arend Dreesen]] (* 1883 in Norden, + 1928 in Norden)&lt;br /&gt;
*August Dreesen&lt;br /&gt;
*Willrath Dreesen&lt;br /&gt;
*Gitta Franken&lt;br /&gt;
*Fooke Hoissen Müller (* 1798 in Aurich, + 1856 in Berlin)&lt;br /&gt;
*[[Frerich Hokema]] (* 1897 in Norden, + 1984)&lt;br /&gt;
*Frank Jakobs (Norden), veröffentlicht u. a. Hörbeiträge beim Norddeutschen Rundfunk&lt;br /&gt;
*Ludwig Kimme (* 1907 in Grieth, + 1984 in Norden)&lt;br /&gt;
*Jan (Johann) Meiners (* 1908 in Bant, + 1998 in Visquard)&lt;br /&gt;
*Johann Rabenstein (Großheide)&lt;br /&gt;
*Marieluise Stolper (* 1947 auf Juist)&lt;br /&gt;
*Christof Wehking (* 1924 in Norden, + 2004 in Malente)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Besondere Merkmale des Norder Platt==&lt;br /&gt;
Das Gebiet um Norden lässt sich linguistisch grob der nordöstlichen Hälfte des ostfriesischen Platt zuordnen. Davon zu unterscheiden ist die südwestliche Hälfte (Krummhörn, Emden, Landkreis Leer). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1. Betrifft die Aussprache====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sprachlich weniger komplexe Realisierung einiger Langvokale (grob: einfacher, weniger Diphthonge oder gar Triphthonge, weniger Überlängen)&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Lücht, S. 38, Tab. 2, „Dollart-Linie“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel: &#039;&#039;School&#039;&#039;, realisiert im Norder Platt als &amp;quot;Schgoul&amp;quot;, im Gegensatz dazu Krummhörn &amp;quot;Schgaul&amp;quot;, Leer &amp;quot;Schgeaul&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel: Norderney, auf platt konventionell und einheitlich geschrieben als &#039;&#039;Nörderneei&#039;&#039; (Bestandteile &#039;&#039;Nörden&#039;&#039; &amp;quot;Norden&amp;quot;, &#039;&#039;neei&#039;&#039; &amp;quot;neu&amp;quot;, letzteres Wort in großen Teilen Ostfrieslands lautlich realisiert als Triphthong wie &#039;&#039;*neeäi&#039;&#039;); wurde nach Protesten aus der Norderneyer Bevölkerung auf dem zweisprachigen Ortsschild allerdings angepasst an die lokale Aussprachevariante, welche auch derjenigen des Norder Platt entspricht: &#039;&#039;Nördernee&#039;&#039; (realisiert mit Diphthong &#039;&#039;-*neei&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Überlänge in der Konjugation tritt nördlich der Leybuchtlinie meist nicht auf.&lt;br /&gt;
*Sonderfall: &#039;&#039;Arvt&#039;&#039; (Erbse), ostfrieslandweit einheitliche Schreibweise, aber im Norder Platt gesprochen wie &#039;&#039;*Aart&#039;&#039;, im Gegensatz dazu im südlichen Ostfriesland realisiert als &#039;&#039;*Aarv&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2. Betrifft Aussprache und Schreibweise====&lt;br /&gt;
(Variante im Norder Platt &#039;&#039;&#039;fett&#039;&#039;&#039;:)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Spree&#039;&#039;&#039; (Star), anstatt wie in anderen Regionen oft: &#039;&#039;Spraa&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Froo&#039;&#039;&#039; (Frau), &#039;&#039;&#039;boen&#039;&#039;&#039; (bauen), &#039;&#039;&#039;troen&#039;&#039;&#039; (heiraten), anstatt sonst oft: &#039;&#039;Frau&#039;&#039;, &#039;&#039;bauen&#039;&#039;, &#039;&#039;trauen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Flass&#039;&#039;&#039; (Flasche), &#039;&#039;&#039;Gras&#039;&#039;&#039; (Gras), anstatt sonst auch: &#039;&#039;Fless&#039;&#039;, &#039;&#039;Gress&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;denn&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;wenn&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;wennehr&#039;&#039;&#039; - sonst oft mit &#039;&#039;-a-&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;dwelen&#039;&#039;&#039; (irren), &#039;&#039;&#039;reren&#039;&#039;&#039; (weinen), sonst auch: &#039;&#039;dwalen&#039;&#039;, &#039;&#039;raren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Budel&#039;&#039;&#039; (Umstand, Zustand), sonst auch &#039;&#039;Bodel&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goos&#039;&#039;&#039; (Gans), sonst vereinzelt auch &#039;&#039;Gaant&#039;&#039; oder &#039;&#039;Gaus&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;bleihen&#039;&#039;&#039; (blühen), &#039;&#039;&#039;breihen&#039;&#039;&#039; (brühen), &#039;&#039;&#039;fleiten&#039;&#039;&#039; (pfeifen), &#039;&#039;&#039;freien&#039;&#039;&#039; (freuen), &#039;&#039;&#039;gleihen&#039;&#039;&#039; (glühen), &#039;&#039;&#039;greien&#039;&#039;&#039; (gedeihen), andernorts realisiert mit &#039;&#039;-eu-&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eilamm&#039;&#039;&#039; (weibliches Lamm), statt sonst &#039;&#039;Öilamm&#039;&#039; oder &#039;&#039;Aulamm&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Köppke&#039;&#039;&#039; (Tasse), &#039;&#039;&#039;löss&#039;&#039;&#039; (lose), &#039;&#039;&#039;över&#039;&#039;&#039; (über, übrig), sonst meistens ohne Umlaut realisiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere besondere Wortvarianten: &#039;&#039;&#039;woll&#039;&#039;&#039; (wohl), sonst oft wall, &#039;&#039;&#039;nee&#039;&#039;&#039; (nicht), (Abfall des &#039;&#039;-t&#039;&#039;, Schriftsprache oft als &#039;&#039;neet,&#039;&#039; gesprochen als &#039;&#039;nee&#039;&#039;), &#039;&#039;&#039;kien&#039;&#039;&#039; (kein), anstatt &#039;&#039;keen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3. Betrifft Aussprache, Schreibweise und Grammatik====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lautung einiger Formen des Präteritums&#039;&#039;&#039;: freet, geev, kweem, leeg, nehm, seeg, seet, weer (in anderen Gebieten meist mit kurzem -a- realisiert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(fressen, geben, kommen, legen/liegen, nehmen, sagen, sitzen, sein)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrifft Ablautreihen 7, 8…&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Infinitiv, Imperativ&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Person&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präsens&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präteritum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Partizip II&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|freten (fressen),  freet&lt;br /&gt;
|ik&lt;br /&gt;
|freet&lt;br /&gt;
|freet&lt;br /&gt;
|freten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|du&lt;br /&gt;
|frettst&lt;br /&gt;
|freetst&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|he,se&lt;br /&gt;
|frett&lt;br /&gt;
|freet&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|wi,ji,se&lt;br /&gt;
|freten&lt;br /&gt;
|freten&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Formen von „wesen“ (sein)&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Infinitiv,   Imperativ&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Person&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präsens&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präteritum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Partizip II&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|wesen&lt;br /&gt;
|ik&lt;br /&gt;
|bün&lt;br /&gt;
|weer&lt;br /&gt;
|(heb) west&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|du&lt;br /&gt;
|büst&lt;br /&gt;
|weerst&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|he,se&lt;br /&gt;
|is&lt;br /&gt;
|weer&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|wi,ji,se&lt;br /&gt;
|sünd&lt;br /&gt;
|weren&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müssen: &#039;&#039;&#039;moten&#039;&#039;&#039; (he moot), statt in vielen anderen Varianten möten oder mutten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollen: sölen/sallen?&lt;br /&gt;
[[Datei:Platt Plural.png|mini|Flugblatt einer Theatergruppe aus Rechtsupweg, ganz unten der Hinweis &amp;quot;Anfangen don&#039;t wi immer...&amp;quot; im charakteristischen Sonderplural auf -nt. Das angehängte -t wird intuitiv als ungewöhnlich empfunden und daher mit Apostroph vom regulär gebeugten Verb abgetrennt.]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einheitsplural auf &#039;&#039;-nt&#039;&#039; bei einigen Verbstämmen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr charakteristisches Merkmal des Norder Platt, das nirgendwo sonst beobachtet wird. Diskutiert wird eine Entstehung aus altem, friesischem Substrat oder durch frühe Handelskontakte mit den Hansestädten&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Janßen, 1937, in Deutsche Dialektgeographie&amp;lt;/ref&amp;gt;. In der Schriftsprache wird dieses Merkmal nicht bei allen Autoren bewusst eingesetzt, da die überwiegende Literatur den Einheitsplural auf &#039;&#039;-en&#039;&#039; verwendet und dies oft als Orientierung dient. In der gesprochenen Sprache ist der Gebrauch von Flexionsformen, wie es für alle ostfriesischen Varianten gilt, selbst bei ein und demselben Sprecher nicht einheitlich und hängt u. a. von der Wortstellung im Satz und vom Grad der &amp;quot;Verschleifung&amp;quot; ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Beispiel: wi stahnt, ji doont, se gahnt; de Ohren doot di sehr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber, in anderer Wortstellung: stahnt wir, doont ji, gahnt se, sprachlich oft verschliffen realisiert als &#039;&#039;*stahwi&#039;&#039;, &#039;&#039;*dooji&#039;&#039;, &#039;&#039;*gahsei&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptsächlich bei Verben mit einsilbigem Infinitiv beobachtet, die sehr häufig verwendet werden (doon, gahn, sehn, slaan, stahn, könen, hebben). Autoren und Sprecher verwenden aber regelmäßig bei allen mehrsilbigen Verben den Einheitsplural auf -en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Faustregel gilt: je weiter östlich sich ein Ort befindet, umso öfter hört man im Plural am Ende ein &#039;&#039;-t.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Begriffserläuterungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Alte_Backstube&amp;diff=38768</id>
		<title>Alte Backstube</title>
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		<updated>2023-03-13T16:58:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
==Alte Backstube==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |{{#display_map:&lt;br /&gt;
| Title = Alte Backstube&lt;br /&gt;
| Text = Gebäude in Norden&lt;br /&gt;
| center = 53.59500078029252, 7.20211572820565&lt;br /&gt;
| circles = 53.59500078029252, 7.20211572820565 : 10&lt;br /&gt;
| zoom = 18&lt;br /&gt;
| width = 300px&lt;br /&gt;
| height = 300px&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Basisdaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit&lt;br /&gt;
|17. Jahrhundert (1194)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erbauer&lt;br /&gt;
|unbekannt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bauweise&lt;br /&gt;
|Ziegelsteinbau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
|erhalten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Genaue Lage&lt;br /&gt;
|[[Westerstraße]] 96 ([[Am Markt]] 44)&lt;br /&gt;
26506 Norden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Alte Backstube&#039;&#039;&#039; (auch: &#039;&#039;Themannsches Haus&#039;&#039;) an der [[Westerstraße]] 96 gehört zu den ältesten noch existenten Gebäuden der westlichen Kernstadt und ist möglicherweise sogar das älteste Gebäude im gesamten Stadtgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Anfang der 1980er Jahre wird das Gebäude als Gastwirtschaft genutzt. Wegen seiner baugeschichtlichen Bedeutung steht es unter Denkmalschutz und ist seit dem späten 19. Jahrhundert baulich mit der früheren Anschrift [[Am Markt]] 44 verbunden.&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Das Gebäude wurde im 17. Jahrhundert errichtet, wenngleich die Kellergewölbe wahrscheinlich deutlich älter sind (siehe &#039;&#039;Beschreibung&#039;&#039;). Neuere Untersuchungen gehen davon aus, dass das Gebäude im Kern aus dem Jahr 1194 stammt, womit es das mit Abstand älteste noch bestehende Gebäude wäre - noch älter als die [[Ludgerikirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878 erwarb [[Heinrich Jacob Themann]] das Eckhaus und gründete dort eine Bäckerei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 215&amp;lt;/ref&amp;gt; Um diese Zeit wurde das Objekt wohl in nördliche Richtung ([[Am Markt]] 44) erweitert. 1912 übernahm sein Sohn [[Emil Themann]] mit seiner Ehefrau den elterlichen Betrieb und führte ihn mit einigen Unterbrechungen bis in das Jahr 1962 fort. Zu Beginn der 1980er Jahre wurde das Gebäude zu einer Gastwirtschaft umgebaut, wobei großer Wert auf den Erhalt des kulturgeschichtlich wertvollen Charme des altehrwürdigen Baus zu legen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Im Laufe der Jahre hat die Gastwirtschaft zahlreiche Besitzer gehabt und war bereits mehrfach von der Schließung bedroht. Seit Sommer 2014 gehört sie einem Kölner Wirt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
Der langgestreckte, eingeschossige Bau besteht aus Ziegelsteinen im sogenannten [[Klosterformat]]. Der Giebel zur Straße ist vorgesetzt, die Kellerfenster mit Entlastungsbögen originalgetreu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist das mit einem massiven Mauerwerk ausgestattete Kellergewölbe im vorderen Teil (in Richtung Westerstraße). Diese weisen deutliche Ähnlichkeiten mit jenen des [[Altes Rathaus|Alten Rathauses]] auf. Zeitzeugenberichten zufolge soll sich hier bis mindestens in die Mitte der 1920er Jahre eine Art unterirdischer Gang zwischen beiden Gebäuden gegeben haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
In der Zeit um 1812 hatte das Gebäude die [[Hausnummerierung|Hausnummer]] 529.&amp;lt;ref&amp;gt;Cremer, Ufke (1938): Die Hausnummern Nordens im Jahre 1812, Norden, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher befanden sich auf dem Grund des anliegenden Parkplatzes sechs sogenannte [[Fischbank|&#039;&#039;Fischbänke&#039;&#039;]].&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Westerstraße 1912 02.jpg|Die Alte Backstube (rechts) im Jahre 1912.&lt;br /&gt;
Datei:Westerstraße Alte Backstube 1951 01.jpg|Das Gebäude (rechts) im Jahre 1951.&lt;br /&gt;
Datei:Alte Backstube - 13042003.jpg|Alte Backstube (Frontansicht, [[Westerstraße]]) - Aufnahme vom 13. April 2003.&lt;br /&gt;
Datei:Alte Backstube - 28082005.jpg|Alte Backstube (Seitenansicht, [[Am Markt]]) - Aufnahme vom 28. August 2005.&lt;br /&gt;
Datei:Alte Backstube - 13062021.jpg|Alte Backstube - weitere (neuere) Ansicht - Aufnahme vom 13. Juni 2021.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Weinhaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gastwirtschaften im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
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		<title>Herbert Dunkel</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Herbert Dunkel&#039;&#039;&#039; (* 14. November 1906 in Berlin; † 8. Dezember 1966 in Norden) war ein freischaffender Künstler und Kunsterzieher in Ostfriesland. Zwischen 1946 und 1953 lebte er in Norden als freischaffender Künstler und wurde Gründungsmitglied des Bundesverbandes Bildender Künstler (BBK) Nordwestdeutschland, Bezirksgruppe Ostfriesland. Am 8. Dezember 1966 verunglückte Herbert Dunkel tödlich bei einem Verkehrsunfall auf dem Weg von Norden zu seiner Arbeitsstätte, dem Gymnasium Ulicianum in Aurich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihm zu Ehren wurde in Norden die [[Herbert-Dunkel-Straße]] benannt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
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		<title>Herbert Dunkel</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Herbert Dunkel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* 14. November 1906 in Berlin; † 8. Dezember 1966 in Norden) war ein freischaffender Künstler und Kunsterzieher in Ostfriesland. Zwischen 1946 und 1953 lebte er in Norden als freischaffender Künstler und wurde Gründungsmitglied des Bundesverbandes Bildender Künstler (BBK) Nordwestdeutschland, Bezirksgruppe Ostfriesland. Am 8. Dezember 1966 verunglückte Herbert Dunkel tödlich bei einem Verkehrsunfall auf dem Weg von Norden zu…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Herbert Dunkel&#039;&#039;&#039; (* 14. November 1906 in Berlin; † 8. Dezember 1966 in Norden) war ein freischaffender Künstler und Kunsterzieher in Ostfriesland. Zwischen 1946 und 1953 lebte er in Norden als freischaffender Künstler und wurde Gründungsmitglied des Bundesverbandes Bildender Künstler (BBK) Nordwestdeutschland, Bezirksgruppe Ostfriesland. Am 8. Dezember 1966 verunglückte Herbert Dunkel tödlich bei einem Verkehrsunfall auf dem Weg von Norden zu seiner Arbeitsstätte, dem Gymnasium Ulicianum in Aurich.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
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		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Herbert-Dunkel-Stra%C3%9Fe&amp;diff=38765</id>
		<title>Herbert-Dunkel-Straße</title>
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		<updated>2023-03-09T10:57:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
==Herbert-Dunkel-Straße==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |{{#display_map:&lt;br /&gt;
| Title = Herbert-Dunkel-Straße&lt;br /&gt;
| Text = Gemeindestraße in Norden&lt;br /&gt;
| center = 53.588856051191264, 7.207209619256424&lt;br /&gt;
| marker = 53.588856051191264, 7.207209619256424&lt;br /&gt;
| zoom = 17&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Basisdaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stadtteil/-viertel&lt;br /&gt;
|[[Vierzig Diemat]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erschließungsjahr&lt;br /&gt;
|2005&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Namensgebung&lt;br /&gt;
|2005&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Historische Namen&lt;br /&gt;
|keine&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Herbert-Dunkel-Straße&#039;&#039;&#039; ist eine [[Gemeindestraße]] in [[Vierzig Diemat]]. Die Straße geht nördlich von der Straße [[Am Norder Tief]] ab und führt weiter gen Norden zur [[Okko-tom-Brook-Straße]]. Passieren können diesen Übergang jedoch nur schmalspurige Fahrzeuge und Fußgänger, da Verkehrshindernisse eine Durchfahrt für reguläre Kraftfahrzeuge verhindern. Nach Westen hin hat die Straße Anschluss an die [[Alf-Depser-Straße]].&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Herkunft des Namens===&lt;br /&gt;
Die Straße wurde zu Ehren von [[Herbert Dunkel]] benannt, einem Künstler, dessen Schaffens- und Sterbeort Norden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwicklung===&lt;br /&gt;
Die Erschließung der Straße und der umliegenden Neubausiedlung fallen in das Jahr 2005. Historisch befand sich hier die [[Außenbleiche|Außenbleiche der Stadt Norden]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamensammlung?state=item:58666 Schreiber, Gretje (2011): Historische Flurnamensammlung] der Ostfriesischen Landschaft, Nr. 58666&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude und Plätze==&lt;br /&gt;
Zur Herbert-Dunkel-Straße gehören zurzeit noch keine eigenen Anschriften. Westlich der Straße befindet sich seit Oktober 2020 das Postverteilungszentrum der Deutschen Post, jedoch gehört dieses postalisch zu [[Am Norder Tief]]. Historisch befand sich in der Nähe die sogenannte [[Außenbleiche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 2017 begonnene Pläne zum Bau eines neuen [[Polizeikommissariat |Polizeigebäudes]] zwischen der Herbert-Dunkel-Straße und dem [[Schlachthof]] wurden 2020 verworfen und als neuer Standort eine Fläche auf dem ehemaligen [[Doornkaat | Doornkaatgelände]] ins Auge gefasst. Die Fläche östlich der Straße ist damit weiterhin unbebaut. Möglicherweise sollen hier Seniorenwohnungen der gehobenen Preisklasse entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Am Norder Tief - 27072004.jpg|Hinweistafel für das zukünftige Neubaugebiet - Aufnahme vom 27. Juli 2004.&lt;br /&gt;
Datei:Am Norder Tief - 17102004.jpg|Anfänge der Arbeiten für das Neubaugebiet - Aufnahme vom 17. Oktober 2004.&lt;br /&gt;
Datei:Herbert-Dunkel-Straße - 13082004.jpg|Die im Bau befindliche Straße, hier ganz am Anfang - Aufnahme vom 13. August 2004.&lt;br /&gt;
Datei:Herbert-Dunkel-Straße - 02052008.jpg|Erst vier Jahre später erhielt die Straße eine Pflasterung - Aufnahme vom 2. Mai 2008.&lt;br /&gt;
Datei:Herbert-Dunkel-Straße - 06082010.jpg|Blick in die Straße - Aufnahme vom 6. August 2010.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Liste der Straßen in Norden]]&lt;br /&gt;
*[[Außenbleiche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen in Norden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen in Vierzig Diemat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vierzig Diemat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Zwillingsm%C3%BChlen&amp;diff=38735</id>
		<title>Zwillingsmühlen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Zwillingsm%C3%BChlen&amp;diff=38735"/>
		<updated>2022-12-30T20:46:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Drei Mühlen undatierte Aufnahme.jpg|mini|Die Zwillingsmühlen im Hintergrund und die [[Ölmühle]] im Vordergrund (&amp;quot;Die drei Norder Mühlen&amp;quot;).]]&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;&#039;Zwillingsmühlen&#039;&#039;&#039; werden heute die [[Deichmühle]] und die [[Frisiamühle]] bezeichnet, da sie seit der Restaurierung der Frisiamühle 1987 weitestgehend baugleich sind und den Norder [[Südeingang]] prägen. Aufgrund der stadtbildprägenden Bedeutung des Ensembles der beiden Mühlen wurde vor der Errichtung des Einkaufszentrums [[Norder Tor]], welches heute an der Stelle des ehemaligen Gewerbeparks und ursprünglich des Torfhafens steht,  die Auflage erteilt, dass die Frisiamühle aus der Ferne immer in Sicht bleiben muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1929 die Frisiamühle zum Großteil abgebrochen wurde, standen am Südeingang die &#039;&#039;&#039;Drillingsmühlen&#039;&#039;&#039;, nämlich die Deichmühle, die Frisiamühle und die [[Ölmühle]], die heute keine Flügel mehr besitzt und von hohen Bäumen verdeckt wird. Dieser Anblick gleich dreier Mühlen war selbst für damalige Zeiten derart außergewöhnlich, dass er um 1900 herum eines der beliebtesten Postkartenmotive aus Norden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mühlen im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude in Süderneuland I]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Süderneuland I]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg&amp;diff=38734</id>
		<title>Dreißigjähriger Krieg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg&amp;diff=38734"/>
		<updated>2022-12-30T20:31:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: /* Verlauf */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Dreißigjährige Krieg&#039;&#039;&#039; von 1618 bis 1648 brachte für Norden keine Zerstörungen durch unmittelbare Kriegshandlungen mit sich, doch wurden Stadt und Umland wiederholt von verschiedenen Soldaten- bzw. Söldnerheeren besetzt, die sich hier schadlos hielten und mit ihrem Verhalten zu schwerwiegenden Verwüstungen führte und der Stadt den wirtschaftlichen Ruin brachten. Abgesehen von den umfangreichen Plünderungen, &#039;&#039;brachten&#039;&#039; die Söldnerheere jedoch auch etwas nach Ostfriesland, das hierzulande noch überwiegend unbekannt war: Das Tabakrauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verlauf==&lt;br /&gt;
Nachdem der Dreißigjährige Krieg im Jahre 1618 ausbrach, blieb die Grafschaft Ostfriesland neutral und wurde daher zu keiner Zeit in Kampfhandlungen eingebunden. Aufgrund ihrer Neutralität und der eher schwachen Herrschaft von [[Enno III. Cirksena|Graf Enno III.]] und seinem Nachfolger [[Ulrich II. Cirksena|Graf Ulrich II.]] nutzten die Truppen des protestantischen Söldnerführers Peter Ernst II. von Mansfeld das Land von 1622 bis 1624 als Ruheort für seine Truppen. Ursächlich hierfür war ein Abkommen zwischen ihm und den in Ostfriesland seinerzeit sehr einflussreichen Niederländischen Generalstaaten, die seit dem sogenannten &#039;&#039;Osterhusischen Akkord&#039;&#039;, bei dem der ostfriesische Graf einen Großteil seiner Macht an die Ostfriesischen Stände abtreten musste, faktischen Anteil an den politischen Geschicken der Region hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Schmidt, Heinrich (1985): Ostfriesland im Schutze des Deiches, Leer, S. 272&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1622 stand von Mansfeld schließlich für einige Monate ganz in den Diensten der Niederlanden und kam quasi auf deren Einladung nach Ostfriesland, wo seine Truppen auch Norden und das Umland besetzten. Die Übermacht der feindlichen Streitmacht war so gewaltig, dass Enno III. nicht einmal verhindern konnte, dass ihm 300.000 Reichstaler aus seiner Festung, wohin er zwischenzeitlich von Aurich geflohen war, gestohlen wurden. Die Soldaten des von Mansfeld hielten ihn dort zudem wie einen Gefangenen fest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. November 1622 zog das Söldnerheer in der Stadt ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt; Norden und Ostfriesland litten in der Folgezeit große Not. Die auswärtigen Truppen ernährten sich aus dem Lande und wurden durch Anwerbungen noch verstärkt. Die Bevölkerung wurde durch direktes (Mord) und indirektes Wirken (Vorratsplünderung) der Mansfelder Truppen auf bis zu die Hälfte reduziert.&amp;lt;ref&amp;gt;Rack, Eberhard (1967): Besiedlung und Siedlung des Altkreises Norden, Münster, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Flohen Norder Bürger aus ihren Häusern vor der disziplinlosen Horde Mansfelds, wurden ihre Häuser in Brand gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2020): Die Bewohner des Bürgerhauses in Norden. Haus der Bürgerstiftung Norden, Norden, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzig die Stadt Emden konnte sich, geschützt durch den kurz zuvor fertiggestellten Emder Wall, Mansfeld widersetzen. Als dieser einige Dörfer der Umgebung besetzte, verlangten die Emder von den Generalstaaten vergeblich Hilfe. Die Stadt war aber gut gerüstet und in der Lage, eine ausreichende Verteidigungsanlage zu errichten. Der Festungsbaumeister Johann von Falkenburg hatte die Stadt von 1606 bis 1616 auf den neuesten Stand der Verteidigungstechnik gebracht. So konnte sie ihre Umgebung gezielt unter Wasser setzen, was sie zur Demonstration auch tat. Ferner riss sie den Vorort Barenburg ab, um freies Schussfeld zu haben. Mansfeld unterließ es daraufhin, die Stadt anzugreifen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sonstige, ungeschützte ostfriesische Bevölkerung reagierte auf die brutalen Übergriffe mit Abwehr- und Racheaktionen. Allmählich begannen die Verhältnisse in der Region sich zum offenen Kriegszustand zu entwickeln. Für die Niederländischen Generalstaaten als vorgebliche Schutzmacht waren die Zustände in Ostfriesland bald nicht mehr haltbar und so vermittelten sie, die die Truppen ja überhaupt ins Land geholt hatten, zwischen von Mansfeld und den Ostfriesischen Ständen, die bezeichnenderweise an Stelle des Grafen die Verhandlungen über die Bedingungen des Abzuges führten. Von Mansfeld, der durch die Verwüstung Ostfrieslands sich selbst seiner Basis beraubt hatte, verlangte dafür 300.000 Gulden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Mansfeld.pdf Biographie des Peter Ernst II. von Mansfeld] in der Personendatenbank der Ostfriesischen Landschaft&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Summe im Lande aufzubringen war nicht möglich. Schließlich boten die Niederländer an, den Ständen diese Summe vorzustrecken. Am 12. Januar 1624 unterschrieb Mansfeld den Abzugsvertrag und entließ seine Söldnertruppen bei Stickhausen.&amp;lt;ref&amp;gt;Patze, Hans (1998): Geschichte Niedersachsens - Politik, Wirtschaft und Gesellschaft von der Reformation bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, Hannover, S. 122&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits am 5. Januar des Jahres verließen sie die Stadt Norden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum waren die Söldner des von Mansfeld abgezogen, besetzten von 1627 bis 1631 katholische Truppen der ligistischen Armee Tillys und schließlich von 1637 bis 1651 hessische Truppen das Land. Zwar kam es, anders als bei den &#039;&#039;Mansfeldern&#039;&#039; nicht zu massenweisen Plünderungen, Brandstiftungen und Vergewaltigungen, doch auch diese Invasoren forderten hohe Kontributionszahlungen, die Ostfriesland endgültig in den Ruin trieben. Da die Summen nicht im Land verfügbar waren, mussten sie durch langfristige Kredite bei den Niederländischen Generalstaaten aufgebracht werden, sodass Ostfriesland paradoxerweise Schuldner des Landes wurde, das maßgeblich dafür verantwortlich war, dass auswärtige Truppen überhaupt erst in der Region einfielen. Zudem sahen sich die Grafen Ostfrieslands nach dem Raub der 300.000 in Fässer abgepackten Reichstaler in Esens durch Mansfeldsche Truppen weiteren Forderungen durch das Haus Liechtenstein als Rechtsnachfolger der Grafen von Rietberg ausgesetzt, mit dem das Harlingerland seit der Zeit von [[Balthasar von Esens]] verbunden war. Diese erneuerten 1663 die Forderungen des Berumer Vertrages. Da Ostfriesland nicht zahlen konnte, wurde der Fürstbischof von Münster zum Schuldeneintreiber bestimmt. Er fiel in Ostfriesland ein. Nur mit Hilfe der Generalstaaten und des Herzogs Eberhard von Württemberg konnten die münsterschen Truppen vertrieben, ein Kompromiss vermittelt und die noch einmal um 200.000 Taler erhöhte Summe aufgebracht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Klopp, Onno (1854): Geschichte Ostfrieslands von 1570-1751, Hannover, S. 286&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den wirtschaftlichen Ruin schrumpfte auch die [[Norder Hafen|Norder Handelsflotte]] zusammen und da die Viehbestände fast gänzlich dezimiert wurden, begannen die Marschbauern mit dem Anbau von Getreide. In diese Zeit fällt daher der Bau zahlreicher [[:Kategorie:Mühlen im Stadtgebiet|Mühlen im Stadtgebiet]]. Als einer der wenigen Wirtschaftszweige konnte das Handwerk von den Umständen profitieren, standen doch zahlreiche Wiederaufbaumaßnahmen an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Appell-Krieg]]&lt;br /&gt;
*[[Siebenjähriger Krieg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ereignisse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
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		<title>Zweites Siel</title>
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		<updated>2022-12-25T02:31:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: /* Galerie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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==Zweites Siel==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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| Title = Zweites Siel&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit&lt;br /&gt;
|1757 (1573, 1706, 1747)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erbauer&lt;br /&gt;
|[[Stadt Norden]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bauweise&lt;br /&gt;
|Siel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
|1932 abgebrochen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Genaue Lage&lt;br /&gt;
|[[Am Hafen]]&lt;br /&gt;
26506 Norden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Der oder das &#039;&#039;&#039;Zweite Siel&#039;&#039;&#039; (auch: &#039;&#039;Zweites Norder Siel;&#039;&#039; seit 1756: &#039;&#039;Großes Norder Siel&#039;&#039;) war der Nachfolgebau des weiter nördlich liegenden [[Erstes Siel|Ersten Siels]]. Es entstand im Zuge der Bauarbeiten zum [[Norder Hafen]] und wurde 1932 abgebrochen. Heute erinnert noch ein Teil des alten Sielhautes auf der [[Neue Mühlenbrücke|Neuen Mühlenbrücke]] an das einst ebenso stolze wie wichtige Siel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnung ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Siel&#039;&#039; ist ein friesisches Wort und kann zuerst um 1280 nachgewiesen werden. Ein eng verwandter Begriff aus dem Hochdeutschen ist &#039;&#039;seihen&#039;&#039;. Die Bezeichnung &#039;&#039;Siel&#039;&#039; ist auf altes friesisches Siedlungsgebiet beschränkt, was dazu führt, dass es für die gemeinte technische Entwässerungseinrichtung in Deutschland ausschließlich, in den Niederlanden weitgehend nur in den Provinzen Groningen und Friesland Verwendung findet. Der spezifischere Begriff lautet &#039;&#039;&#039;Entwässerungsschleuse&#039;&#039;&#039; (ndl. &#039;&#039;spuisluis&#039;&#039;).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ostfriesischen Plattdeutsch ist &#039;&#039;Siel&#039;&#039;, so wie im Friesischen, aus dem der Begriff &#039;&#039;Sîl&#039;&#039; ererbt worden ist, wohl ursprünglich ein Maskulinum. Auch im Nordniederländischen sagt man bis heute &#039;&#039;de zijl&#039;&#039;. Im Hochdeutschen und zunehmend im ostfriesischen Platt gebraucht man das Wort &#039;&#039;Siel&#039;&#039; umgangsssprachlich als Neutrum, was ebenfalls im Saterfriesischen zu beobachten ist (&#039;&#039;die&#039;&#039; oder &#039;&#039;dät Siel&#039;&#039;). Dadurch kommt es vor, dass in der Fachliteratur (Wasserwirtschaft, Siedlungsgeschichte) sehr häufig von &#039;&#039;&#039;der Siel&#039;&#039;&#039; die Rede ist, während in der Umgangssprache vorwiegend &#039;&#039;&#039;das Siel&#039;&#039;&#039; Verwendung findet. Es kann vermutet werden, dass der Genuswechsel auch dadurch befördert wird, dass sich das Wort &#039;&#039;Siel&#039;&#039; als Neutrum in Hamburg als allgemeiner Begriff für jeglichen Abwasserkanal etabliert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Nachdem das [[Erstes Siel|&#039;&#039;Erste Siel&#039;&#039;]] durch die [[Westermarscher Neuland|Neulandgewinnung]] und den Bau des [[Neuer Süderdeich|Neuen Süderdeiches]] bis 1583 seine Bedeutung verlor, übernahm das schon ab etwa 1570 errichtete und 1573 fertiggestellte &#039;&#039;Zweite Siel&#039;&#039; die Aufgabe der Stadtentwässerung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Schreiber, Gretje (2011): Das Norder Hafengebiet und seine beiden Häfen im 16. Jahrhundert, Manuskript&amp;lt;/ref&amp;gt; Von seinem Standort aus (zunächst noch etwas weiter südlich)&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt; entwässerte es unmittelbar in das [[Norder Tief]]. Wegen der großen Bedeutung des Siels kümmerten sich drei [[Sielrichter]] gleichzeitig um seine Instandhaltung: Einer aus der [[Stadt Norden]] und zwei aus dem [[Amt Norden]].&amp;lt;ref&amp;gt;Cremer, Ufke (1929): Beschreibung der Stadt und des Amtes Norden. Nachdruck des Originals von Hermann Wichmann Grems, Norden, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Petriflut]] 1651 war es so beschädigt worden, dass man - offenbar jedoch nur notdürftig - reparierte. 1690 stellte man fest, dass eine Neuanschaffung notwendig wird, da das abgängige Siel keinem Sturm mehr standhalten würde. Wegen Geldmangels erwarb man jedoch nur ein gebrauchtes in der Stadt Leer und platzierte es weiter nördlich des Vorgängersiels. Doch auch dieses Siel hielt nicht lange und es versank im weichen Untergrund. Abermals (1706) musste ein neues Siel erbaut werden, diesmal an seiner heutigen Stelle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 85&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bau kostete die Stadt insgesamt 4.537 Gulden und 9 Stüber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; In der Folge mussten die Hafengebühren erhöht werden, um die Ausgaben refinanzieren zu können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; 1747 wurden die Arbeiten an dem nun abermals neugebauten Siel vollendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 125&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Verfestigung des Siels mit dem Deich kam auch eine größere Menge Unrat zusammen, der sich im Laufe der Zeit am Ende der [[Sielstraße]] angehäuft hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 143f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem seinerzeit eigens errichteten [[Sieltorhaus]] befand sich damals nicht nur die Hafenmeisterei, hier wurden auch die (hölzernen) Ersatzsieltore gelagert.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöver Christof (2000): Menschen und Geschichten um den Norder Hafen, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier, 2. Juni 2000, S. 17-20&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem über Jahrhunderte Sturmfluten und Versandungen die aus Holz erbauten Siele immer wieder zerstörten, baute man 1756 bis 1757 zum ersten Mal einen Siel aus Stein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 328&amp;lt;/ref&amp;gt; Um dieses vor Beschädigungen durch losgerissene Schiffe zu schützen, legte man einen waagerechten Balken, den sogenannten &#039;&#039;Störmpaal&#039;&#039; (Sturmpfahl) vor die Tore.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaffke, Hermann (2005): Küstenbadeort Norden-Norddeich, Erfurt, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser war ein beliebter Treffpunkt für Kinder und Jugendliche, die von hier aus dem Treiben am Hafen zusahen.&amp;lt;ref&amp;gt;Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche Teil des Siels wurden erst 1931 abgerissen, nachdem es durch den Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]] im Jahre 1929 seine Bedeutung verlor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 44&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Überbleibsel wurden bis 1932 abgetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Norder Hafen befinden sich jedoch bis heute noch Überbleibsel des steinernen Oberbaus als Denkmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funktionsweise==&lt;br /&gt;
[[Siel|Siele]] dienten seit ihrer Entstehung vorwiegend der Entwässerung der tiefliegenden [[Marsch|Marschgebiete]]. Vor dem Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]] war auch das [[Norder Tief]] den Tiden (Ebbe und Flut) unterworfen. Bei Flut schlossen sich die Sieltore durch den entstehenden Wasserdruck, sodass sich das aus den Marschgebieten zum Siel laufende Wasser anstauen konnte. Bei Ebbe ließ der von außen drängende Wasserdruck nach, sodass die Tore sich nun durch den inneren Wasserdruck öffneten und das Wasser aus dem Entwässerungsgraben (niederdeutsch: &#039;&#039;Schloot&#039;&#039;) drückte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen Altes Siel um 1920 01.jpg|Das Große Norder Siel, dahinter das [[Altes Zollhaus|Alte Zollhaus]] (um 1920).&lt;br /&gt;
Datei:Großes Norder Siel vor 1931 (1101123) MZ.jpg|Aufnahme aus der Zeit vor 1931.&lt;br /&gt;
Datei:Siel von Abbruch.jpg|Vor 1929: Ansicht vom Zollhaus Richtung Osten auf die Tore des Großen Siels, darüber das Sielhaupt. Rechts Schlickrücken und Deichmühle direkt am Deichfuß, mittig Frisiamühle noch mit Flügeln.&lt;br /&gt;
Datei:Siel nach Abbruch.jpg|Nach 1931: Großes Siel abgebrochen, alte Deiche teilweise bereits abgetragen. Neu errichtete Holzbrücke an Stelle des Siels. Rechts hat sich die Salzwiese zu einer üppigen Weide gewandelt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Fridericussiel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Siele im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Siel nach Abbruch&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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==Zweites Siel==&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Basisdaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit&lt;br /&gt;
|1757 (1573, 1706, 1747)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erbauer&lt;br /&gt;
|[[Stadt Norden]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bauweise&lt;br /&gt;
|Siel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
|1932 abgebrochen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Genaue Lage&lt;br /&gt;
|[[Am Hafen]]&lt;br /&gt;
26506 Norden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Der oder das &#039;&#039;&#039;Zweite Siel&#039;&#039;&#039; (auch: &#039;&#039;Zweites Norder Siel;&#039;&#039; seit 1756: &#039;&#039;Großes Norder Siel&#039;&#039;) war der Nachfolgebau des weiter nördlich liegenden [[Erstes Siel|Ersten Siels]]. Es entstand im Zuge der Bauarbeiten zum [[Norder Hafen]] und wurde 1932 abgebrochen. Heute erinnert noch ein Teil des alten Sielhautes auf der [[Neue Mühlenbrücke|Neuen Mühlenbrücke]] an das einst ebenso stolze wie wichtige Siel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnung ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Siel&#039;&#039; ist ein friesisches Wort und kann zuerst um 1280 nachgewiesen werden. Ein eng verwandter Begriff aus dem Hochdeutschen ist &#039;&#039;seihen&#039;&#039;. Die Bezeichnung &#039;&#039;Siel&#039;&#039; ist auf altes friesisches Siedlungsgebiet beschränkt, was dazu führt, dass es für die gemeinte technische Entwässerungseinrichtung in Deutschland ausschließlich, in den Niederlanden weitgehend nur in den Provinzen Groningen und Friesland Verwendung findet. Der spezifischere Begriff lautet &#039;&#039;&#039;Entwässerungsschleuse&#039;&#039;&#039; (ndl. &#039;&#039;spuisluis&#039;&#039;).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ostfriesischen Plattdeutsch ist &#039;&#039;Siel&#039;&#039;, so wie im Friesischen, aus dem der Begriff &#039;&#039;Sîl&#039;&#039; ererbt worden ist, wohl ursprünglich ein Maskulinum. Auch im Nordniederländischen sagt man bis heute &#039;&#039;de zijl&#039;&#039;. Im Hochdeutschen und zunehmend im ostfriesischen Platt gebraucht man das Wort &#039;&#039;Siel&#039;&#039; umgangsssprachlich als Neutrum, was ebenfalls im Saterfriesischen zu beobachten ist (&#039;&#039;die&#039;&#039; oder &#039;&#039;dät Siel&#039;&#039;). Dadurch kommt es vor, dass in der Fachliteratur (Wasserwirtschaft, Siedlungsgeschichte) sehr häufig von &#039;&#039;&#039;der Siel&#039;&#039;&#039; die Rede ist, während in der Umgangssprache vorwiegend &#039;&#039;&#039;das Siel&#039;&#039;&#039; Verwendung findet. Es kann vermutet werden, dass der Genuswechsel auch dadurch befördert wird, dass sich das Wort &#039;&#039;Siel&#039;&#039; als Neutrum in Hamburg als allgemeiner Begriff für jeglichen Abwasserkanal etabliert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Nachdem das [[Erstes Siel|&#039;&#039;Erste Siel&#039;&#039;]] durch die [[Westermarscher Neuland|Neulandgewinnung]] und den Bau des [[Neuer Süderdeich|Neuen Süderdeiches]] bis 1583 seine Bedeutung verlor, übernahm das schon ab etwa 1570 errichtete und 1573 fertiggestellte &#039;&#039;Zweite Siel&#039;&#039; die Aufgabe der Stadtentwässerung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Schreiber, Gretje (2011): Das Norder Hafengebiet und seine beiden Häfen im 16. Jahrhundert, Manuskript&amp;lt;/ref&amp;gt; Von seinem Standort aus (zunächst noch etwas weiter südlich)&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt; entwässerte es unmittelbar in das [[Norder Tief]]. Wegen der großen Bedeutung des Siels kümmerten sich drei [[Sielrichter]] gleichzeitig um seine Instandhaltung: Einer aus der [[Stadt Norden]] und zwei aus dem [[Amt Norden]].&amp;lt;ref&amp;gt;Cremer, Ufke (1929): Beschreibung der Stadt und des Amtes Norden. Nachdruck des Originals von Hermann Wichmann Grems, Norden, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Petriflut]] 1651 war es so beschädigt worden, dass man - offenbar jedoch nur notdürftig - reparierte. 1690 stellte man fest, dass eine Neuanschaffung notwendig wird, da das abgängige Siel keinem Sturm mehr standhalten würde. Wegen Geldmangels erwarb man jedoch nur ein gebrauchtes in der Stadt Leer und platzierte es weiter nördlich des Vorgängersiels. Doch auch dieses Siel hielt nicht lange und es versank im weichen Untergrund. Abermals (1706) musste ein neues Siel erbaut werden, diesmal an seiner heutigen Stelle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 85&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bau kostete die Stadt insgesamt 4.537 Gulden und 9 Stüber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; In der Folge mussten die Hafengebühren erhöht werden, um die Ausgaben refinanzieren zu können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; 1747 wurden die Arbeiten an dem nun abermals neugebauten Siel vollendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 125&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Verfestigung des Siels mit dem Deich kam auch eine größere Menge Unrat zusammen, der sich im Laufe der Zeit am Ende der [[Sielstraße]] angehäuft hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 143f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem seinerzeit eigens errichteten [[Sieltorhaus]] befand sich damals nicht nur die Hafenmeisterei, hier wurden auch die (hölzernen) Ersatzsieltore gelagert.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöver Christof (2000): Menschen und Geschichten um den Norder Hafen, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier, 2. Juni 2000, S. 17-20&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem über Jahrhunderte Sturmfluten und Versandungen die aus Holz erbauten Siele immer wieder zerstörten, baute man 1756 bis 1757 zum ersten Mal einen Siel aus Stein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 328&amp;lt;/ref&amp;gt; Um dieses vor Beschädigungen durch losgerissene Schiffe zu schützen, legte man einen waagerechten Balken, den sogenannten &#039;&#039;Störmpaal&#039;&#039; (Sturmpfahl) vor die Tore.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaffke, Hermann (2005): Küstenbadeort Norden-Norddeich, Erfurt, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser war ein beliebter Treffpunkt für Kinder und Jugendliche, die von hier aus dem Treiben am Hafen zusahen.&amp;lt;ref&amp;gt;Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche Teil des Siels wurden erst 1931 abgerissen, nachdem es durch den Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]] im Jahre 1929 seine Bedeutung verlor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 44&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Überbleibsel wurden bis 1932 abgetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Norder Hafen befinden sich jedoch bis heute noch Überbleibsel des steinernen Oberbaus als Denkmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funktionsweise==&lt;br /&gt;
[[Siel|Siele]] dienten seit ihrer Entstehung vorwiegend der Entwässerung der tiefliegenden [[Marsch|Marschgebiete]]. Vor dem Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]] war auch das [[Norder Tief]] den Tiden (Ebbe und Flut) unterworfen. Bei Flut schlossen sich die Sieltore durch den entstehenden Wasserdruck, sodass sich das aus den Marschgebieten zum Siel laufende Wasser anstauen konnte. Bei Ebbe ließ der von außen drängende Wasserdruck nach, sodass die Tore sich nun durch den inneren Wasserdruck öffneten und das Wasser aus dem Entwässerungsgraben (niederdeutsch: &#039;&#039;Schloot&#039;&#039;) drückte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen Altes Siel um 1920 01.jpg|Das Große Norder Siel, dahinter das [[Altes Zollhaus|Alte Zollhaus]] (um 1920).&lt;br /&gt;
Datei:Großes Norder Siel vor 1931 (1101123) MZ.jpg|Aufnahme aus der Zeit vor 1931.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Fridericussiel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Siele im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Zweites_Siel&amp;diff=38721</id>
		<title>Zweites Siel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Zweites_Siel&amp;diff=38721"/>
		<updated>2022-12-25T02:04:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
==Zweites Siel==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |{{#display_map:&lt;br /&gt;
| Title = Zweites Siel&lt;br /&gt;
| Text = Siel in Norden&lt;br /&gt;
| center = 53.590130160371814, 7.2118988983098085&lt;br /&gt;
| circles = 53.590130160371814, 7.2118988983098085 :20&lt;br /&gt;
| zoom = 17&lt;br /&gt;
| width = 300px&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Basisdaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit&lt;br /&gt;
|1757 (1573, 1706, 1747)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erbauer&lt;br /&gt;
|[[Stadt Norden]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bauweise&lt;br /&gt;
|Siel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
|1932 abgebrochen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Genaue Lage&lt;br /&gt;
|[[Am Hafen]]&lt;br /&gt;
26506 Norden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Der oder das &#039;&#039;&#039;Zweite Siel&#039;&#039;&#039; (auch: &#039;&#039;Zweites Norder Siel;&#039;&#039; seit 1756: &#039;&#039;Großes Norder Siel&#039;&#039;) war der Nachfolgebau des weiter nördlich liegenden [[Erstes Siel|Ersten Siels]]. Es entstand im Zuge der Bauarbeiten zum [[Norder Hafen]] und wurde 1932 abgebrochen. Heute erinnert noch ein Teil des alten Sielhautes auf der [[Neue Mühlenbrücke|Neuen Mühlenbrücke]] an das einst ebenso stolze wie wichtige Siel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezeichnung ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Siel&#039;&#039; ist ein friesisches Wort und kann zuerst um 1280 nachgewiesen werden. Ein eng verwandter Begriff aus dem Hochdeutschen ist &#039;&#039;seihen&#039;&#039;. Die Bezeichnung &#039;&#039;Siel&#039;&#039; ist auf altes friesisches Siedlungsgebiet beschränkt, was dazu führt, dass es für die gemeinte technische Entwässerungseinrichtung in Deutschland ausschließlich, in den Niederlanden weitgehend nur in den Provinzen Groningen und Friesland Verwendung findet. Der spezifischere Begriff lautet &#039;&#039;&#039;Entwässerungsschleuse&#039;&#039;&#039; (ndl. &#039;&#039;spuisluis&#039;&#039;). &lt;br /&gt;
Im ostfriesischen Plattdeutsch ist &#039;&#039;Siel&#039;&#039;, so wie im Friesischen, aus dem der Begriff &#039;&#039;Sîl&#039;&#039; ererbt worden ist, wohl ursprünglich ein Maskulinum. Auch im Nordniederländischen sagt man bis heute &#039;&#039;de zijl&#039;&#039;. Im Hochdeutschen und zunehmend im ostfriesischen Platt gebraucht man das Wort &#039;&#039;Siel&#039;&#039; umgangsssprachlich als Neutrum, was ebenfalls im Saterfriesischen zu beobachten ist (&#039;&#039;die&#039;&#039; oder &#039;&#039;dät Siel&#039;&#039;). Dadurch kommt es vor, dass in der Fachliteratur (Wasserwirtschaft, Siedlungsgeschichte) sehr häufig von &#039;&#039;&#039;der Siel&#039;&#039;&#039; die Rede ist, während in der Umgangssprache vorwiegend &#039;&#039;&#039;das Siel&#039;&#039;&#039; Verwendung findet. Es kann vermutet werden, dass der Genuswechsel auch dadurch befördert wird, dass sich das Wort &#039;&#039;Siel&#039;&#039; als Neutrum in Hamburg als allgemeiner Begriff für jeglichen Abwasserkanal etabliert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Nachdem das [[Erstes Siel|&#039;&#039;Erste Siel&#039;&#039;]] durch die [[Westermarscher Neuland|Neulandgewinnung]] und den Bau des [[Neuer Süderdeich|Neuen Süderdeiches]] bis 1583 seine Bedeutung verlor, übernahm das schon ab etwa 1570 errichtete und 1573 fertiggestellte &#039;&#039;Zweite Siel&#039;&#039; die Aufgabe der Stadtentwässerung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Schreiber, Gretje (2011): Das Norder Hafengebiet und seine beiden Häfen im 16. Jahrhundert, Manuskript&amp;lt;/ref&amp;gt; Von seinem Standort aus (zunächst noch etwas weiter südlich)&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt; entwässerte es unmittelbar in das [[Norder Tief]]. Wegen der großen Bedeutung des Siels kümmerten sich drei [[Sielrichter]] gleichzeitig um seine Instandhaltung: Einer aus der [[Stadt Norden]] und zwei aus dem [[Amt Norden]].&amp;lt;ref&amp;gt;Cremer, Ufke (1929): Beschreibung der Stadt und des Amtes Norden. Nachdruck des Originals von Hermann Wichmann Grems, Norden, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Petriflut]] 1651 war es so beschädigt worden, dass man - offenbar jedoch nur notdürftig - reparierte. 1690 stellte man fest, dass eine Neuanschaffung notwendig wird, da das abgängige Siel keinem Sturm mehr standhalten würde. Wegen Geldmangels erwarb man jedoch nur ein gebrauchtes in der Stadt Leer und platzierte es weiter nördlich des Vorgängersiels. Doch auch dieses Siel hielt nicht lange und es versank im weichen Untergrund. Abermals (1706) musste ein neues Siel erbaut werden, diesmal an seiner heutigen Stelle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 85&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Bau kostete die Stadt insgesamt 4.537 Gulden und 9 Stüber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; In der Folge mussten die Hafengebühren erhöht werden, um die Ausgaben refinanzieren zu können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; 1747 wurden die Arbeiten an dem nun abermals neugebauten Siel vollendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 125&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Verfestigung des Siels mit dem Deich kam auch eine größere Menge Unrat zusammen, der sich im Laufe der Zeit am Ende der [[Sielstraße]] angehäuft hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 143f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem seinerzeit eigens errichteten [[Sieltorhaus]] befand sich damals nicht nur die Hafenmeisterei, hier wurden auch die (hölzernen) Ersatzsieltore gelagert.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöver Christof (2000): Menschen und Geschichten um den Norder Hafen, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier, 2. Juni 2000, S. 17-20&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem über Jahrhunderte Sturmfluten und Versandungen die aus Holz erbauten Siele immer wieder zerstörten, baute man 1756 bis 1757 zum ersten Mal einen Siel aus Stein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1989): Handel und Wandel, Norden, S. 328&amp;lt;/ref&amp;gt; Um dieses vor Beschädigungen durch losgerissene Schiffe zu schützen, legte man einen waagerechten Balken, den sogenannten &#039;&#039;Störmpaal&#039;&#039; (Sturmpfahl) vor die Tore.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaffke, Hermann (2005): Küstenbadeort Norden-Norddeich, Erfurt, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser war ein beliebter Treffpunkt für Kinder und Jugendliche, die von hier aus dem Treiben am Hafen zusahen.&amp;lt;ref&amp;gt;Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche Teil des Siels wurden erst 1931 abgerissen, nachdem es durch den Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]] im Jahre 1929 seine Bedeutung verlor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 44&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Überbleibsel wurden bis 1932 abgetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Norder Hafen befinden sich jedoch bis heute noch Überbleibsel des steinernen Oberbaus als Denkmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funktionsweise==&lt;br /&gt;
[[Siel|Siele]] dienten seit ihrer Entstehung vorwiegend der Entwässerung der tiefliegenden [[Marsch|Marschgebiete]]. Vor dem Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]] war auch das [[Norder Tief]] den Tiden (Ebbe und Flut) unterworfen. Bei Flut schlossen sich die Sieltore durch den entstehenden Wasserdruck, sodass sich das aus den Marschgebieten zum Siel laufende Wasser anstauen konnte. Bei Ebbe ließ der von außen drängende Wasserdruck nach, sodass die Tore sich nun durch den inneren Wasserdruck öffneten und das Wasser aus dem Entwässerungsgraben (niederdeutsch: &#039;&#039;Schloot&#039;&#039;) drückte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Norder Hafen Altes Siel um 1920 01.jpg|Das Große Norder Siel, dahinter das [[Altes Zollhaus|Alte Zollhaus]] (um 1920).&lt;br /&gt;
Datei:Großes Norder Siel vor 1931 (1101123) MZ.jpg|Aufnahme aus der Zeit vor 1931.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Fridericussiel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Siele im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
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		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Johann-Christian-Reil-Stra%C3%9Fe&amp;diff=38720</id>
		<title>Johann-Christian-Reil-Straße</title>
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		<updated>2022-12-25T00:20:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
==Johann-Christian-Reil-Straße==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |{{#display_map:&lt;br /&gt;
| Title = Johann-Christian-Reil-Straße&lt;br /&gt;
| Text = Gemeindestraße in Norden&lt;br /&gt;
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| zoom = 16&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Basisdaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stadtteil/-viertel&lt;br /&gt;
|[[Norden (Stadtteil) |Norden]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erschließungsjahr&lt;br /&gt;
|um 1925&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Namensgebung&lt;br /&gt;
|um 1925&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Historische Namen&lt;br /&gt;
|keine&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Johann-Christian-Reil-Straße&#039;&#039;&#039; ist eine [[Gemeindestraße]] in [[Norden (Stadtteil) |Norden]]. Sie grenzt nordwestlich an [[Im Thuner]] und südöstlich an die [[Feldstraße]]. Gekreuzt wird sie von der [[Ufke-Cremer-Straße]], weiterhin geht nordöstlich die [[Otto-Leege-Straße]] ab.&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Entwicklung des Namens ===&lt;br /&gt;
Die Straße heutige Johann-Christian-Reil-Straße war ursprünglich Teil der &#039;&#039;&#039;Friesenstraße&#039;&#039;&#039;. Die alte Friesenstraße verlief, erst im Spiet beginnend, bis zur Otto-Leege-Straße, davor und dahinter befanden sich lange Zeit ausgedehnte Wiesen ohne befestigte Wegführung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl aufgrund der Tatsache, dass die Friesenstraße an der Kreuzung zur Feldstraße einen markanten, möglicherweise Verwirrung stiftenden Versatz hatte und sich später auch durch weitere Bebauung nach Nordwesten und Südosten bedeutend verlängert hatte, entschied man sich nach dem Zweiten Weltkrieg, den nordwestlichen Teil zu separieren und umzubenennen zu Ehren des auch in Norden tätigen Arztes Johann Christian Reil, einem weit über Ostfriesland hinaus bekannten Mediziner und dem Begründer der modernen Psychiatrie.&amp;lt;ref&amp;gt;Übersicht über sach- und personenbezogene Straßennamen der Stadt Norden&amp;lt;/ref&amp;gt; Kurioserweise nannte man die Straße aber zuerst nur &#039;&#039;&#039;Christian-Reil-Straße&#039;&#039;&#039; und mutete den Anwohnern viele Jahre später eine erneute Umbenennung zu in den heutigen Namen &#039;&#039;&#039;Johann-Christian-Reil-Straße&#039;&#039;&#039;. Die älteren Einwohner nennen ihre Straße noch heute nur &#039;&#039;Christian-Reil-Straße&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ===&lt;br /&gt;
Anhand der für die 1920er Jahre typischen Bebauung kann eine Erschließung der Friesenstraße für die Zeit um 1925 angenommen werden. Zuvor war das Land hier nicht sturmflutsicher gewesen und die äußerste Siedlungsgrenze bildete der nordöstlich parallel verlaufende Hollweg, dessen Nordostseite noch am sicheren Geestrand liegt. Erhöhte Deichsicherheit, verbesserte Entwässerung und die zunehmende Verlandung des Tiefs, schließlich sein Abschluss von der Nordsee 1929 durch den Bau des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]], ermöglichten schließlich eine weitere Wohnbebauung in die Marsch hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst entstand grob das Carrée &#039;&#039;Feldstraße&#039;&#039;, &#039;&#039;Friesenstraße&#039;&#039;, &#039;&#039;Otto-Leege-Straße&#039;&#039;. In dem Bereich, der heutzutage die Johann-Christian-Reil-Straße bildet, standen bis nach dem Zweiten Weltkrieg nur 14 Häuser, nämlich jeweils sieben an jeder Straßenseite zur Feldstraße hin. Diese geben sich noch heute überwiegend durch die typischen Mansarddächer und Walmdächer der 20er Jahre zu erkennen. Nur bessergestellte Familien etwa von Staatsbeamten konnten sich den Bau einer solchen kleinen Villa erlauben, und dieser neu erschlossene &amp;quot;ruhige, grüne Westen&amp;quot; der Stadt galt damals als vornehme, bevorzugte Wohngegend im Gegensatz zur beengten Wohnsituation in der Altstadt und den nunmehr als unmodern empfundenen, üppig verzierten Jugendstilvillen der Kaiserzeit an den belebten Durchgangsstraßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage sind alle umliegenden Wiesen bebaut, was den ursprünglichen idyllischen Charakter der Straße etwa seit den 1960er Jahren stark verändert hat. Aber die Großzügigkeit der Grundstücke und Häuser, die Nähe zu Innenstadt und Gewerbepark, zu Schulen und nicht zuletzt die &amp;quot;rückwärtige&amp;quot; Anbindung über Nebenstraßen ins Kurgebiet von Norddeich haben auch nach hundert Jahren ihren Reiz nicht verloren und machen die Gegend um die Johann-Christian-Reil-Straße nach wie vor zu einer bevorzugten Wohngegend in Norden. Dies ist nicht zuletzt daran zu erkennen, dass auch hier seit den 2010er Jahren eine Verdichtung einsetzt durch Abriss von Einfamilienhäusern und Neubebauung unter voller Ausnutzung des Bauteppichs durch Mehrparteienhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude und Plätze ==&lt;br /&gt;
In der Straße befinden sich ausschließlich Wohnhäuser, überwiegend Einfamilienhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Liste der Straßen in Norden]]&lt;br /&gt;
*[[Johann-Christian-Reil-Haus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen in Norden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Schlicktief&amp;diff=38719</id>
		<title>Schlicktief</title>
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		<updated>2022-12-24T23:20:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: &lt;/p&gt;
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==Schlicktief==&lt;br /&gt;
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| Title = Schlicktief&lt;br /&gt;
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| zoom = 15&lt;br /&gt;
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|Kategorie&lt;br /&gt;
|[[:Kategorie:Gewässer im Stadtgebiet|Gewässer im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ursprung&lt;br /&gt;
|namenloser Entwässerungsgraben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Mündung&lt;br /&gt;
|[[Norder Tief]]&lt;br /&gt;
|} __NOTOC__&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Schlicktief&#039;&#039;&#039; (ostfr. Platt: &#039;&#039;Sliekdeep&#039;&#039;) ist ein Entwässerungsgraben in [[Tidofeld]] östlich des [[Burgen- und Schlickplatz|Burgen- und Schlickplatzes]]. Aus ihm wurde Schlick zur Verbesserung der Bodenbeschaffenheit der anliegenden Ländereien geholt. Das Schlicktief entspringt aus einem namenlosen Entwässerungsgraben südlich der [[Heerstraße]] und mündet in das [[Norder Tief]]. Nur der nördlich der Heerstraße gelegene Teil wird Schlicktief genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Entwässerungsverband Norden]]: Bezeichnung der Gewässer (Übersichtskarte)&amp;lt;/ref&amp;gt; Als &#039;&#039;Gewässer 2. Ordnung&#039;&#039; ist der [[Entwässerungsverband Norden]] für den Unterhalt des Gewässers zuständig. Der Gewässerverlauf besteht seit mindestens 1895 und wurde seidem nur geringfügig geändert.&amp;lt;ref&amp;gt;Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße [[Am Schlicktief]] wurde nach dem Schlicktief benannt. Westlich des Burgen- und Schlickplatzes befindet sich das sogenannte [[Schlicktief II]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Schlicktief 22012021 01.jpg|Das Schlicktief. Aufgenommen am 22. Januar 2021 von der [[Heerstraße]] aus.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Am Schlicktief]]&lt;br /&gt;
*[[Schlicktief II]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tidofeld]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Poggenpoller&amp;diff=38718</id>
		<title>Poggenpoller</title>
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		<updated>2022-12-24T23:13:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: /* Herkunft des Namens */&lt;/p&gt;
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==Poggenpoller==&lt;br /&gt;
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| Title = Poggenpoller&lt;br /&gt;
| Text = Gemeindestraße in Norden&lt;br /&gt;
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|Erschließungsjahr&lt;br /&gt;
|nach 1980&lt;br /&gt;
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|Namensgebung&lt;br /&gt;
|nach 1980&lt;br /&gt;
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|Historische Namen&lt;br /&gt;
|keine&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Poggenpoller&#039;&#039;&#039; ist eine [[Gemeindestraße]] in [[Bargebur]]. Sie ist eine nördliche Nebenstraße des [[Alter Postweg |Alten Postwegs]] und eine Sackgasse.&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Herkunft des Namens===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Pogg(e)&#039;&#039; ist die allgemeine niederdeutsche Bezeichnung für &#039;&#039;Frosch&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Poller&#039;&#039; kann auf drei Weisen hergeleitet werden: Erstens ist &#039;&#039;Poller&#039;&#039; eine west-ostfriesische Alternativbezeichnung für [[Polder]] (mit Schwund des Binnenlautes -d-), die ein dem Meer abgerungenes Stück Land bezeichnet. So ergäbe sich die Deutung als &amp;quot;früheres Überflutungsgebiet des Tiefs, danach durch seinen Froschreichtum charakterisiert&amp;quot;. Hierbei könnte es sich um Überreste eines [[Kolk|Kolkes]], möglicherweise dem sogenannten [[Pibenkolk]] gehandelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zweite Bedeutung von plattdeutsch &#039;&#039;Poller&#039;&#039; ist hochdeutsch &#039;&#039;Pfosten, an dem ein Boot festgemacht wird&#039;&#039;, was im Zusammenhang mit dem sich ganz in der Nähe befindlichen Fehnkanal ebenfalls einen Sinn ergeben würde im Sinne von &amp;quot;Bootsanlegestelle nahe einer froschreichen Wiese&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Poller&#039;&#039; könnte drittens auch von &#039;&#039;Pool&#039;&#039; (sprich &amp;quot;Pooul&amp;quot;) abgeleitet sein, was im Ostfriesischen Platt ein Wasserloch, einen Tümpel bezeichnet. Aufgrund der morastigen und sumpfigen Umgebung dürften sich hier in früheren Zeiten viele Frosche wohlgefühlt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Scheuermann, Ulrich (1995): Flurnamenforschung. Bausteine zur Heimat- und Regionalgeschichte, S. 140&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Straßenname bedeutet nach dieser Auslegung also frei übersetzt &#039;&#039;Froschtümpel&#039;&#039;. Da das niederdeutsche Wort &#039;&#039;Poggenpool&#039;&#039; (&amp;quot;Froschteich&amp;quot;) aber sehr geläufig ist und &#039;&#039;Pool&#039;&#039; stets mit langgedehntem Diphthong gesprochen wird, ist diese Ableitung die unwahrscheinlichste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob der Name überhaupt einen historischen Hintergrund hat oder bei der Ausweisung als Baugrund Ende des 20. Jahrhunderts einfach ausgedacht worden ist, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
===Entwicklung===&lt;br /&gt;
Die Wohnbebauung lässt auf eine Erschließung der Straße in den 1980er oder 1990er Jahren schließen.&lt;br /&gt;
==Gebäude und Plätze==&lt;br /&gt;
Die Straße besteht fast ausschließlich aus Einfamilienhäusern. Am Anfang der Straße befindet sich ein Kinderspielplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Liste der Straßen in Norden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen in Norden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen in Bargebur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bargebur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Porghamerdrift&amp;diff=38717</id>
		<title>Porghamerdrift</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Porghamerdrift&amp;diff=38717"/>
		<updated>2022-12-24T22:38:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: /* Herkunft des Namens */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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==Porghamerdrift==&lt;br /&gt;
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| Title = Porghamerdrift&lt;br /&gt;
| Text = Gemeindestraße in Ekel&lt;br /&gt;
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|Stadtteil/-viertel&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|Erschließungsjahr&lt;br /&gt;
|vor 1895&lt;br /&gt;
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|vor 1989&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Historische Namen&lt;br /&gt;
|keine&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Porghamerdrift&#039;&#039;&#039; (auch: &#039;&#039;Pogghamerweg&#039;&#039;) ist eine [[Privatstraße]] in [[Ekel]]. Die Straße geht nördlich vom [[Ekeler Weg]] ab und endet als Sackgasse.&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Herkunft des Namens===&lt;br /&gt;
Der Straßenname kommt aus dem Ostfriesischen Platt bzw. der altfriesischen Sprache. In der heute weitgehend etablierten Rechtschreibung der Ostfriesischen Landschaft würde man &amp;quot;Pogghammerdrifft&amp;quot; schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Pogg&#039;&#039;, gesprochen &amp;quot;Poach&amp;quot;, daher oft etymologisch falsch als &#039;&#039;Porg&#039;&#039; geschrieben, bedeutet  &#039;&#039;Frosch&#039;&#039; (vgl. [[Poggenpoller]]). Ein &#039;&#039;Hammer(k)&#039;&#039; bezeichnet ein niedrig gelegenes Weideland, oft [[Marsch|Marschland]]. Der Begriff &#039;&#039;Drifft&#039;&#039;, wörtlich &#039;&#039;Trieb&#039;&#039;, kann in der Landwirtschaft sowohl den Weideort bezeichnen, zu dem das Vieh getrieben wurde, als auch die getriebene Viehherde selbst; in diesem Fall bezeichnet Drifft im allgemeineren Sinne den Wegabschnitt, der regelmäßig zum Abtrieb der Herde auf dei Weide genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist daher davon auszugehen, dass in diesem niedrigen und feuchten Marschland ehemals Vieh beweidet wurde und viele Frösche anzutreffen waren bzw. sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwicklung===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits auf der preußischen Grundkarte aus der Zeit um 1895 ist der Weg eingezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu dieser Zeit war er jedoch noch nicht befestigt und besteht auch heute überwiegend nur aus Schotterflächen. Ein Schild am Eingang weist explizit darauf hin, dass es sich um einen Privatweg handelt, der nicht für Unbefugte zugänglich sein soll.&lt;br /&gt;
==Gebäude und Plätze==&lt;br /&gt;
Bis auf einen alten Kiessee, der nun als privater Fisch- bzw. Angelteich genutzt wird, gibt es hier nur landwirtschaftliche Nutzflächen. Der besagte See entstand 1939, der gewonnene Kies wurde vor allem beim Bau des ehemaligen Militärflugplatzes in Hage (heute Bereich um Zeppelinstraße, Stettiner Straße u. ä.) genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamenkarte Flurnamensammlung der Ostfriesischen Landschaft], abgerufen am 29. Juni 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungefähr zu dieser Zeit wurde hier auch ein Bunker errichtet, der in der Nachkriegszeit als provisorische Wohnung einer Familie Kruse genutzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 44&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Liste der Straßen in Norden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen in Norden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen in Ekel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ekel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Hof_Osterloog&amp;diff=38610</id>
		<title>Hof Osterloog</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Hof_Osterloog&amp;diff=38610"/>
		<updated>2022-11-22T20:29:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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==Hof Osterloog==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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| Title = Hof Osterloog&lt;br /&gt;
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|Entstehungszeit&lt;br /&gt;
|vor 1589&lt;br /&gt;
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|Erbauer&lt;br /&gt;
|unbekannt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bauweise&lt;br /&gt;
|Gulfhof&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
|erhalten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Genaue Lage&lt;br /&gt;
|[[Ostermarscher Straße]] 31&lt;br /&gt;
26506 Norden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Hof Osterloog&#039;&#039;&#039; ist ein historischer Gulfhof bei [[Osterloog]] in [[Norddeich]]. Er darf nicht mit dem [[Osterlooger Grashaus]] bei [[Westerloog]] verwechselt werden.&lt;br /&gt;
__NOTOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Name Osterloog entstammt dem ostfriesischen Plattdeutsch und bedeutet &amp;quot;&#039;&#039;der östlich gelegene Ort&#039;&#039;&amp;quot;. Dies ist in Bezug zu setzen zum weiter im Westen gelegenen Hof &#039;&#039;Westerloog&#039;&#039;, der ebenfalls klösterlicher Besitz war. Streng genommen ist die Benennung unzutreffend, das Osterloog befindet sich in Wirklichkeit nord-nord-östlich vom Westerloog aus gesehen. Diese &amp;quot;schiefe&amp;quot; Orientierung von Südwest nach Nordost ist im [[Norderland]] weit verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Osterlooger Hofplatz standen um die vorvergangene Jahrhundertwende noch zwei Gulfhofgebäude, von denen eines nach 1930 abgebrochen wurde. In dieser Zeit befanden sich die Höfe im Besitz der Familien Ulferts und von Hove.&amp;lt;ref&amp;gt;Bildarchiv Marburg, Aufnahme-Nr. 1.193.252&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Hofstelle gehörten 46 [[Diemat]] Land, die einst im Besitz des [[Kloster Marienthal|Klosters Marienthal]] waren. Wie auch das [[Osterlooger Grashaus]] und das [[Westerlooger Grashaus]] wird auch wohl der Hof in Osterloog der Brandschatzungen von [[Balthasar von Esens]] zum Opfer gefallen sein, der damals alle zum Kloster gehörenden [[Vorwerk|Vorwerke]] zerstören ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmalig erwähnt wird der Hof im Jahr 1589. Die heutige Schreibweise ist seit 1755 belegt. In diesem Jahr sollen insgesamt 46 [[Diemat]] Land zum Hof gehört haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2009): Die Höfe in der Lintelermarsch, in: Heim und Herd, Beilage zum Ostfriesischen Kurier, Nr. 4, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hof Osterloog um oder vor 1930.jpg|Die beiden Höfe in der Zeit um oder vor 1930.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Sender Osterloog]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höfe im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude in Norddeich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norddeich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Hof_Osterloog&amp;diff=38609</id>
		<title>Hof Osterloog</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Hof_Osterloog&amp;diff=38609"/>
		<updated>2022-11-22T20:16:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
==Hof Osterloog==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |{{#display_map:&lt;br /&gt;
| Title = Hof Osterloog&lt;br /&gt;
| Text = Gebäude in Norddeich&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Basisdaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit&lt;br /&gt;
|vor 1589&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erbauer&lt;br /&gt;
|unbekannt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bauweise&lt;br /&gt;
|Gulfhof&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
|erhalten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Genaue Lage&lt;br /&gt;
|[[Ostermarscher Straße]] 31&lt;br /&gt;
26506 Norden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Hof Osterloog&#039;&#039;&#039; ist ein historischer Gulfhof bei [[Osterloog]] in [[Norddeich]]. Er darf nicht mit dem [[Osterlooger Grashaus]] bei [[Westerloog]] verwechselt werden.&lt;br /&gt;
__NOTOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Name Osterloog entstammt dem ostfriesischen Plattdeutsch und bedeutet &amp;quot;&#039;&#039;der östlich gelegene Ort&#039;&#039;&amp;quot;. Dies ist in Bezug zu setzen zum weiter im Westen gelegenen Hof &#039;&#039;Westerloog&#039;&#039;, der ebenfalls klösterlicher Besitz war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Osterlooger Hofplatz standen um die vorvergangene Jahrhundertwende noch zwei Gulfhofgebäude, von denen eines nach 1930 abgebrochen wurde. In dieser Zeit befanden sich die Höfe im Besitz der Familien Ulferts und von Hove.&amp;lt;ref&amp;gt;Bildarchiv Marburg, Aufnahme-Nr. 1.193.252&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Hof gehörten 46 [[Diemat]] Land, die einst im Besitz des [[Kloster Marienthal|Klosters Marienthal]] waren. Wie auch das [[Osterlooger Grashaus]] und das [[Westerlooger Grashaus]] wird auch wohl der Hof in Osterloog der Brandschatzungen von [[Balthasar von Esens]] zum Opfer gefallen sein, der damals alle zum Kloster gehörenden [[Vorwerk|Vorwerke]] zerstören ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmalig erwähnt wird der Hof im Jahr 1589. Die heutige Schreibweise ist seit 1755 belegt. In diesem Jahr sollen insgesamt 46 [[Diemat]] Land zum Hof gehört haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2009): Die Höfe in der Lintelermarsch, in: Heim und Herd, Beilage zum Ostfriesischen Kurier, Nr. 4, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hof Osterloog um oder vor 1930.jpg|Die beiden Höfe in der Zeit um oder vor 1930.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Sender Osterloog]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Höfe im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude in Norddeich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norddeich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Ostermarscher_Schule&amp;diff=38608</id>
		<title>Ostermarscher Schule</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Ostermarscher_Schule&amp;diff=38608"/>
		<updated>2022-11-22T20:03:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
==Ostermarscher Schule==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |{{#display_map:&lt;br /&gt;
| Title = Ostermarscher Schule&lt;br /&gt;
| Text = Gebäude in Ostermarsch&lt;br /&gt;
| center = 53.647275886882866, 7.239742611470854&lt;br /&gt;
| circles = 53.647275886882866, 7.239742611470854 :10&lt;br /&gt;
| zoom = 17&lt;br /&gt;
| width = 300px&lt;br /&gt;
| height = 300px&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Basisdaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| 1899 (1696, 1841)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erbauer&lt;br /&gt;
|[[Ostermarsch|Gemeinde Ostermarsch]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bauweise&lt;br /&gt;
|Ziegelsteinbau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Entwidmung&lt;br /&gt;
|1963&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
|erhalten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Genaue Lage&lt;br /&gt;
|[[Landstraße]] 29&lt;br /&gt;
26506 Norden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;&#039;Ostermarscher Schule&#039;&#039;&#039; ist bereits seit 1687 nachweisbar. Das bis heute erhaltene Gebäude, das im Laufe der Jahrzehnte mehrfach neu errichtet bzw. restauriert wurde, wurde noch bis 1963 als einklassige Schule genutzt. Der wohl bekannteste Lehrer der Schule war [[Otto Leege]], einer der angesehensten norddeutschen Naturforscher. Nach ihm ist heute auch der anliegende [[Otto-Leege-Platz]] benannt worden.&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Erstmalig erwähnt wird eine Schule in Ostermarsch im Jahre 1687 in Unterlagen zur Einstellung des [[Dirk Meenßen]] zum dortigen Schulmeister (nicht-akademische Lehrkraft). Aus einer Abrechnung aus dem Jahre 1693 wird ersichtlich, dass den Eltern der schulpflichtigen Kindern (auch &#039;&#039;Interessenten&#039;&#039; genannt) zur Finanzierung des Schulunterhaltes 20 Gulden und 4 Stüber aus der Verpachtung von Land im [[Mandepolder]] (Mandeheller) zustünden. In diesem Jahr wurde ein [[Johan von Honard]] von Aurich an die Ostermarscher Schule versetzt. 1696 wird [[Evers Arendts]] der neue Schulmeister.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 50&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erst bekannte Schulgebäude maß etwa 22 x 8 Meter (überliefert: 72 x 27 Fuß) und umfasste auch eine Lehrerwohnung. Diese wiederum enthält ein Wohn- und Schlafzimmer, eine Küche und eine Milchkammer. Im Hinterhaus wurde ein Kuh- und ein Schweinestall sowie ein Lagerraum für Torf und Heu errichtet, auch ein Garten gehörte zum Grundstück. Der Finanzierung der Schule dienten bis ins 20. Jahrhundert neben Pachteinnahmen aus schuleigenen Ländereien (&#039;&#039;Schulland&#039;&#039;) auch Schulgebühren, die von den Eltern der Schulkindern zu tragen waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Ostermarsch.pdf Beschreibung von Ostermarsch] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die kommenden Jahre scheint es keine Aufzeichnungen zu geben. Erst am 30. April 1801 wird wieder ein Schulmeister in Ostermarsch erwähnt. An diesem Tag trat [[Frerich Hinrichs]] dieses Amt an.&amp;lt;ref&amp;gt;StAA, Rep. 139, 868&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens seit dem 5. September 1825 standen dem Lehrer, der zu dieser Zeit etwa 50 Kinder unterrichtete, je Kind ein unterschiedliches Schulgeld zu, das sich anhand des Umfangs des Unterrichts bemaß. Kinder, die nur lesen lernen, hatten 1 3/4 Stüber zu zahlen, diejenigen, die auch schreiben lernen mussten 2 1/4 Stüber bezahlen. Die Kinder, die alles (lesen, schreiben und rechnen) lernen sollten, mussten 2 3/4 Stüber bezahlen. Als eine Art Grundbetrag mussten zusätzlich 6 Reichstalern zu zahlen. Im Winterhalbjahr mussten die Interessenten auch die Erwärmung des Schulgebäudes mit 12 Stübern &#039;&#039;Torfgeld&#039;&#039; bezahlen. Darüber hinaus mussten sie jährlich jeweils 1/6 Tonne an Gerste entrichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schulmeister schrieb halbjährlich Rechnungen über die Beträge, die von den Erziehungsberechtigten direkt an ihn zu entrichten waren. Hieraus ist zu ersehen, dass es mehrfach zu säumigen Zahlungen kam. Konnte der Lehrer das Geld nicht anders eintreibe, wandte er sich an das zuständige Amt (i.S. von Landkreis; siehe [[Amt Norden]] und [[Amt Berum]]) oder an die Kirchenbehörde in Aurich. In den meisten Fällen wurden seine Klagen stattgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 51&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1833 werden der Schule mehrere Kinder aus der Nachbargemeinde Hagermarsch (Ortsteil Junkersrott) zugewiesen. Die Eltern der neuen Schüler wurden verpflichtet, sich an den allgemeinen Kosten und einem Vergrößerungsbau zu beteiligen. 1839 besuchten daher bereits 73 Kinder diese Schule. Die jährlichen Einnahmen des Lehrers bestanden aus 7 Tonnen Gerste, 97 Reichstalern und einem Stüber. Der Hof des Bauern Odinga zahlte zusätzlich einen Reichstaler.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1862 werden 49 Kinder gezählt, fünf Jahre später 62. 1869 sank die Zahl leicht auf 58 und steigt um 1870 wieder um zwei auf 60 Kinder. Nach der damals geltenden Gesetzeslage dürfte die Schule mit ihrer Größe insgesamt 73 Schüler aufnehmen. Bereits 1878 wird diese Grenze jedoch deutlich überschritten, als bereits 78 Kinder die Schule besuchen. Ein Erweiterungsbau wird nötig und 1882 besuchten ganze 96 Kinder die Schule. Die schwankende Schülerzahl war meistens bedingt durch den Ab- und Zugang von kinderreichen Arbeiterfamilien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1875 wird in der Schule eine Hinterküche erbaut. 1879 wird das Schulgebäude mangels Raum um weitere 3 Meter verlängert. Am 24. Februar 1898 wird der Kauf eines Grundstückes für eine neue Schule besiegelt und 1899 fertiggestellt. 1907 befinden sich 65 Kinder aus Ostermarsch und 16 Kinder aus Junkersrott in der Schule. Sämtliche Kinder sind evangelischen Glaubens. Ab 1907 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1924 unterrichtete dort der durch seine naturkundlichen Studien bekannt gewordene Lehrer [[Otto Leege]], nach dem ein gutes Jahrhundert später der [[Otto-Leege-Platz |anliegende Platz]] benannt worden ist. 1920 unterrichtete Lehrer Leege 89 Schulkinder - davon 42 Jungen&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 52&amp;lt;/ref&amp;gt; - in einer Klasse. 1923 sind es noch 88.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Oktober 1914 wurde wegen der Überfüllung der Schule eine zweite Lehrerstelle in Ostermarsch geplant. Auch eine zweite Klasse sollte eingerichtet werden. Beide Vorhaben fielen jedoch aufgrund des einsetzenden Ersten Weltkriegs aus. So kam es, dass die Schule bis zuletzt eine für kleine Dörfer übliche &#039;&#039;Einraumschule&#039;&#039; blieb und eine zweite Lehrerstelle erst zum 1. April 1950 eingerichtet wurde. 1963 wurde die Ostermarscher Schule letztlich geschlossen. Die Grundschüler besuchten zunächst die Schule in Neßmersiel. Nachdem Ostermarsch zum 1. Juli 1972 ein Stadtteil Nordens wurde, wurden die Schüler der [[Grundschule Norddeich]] zugewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schulgebäude in Ostermarsch befindet sich heute im Besitz der Stadt Norden und wird als Dorfgemeinschaftshaus für unterschiedlichste Aktivitäten genutzt. An jedem ersten Sonntag im Monat wird hier zudem ein Gottesdienst angeboten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.norden-ludgeri.de/Gottesdienste/Andere-Predigtorte/Ostermarsch0 Internetseite der Ludgerigemeinde Norden] , abgerufen am 18. April 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lehrkräfte==&lt;br /&gt;
Anmerkung: Die nachfolgende Liste ist weder abschließend, noch vollständig!&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Zeitraum&lt;br /&gt;
!1. Lehrerstelle&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1687 - 1693&lt;br /&gt;
|[[Dirk Meenßen]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1693 - 1696&lt;br /&gt;
|[[Johan von Honard]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1696 - ???&lt;br /&gt;
|[[Evers Arendts]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1801 - ???&lt;br /&gt;
|[[Frerich Hinrichs]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|??? - 1825&lt;br /&gt;
|??? Bolinius&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1825 - ???&lt;br /&gt;
|H. F. Brauer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1907 - 1924&lt;br /&gt;
|[[Otto Leege]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1924 - 1946&lt;br /&gt;
|[[Friedrich Meyer]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|um 1935&lt;br /&gt;
|??? Schröter&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1946 - 1950&lt;br /&gt;
|[[Valentin Wagner]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1950 - 1955&lt;br /&gt;
|[[Wilhelm Hein]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1955 - 1959&lt;br /&gt;
|[[Walter Fleischer]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1959 - 1963&lt;br /&gt;
|[[Hans Rumpelt]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schülerzahlen==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Schuljahr&lt;br /&gt;
!Anzahl&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1825&lt;br /&gt;
|50&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1839&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1862&lt;br /&gt;
|49&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1867&lt;br /&gt;
|62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|78&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|96&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1907&lt;br /&gt;
|81&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1920&lt;br /&gt;
|89&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1923&lt;br /&gt;
|88&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Datei:Ostermarsch Schule um 1900 01.jpg|Aufnahme aus der Zeit um 1900.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Liste der Schulen im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulen im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude in Ostermarsch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ostermarsch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Valentin_Wagner&amp;diff=38607</id>
		<title>Valentin Wagner</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Valentin Wagner&#039;&#039;&#039; (* 10. Februar 1901 in Reichenbach bei Lemberg, heutige Ukraine; † 29. Juni 1961 in Norden) war von 1946 bis 1950 Lehrer an der [[Ostermarscher Schule]].&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 50f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war vertriebener Galiziendeutscher und gelangte nach dem Zweiten Weltkrieg auf der Flucht mit seiner Frau und seinen vier Töchtern nach Ostfriesland. Die Familie wohnte in der Lehrerwohnung in der Ostermarscher Schule. Nach seiner frühen Pensionierung erbaute er ein Haus im [[Heitsweg]] als Alterssitz, wo er kurz darauf früh verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Ostermarscher Schüler wussten später zu berichten, dass Wagner der erste Lehrer im Ort gewesen war, der ganz ohne körperliche Gewalt und Rohrstock unterrichtet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürger der Stadt Norden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Bargeburer_Friedhof&amp;diff=38513</id>
		<title>Bargeburer Friedhof</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Bargeburer_Friedhof&amp;diff=38513"/>
		<updated>2022-10-28T11:59:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
==Bargeburer Friedhof==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |{{#display_map:&lt;br /&gt;
| Title = Bargeburer Friedhof&lt;br /&gt;
| Text = Ort in Bargebur&lt;br /&gt;
| center = 53.5917979986595, 7.22478760495087&lt;br /&gt;
| polygons = 53.59228743199863, 7.223751348142487 :53.592449347901706, 7.223889170670134 :53.592618903760254, 7.224126491406389 :53.59268024904881, 7.2242694645580965 :53.59114695953719, 7.225854683756307 :53.59090023694402, 7.225133185701289&lt;br /&gt;
| zoom = 16&lt;br /&gt;
| width = 300px&lt;br /&gt;
| height = 300px&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Basisdaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stadtteil/-viertel&lt;br /&gt;
|[[Bargebur]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Genaue Lage&lt;br /&gt;
|[[Alter Postweg]]&lt;br /&gt;
26506 Norden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Bargeburer Friedhof&#039;&#039;&#039; ist der Friedhof der [[Reformierte Gemeinde Lütetsburg-Norden|reformierten Gemeinde]] und befindet sich südlich hinter der [[Bargeburer Kirche]] am [[Alter Postweg|Alten Postweg]]. Das älteste noch erhaltene Grab stammt aus dem Jahr 1880.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.grabsteine-ostfriesland.de/suche.php?vorname=&amp;amp;nachname=&amp;amp;ort=Bargebur Übersicht auf Grabsteine Ostfriesland], abgerufen am 30. März 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Die in diesem Grab beigesetzte Person ist am 7. Juni 1880 verstorben und wurde am 10. Juni begraben. Es war die erste Bestattung auf dem neuen Friedhof in Bargebur, nachdem er zuvor mit einer Predigt in der reformierten Kirche durch Pastor Hölscher [[Ludgerigemeinde Norden|(lutherische Gemeinde)]] und einer Rede an der Friedhofspforte durch den reformierten Prediger Rösingh eingeweiht worden war sowie Graf Edzard von Knyphausen als Patron und Obereigentümer des Friedhofes denselben übergeben hatte unter der Zusicherung, dass dem Friedhof der kirchliche Charakter gewährt bleiben soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Schriftliche Auskunft von Uwe Boumann, Upgant-Schott (15. Juni 2022)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grund, warum die Reformierten ihren eigenen Friedhof anlegen mussten und ihre Toten nicht auf dem [[Alter Friedhof]] am [[Marktplatz]] begraben konnten, war der früher schwelende Konflikt mit den [[Ludgerigemeinde Norden|Lutheranern]] (siehe auch: [[Reformierte Gemeinde Lütetsburg-Norden#Geschichte|Geschichte der reformierte Gemeinde Lütetsburg-Norden]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Neuer Friedhof]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orte im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orte in Bargebur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bargebur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Norder_Platt&amp;diff=38189</id>
		<title>Norder Platt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Norder_Platt&amp;diff=38189"/>
		<updated>2022-10-15T09:07:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: /* Literatur, Veröffentlichungen, Autoren */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als &#039;&#039;&#039;Norder Platt&#039;&#039;&#039; bezeichnet man die Varietät des Ostfriesischen Niederdeutsch, die sich in der [[Stadt Norden]] und den umliegenden Gebieten des [[Norderland|Norderlandes]] seit dem Mittelalter entwickelt hat und bis heute gesprochen wird. Durch die Randlage und verschiedene Einflüsse spricht man im Norderland ein Platt, das sich von demjenigen im restlichen Ostfriesland in einigen charakteristischen Merkmalen unterscheidet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografische Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baltrum Schild.jpg|mini|Infotafel auf Baltrum mit der fürs Norder Platt charakteristischen Wortvariante &#039;&#039;ne&#039;&#039; statt dem im übrigen Ostfriesland gebräuchlichen &#039;&#039;neet&#039;&#039; oder &#039;&#039;nich&#039;&#039;.]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Norder Platt&#039;&#039; dient naturgemäß zur Bezeichnung der in der Stadt gesprochenen niederdeutschen Sprache (Norder Platt im engeren Sinne).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bezeichnet weiterhin aber auch die Besonderheiten der plattdeutschen Varietäten, in welchen sich die Ortsdialekte im überwiegenden Gebiet des [[Altkreis Norden|Altkreises Norden]] bzw. des historischen Norderlandes (Gegenden um Hage, Berum, Großheide und Arle sowie diejenigen südlich von der Stadt Norden im Brookmerland) allesamt ähneln. Auch die durch die räumliche Nähe zur Stadt Norden hin orientierten Inseln Juist, Norderney und Baltrum teilen viele Besonderheiten des Norder Platt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutliche Unterschiede existieren aber bereits zum Krummhörner Platt, das sich eher zur Emder Variante orientiert, obwohl die Krummhörn ebenfalls Teil des ehemaligen Landkreises Norden (nicht aber des Norderlandes) gewesen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur, Veröffentlichungen, Autoren ==&lt;br /&gt;
Das ostfriesische Plattdeutsch ist, im Vergleich zum Niederdeutschen überhaupt, welches seit langer Zeit in vielen norddeutschen (und nordniederländischen) Regionen von der jeweiligen Dachsprache verdrängt wird, noch in einem verhältnismäßig lebendigen Zustand. Es existiert eine reiche Literatur in ostfriesischem Platt. Speziell das Norder Platt ist dabei erkennbar unterrepräsentiert. Dies ist wichtig zu wissen, da ein Großteil der regionalen Literatur von Autoren aus dem Raum Leer stammt und daher möglicherweise ein falsches Bild vermitteln kann. Es existiert bisher keine zusammenhängende Darstellung aller Besonderheiten des Norder Platt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Autoren, die im Norder Platt (im weiteren Sinne) schreiben oder geschrieben haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Arend Dreesen (* 1883 in Norden, + 1928 in Norden)&lt;br /&gt;
* Ludwig Kimme (* 1907 in Grieth, + 1984 in Norden)&lt;br /&gt;
* Frerich Hokema (* 1897 in Norden, + 1984)&lt;br /&gt;
* Rudolf Bielefeld (* 1867, + 1933)&lt;br /&gt;
* Fooke Hoissen Müller (* 1798 in Aurich, + 1856 in Berlin)&lt;br /&gt;
* Christof Wehking (* 1924 in Norden, + 2004 in Malente))&lt;br /&gt;
* Marieluise Stolper (* 1947 auf Juist)&lt;br /&gt;
* Else Bontjes (* um 1950 in Osteel)&lt;br /&gt;
* Jan (Johann) Meiners (* 1908 in Bant, + 1998 in Visquard)&lt;br /&gt;
*Wilfriede Aden-Bakker (* 1943 im Harlingerland, + 2017 in Norden)&lt;br /&gt;
*Edzard Conring (* 1928, + 2012)&lt;br /&gt;
*Frank Jakobs, veröffentlicht u. a. Hörbeiträge beim Norddeutschen Rundfunk&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besondere Merkmale des Norder Platt ==&lt;br /&gt;
Das Gebiet um Norden lässt sich linguistisch grob der nordöstlichen Hälfte des ostfriesischen Platt zuordnen. Davon zu unterscheiden ist die südwestliche Hälfte (Krummhörn, Emden, Landkreis Leer). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 1. Betrifft die Aussprache ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sprachlich weniger komplexe Realisierung einiger Langvokale (grob: einfacher, weniger Diphthonge oder gar Triphthonge, weniger Überlängen)&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Lücht, S. 38, Tab. 2, „Dollart-Linie“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel: &#039;&#039;School&#039;&#039;, realisiert im Norder Platt als &amp;quot;Schgoul&amp;quot;, im Gegensatz dazu Krummhörn &amp;quot;Schgaul&amp;quot;, Leer &amp;quot;Schgeaul&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel: Norderney, auf platt konventionell und einheitlich geschrieben als &#039;&#039;Nörderneei&#039;&#039; (Bestandteile &#039;&#039;Nörden&#039;&#039; &amp;quot;Norden&amp;quot;, &#039;&#039;neei&#039;&#039; &amp;quot;neu&amp;quot;, letzteres Wort in großen Teilen Ostfrieslands lautlich realisiert als Triphthong wie &#039;&#039;*neeäi&#039;&#039;); wurde nach Protesten aus der Norderneyer Bevölkerung auf dem zweisprachigen Ortsschild allerdings angepasst an die lokale Aussprachevariante, welche auch derjenigen des Norder Platt entspricht: &#039;&#039;Nördernee&#039;&#039; (realisiert mit Diphthong &#039;&#039;-*neei&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Überlänge in der Konjugation tritt nördlich der Leybuchtlinie meist nicht auf.&lt;br /&gt;
*Sonderfall: &#039;&#039;Arvt&#039;&#039; (Erbse), ostfrieslandweit einheitliche Schreibweise, aber im Norder Platt gesprochen wie &#039;&#039;*Aart&#039;&#039;, im Gegensatz dazu im südlichen Ostfriesland realisiert als &#039;&#039;*Aarv&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 2. Betrifft Aussprache und Schreibweise ====&lt;br /&gt;
(Variante im Norder Platt &#039;&#039;&#039;fett&#039;&#039;&#039;:)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Spree&#039;&#039;&#039; (Star), anstatt wie in anderen Regionen oft: &#039;&#039;Spraa&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Froo&#039;&#039;&#039; (Frau), &#039;&#039;&#039;boen&#039;&#039;&#039; (bauen), &#039;&#039;&#039;troen&#039;&#039;&#039; (heiraten), anstatt sonst oft: &#039;&#039;Frau&#039;&#039;, &#039;&#039;bauen&#039;&#039;, &#039;&#039;trauen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Flass&#039;&#039;&#039; (Flasche), &#039;&#039;&#039;Gras&#039;&#039;&#039; (Gras), anstatt sonst auch: &#039;&#039;Fless&#039;&#039;, &#039;&#039;Gress&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;denn&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;wenn&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;wennehr&#039;&#039;&#039; - sonst oft mit &#039;&#039;-a-&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;dwelen&#039;&#039;&#039; (irren), &#039;&#039;&#039;reren&#039;&#039;&#039; (weinen), sonst auch: &#039;&#039;dwalen&#039;&#039;, &#039;&#039;raren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Budel&#039;&#039;&#039; (Umstand, Zustand), sonst auch &#039;&#039;Bodel&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goos&#039;&#039;&#039; (Gans), sonst vereinzelt auch &#039;&#039;Gaant&#039;&#039; oder &#039;&#039;Gaus&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;bleihen&#039;&#039;&#039; (blühen), &#039;&#039;&#039;breihen&#039;&#039;&#039; (brühen), &#039;&#039;&#039;fleiten&#039;&#039;&#039; (pfeifen), &#039;&#039;&#039;freien&#039;&#039;&#039; (freuen), &#039;&#039;&#039;gleihen&#039;&#039;&#039; (glühen), &#039;&#039;&#039;greien&#039;&#039;&#039; (gedeihen), andernorts realisiert mit &#039;&#039;-eu-&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eilamm&#039;&#039;&#039; (weibliches Lamm), statt sonst &#039;&#039;Öilamm&#039;&#039; oder &#039;&#039;Aulamm&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Köppke&#039;&#039;&#039; (Tasse), &#039;&#039;&#039;löss&#039;&#039;&#039; (lose), &#039;&#039;&#039;över&#039;&#039;&#039; (über, übrig), sonst meistens ohne Umlaut realisiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere besondere Wortvarianten: &#039;&#039;&#039;woll&#039;&#039;&#039; (wohl), sonst oft wall, &#039;&#039;&#039;nee&#039;&#039;&#039; (nicht), (Abfall des &#039;&#039;-t&#039;&#039;, Schriftsprache oft als &#039;&#039;neet,&#039;&#039; gesprochen als &#039;&#039;nee&#039;&#039;), &#039;&#039;&#039;kien&#039;&#039;&#039; (kein), anstatt &#039;&#039;keen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Betrifft Aussprache, Schreibweise und Grammatik ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lautung einiger Formen des Präteritums&#039;&#039;&#039;: freet, geev, kweem, leeg, nehm, seeg, seet, weer (in anderen Gebieten meist mit kurzem -a- realisiert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(fressen, geben, kommen, legen/liegen, nehmen, sagen, sitzen, sein)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrifft Ablautreihen 7, 8…&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Infinitiv, Imperativ&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Person&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präsens&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präteritum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Partizip II&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|freten (fressen),  freet&lt;br /&gt;
|ik&lt;br /&gt;
|freet&lt;br /&gt;
|freet&lt;br /&gt;
|freten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|du&lt;br /&gt;
|frettst&lt;br /&gt;
|freetst&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|he,se&lt;br /&gt;
|frett&lt;br /&gt;
|freet&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|wi,ji,se&lt;br /&gt;
|freten&lt;br /&gt;
|freten&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Formen von „wesen“ (sein)&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Infinitiv,   Imperativ&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Person&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präsens&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präteritum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Partizip II&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|wesen&lt;br /&gt;
|ik&lt;br /&gt;
|bün&lt;br /&gt;
|weer&lt;br /&gt;
|(heb) west&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|du&lt;br /&gt;
|büst&lt;br /&gt;
|weerst&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|he,se&lt;br /&gt;
|is&lt;br /&gt;
|weer&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|wi,ji,se&lt;br /&gt;
|sünd&lt;br /&gt;
|weren&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müssen: &#039;&#039;&#039;moten&#039;&#039;&#039; (he moot), statt in vielen anderen Varianten möten oder mutten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollen: sölen/sallen?&lt;br /&gt;
[[Datei:Platt Plural.png|mini|Flugblatt einer Theatergruppe aus Rechtsupweg, ganz unten der Hinweis &amp;quot;Anfangen don&#039;t wi immer...&amp;quot; im charakteristischen Sonderplural auf -nt. Das angehängte -t wird intuitiv als ungewöhnlich empfunden und daher mit Apostroph vom regulär gebeugten Verb abgetrennt.]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einheitsplural auf &#039;&#039;-nt&#039;&#039; bei einigen Verbstämmen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr charakteristisches Merkmal des Norder Platt, das nirgendwo sonst beobachtet wird. Diskutiert wird eine Entstehung aus altem, friesischem Substrat oder durch frühe Handelskontakte mit den Hansestädten&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Janßen, 1937, in Deutsche Dialektgeographie&amp;lt;/ref&amp;gt;. In der Schriftsprache wird dieses Merkmal nicht bei allen Autoren bewusst eingesetzt, da die überwiegende Literatur den Einheitsplural auf &#039;&#039;-en&#039;&#039; verwendet und dies oft als Orientierung dient. In der gesprochenen Sprache ist der Gebrauch von Flexionsformen, wie es für alle ostfriesischen Varianten gilt, selbst bei ein und demselben Sprecher nicht einheitlich und hängt u. a. von der Wortstellung im Satz und vom Grad der &amp;quot;Verschleifung&amp;quot; ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Beispiel: wi stahnt, ji doont, se gahnt; de Ohren doot di sehr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber, in anderer Wortstellung: stahnt wir, doont ji, gahnt se, sprachlich oft verschliffen realisiert als &#039;&#039;*stahwi&#039;&#039;, &#039;&#039;*dooji&#039;&#039;, &#039;&#039;*gahsei&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptsächlich bei Verben mit einsilbigem Infinitiv beobachtet, die sehr häufig verwendet werden (doon, gahn, sehn, slaan, stahn, könen, hebben). Autoren und Sprecher verwenden aber regelmäßig bei allen mehrsilbigen Verben den Einheitsplural auf -en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Faustregel gilt: je weiter östlich sich ein Ort befindet, umso öfter hört man im Plural am Ende ein &#039;&#039;-t.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Begriffserläuterungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Norder_Platt&amp;diff=38188</id>
		<title>Norder Platt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Norder_Platt&amp;diff=38188"/>
		<updated>2022-10-15T09:04:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: /* 3. Betrifft Aussprache, Schreibweise und Grammatik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als &#039;&#039;&#039;Norder Platt&#039;&#039;&#039; bezeichnet man die Varietät des Ostfriesischen Niederdeutsch, die sich in der [[Stadt Norden]] und den umliegenden Gebieten des [[Norderland|Norderlandes]] seit dem Mittelalter entwickelt hat und bis heute gesprochen wird. Durch die Randlage und verschiedene Einflüsse spricht man im Norderland ein Platt, das sich von demjenigen im restlichen Ostfriesland in einigen charakteristischen Merkmalen unterscheidet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografische Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baltrum Schild.jpg|mini|Infotafel auf Baltrum mit der fürs Norder Platt charakteristischen Wortvariante &#039;&#039;ne&#039;&#039; statt dem im übrigen Ostfriesland gebräuchlichen &#039;&#039;neet&#039;&#039; oder &#039;&#039;nich&#039;&#039;.]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Norder Platt&#039;&#039; dient naturgemäß zur Bezeichnung der in der Stadt gesprochenen niederdeutschen Sprache (Norder Platt im engeren Sinne).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bezeichnet weiterhin aber auch die Besonderheiten der plattdeutschen Varietäten, in welchen sich die Ortsdialekte im überwiegenden Gebiet des [[Altkreis Norden|Altkreises Norden]] bzw. des historischen Norderlandes (Gegenden um Hage, Berum, Großheide und Arle sowie diejenigen südlich von der Stadt Norden im Brookmerland) allesamt ähneln. Auch die durch die räumliche Nähe zur Stadt Norden hin orientierten Inseln Juist, Norderney und Baltrum teilen viele Besonderheiten des Norder Platt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutliche Unterschiede existieren aber bereits zum Krummhörner Platt, das sich eher zur Emder Variante orientiert, obwohl die Krummhörn ebenfalls Teil des ehemaligen Landkreises Norden (nicht aber des Norderlandes) gewesen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur, Veröffentlichungen, Autoren ==&lt;br /&gt;
Das ostfriesische Plattdeutsch ist, im Vergleich zum Niederdeutschen überhaupt, welches seit langer Zeit in vielen norddeutschen (und nordniederländischen) Regionen von der jeweiligen Dachsprache verdrängt wird, noch in einem verhältnismäßig lebendigen Zustand. Es existiert eine reiche Literatur in ostfriesischem Platt. Speziell das Norder Platt ist dabei erkennbar unterrepräsentiert. Dies ist wichtig zu wissen, da ein Großteil der regionalen Literatur von Autoren aus dem Raum Leer stammt und daher möglicherweise ein falsches Bild vermitteln kann. Es existiert bisher keine zusammenhängende Darstellung aller Besonderheiten des Norder Platt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Autoren, die im Norder Platt (im weiteren Sinne) schreiben oder geschrieben haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Arend Dreesen (* 1883 in Norden, + 1928 in Norden)&lt;br /&gt;
* Ludwig Kimme (* 1907 in Grieth, + 1984 in Norden)&lt;br /&gt;
* Frerich Hokema (* 1897 in Norden, + 1984)&lt;br /&gt;
* Rudolf Bielefeld (* 1867, + 1933)&lt;br /&gt;
* Fooke Hoissen Müller (* 1798 in Aurich, + 1856 in Berlin)&lt;br /&gt;
* Christof Wehking (* 1924 in Norden, + 2004 in Malente))&lt;br /&gt;
* Marieluise Stolper (* 1947 auf Juist)&lt;br /&gt;
* Else Bontjes (* um 1950 in Osteel)&lt;br /&gt;
* Jan (Johann) Meiners (* 1908 in Bant, + 1998 in Visquard)&lt;br /&gt;
*Wilfriede Aden-Bakker (* 1943 im Harlingerland, + 2017 in Norden)&lt;br /&gt;
*Edzard Conring (* 1928, + 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besondere Merkmale des Norder Platt ==&lt;br /&gt;
Das Gebiet um Norden lässt sich linguistisch grob der nordöstlichen Hälfte des ostfriesischen Platt zuordnen. Davon zu unterscheiden ist die südwestliche Hälfte (Krummhörn, Emden, Landkreis Leer). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 1. Betrifft die Aussprache ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Sprachlich weniger komplexe Realisierung einiger Langvokale (grob: einfacher, weniger Diphthonge oder gar Triphthonge, weniger Überlängen)&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Lücht, S. 38, Tab. 2, „Dollart-Linie“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel: &#039;&#039;School&#039;&#039;, realisiert im Norder Platt als &amp;quot;Schgoul&amp;quot;, im Gegensatz dazu Krummhörn &amp;quot;Schgaul&amp;quot;, Leer &amp;quot;Schgeaul&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel: Norderney, auf platt konventionell und einheitlich geschrieben als &#039;&#039;Nörderneei&#039;&#039; (Bestandteile &#039;&#039;Nörden&#039;&#039; &amp;quot;Norden&amp;quot;, &#039;&#039;neei&#039;&#039; &amp;quot;neu&amp;quot;, letzteres Wort in großen Teilen Ostfrieslands lautlich realisiert als Triphthong wie &#039;&#039;*neeäi&#039;&#039;); wurde nach Protesten aus der Norderneyer Bevölkerung auf dem zweisprachigen Ortsschild allerdings angepasst an die lokale Aussprachevariante, welche auch derjenigen des Norder Platt entspricht: &#039;&#039;Nördernee&#039;&#039; (realisiert mit Diphthong &#039;&#039;-*neei&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Überlänge in der Konjugation tritt nördlich der Leybuchtlinie meist nicht auf.&lt;br /&gt;
*Sonderfall: &#039;&#039;Arvt&#039;&#039; (Erbse), ostfrieslandweit einheitliche Schreibweise, aber im Norder Platt gesprochen wie &#039;&#039;*Aart&#039;&#039;, im Gegensatz dazu im südlichen Ostfriesland realisiert als &#039;&#039;*Aarv&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 2. Betrifft Aussprache und Schreibweise ====&lt;br /&gt;
(Variante im Norder Platt &#039;&#039;&#039;fett&#039;&#039;&#039;:)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Spree&#039;&#039;&#039; (Star), anstatt wie in anderen Regionen oft: &#039;&#039;Spraa&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Froo&#039;&#039;&#039; (Frau), &#039;&#039;&#039;boen&#039;&#039;&#039; (bauen), &#039;&#039;&#039;troen&#039;&#039;&#039; (heiraten), anstatt sonst oft: &#039;&#039;Frau&#039;&#039;, &#039;&#039;bauen&#039;&#039;, &#039;&#039;trauen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Flass&#039;&#039;&#039; (Flasche), &#039;&#039;&#039;Gras&#039;&#039;&#039; (Gras), anstatt sonst auch: &#039;&#039;Fless&#039;&#039;, &#039;&#039;Gress&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;denn&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;wenn&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;wennehr&#039;&#039;&#039; - sonst oft mit &#039;&#039;-a-&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;dwelen&#039;&#039;&#039; (irren), &#039;&#039;&#039;reren&#039;&#039;&#039; (weinen), sonst auch: &#039;&#039;dwalen&#039;&#039;, &#039;&#039;raren&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Budel&#039;&#039;&#039; (Umstand, Zustand), sonst auch &#039;&#039;Bodel&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Goos&#039;&#039;&#039; (Gans), sonst vereinzelt auch &#039;&#039;Gaant&#039;&#039; oder &#039;&#039;Gaus&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;bleihen&#039;&#039;&#039; (blühen), &#039;&#039;&#039;breihen&#039;&#039;&#039; (brühen), &#039;&#039;&#039;fleiten&#039;&#039;&#039; (pfeifen), &#039;&#039;&#039;freien&#039;&#039;&#039; (freuen), &#039;&#039;&#039;gleihen&#039;&#039;&#039; (glühen), &#039;&#039;&#039;greien&#039;&#039;&#039; (gedeihen), andernorts realisiert mit &#039;&#039;-eu-&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Eilamm&#039;&#039;&#039; (weibliches Lamm), statt sonst &#039;&#039;Öilamm&#039;&#039; oder &#039;&#039;Aulamm&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Köppke&#039;&#039;&#039; (Tasse), &#039;&#039;&#039;löss&#039;&#039;&#039; (lose), &#039;&#039;&#039;över&#039;&#039;&#039; (über, übrig), sonst meistens ohne Umlaut realisiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere besondere Wortvarianten: &#039;&#039;&#039;woll&#039;&#039;&#039; (wohl), sonst oft wall, &#039;&#039;&#039;nee&#039;&#039;&#039; (nicht), (Abfall des &#039;&#039;-t&#039;&#039;, Schriftsprache oft als &#039;&#039;neet,&#039;&#039; gesprochen als &#039;&#039;nee&#039;&#039;), &#039;&#039;&#039;kien&#039;&#039;&#039; (kein), anstatt &#039;&#039;keen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 3. Betrifft Aussprache, Schreibweise und Grammatik ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lautung einiger Formen des Präteritums&#039;&#039;&#039;: freet, geev, kweem, leeg, nehm, seeg, seet, weer (in anderen Gebieten meist mit kurzem -a- realisiert)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(fressen, geben, kommen, legen/liegen, nehmen, sagen, sitzen, sein)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrifft Ablautreihen 7, 8…&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Infinitiv, Imperativ&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Person&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präsens&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präteritum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Partizip II&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|freten (fressen),  freet&lt;br /&gt;
|ik&lt;br /&gt;
|freet&lt;br /&gt;
|freet&lt;br /&gt;
|freten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|du&lt;br /&gt;
|frettst&lt;br /&gt;
|freetst&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|he,se&lt;br /&gt;
|frett&lt;br /&gt;
|freet&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|wi,ji,se&lt;br /&gt;
|freten&lt;br /&gt;
|freten&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Formen von „wesen“ (sein)&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Infinitiv,   Imperativ&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Person&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präsens&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Präteritum&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Partizip II&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|wesen&lt;br /&gt;
|ik&lt;br /&gt;
|bün&lt;br /&gt;
|weer&lt;br /&gt;
|(heb) west&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|du&lt;br /&gt;
|büst&lt;br /&gt;
|weerst&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|he,se&lt;br /&gt;
|is&lt;br /&gt;
|weer&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|wi,ji,se&lt;br /&gt;
|sünd&lt;br /&gt;
|weren&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müssen: &#039;&#039;&#039;moten&#039;&#039;&#039; (he moot), statt in vielen anderen Varianten möten oder mutten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sollen: sölen/sallen?&lt;br /&gt;
[[Datei:Platt Plural.png|mini|Flugblatt einer Theatergruppe aus Rechtsupweg, ganz unten der Hinweis &amp;quot;Anfangen don&#039;t wi immer...&amp;quot; im charakteristischen Sonderplural auf -nt. Das angehängte -t wird intuitiv als ungewöhnlich empfunden und daher mit Apostroph vom regulär gebeugten Verb abgetrennt.]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einheitsplural auf &#039;&#039;-nt&#039;&#039; bei einigen Verbstämmen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr charakteristisches Merkmal des Norder Platt, das nirgendwo sonst beobachtet wird. Diskutiert wird eine Entstehung aus altem, friesischem Substrat oder durch frühe Handelskontakte mit den Hansestädten&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Janßen, 1937, in Deutsche Dialektgeographie&amp;lt;/ref&amp;gt;. In der Schriftsprache wird dieses Merkmal nicht bei allen Autoren bewusst eingesetzt, da die überwiegende Literatur den Einheitsplural auf &#039;&#039;-en&#039;&#039; verwendet und dies oft als Orientierung dient. In der gesprochenen Sprache ist der Gebrauch von Flexionsformen, wie es für alle ostfriesischen Varianten gilt, selbst bei ein und demselben Sprecher nicht einheitlich und hängt u. a. von der Wortstellung im Satz und vom Grad der &amp;quot;Verschleifung&amp;quot; ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Beispiel: wi stahnt, ji doont, se gahnt; de Ohren doot di sehr&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber, in anderer Wortstellung: stahnt wir, doont ji, gahnt se, sprachlich oft verschliffen realisiert als &#039;&#039;*stahwi&#039;&#039;, &#039;&#039;*dooji&#039;&#039;, &#039;&#039;*gahsei&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptsächlich bei Verben mit einsilbigem Infinitiv beobachtet, die sehr häufig verwendet werden (doon, gahn, sehn, slaan, stahn, könen, hebben). Autoren und Sprecher verwenden aber regelmäßig bei allen mehrsilbigen Verben den Einheitsplural auf -en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Faustregel gilt: je weiter östlich sich ein Ort befindet, umso öfter hört man im Plural am Ende ein &#039;&#039;-t.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Begriffserläuterungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Datei:Platt_Plural.png&amp;diff=38187</id>
		<title>Datei:Platt Plural.png</title>
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		<updated>2022-10-15T08:58:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Platt Plural&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Haus_B%C3%BChrmann&amp;diff=37242</id>
		<title>Haus Bührmann</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Haus_B%C3%BChrmann&amp;diff=37242"/>
		<updated>2022-09-15T16:07:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: /* Trivia */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
==Haus Bührmann==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |{{#display_map:&lt;br /&gt;
| Title = Haus Bührmann&lt;br /&gt;
| Text = Gebäude in Norden&lt;br /&gt;
| center = 53.59470481761318, 7.201669567817337&lt;br /&gt;
| circles = 53.59470481761318, 7.201669567817337 : 15&lt;br /&gt;
| zoom = 18&lt;br /&gt;
| width = 300px&lt;br /&gt;
| height = 300px&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Basisdaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit&lt;br /&gt;
|1877&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erbauer&lt;br /&gt;
|[[Bernhard Hinrich Bührmann]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bauweise&lt;br /&gt;
|(verputzter) Ziegelsteinbau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
|erhalten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Genaue Lage&lt;br /&gt;
|[[Westerstraße]] 91&lt;br /&gt;
26506 Norden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Haus Bührmann&#039;&#039;&#039; war lange Zeit Sitz des Textil- und Modefachgeschäfts &#039;&#039;B. H. Bührmann, J. G. Rose Nachfolger&#039;&#039;. Nach dem langjährigen Inhaber und Namensgeber wurde auch die angrenzende [[Bührmannslohne]] benannt. Heute befinden sich in dem Gebäude unter anderem mehrere Wohnungen sowie ein Schönheitssalon.&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Das in Rede stehende Gebäude befindet sich auf einem der höchsten Stellen der Stadt und damit an einer der am frühesten besiedelten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;[https://karenuphoff.com/uphoff-family-tree/cjansen/cjansen2.htm Genealogische Aufzeichnungen zur Familie Bührmann], abgerufen am 5. Juli 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 213&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu früheren Gebäuden fehlen jedoch konkrete Angaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch bis in das 19. Jahrhundert befanden sich an der (heutigen) Hausnummer 91 zwei Gebäude. Das rechte der beiden die alte [[Hausnummerierung|Anschrift]] &#039;&#039;[[Norderkluft]], 2. [[Rott]], Nr. 524&#039;&#039; trug und wurde zum 12. Juni 1781 vom Rechtsanwalt F. G. Hedden zu einem Kaufpreis von 1.900 Gulden erworben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Zuvor wohnte hier der Zimmermann und Gastwirt [[Jann Friedrich Wilcken]] mit seiner Frau. Nachdem sich die Eheleute Wilcken entschlossen, das Haus wieder zu verkaufen, hatten sie dazu offenbar alle Mühe. In den Kaufunterlagen wird dokumentiert, dass es dreimalig öffentlich inseriert werden musste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Nachfolgend wechselte es mehrfach den Besitzer, so befand sich hier bis 1834 die &#039;&#039;Bäckerei Schönbäck&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite, linke Haus trug die Hausnummer 523.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Hier wohnte 1781 noch eine Witwe mit dem Nachnamen &#039;&#039;Wenckebach&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; Sie war möglicherweise eine Schwiegertochter oder sonstige Angehörige des früheren [[Ludovicus Wenckebach|Bürgermeisters Wenckebach]]. 1814 wird der Pastor [[Johann Rudolph Hölscher]] genannt, der das Gebäude für 4.500 Gulden vom Goldschmied [[Steffen Wilhelm Steffens]] erwarb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1841 erwarb der Wittmunder [[Johann Georg Rose]] mit seiner Ehefrau das rechte Gebäude für 1.600 Reichstaler und gründete hier zum 1. Mai 1843 eine Manufakturenhandlung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Ostfriesischer Kurier vom 19. November 1994, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 1877 übernahm Kaufmann [[Bernhard Hinrich Bührmann]] Haus und Grund und gründete hier das nach ihm benannte Textilfachgeschäft &#039;&#039;B. H. Bührmann&#039;&#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 214&amp;lt;/ref&amp;gt; Der offizielle Name des Unternehmens lautete &#039;&#039;B. H. Bührmann, J. G. Rose Nachfolger&#039;&#039;. Bührmann erwarb 1877 das linke Haus hinzu, ließ beide weitestgehend abbrechen und einen Neubau errichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; Dass es sich um zwei Gebäude handelt, ist jedoch besonders im Inneren, aber auch am Äußeren, nach wie vor erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 übergab Bührmann die Geschäfte an seinen Nachfolger [[Johann von Nordheim]]. 1899 und 1902 wurde der Neubau in den rückwärtigen Bereich erweitert. Zum Sortiment gehörten vor allem Herren- und Kinderbekleidung sowie Aussteuerartikel. Von Nordheim übertrug das Geschäft, das in dieser Zeit die Hausnummer 45 bekam, an seinen früheren Geschäftsführer [[Hermann Thumann]] und dessen Schwager [[Johannes Eckert]]. Von 1955 bis 1978 führte [[Hans Hermann Thumann]] das Unternehmen, anschließend seine Tochter [[Maike Meinen|Maike Meinen, geb. Thumann]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; In dieser Zeit wurde das Gebäude stets gut in Stand gehalten, so erhielt es beispielsweise Ende der 1970er Jahre ein neues Dach.&amp;lt;ref&amp;gt;Befragung vom 23. Januar 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 31. Dezember 1994 wurde das Bührmannsche Bekleidungsgeschäft geschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Januar 1995 befindet sich in den Räumlichkeiten unter einem ein Schönheitssalon nebst Sonnenstudio sowie mehrere Wohnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erinnerungen==&lt;br /&gt;
Das Textilhaus Bührmann war aufgrund seiner Lage in der Westerstraße in den 40er und 50er Jahren die erste Anlaufstelle für die Landbevölkerung der Westermarsch, wenn es um zweckmäßige Kleidung ging. Man sagte damals flapsig, man geht zum &amp;quot;Plünnenrieter&amp;quot;. Zur damaligen Zeit wurden Stoffe in Ellenlänge vermessen und verkauft. Der Verkäufer ritzte das Tuch mit einem winzigen Schnitt am Rand, um es akkurat am Faden entlang trennen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben von Zeitzeugen pflegte der Chef des Hauses zahlreiche flotte Sprüche. Wenn beispielsweise ein Kunde aus der Umkleidekabine mit der neu zu erwerbenden Hose vor den Spiegel trat, bekam dieser häufig zu hören: &#039;&#039;&amp;quot;Büx passt, knippt bloot &#039;n bietjet unner d&#039;Arms.&amp;quot;&#039;&#039; &#039;&#039;(&amp;quot;Hose passt, kneift bloß ein bisschen unter den Armen.&amp;quot;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Westerstraße 91 Bührmann 1905 01.JPG|Postkarte aus dem Jahr 1905.&lt;br /&gt;
Datei:Westerstraße 91 Bührmann um 1930 01.JPG|Aufnahme aus der Zeit um 1930. Gut erkennbar ist, dass es sich ursprünglich um zwei separate Gebäude handelt.&lt;br /&gt;
Datei:Westerstraße 91 - 13042003.jpg|Westerstraße 91 - &#039;&#039;Sun Town Key West&#039;&#039; - Aufnahme vom 13. April 2003.&lt;br /&gt;
Datei:Westerstraße 91 - 18122004.jpg|Westerstraße 91 - &#039;&#039;Sonnenstudio Nordseesonne&#039;&#039; und &#039;&#039;Sport Duwe&#039;&#039; - Aufnahme vom 18. Dezember 2004.&lt;br /&gt;
Datei:Westerstraße 91 - 10112006.jpg|Westerstraße 91 - &#039;&#039;Sport Cafe Norden&#039;&#039; - Aufnahme vom 10. November 2006.&lt;br /&gt;
Datei:Westerstraße 91 - 22042011.jpg|Westerstraße 91 - &#039;&#039;Sonnenstudio und mehr...&#039;&#039; und &#039;&#039;Pflegeteam Grüneweg&#039;&#039; - Aufnahme vom 22. April 2011.&lt;br /&gt;
Datei:Westerstraße 91 - 03102014.jpg|Westerstraße 91 - &#039;&#039;Sonnenstudio und &#039;&#039;Luisa&#039;s Schönheits Zentrum&#039;&#039; - Aufnahme vom 3. Oktober 2014. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Der Club]]&lt;br /&gt;
*[[T. F. Damm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Hexenkolk&amp;diff=37233</id>
		<title>Hexenkolk</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Hexenkolk&amp;diff=37233"/>
		<updated>2022-09-15T14:42:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
==Hexenkolk==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |{{#display_map:&lt;br /&gt;
| Title = Hexenkolk&lt;br /&gt;
| Text = Ort in Ekel&lt;br /&gt;
| center = 53.59881802373842, 7.217204317648114&lt;br /&gt;
| circles = 53.59881802373842, 7.217204317648114 : 50&lt;br /&gt;
| zoom = 16&lt;br /&gt;
| width = 300px&lt;br /&gt;
| height = 300px&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Basisdaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stadtteil/-viertel&lt;br /&gt;
|[[Ekel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Genaue Lage&lt;br /&gt;
|[[Uferstraße]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;&#039;Hexenkolk&#039;&#039;&#039; bezeichnet man ein naturbelassenes Feuchtgebiet am [[Norder Tief]] im Osten der Stadt, das sich grob hinter dem [[Galgenbergviertel|Galgenberg]], dem Krankenhaus und dem [[Christian-Reil-Haus]] befindet. Durch den Hexenkolk führt ein [[Derk-de-Haan-Padd|Wanderweg]], seit den 1980er Jahren überquert hier die [[Hexenkolkbrücke|Holzbrücke]] das Tief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größere Wasserfläche an der nördlichen [[Uferstraße]] und die kleinere im Park des Christian-Reil-Hauses bilden die Überreste von zwei Flussschlingen des Norder Tiefs, die in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg südwestlich durchstochen wurden, was zu einer Begradigung des Wasserlaufes führte und die Überreste als Altarme zurückließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Es ist unbekannt, wann die erste Erwähnung als &#039;&#039;Hexenkolk&#039;&#039; erfolgte und ob der Begriff vor dem Krieg überhaupt bereits verwendet wurde, als sich auf beiden Seiten des alten Flussverlaufs noch Weideflächen und offenes Land befunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fest steht, dass die einige hundert Meter weiter flussaufwärts gelegene Brücke nach Lütetsburg schon zu früheren Zeiten als [[Kolkbrücke]] bezeichnet wurde und sich in deren Nähe der sogenannte Lütetsburger Kolk befindet. Der gesamte obere Wasserlauf des Tiefs und seiner Nebenarme war bis zum Bau der ersten Sielanlagen in Norden gegen Beginn des 14. Jahrhunderts, bei schweren Sturmfluten möglicherweise auch danach noch, stark tidebeeinflusst und somit auch ständig überflutungsgefährdet, was die Entstehung von Kolken und ständige Änderungen des Flussverlaufes nach sich gezogen haben muss, beispielsweise im Zuge der [[Zweite Marcellusflut|Zweiten Marcellusflut]] im Jahre 1362. So erklärt sich der kolkartige Charakter dieses Landstreifens, der sich als Marschland zwischen den Höhenzügen der isolierten Norder Geestinsel und des restlichen ostfriesischen Geestrückens befindet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Hexenkolk 2015.jpg|links|mini|750x750px|Verwilderter Uferbewuchs am Hexenkolk und Norder Tief, 2015]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutungsversuche des Namens ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hexenkolk Layer 1945.jpg|mini|Vergleich der Flussläufe 1945 und 2022. Beim Durchstich entstanden demnach zuerst zwei Flussinseln.]]&lt;br /&gt;
Die Zeit der Hexenverfolgung für Ostfriesland wird vor allem für das 16. Jahrhundert, der Regierungszeit von [[Edzard Cirksena|Graf Edzard]], angenommen. Es existieren für den Bereich Norden allerdings keine bekannten Unterlagen oder Dokumente aus dieser Zeit. Ob ein Zusammenhang zum Namen &#039;&#039;Hexenkolk&#039;&#039; besteht, ist somit völlig unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Zeiten der Hexenverfolgung wurden Überlieferungen zufolge der Hexerei verdächtige Personen der sogenannten &#039;&#039;Wasserprobe&#039;&#039; unterzogen. Man band ihre Arme und Beine zusammen und legte sie ins Wasser. Gingen sie nicht innerhalb einer festgelegten Zeitspanne unter, waren sie der Hexerei überführt, da das Wasser sie verschmäht hatte. Es folgten weitere Folterungen und schließlich der Tod auf dem Scheiterhaufen. Gingen die Frauen unter, sprach man sie vom Vorwurf der Hexerei frei, was ihnen in Angesicht des Todes aber auch nichts mehr brachte. So oder so hatten die Angeklagten kaum eine Chance zu überleben. Man ging davon aus, dass sie von Gott errettet werden, sollten sie schuldig sein. Daher sprach man bei der Wasserprobe auch von einem &#039;&#039;Gottesurteil&#039;&#039;. Die Interpretation, ob eine Hexe die Prozedur dank Gott überlebte oder das Wasser sie wegen ihres Bundes mit dem Teufel verschmäht hatte, oblag wohl den abergläubischen Zuschauern oder den Richtenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hexenkolk (Bild 1).jpg|Bild 1&lt;br /&gt;
Datei:Hexenkolk (Bild 2).jpg|Bild 2&lt;br /&gt;
Datei:Hexenkolk (Bild 3).jpg|Bild 3&lt;br /&gt;
Datei:Hexenkolk (Bild 4).jpg|Bild 4&lt;br /&gt;
Datei:Durchstich 2010.jpg|Durchstich mit Wanderweg, Blick zum Doornkaatgelände, 2010.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erläuterungen zu Bild 1 bis 4:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Bildern erkennbar ist der Hexenkolk, von der [[Juister Straße]] und der [[Uferstraße]] aus am 17. Januar 2021 fotografiert. Gut erkennbar ist seine naturbelassene Beschaffenheit, die die düstere Vergangenheit dieses Ortes zum Ausdruck bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
* Imhoff, Mathilde (1985): Die Flurnamen zur Deutschen Grundkarte 1:5000 (DGK5) 2409/2 Norden-Ost, in: Heim und Herd, Beilage zum Ostfriesischen Kurier vom 28. Juni 1985, Nr. 23&lt;br /&gt;
* Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0413031.jpg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Zum Hexenkolk]]&lt;br /&gt;
*[[Eilandje]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orte im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orte in Norden (Stadtteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ekel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
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		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Hexenkolk&amp;diff=37232</id>
		<title>Hexenkolk</title>
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		<updated>2022-09-15T14:42:12Z</updated>

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&lt;hr /&gt;
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==Hexenkolk==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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| Title = Hexenkolk&lt;br /&gt;
| Text = Ort in Ekel&lt;br /&gt;
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|Stadtteil/-viertel&lt;br /&gt;
|[[Ekel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Genaue Lage&lt;br /&gt;
|[[Uferstraße]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;&#039;Hexenkolk&#039;&#039;&#039; bezeichnet man ein naturbelassenes Feuchtgebiet am [[Norder Tief]] im Osten der Stadt, das sich grob hinter dem [[Galgenbergviertel|Galgenberg]], dem Krankenhaus und dem [[Christian-Reil-Haus]] befindet. Durch den Hexenkolk führt ein [[Derk-de-Haan-Padd|Wanderweg]], seit den 1980er Jahren überquert hier die [[Hexenkolkbrücke|Holzbrücke]] das Tief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größere Wasserfläche an der nördlichen [[Uferstraße]] und die kleinere im Park des Christian-Reil-Hauses bilden die Überreste von zwei Flussschlingen des Norder Tiefs, die in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg südwestlich durchstochen wurden, was zu einer Begradigung des Wasserlaufes führte und die Überreste als Altarme zurückließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Es ist unbekannt, wann die erste Erwähnung als &#039;&#039;Hexenkolk&#039;&#039; erfolgte und ob der Begriff vor dem Krieg überhaupt bereits verwendet wurde, als sich auf beiden Seiten des alten Flussverlaufs noch Weideflächen und offenes Land befunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fest steht, dass die einige hundert Meter weiter flussaufwärts gelegene Brücke nach Lütetsburg schon zu früheren Zeiten als [[Kolkbrücke]] bezeichnet wurde und sich in deren Nähe der sogenannte Lütetsburger Kolk befindet. Der gesamte obere Wasserlauf des Tiefs und seiner Nebenarme war bis zum Bau der ersten Sielanlagen in Norden gegen Beginn des 14. Jahrhunderts, bei schweren Sturmfluten möglicherweise auch danach noch, stark tidebeeinflusst und somit auch ständig überflutungsgefährdet, was die Entstehung von Kolken und ständige Änderungen des Flussverlaufes nach sich gezogen haben muss, beispielsweise im Zuge der [[Zweite Marcellusflut|Zweiten Marcellusflut]] im Jahre 1362. So erklärt sich der kolkartige Charakter dieses Landstreifens, der sich als Marschland zwischen den Höhenzügen der isolierten Norder Geestinsel und des restlichen ostfriesischen Geestrückens befindet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Hexenkolk 2015.jpg|links|mini|700x700px|Verwilderter Uferbewuchs am Hexenkolk und Norder Tief, 2015]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutungsversuche des Namens ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hexenkolk Layer 1945.jpg|mini|Vergleich der Flussläufe 1945 und 2022. Beim Durchstich entstanden demnach zuerst zwei Flussinseln.]]&lt;br /&gt;
Die Zeit der Hexenverfolgung für Ostfriesland wird vor allem für das 16. Jahrhundert, der Regierungszeit von [[Edzard Cirksena|Graf Edzard]], angenommen. Es existieren für den Bereich Norden allerdings keine bekannten Unterlagen oder Dokumente aus dieser Zeit. Ob ein Zusammenhang zum Namen &#039;&#039;Hexenkolk&#039;&#039; besteht, ist somit völlig unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Zeiten der Hexenverfolgung wurden Überlieferungen zufolge der Hexerei verdächtige Personen der sogenannten &#039;&#039;Wasserprobe&#039;&#039; unterzogen. Man band ihre Arme und Beine zusammen und legte sie ins Wasser. Gingen sie nicht innerhalb einer festgelegten Zeitspanne unter, waren sie der Hexerei überführt, da das Wasser sie verschmäht hatte. Es folgten weitere Folterungen und schließlich der Tod auf dem Scheiterhaufen. Gingen die Frauen unter, sprach man sie vom Vorwurf der Hexerei frei, was ihnen in Angesicht des Todes aber auch nichts mehr brachte. So oder so hatten die Angeklagten kaum eine Chance zu überleben. Man ging davon aus, dass sie von Gott errettet werden, sollten sie schuldig sein. Daher sprach man bei der Wasserprobe auch von einem &#039;&#039;Gottesurteil&#039;&#039;. Die Interpretation, ob eine Hexe die Prozedur dank Gott überlebte oder das Wasser sie wegen ihres Bundes mit dem Teufel verschmäht hatte, oblag wohl den abergläubischen Zuschauern oder den Richtenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hexenkolk (Bild 1).jpg|Bild 1&lt;br /&gt;
Datei:Hexenkolk (Bild 2).jpg|Bild 2&lt;br /&gt;
Datei:Hexenkolk (Bild 3).jpg|Bild 3&lt;br /&gt;
Datei:Hexenkolk (Bild 4).jpg|Bild 4&lt;br /&gt;
Datei:Durchstich 2010.jpg|Durchstich mit Wanderweg, Blick zum Doornkaatgelände, 2010.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erläuterungen zu Bild 1 bis 4:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Bildern erkennbar ist der Hexenkolk, von der [[Juister Straße]] und der [[Uferstraße]] aus am 17. Januar 2021 fotografiert. Gut erkennbar ist seine naturbelassene Beschaffenheit, die die düstere Vergangenheit dieses Ortes zum Ausdruck bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
* Imhoff, Mathilde (1985): Die Flurnamen zur Deutschen Grundkarte 1:5000 (DGK5) 2409/2 Norden-Ost, in: Heim und Herd, Beilage zum Ostfriesischen Kurier vom 28. Juni 1985, Nr. 23&lt;br /&gt;
* Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0413031.jpg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Zum Hexenkolk]]&lt;br /&gt;
*[[Eilandje]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orte im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orte in Norden (Stadtteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ekel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
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==Hexenkolk==&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;&#039;Hexenkolk&#039;&#039;&#039; bezeichnet man ein naturbelassenes Feuchtgebiet am [[Norder Tief]] im Osten der Stadt, das sich grob hinter dem [[Galgenbergviertel|Galgenberg]], dem Krankenhaus und dem [[Christian-Reil-Haus]] befindet. Durch den Hexenkolk führt ein [[Derk-de-Haan-Padd|Wanderweg]], seit den 1980er Jahren überquert hier die [[Hexenkolkbrücke|Holzbrücke]] das Tief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größere Wasserfläche an der nördlichen [[Uferstraße]] und die kleinere im Park des Christian-Reil-Hauses bilden die Überreste von zwei Flussschlingen des Norder Tiefs, die in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg südwestlich durchstochen wurden, was zu einer Begradigung des Wasserlaufes führte und die Überreste als Altarme zurückließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Es ist unbekannt, wann die erste Erwähnung als &#039;&#039;Hexenkolk&#039;&#039; erfolgte und ob der Begriff vor dem Krieg überhaupt bereits verwendet wurde, als sich auf beiden Seiten des alten Flussverlaufs noch Weideflächen und offenes Land befunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fest steht, dass die einige hundert Meter weiter flussaufwärts gelegene Brücke nach Lütetsburg schon zu früheren Zeiten als [[Kolkbrücke]] bezeichnet wurde und sich in deren Nähe der sogenannte Lütetsburger Kolk befindet. Der gesamte obere Wasserlauf des Tiefs und seiner Nebenarme war bis zum Bau der ersten Sielanlagen in Norden gegen Beginn des 14. Jahrhunderts, bei schweren Sturmfluten möglicherweise auch danach noch, stark tidebeeinflusst und somit auch ständig überflutungsgefährdet, was die Entstehung von Kolken und ständige Änderungen des Flussverlaufes nach sich gezogen haben muss, beispielsweise im Zuge der [[Zweite Marcellusflut|Zweiten Marcellusflut]] im Jahre 1362. So erklärt sich der kolkartige Charakter dieses Landstreifens, der sich als Marschland zwischen den Höhenzügen der isolierten Norder Geestinsel und des restlichen ostfriesischen Geestrückens befindet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Hexenkolk 2015.jpg|links|mini|700x700px|Verwilderter Uferbewuchs am Hexenkolk und Norder Tief, 2015]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutungsversuche des Namens ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hexenkolk Layer 1945.jpg|mini|Vergleich der Flussläufe 1945 und 2022. Beim Durchstich entstanden demnach zuerst zwei Flussinseln.]]&lt;br /&gt;
Die Zeit der Hexenverfolgung für Ostfriesland wird vor allem für das 16. Jahrhundert, der Regierungszeit von [[Edzard Cirksena|Graf Edzard]], angenommen. Es existieren für den Bereich Norden allerdings keine bekannten Unterlagen oder Dokumente aus dieser Zeit. Ob ein Zusammenhang zum Namen &#039;&#039;Hexenkolk&#039;&#039; besteht, ist somit völlig unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Zeiten der Hexenverfolgung wurden Überlieferungen zufolge der Hexerei verdächtige Personen der sogenannten &#039;&#039;Wasserprobe&#039;&#039; unterzogen. Man band ihre Arme und Beine zusammen und legte sie ins Wasser. Gingen sie nicht innerhalb einer festgelegten Zeitspanne unter, waren sie der Hexerei überführt, da das Wasser sie verschmäht hatte. Es folgten weitere Folterungen und schließlich der Tod auf dem Scheiterhaufen. Gingen die Frauen unter, sprach man sie vom Vorwurf der Hexerei frei, was ihnen in Angesicht des Todes aber auch nichts mehr brachte. So oder so hatten die Angeklagten kaum eine Chance zu überleben. Man ging davon aus, dass sie von Gott errettet werden, sollten sie schuldig sein. Daher sprach man bei der Wasserprobe auch von einem &#039;&#039;Gottesurteil&#039;&#039;. Die Interpretation, ob eine Hexe die Prozedur dank Gott überlebte oder das Wasser sie wegen ihres Bundes mit dem Teufel verschmäht hatte, oblag wohl den abergläubischen Zuschauern oder den Richtenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hexenkolk (Bild 1).jpg|Bild 1&lt;br /&gt;
Datei:Hexenkolk (Bild 2).jpg|Bild 2&lt;br /&gt;
Datei:Hexenkolk (Bild 3).jpg|Bild 3&lt;br /&gt;
Datei:Hexenkolk (Bild 4).jpg|Bild 4&lt;br /&gt;
Datei:Durchstich 2010.jpg|Durchstich mit Wanderweg, Blick zum Doornkaatgelände, 2010.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erläuterungen zu Bild 1 bis 4:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Bildern erkennbar ist der Hexenkolk, von der [[Juister Straße]] und der [[Uferstraße]] aus am 17. Januar 2021 fotografiert. Gut erkennbar ist seine naturbelassene Beschaffenheit, die die düstere Vergangenheit dieses Ortes zum Ausdruck bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
* Imhoff, Mathilde (1985): Die Flurnamen zur Deutschen Grundkarte 1:5000 (DGK5) 2409/2 Norden-Ost, in: Heim und Herd, Beilage zum Ostfriesischen Kurier vom 28. Juni 1985, Nr. 23&lt;br /&gt;
* Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0413031.jpg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Zum Hexenkolk]]&lt;br /&gt;
*[[Eilandje]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orte im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orte in Norden (Stadtteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ekel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
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&lt;div&gt;Hexenkolk 2015&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Durchstich 2010&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: &lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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==Hexenkolk==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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| Title = Hexenkolk&lt;br /&gt;
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|Stadtteil/-viertel&lt;br /&gt;
|[[Ekel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Genaue Lage&lt;br /&gt;
|[[Uferstraße]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;&#039;Hexenkolk&#039;&#039;&#039; bezeichnet man ein naturbelassenes Feuchtgebiet am [[Norder Tief]] im Osten der Stadt, das sich grob hinter dem [[Galgenbergviertel|Galgenberg]], dem Krankenhaus und dem [[Christian-Reil-Haus]] befindet. Durch den Hexenkolk führt ein [[Derk-de-Haan-Padd|Wanderweg]], seit den 1980er Jahren überquert hier die [[Hexenkolkbrücke|Holzbrücke]] das Tief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größere Wasserfläche an der nördlichen [[Uferstraße]] und die kleinere im Park des Christian-Reil-Hauses bilden die Überreste von zwei Flussschlingen des Norder Tiefs, die in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg südwestlich durchstochen wurden, was zu einer Begradigung des Wasserlaufes führte und die Überreste als Altarme zurückließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Es ist unbekannt, wann die erste Erwähnung als &#039;&#039;Hexenkolk&#039;&#039; erfolgte und ob der Begriff vor dem Krieg überhaupt bereits verwendet wurde, als sich auf beiden Seiten des alten Flussverlaufs noch Weideflächen und offenes Land befunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fest steht, dass die einige hundert Meter weiter flussaufwärts gelegene Brücke nach Lütetsburg schon zu früheren Zeiten als [[Kolkbrücke]] bezeichnet wurde und sich in deren Nähe der sogenannte Lütetsburger Kolk befindet. Der gesamte obere Wasserlauf des Tiefs und seiner Nebenarme war bis zum Bau der ersten Sielanlagen in Norden gegen Beginn des 14. Jahrhunderts, bei schweren Sturmfluten möglicherweise auch danach noch, stark tidebeeinflusst und somit auch ständig überflutungsgefährdet, was die Entstehung von Kolken und ständige Änderungen des Flussverlaufes nach sich gezogen haben muss, beispielsweise im Zuge der [[Zweite Marcellusflut|Zweiten Marcellusflut]] im Jahre 1362. So erklärt sich der kolkartige Charakter dieses Landstreifens, der sich als Marschland zwischen den Höhenzügen der isolierten Norder Geestinsel und des restlichen ostfriesischen Geestrückens befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutungsversuche des Namens ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hexenkolk Layer 1945.jpg|mini|Vergleich der Flussläufe 1945 und 2022. Beim Durchstich entstanden demnach zuerst zwei Flussinseln.]]&lt;br /&gt;
Die Zeit der Hexenverfolgung für Ostfriesland wird vor allem für das 16. Jahrhundert, der Regierungszeit von [[Edzard Cirksena|Graf Edzard]], angenommen. Es existieren für den Bereich Norden allerdings keine bekannten Unterlagen oder Dokumente aus dieser Zeit. Ob ein Zusammenhang zum Namen &#039;&#039;Hexenkolk&#039;&#039; besteht, ist somit völlig unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Zeiten der Hexenverfolgung wurden Überlieferungen zufolge der Hexerei verdächtige Personen der sogenannten &#039;&#039;Wasserprobe&#039;&#039; unterzogen. Man band ihre Arme und Beine zusammen und legte sie ins Wasser. Gingen sie nicht innerhalb einer festgelegten Zeitspanne unter, waren sie der Hexerei überführt, da das Wasser sie verschmäht hatte. Es folgten weitere Folterungen und schließlich der Tod auf dem Scheiterhaufen. Gingen die Frauen unter, sprach man sie vom Vorwurf der Hexerei frei, was ihnen in Angesicht des Todes aber auch nichts mehr brachte. So oder so hatten die Angeklagten kaum eine Chance zu überleben. Man ging davon aus, dass sie von Gott errettet werden, sollten sie schuldig sein. Daher sprach man bei der Wasserprobe auch von einem &#039;&#039;Gottesurteil&#039;&#039;. Die Interpretation, ob eine Hexe die Prozedur dank Gott überlebte oder das Wasser sie wegen ihres Bundes mit dem Teufel verschmäht hatte, oblag wohl den abergläubischen Zuschauern oder den Richtenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Galerie==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hexenkolk (Bild 1).jpg|Bild 1&lt;br /&gt;
Datei:Hexenkolk (Bild 2).jpg|Bild 2&lt;br /&gt;
Datei:Hexenkolk (Bild 3).jpg|Bild 3&lt;br /&gt;
Datei:Hexenkolk (Bild 4).jpg|Bild 4&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erläuterungen zu Bild 1 bis 4:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Bildern erkennbar ist der Hexenkolk, von der [[Juister Straße]] und der [[Uferstraße]] aus am 17. Januar 2021 fotografiert. Gut erkennbar ist seine naturbelassene Beschaffenheit, die die düstere Vergangenheit dieses Ortes zum Ausdruck bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellenverzeichnis==&lt;br /&gt;
* Imhoff, Mathilde (1985): Die Flurnamen zur Deutschen Grundkarte 1:5000 (DGK5) 2409/2 Norden-Ost, in: Heim und Herd, Beilage zum Ostfriesischen Kurier vom 28. Juni 1985, Nr. 23&lt;br /&gt;
* Medienzentrum des Landkreises Aurich (Bildarchiv: 0413031.jpg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Zum Hexenkolk]]&lt;br /&gt;
*[[Eilandje]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orte im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orte in Norden (Stadtteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ekel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Datei:Hexenkolk_Layer_1945.jpg&amp;diff=37227</id>
		<title>Datei:Hexenkolk Layer 1945.jpg</title>
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		<updated>2022-09-15T13:43:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hexenkolk Layer 1945&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
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		<title>Andreaskirche</title>
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		<updated>2022-08-31T10:13:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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==Andreaskirche==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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| Title = Andreaskirche&lt;br /&gt;
| Text = Kirche in Norden&lt;br /&gt;
| center = 53.59603240179759, 7.204014936125942&lt;br /&gt;
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| width = 300px&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Basisdaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Entstehungszeit&lt;br /&gt;
|ca. 1275-1288 (um 900; 12. Jhdt.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erbauer&lt;br /&gt;
|[[Stadt Norden]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Bauweise&lt;br /&gt;
|Ziegel- und Tuffsteinbau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
|1531 zerstört; bis 1756 abgetragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Genaue Lage&lt;br /&gt;
|[[Alter Friedhof]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Andreaskirche&#039;&#039;&#039; war der erste steinerne [[Liste der Sakralbauten|Sakralbau]] in Norden. Sie befand sich auf dem heutigen [[Alter Friedhof|Alten Friedhof]] in unmittelbarer Nähe zum [[Marktplatz]]. Die für den Bau errichtete [[Warft]] auf der höchsten Stelle der [[Norder Geestinsel|Geestinsel]] ist noch heute deutlich zu erkennen. Nach der Brandschatzung der Kirche 1531 durch [[Balthasar von Esens]] verfiel sie und wurde bis 1756 vollends abgetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Andreaskirche, die nicht mit dem Gemeindezentrum der erst 1996 gegründeten [[Andreasgemeinde Norden|Andreasgemeinde]] verwechselt werden darf, diente dem sich entwickelnden städtischen Gemeinwesen als Gotteshaus. Dies wird unter anderem damit erklärt, dass die Kirche dem Heiligen Andreas geweiht war. Er war der Schutzpatron der Stadt und wird noch heute als Schildhalter des [[Stadtwappen|Norder Stadtwappens]] dargestellt. Ihr gegenüber stand die [[Ludgerikirche]], die das Gotteshaus der [[Norder Umlandgemeinden]] war.&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der heute gemeinhin als &#039;&#039;Andreaskirche&#039;&#039; bezeichneten, hochmittelalterlichen Steinkirche geht mutmaßlich ein hölzerner Bau voran, der möglicherweise bereits auf den Beginn der christlichen Missionierung Ostfrieslands im 8. Jahrhundert zurückgeht. Nachdem Friesland ab 734 vom Frankenkönig Karl Martell erobert wurde und Karl der Große die fränkische Herrschaft hierzulande festigte, begann unter Bischof Willehad die christliche Missionierung der bis dahin heidnischen Friesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt; Wahrscheinlich stand dieser erste hölzerne Bau bereits auf der [[Warft]] des heute so bezeichneten [[Alter Friedhof|Alten Friedhofs]], jedoch ist nicht eindeutig, ob zu diesem Zeitpunkt diese Warft bereits existierte oder erst später für den steinernen Nachfolgebau angehäuft wurde. Im 12. Jahrhundert wurde an besagter Stelle jedenfalls eine rechteckige &#039;&#039;Einraumkirche&#039;&#039; aus Tuffstein als erster steinerner Kirchenbau des Ortes errichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Infotafel im Ostfriesischen Heimatmuseum&amp;lt;/ref&amp;gt; Ansonsten ist die Quellenlage insbesondere aus dem Frühmittelalter insgesamt sehr schlecht, sodass viele Angaben ungesichert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Viertel des 13. Jahrhunderts wurde der Vorgängerbau nach einem Erdbeben niedergerissen und anschließend wesentlich vergrößert aus Backstein als dreischiffige Pfeilerbasilika mit gewölbtem Querhaus und quadratischem Chor wiedererrichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Bärenfänger, Rolf (1999): Die Andreaskirche in Norden, Stuttgart, S. 187f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Initiative dazu ging wohl vom Bistum Bremen aus, zu dem Norden seinerzeit gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;van Lengen, Hajo (2003): Die Friesische Freiheit des Mittelalters – Leben und Legende, Aurich, S. 77&amp;lt;/ref&amp;gt; Möglicherweise stand der Neubau im Zusammenhang mit dem Besuch des Bremer Erzbischofs Hildebold von Wunstorf, der die Stadt im Jahre 1271 besuchte, im [[Dominikanerkloster]] verweilte und dort auch eine Messe abgehalten haben soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;Möhlmann, Günther (1959): Norder Annalen. Aufzeichnungen aus dem Dominikanerkloster in Norden, Aurich, S. 31&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Fertigstellung der nun nach dem Heiligen Andreas benannten &#039;&#039;Andreaskirche&#039;&#039; im Jahre 1288 hatte der Bau eine Länge von 65 Meter und war etwa 22 Meter breit. Sein 65 Meter hoher Westturm diente Seefahrern über mehrere Jahrhunderte als Seezeichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;Ruge, Reinhard (2000):: Die Ludgerikirche zu Norden, Norden, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Verein für hansische Geschichte (1910): Hansische Geschichtsblätter. Band XVI, Leipzig, S. 520&amp;lt;/ref&amp;gt; Die beiden östlichen Türme an den Chorflanken wurden später hinzugefügt und von zwei &#039;&#039;&amp;quot;vornehmen Jungfrauen&amp;quot;&#039;&#039;, möglicherweise Schwestern oder Cousinen aus dem Norder Häuptlingsgeschlecht [[Idzinga]], gestiftet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;Foraita, Heinz (1985): Dein sind die Zeiten, Herr. Die Geschichte der Katholischen Gemeinde Norden. Herausgegeben zur 100-Jahr-Feier der St.-Ludgerus-Kirche zu Norden, Norden, S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Namen werden mit &#039;&#039;Jeva Idzing&#039;&#039; und &#039;&#039;Djure Idzing&#039;&#039; angegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;Cremer, Ufke (1995): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Ostfriesland seltenen Chorflankentürme wurden vermutlich nach dem Vorbild der Kirche von Bunde errichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Im Allgemeinen wies die Andreaskirche jedoch deutliche Ähnlichkeiten mit der heute noch bestehenden Kirche &#039;&#039;St. Clemens&#039;&#039; zu Wissel (Niederrhein) auf, wenngleich diese nicht über den markanten, besonders hohen Westturm verfügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach der Baufertigstellung im Jahre 1288 wurde der umliegende Friedhof seiner Bestimmung übergeben, die offizielle Weihung soll jedoch erst nach dem Eintreffen des Bischofs vollzogen worden sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; Die spätere Weihe der Andreaskirche am 3. Mai 1314, die Erzbischof Johann I. von Bremen vollzog, hing vermutlich mit dem Wiederaufbau nach erneuten Zerstörungen durch ein starkes Unwetter zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kirchengemeindelexikon.de/einzelgemeinde/norden-st-ludgeri/ Beschreibung der Kirchengemeinde Norden], abgerufen am 9. November 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Möhlmann, Günther (1959): Norder Annalen. Aufzeichnungen aus dem Dominikanerkloster in Norden, Aurich, S. 87&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadt Norden Wappen Stadtwappen Heiliger Andreas 01.JPG|mini|295x295px|Der Heilige Andreas im [[Stadtwappen]] als Namensgeber der Andreaskirche.]]&lt;br /&gt;
Schon vor den einsetzenden Wirren durch die Reformation ab 1517 stand es denkbar schlecht um den Zustand der Andreaskirche. Stürme und Überflutungen, wie die [[Erste Dionysiusflut]], hatten dem Bauwerk im 13. und 14. Jahrhundert stark zugesetzt. Wohl ein heftiger Sturm brachte den mächtigen Westturm im Jahre 1411 vollkommen zum Einsturz.&amp;lt;ref&amp;gt;Möhlmann, Günther (1959): Norder Annalen. Aufzeichnungen aus dem Dominikanerkloster in Norden, Aurich, S. 39&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde offenbar rasch wieder aufgebaut, da er als Seezeichen benötigt wurde. Der endgültige Todesstoß wurde der Kirche jedoch erst 120 Jahre später versetzt. Im Jahr 1531 verwüstete ein Heerhaufen des Häuptlings [[Balthasar von Esens]] im Zuge der [[Geldrische Fehde|Geldrischen Fehde]] die unbefestigte Stadt, die nur über einige umliegende [[Liste der Burgen und Wehrhäuser|Wehrhäuser]], aber keine Stadtmauer verfügte. Den Brandschatzungen fielen sowohl die Andreaskirche als auch weitere bedeutende Bauten, wie der Vorgängerbau des [[Altes Rathaus|Alten Rathauses,]] zum Opfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balthasars Zerstörungswut ging soweit, dass er, als er eigentlich die Stadt schon wieder verlassen hatte und sah, dass der große Westturm entgegen seiner Absicht noch nicht in Brand geraten war, in Rage geriet. So befahl er einigen seiner Männern, zurückzukehren und den Dachstuhl des Turmes in Brand zu setzen. Diese wurden bei ihrer Rückkehr von einigen Norder Frauen wüst beschimpft. Die Soldaten fanden schließlich in den Flammen ihren Tod, als sie die Stufen, über die sie den Turm zu dessen Brandschatzung bestiegen hatten, aufgrund des dichten Rauches nicht mehr wiederfinden konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versuche, die Andreaskirche nach diesen Zerstörungen wieder aufzubauen, schlugen augenscheinlich fehl, so etwa im Jahre 1545. Nicht einmal der große Turm, an dem seit 1567 eine Uhr angebracht war (&#039;&#039;Uhrwarkstoorn&#039;&#039;), konnte gerettet werden. Ein im Jahre 1617&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; oder 1627&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt; begonnenes Unterfangen hierzu scheiterte. Der Niedergang der Andreaskirche, insbesondere das Fehlen der als Seezeichen genutzten Türme, beschäftigte sogar den Rat der Stadt Hamburg, die (vergebens) einen Wiederaufbau forderte.&amp;lt;ref&amp;gt;Schreiber, Gretje (2017): Der Norder Hafen. Geschichte, Schifffahrt und Handel, Aurich, S. 103&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude blieb eine Ruine, die allmählich einstürzte und letztlich den Norder Bürgern nur noch als Steinbruch diente.Steine waren zu jener Zeit in Angesichts fehlender natürlicher Vorkommen ein knappes Gut. 1631 wurde ein Großteil der Steine für den Aufbau der [[Ulrichsgymnasium|Lateinschule]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 66&amp;lt;/ref&amp;gt; 1723 verschwanden die letzten Überbleibsel des Turmes, der Rest der Kirche wurde bis 1756 abgetragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2001): Norden-Norddeich. Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Ort für Gottesdienste stand seit der Zerstörung die unbeschädigte, ausreichend große Ludgerikirche direkt nebenan zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Verschwinden der Andreaskirche wurde somit schließlich die [[Ludgerikirche]] zur Gesamtkirche für die Stadt und das Umland. Bis dahin diente erstere als städtische Kirche, während die Ludgerikirche nur die Kirche der [[Norder Umlandgemeinden]] war. Dorthin scheinen auch einige wertvolle, nicht verlorengegangene Bildwerke verbracht worden zu sein. Auch einige der historisch kostbaren Sandsteinfiguren aus der Andreaskirche finden sich heute im Chorumgang der Ludgerikirche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Canzler, Gerhard (1997): Alt-Norden, Weener, S. 21&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der Andreaskirche selber finden sich heute keine aufgehenden Gebäudeteile mehr. Das Areal, auf dem sie stand, nimmt der [[Alter Friedhof|Alte Friedhof]] der Stadt ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996 wurde der genaue Standort der Andreaskirche durch Bohruntersuchungen wiederentdeckt bzw. bestätigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kreuzbasilika Wissel.jpg|mini|Ungeachtet des fehlenden Westturms weist die St. Clemens Kirche zu Wissel deutliche Ähnlichkeiten mit der Andreaskirche auf.]]Über den hölzernen Bau der Andreaskirche ist nichts bekannt. Der erste steinerne Bau soll hingegen eine Länge von etwa 37 Metern sowie möglicherweise eine halbrunde Apsis (halb-zylinderförmiger Anbau) gehabt haben. Später soll noch ein quadratischer Westturm angefügt worden sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank der Überlieferungen des [[Ubbo Emmius]] und den sogenannten [[Norder Annalen]] des Mönches [[Gerrit van Norden]] ist eine vergleichsweise gute Beschreibung der (letzten) steinernen Andreaskirche möglich. Er nennt die Kirche ein &#039;&#039;&amp;quot;hervorragendes Werk mit drei ausgezeichneten und hochragenden Türmen&amp;quot;&#039;&#039;, die bereits von Weitem sichtbar waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der westliche Turm soll der größte aller Türme gewesen sein, an ihm wurde 1567 eine Uhr angebracht, sodass dieser auch als &#039;&#039;Uhrwarkstoorn&#039;&#039; (Uhrenturm) bezeichnet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt; Dieser wurde bis zum Beginn des Giebels der Kirche aus Tuffstein errichtet. Von hier aus überragte er weiter mit einem hochragenden Giebel, der sich zu einer kegelförmigen Spitze erhob, der noch einmal so groß gewesen sein soll, wie der untere Bau des Turms selbst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; Dieser hohe Turm war über Jahrhunderte ein wichtiges Seezeichen für den Schiffsverkehr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Angeblich soll er den Seefahrern bis an die Elbmündung erkennbar gewesen sein. Das Fehlen dieses Seezeichens hatte letztlich den Bau eines Leuchtturms auf Borkum durch die Stadt Emden zur Folge.&amp;lt;ref&amp;gt;Cremer, Ufke (1995): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden anderen Türme waren schmaler und aus Ziegelstein errichtet. Sie stiegen mit geraden Seiten hoch und waren mit einem vergleichsweise kleinen Giebel abgeschlossen. Der Volksmund nannte die beiden gleichartigen Türme auch &#039;&#039;Basen&#039;&#039; (Cousinen).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Andreaskirche um 1530.jpg|Die Andreaskirche kurz vor ihrer Zerstörung, nach einer Zeichnung der Ostfriesischen Landschaft im &#039;&#039;Emder Jahrbuch&#039;&#039; von 1992.&lt;br /&gt;
Datei:Andreaskirche Marktplatz Am Markt Innenansicht 1618 01.jpg|Innenansicht der Kirchenruine im Jahre 1618.&lt;br /&gt;
Datei:Andreaskirche Marktplatz Am Markt Westturm 1618 01.jpg|Der abgängige Westturm im Jahre 1618.&lt;br /&gt;
Datei:Andreaskirche Stahlstich 1940 (0702001) MZ.jpg|Abfotografierter Stahlstich der Andreaskirche. Fotografie um 1940.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Ludgerikirche]]&lt;br /&gt;
*[[Ludgeruskirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakralbauten im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude im Stadtgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude in Norden (Stadtteil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Heitsweg&amp;diff=36735</id>
		<title>Heitsweg</title>
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		<updated>2022-08-31T08:59:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: /* Entwicklung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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==Heitsweg==&lt;br /&gt;
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| Title = Heitsweg&lt;br /&gt;
| Text = Gemeindestraße in Norden&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|Stadtteil/-viertel&lt;br /&gt;
|[[Ekel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erschließungsjahr&lt;br /&gt;
|vor 1895&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Namensgebung&lt;br /&gt;
|vor 1895&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Historische Namen&lt;br /&gt;
|keine&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Datei:Heitsweg 1943.jpg|mini|Heitsweg 1943, oben Kreuzung mit der [[Schulstraße]], unten Kreuzung zum [[Kolkbrücker Weg]], heute die verlängerte Osterstraße.]]&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Heitsweg&#039;&#039;&#039; ist eine [[Gemeindestraße]] in [[Ekel]]. Die Straße grenzt nördlich an die [[Schulstraße]] bzw. den [[Ekeler Weg]], wo sie an dieser Kreuzung auch nördlich auf den [[Looger Weg]] trifft. Südlich grenzt der Heitsweg an die [[Osterstraße]]. Westliche Nebenstraße sind der [[Langer Pfad | Lange Pfad]] sowie der [[Wiesenweg]]. Über eine Lohne in der südlichen Hälfte der Straße kann man auch gen Osten zur [[Schützenstraße]] gelangen.&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft des Namens ===&lt;br /&gt;
Der Straßenname, der ausschließlich an dieser Stelle vorkommt, geht höchstwahrscheinlich auf den schon in frühen Zeiten seltenen altfriesischen Vornamen &#039;&#039;Heit&#039;&#039; oder &#039;&#039;Heitet&#039;&#039; zurück (zur Herleitung vgl. &#039;&#039;Lütet&#039;&#039;, Namensgeber von Lütetsburg, niederdeutsch &#039;&#039;Lütsborg&#039;&#039; oder &#039;&#039;Lützborg&#039;&#039;). Wie genau die angenommene Person eines &#039;&#039;Heit&#039;&#039; im Zusammenhang mit der Straße stand, kann nicht mehr nachvollzogen werden, vermutlich handelte es sich um den Besitzer einer Hofstelle oder des Weidelandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ===&lt;br /&gt;
Die Straße, deren Verlauf zuerst im [[Vermessungsplan der Stadt Norden von 1858]] genau ersichtlich ist, wird als alter Weg wohl bereits seit Jahrhunderten verwendet und ist als ebenfalls auf der preußischen Grundkarte von ca. 1895 verzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch seine Lage am Rande der Norder Geestinsel handelt es sich beim Heitsweg um eine Sandstraße, eine Befestigung kann erst für Mitte des 20. Jahrhundert angenommen werden. Zuvor befanden sich der schmale, gepflasterte Gehweg an der Ostseite, die Strommasten an der Westseite des Heitswegs. Einige der aus der mutmaßlichen Erschließungszeit stammenden, noch vorhandenen Häuser wurden in lockerer Bebauungsweise wahrscheinlich in der Zeit um 1900 errichtet, bis in die 1970er Jahre wurden die Baulücken schließlich nach und nach geschlossen. 1990 wurde der letzte, verfallene landwirtschaftliche Hof am Heitsweg nahe der Abzweigung zum [[Wiesenweg]] abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude und Plätze ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich ein sandiger Feldweg mit vereinzelten Bauernhöfen, wurden um 1900 bereits Einfamilienhäuser vorwiegend im südlichen Teil errichtet. Das ländliche Gepräge behielt die Umgebung bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Höfe wurden seitdem nach und nach abgetragen, das Land zu Bauland umgewidmet. Der Heitsweg besteht heute überwiegend aus Einfamilienhäusern in geschlossener Bebauung. Ungefähr an der Ecke zur Osterstraße befindet sich einer der beiden Parkplätze der [[Oberschule]]. Das Gelände der Schule liegt zwischen dem westlichen Bereich des Heitsweg zwischen Osterstraße und Wiesenweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hof am Heitsweg.jpg|Hofstelle am Heitsweg, um 1980.&lt;br /&gt;
Datei:Heitsweg Hof 1990.jpg|Letzter verfallener Hof, 1990.&lt;br /&gt;
Datei:1858 heitsweg.jpg|Der Heitsweg auf dem Stadtplan von 1858, rot markiert.&lt;br /&gt;
Datei:Heitsweg um 1930.jpg|Heitsweg um 1930 als Sandstraße, Blick nach Nordwest zur Schulstraße.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Liste der Straßen in Norden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen in Norden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen in Ekel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ekel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Heitsweg&amp;diff=36734</id>
		<title>Heitsweg</title>
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		<updated>2022-08-31T08:53:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: /* Galerie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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==Heitsweg==&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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| Title = Heitsweg&lt;br /&gt;
| Text = Gemeindestraße in Norden&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
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|[[Ekel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erschließungsjahr&lt;br /&gt;
|vor 1895&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Namensgebung&lt;br /&gt;
|vor 1895&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Historische Namen&lt;br /&gt;
|keine&lt;br /&gt;
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[[Datei:Heitsweg 1943.jpg|mini|Heitsweg 1943, oben Kreuzung mit der [[Schulstraße]], unten Kreuzung zum [[Kolkbrücker Weg]], heute die verlängerte Osterstraße.]]&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Heitsweg&#039;&#039;&#039; ist eine [[Gemeindestraße]] in [[Ekel]]. Die Straße grenzt nördlich an die [[Schulstraße]] bzw. den [[Ekeler Weg]], wo sie an dieser Kreuzung auch nördlich auf den [[Looger Weg]] trifft. Südlich grenzt der Heitsweg an die [[Osterstraße]]. Westliche Nebenstraße sind der [[Langer Pfad | Lange Pfad]] sowie der [[Wiesenweg]]. Über eine Lohne in der südlichen Hälfte der Straße kann man auch gen Osten zur [[Schützenstraße]] gelangen.&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft des Namens ===&lt;br /&gt;
Der Straßenname, der ausschließlich an dieser Stelle vorkommt, geht höchstwahrscheinlich auf den schon in frühen Zeiten seltenen altfriesischen Vornamen &#039;&#039;Heit&#039;&#039; oder &#039;&#039;Heitet&#039;&#039; zurück (zur Herleitung vgl. &#039;&#039;Lütet&#039;&#039;, Namensgeber von Lütetsburg, niederdeutsch &#039;&#039;Lütsborg&#039;&#039; oder &#039;&#039;Lützborg&#039;&#039;). Wie genau die angenommene Person eines &#039;&#039;Heit&#039;&#039; im Zusammenhang mit der Straße stand, kann nicht mehr nachvollzogen werden, vermutlich handelte es sich um den Besitzer einer Hofstelle oder des Weidelandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ===&lt;br /&gt;
Die Straße, deren Verlauf zuerst im [[Vermessungsplan der Stadt Norden von 1858]] genau ersichtlich ist, wird als Weg wohl bereit seit Jahrhunderten verwendet und ist ebenfalls auf der preußischen Grundkarte von ca. 1895 verzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch seine Lage am Rande der Norder Geestinsel handelte es sich um eine Sandstraße, eine Befestigung kann erst für das 20. Jahrhundert angenommen werden. Einige der aus der mutmaßlichen Erschließungszeit stammenden, noch vorhandenen Häuser wurden in lockerer Bebauungsweise wahrscheinlich in der Zeit um 1920 errichtet, in den 1960 Jahren wurden die Baulücken schließlich nach und nach geschlossen. 1990 wurde der letzte, verfallene landwirtschaftliche Hof am Heitsweg nahe der Abzweigung zum [[Wiesenweg]] abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude und Plätze ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich ein Feldweg mit vereinzelten Bauernhöfen, wurden um 1900 bereits Einfamilienhäuser vorwiegend im südlichen Teil errichtet. Das ländliche Gepräge behielt die Umgebung bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Höfe wurden nach und nach abgetragen, das Land zu Bauland umgewidmet. Der Heitsweg besteht heute überwiegend aus Einfamilienhäusern in geschlossener Bebauung. Ungefähr an der Ecke zur Osterstraße befindet sich einer der beiden Parkplätze der [[Oberschule]]. Das Gelände der Schule liegt zwischen dem westlichen Bereich des Heitsweg zwischen Osterstraße und Wiesenweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hof am Heitsweg.jpg|Hofstelle am Heitsweg, um 1980.&lt;br /&gt;
Datei:Heitsweg Hof 1990.jpg|Letzter verfallener Hof, 1990.&lt;br /&gt;
Datei:1858 heitsweg.jpg|Der Heitsweg auf dem Stadtplan von 1858, rot markiert.&lt;br /&gt;
Datei:Heitsweg um 1930.jpg|Heitsweg um 1930 als Sandstraße, Blick nach Nordwest zur Schulstraße.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Liste der Straßen in Norden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen in Norden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen in Ekel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ekel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Datei:Heitsweg_um_1930.jpg&amp;diff=36733</id>
		<title>Datei:Heitsweg um 1930.jpg</title>
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		<updated>2022-08-31T08:51:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Heitsweg um 1930&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Vermessungsplan_der_Stadt_Norden_von_1858&amp;diff=36732</id>
		<title>Vermessungsplan der Stadt Norden von 1858</title>
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		<updated>2022-08-31T08:33:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:1858.jpg|mini|Der Vermessungsplan, im Original etwa im Format 1,50m x 1,50m.]]&lt;br /&gt;
Der sogenannte &#039;&#039;&#039;Vermessungsplan der Stadt Norden aus dem Jahr 1858&#039;&#039;&#039; ist der erste Vermessungsplan der Stadt Norden, auf dem nicht nur die Stadt, sondern auch die Feldfluren vermessen dargestellt sind. Er wurde von [[L. F. Feldmann]] aufgezeichnet im Maßstab 1:1,785. Wohl im Bestreben, die Wohlhabenheit und Fortschrittlichkeit Nordens deutlich zu machen, wurden neben Anwesen, sozialen Einrichtungen und Parkanlagen auch viele Fabriken eingezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Plan befindet sich in der Ausstellung des [[Heimat- und Teemuseum|Heimatmuseums]] im [[Altes Rathaus|Alten Norder Rathaus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Augenschein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Begriffserläuterungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.norder-stadtgeschichte.de/index.php?title=Datei:1858.jpg&amp;diff=36731</id>
		<title>Datei:1858.jpg</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;1858&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
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	<entry>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left: 10px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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==Heitsweg==&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|Stadtteil/-viertel&lt;br /&gt;
|[[Ekel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Erschließungsjahr&lt;br /&gt;
|vor 1895&lt;br /&gt;
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|Namensgebung&lt;br /&gt;
|vor 1895&lt;br /&gt;
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|Historische Namen&lt;br /&gt;
|keine&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Datei:Heitsweg 1943.jpg|mini|Heitsweg 1943, oben Kreuzung mit der [[Schulstraße]], unten Kreuzung zum [[Kolkbrücker Weg]], heute die verlängerte Osterstraße.]]&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Heitsweg&#039;&#039;&#039; ist eine [[Gemeindestraße]] in [[Ekel]]. Die Straße grenzt nördlich an die [[Schulstraße]] bzw. den [[Ekeler Weg]], wo sie an dieser Kreuzung auch nördlich auf den [[Looger Weg]] trifft. Südlich grenzt der Heitsweg an die [[Osterstraße]]. Westliche Nebenstraße sind der [[Langer Pfad | Lange Pfad]] sowie der [[Wiesenweg]]. Über eine Lohne in der südlichen Hälfte der Straße kann man auch gen Osten zur [[Schützenstraße]] gelangen.&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft des Namens ===&lt;br /&gt;
Der Straßenname, der ausschließlich an dieser Stelle vorkommt, geht höchstwahrscheinlich auf den schon in frühen Zeiten seltenen altfriesischen Vornamen &#039;&#039;Heit&#039;&#039; oder &#039;&#039;Heitet&#039;&#039; zurück (zur Herleitung vgl. &#039;&#039;Lütet&#039;&#039;, Namensgeber von Lütetsburg, niederdeutsch &#039;&#039;Lütsborg&#039;&#039; oder &#039;&#039;Lützborg&#039;&#039;). Wie genau die angenommene Person eines &#039;&#039;Heit&#039;&#039; im Zusammenhang mit der Straße stand, kann nicht mehr nachvollzogen werden, vermutlich handelte es sich um den Besitzer einer Hofstelle oder des Weidelandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ===&lt;br /&gt;
Die Straße, deren Verlauf zuerst im [[Vermessungsplan der Stadt Norden von 1858]] genau ersichtlich ist, wird als Weg wohl bereit seit Jahrhunderten verwendet und ist ebenfalls auf der preußischen Grundkarte von ca. 1895 verzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch seine Lage am Rande der Norder Geestinsel handelte es sich um eine Sandstraße, eine Befestigung kann erst für das 20. Jahrhundert angenommen werden. Einige der aus der mutmaßlichen Erschließungszeit stammenden, noch vorhandenen Häuser wurden in lockerer Bebauungsweise wahrscheinlich in der Zeit um 1920 errichtet, in den 1960 Jahren wurden die Baulücken schließlich nach und nach geschlossen. 1990 wurde der letzte, verfallene landwirtschaftliche Hof am Heitsweg nahe der Abzweigung zum [[Wiesenweg]] abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude und Plätze ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich ein Feldweg mit vereinzelten Bauernhöfen, wurden um 1900 bereits Einfamilienhäuser vorwiegend im südlichen Teil errichtet. Das ländliche Gepräge behielt die Umgebung bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Höfe wurden nach und nach abgetragen, das Land zu Bauland umgewidmet. Der Heitsweg besteht heute überwiegend aus Einfamilienhäusern in geschlossener Bebauung. Ungefähr an der Ecke zur Osterstraße befindet sich einer der beiden Parkplätze der [[Oberschule]]. Das Gelände der Schule liegt zwischen dem westlichen Bereich des Heitsweg zwischen Osterstraße und Wiesenweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Hof am Heitsweg.jpg|Hofstelle am Heitsweg, um 1980.&lt;br /&gt;
Datei:Heitsweg Hof 1990.jpg|Letzter verfallener Hof, 1990.&lt;br /&gt;
Datei:1858 heitsweg.jpg|Der Heitsweg auf dem Stadtplan von 1858, rot markiert.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Liste der Straßen in Norden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen in Norden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen in Ekel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ekel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Eievui</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Eievui: &lt;/p&gt;
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		<author><name>Eievui</name></author>
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